{"id":389,"date":"2011-03-22T17:53:08","date_gmt":"2011-03-22T16:53:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?page_id=389"},"modified":"2011-12-31T17:34:26","modified_gmt":"2011-12-31T16:34:26","slug":"389-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/389-2\/","title":{"rendered":"Filmformate &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: left;\"><strong><a rel=\"attachment wp-att-384\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/finaldraft-01\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-384\" title=\"FinalDraft-01\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a>Filmformate &#8211; eine durchlaufende Geschichte<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Jean-Luc  Godard meinte dereinst, es sei v\u00f6llig unm\u00f6glich, ein Buch \u00fcber die  Filmgeschichte zu verfassen, weil diese Geschichte dann auch Bilder und  T\u00f6ne beanspruchen w\u00fcrde, keinen Text.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Und weil Godard eben Godard  ist und nicht Heini M\u00fcller von nebenan, fassen wir uns mit unserer  heutigen Geschichte eben nur kurz, weil wir trotz allem auf Text  angewiesen sind. Also setzen und aufgemerkt. Wer beim Schw\u00e4tzen erwischt  wird, meldet sich beim Rektor.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Kann mir jemand etwas \u00fcber die  Erfindung des Zelluloids erz\u00e4hlen? \u2026hab\u2018 ich mir gedacht. Also Zelluloid  ist so eine Erfindung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, um 1850 herum  und ein Mischmasch aus verschiedenen Plastiksorten. Das interessiert  nur insoweit, als eben auf Grundlage des Zelluloids fotografisches und  filmkameratechnisches Material leichter herzustellen war und einfacher  genutzt werden konnte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Nitratfilm auf Zelluloidbasis hatte  nur die unsch\u00f6ne Eigenschaft, fast schon explosionsartig zu verbrennen,  wenn zum Beispiel der Film innerhalb des Projektionsfensters riss und  steckenblieb. Schon die Hitze der Vorf\u00fchrlampe konnte ausreichen, den  Film in nichts aufzul\u00f6sen und vielleicht sogar das ganze Kino dazu.  Sogenannter Sicherheitsfilm auf Acetatbasis sollte bereits 1940 in  Deutschland eingef\u00fchrt werden, aber geschichtlich kam da was dazwischen.  Weltweit begann in der Kinoproduktion ab 1950 die komplette Umstellung  auf Sicherheitsfilm.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Und jetzt zu dem, weswegen wir hergekommen sind: Die 150 verschiedenen Filmformate. Die Untergruppen noch nicht mitgez\u00e4hlt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Jetzt  sitzt mir schon wieder der alte Jean-Luc im Nacken, dass ich die  Geschichte mit Bild und Ton erz\u00e4hlen sollte. Da mir dies hier nicht zur  Verf\u00fcgung steht, halte ich mich wenigstens textlich beschr\u00e4nkt und werde  nicht unbedingt alle 150 Formate ansprechen.<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">\u201eYou ain\u2019t seen nothing yet\u201c<\/span><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Im\u00a0  immer mehr an Bedeutung gewinnenden Sektor der Kinounterhaltung glaubte  jeder besser Bescheid zu wissen als andere. Das f\u00fchrte zu einer  un\u00fcbersichtlichen Anzahl von verschiedenen Filmformaten in der  Produktion. Das schon l\u00e4nger gebr\u00e4uchliche und seit 1928 fast schon  standardm\u00e4\u00dfige 35mm-Format mit 19mm H\u00f6he pro Bildeinzug und beidseitig 4  Perforationsl\u00f6chern wurde 1932 von der ACADEMY of MOTION PICTURES ARTS  and SCIENCES zum Einheitsformat erkl\u00e4rt. An dies hielten sich nicht nur  die gro\u00dfen Hollywood-Studios, es schlossen sich auch die Filmkompanien  rund um den Globus an.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Man sollte allerdings beachten, dass sich  der ACADEMY FORMAT genannte Standard auf das Vorf\u00fchrmaterial bezog und  nicht zwangsl\u00e4ufig das Aufnahmeformat aus der Kamera sein musste. Als  kleines Beispiel: Viele Amateurproduktionen filmten auf den wesentlich  billigeren 16mm und bliesen ihr Material im Kopierwerk auf 35mm auf. Die  Qualit\u00e4t wurde dadurch nicht wirklich verbessert, im Gegenteil, aber  den Film konnte man in jedem Kino abspielen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">So, und nach einer  kleinen Pause dann zur\u00fcck zum richtigen Film: In der Regel allerdings  war besonders im ACADEMY FORMAT das Aufnahmeformat gleich dem  Ausgabeformat.<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Ist der in Breitwand?<\/span><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">22mm breit und  16mm hoch ist das Einzelbild im ACADEMY FORMAT. 24 Bilder pro Sekunde  laufen durch den Projektor. Das entspricht einem auf die Leinwand  geworfenen Format von 1,37:1, so ungef\u00e4hr. Das entspricht dem Verh\u00e4ltnis  4:3. Der Ausdruck 4:3 fand erst Einzug in unseren Sprachgebrauch, als  die Fernsehwelt auf das Format 16:9 umstellte und man einen Bezugspunkt  zu Omas Fernsehen brauchte. Also werden wir den Begriff 4:3 sch\u00f6n  lassen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Trotz des festgelegten Formats d\u00fcrsteten viele  Kameram\u00e4nner und Regisseure nach Variationsm\u00f6glichkeiten. Breitwand war  so eine Variante, was nichts anders bedeutete als dass in der Kamera  oben und unten ein Bereich gekascht, also abgedeckt wurde. Auf der  Vorf\u00fchrkopie entstand somit ein gr\u00f6\u00dferer Freiraum zwischen den  Einzelbildern, weil sich ja der Perforationsabstand pro Bild nicht  \u00e4nderte. H\u00e4ufig in Gebrauch kam damit ein Vorf\u00fchrformat von 1,85:1. Das  einzelne Filmbild hatte nun nur noch eine H\u00f6he von 11,9mm, wobei  nat\u00fcrlich die Breite von 22mm unver\u00e4ndert blieb. Und, bitte machen Sie  sich dar\u00fcber eine Notiz, das hat nicht das Geringste mit CinemaScope zu  tun. Breitwand wird ganz einfach mit einer f\u00fcr das Seitenverh\u00e4ltnis  1,85:1 angepassten Optik unverzerrt auf die Leinwand geworfen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Nochmals  zur Vermeidung von Fehlern in Ihren anstehenden Tests: Das Objektiv  bl\u00e4st die Projektion des 11,9mm hohen Ausgangsbildes nur auf die H\u00f6he  der 1,37:1 Leinwand auf, womit die Projektionsfl\u00e4che breiter wird. Zum  Anamorphoten kommen wir sp\u00e4ter\u2026<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u2026und zwar jetzt:<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Das moderne Wunder der Unterhaltung, das Sie ohne Brille sehen k\u00f6nnen<\/span><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Alle  technischen \u00c4nderungen im Kino entwickelten sich zum gr\u00f6\u00dften Teil aus  der Not heraus, sich gegen\u00fcber einem anderen Medium behaupten zu k\u00f6nnen.  Der Tonfilm gegen das Radio, der 3-D-Film gegen den Fernseher,  digitales Kino gegen die Heimanlage usw. Da wir in einer anderen Stunde  die leidige Geschichte des 3-D-Kinos beleuchten werden, sei hier nur  kurz erw\u00e4hnt, dass dieses Kinoformat in den 1950ern einfach zu  kompliziert und kostspielig war und deswegen nur von kurzer Dauer.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Henri  Chr\u00e9tien erfand in den Zwanzigern den Anamorphoten, woran  Twentieth-Century Fox die Rechte erwarb. Wenn Sie sich nicht mehr an das  ACADEMY FORMAT erinnern k\u00f6nnen, schlagen Sie dieses jetzt noch mal kurz  nach, denn das ist der simple Ausgangspunkt f\u00fcr das wichtigste  Filmformat \u00fcberhaupt, n\u00e4mlich CINEMASCOPE. Chr\u00e9tien machte mit einer  Linse eigentlich nichts anderes, als ein Bild bei der Aufnahme mit einer  sogenannten anamorphoten Optik in der Breite auf die H\u00e4lfte zu  quetschen und es bei der Vorf\u00fchrung mit demselben Objektiv wieder zu  entzerren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Fertig war das Wunder, das Cent-Fox erwarb, um vom  kostspieligen 3-D wegzukommen und die Menschen dennoch ins Kino zu  locken. 1953 ging es los. Mit dem Anamorphoten belichtete man ganz  einfach das ACADEMY FORMAT. Das Einzelbild betrug weiterhin 22mm auf  16mm, allerdings betrug das vorgef\u00fchrte Seitenverh\u00e4ltnis nun 2,66:1.  Dabei musste der dazugeh\u00f6rige 3-Spur-Magnetton auf einem separaten  35mm-Film synchron mitlaufen. Lassen Sie sich nicht beirren, wenn es  immer noch hei\u00dft, DAS GEWAND w\u00e4re der erste CINEMASCOPE-Film gewesen.  Sie und ich wissen es nat\u00fcrlich besser. WIE ANGELT MAN SICH EINEN  MILLION\u00c4R war der erste von Twentieth-Century Fox produzierte  CINEMASCOPE-Film. In der Chefetage hatte man das Potenzial des  breitformatigen Bilds erkannt und die bereits in den Dreharbeiten  befindliche Produktion von DAS GEWAND gestoppt, um den gesamten Film von  vorne zu beginnen und auch konzeptionell den M\u00f6glichkeiten  unterzuordnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein monumentaler Bibelfilm eignete sich nat\u00fcrlich  besser dazu, die Massen in die ph\u00e4nomenale Optik des CINEMASCOPE  einzuf\u00fchren, als es eine beschwingte Marylin-Monroe-Kom\u00f6die tun k\u00f6nnte.  Der zudem noch sehr gut inszenierte und gespielte GEWAND warb mit der  bewusst irref\u00fchrenden Schlagzeile, das moderne Wunder der Unterhaltung,  das Sie ohne Brille sehen k\u00f6nnen, um den Gutgl\u00e4ubigen zu suggerieren,  dass sie ihr 3-D-Wunder auch ohne st\u00f6rende Sehhilfe bekommen w\u00fcrden.  Wegen der Breite des Bildes und dem Abstand zur Leinwand musste diese  leicht gew\u00f6lbt sein, damit die Unsch\u00e4rfen an den R\u00e4ndern ausgeglichen  wurden. Die im Auditorium gew\u00f6lbte Leinwand vermittelte nat\u00fcrlich eine  gewisse Art von R\u00e4umlichkeit, hatte aber nicht das Geringste mit einem  3-D-Effekt oder dem zur gleichen Zeit aufkommenden CINERAMA zu tun.  Nichts desto trotz war das Publikum Feuer und Flamme, oder man m\u00f6ge fast  sagen, es war ganz Auge und Ohr.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><span style=\"color: #000000;\">Und jetzt holen Sie mal wieder Luft, zu CINERAMA kommen wir erst im n\u00e4chsten Semester.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Den  Film mitsamt der 35mm-Tonspur synchron laufen zu lassen war nat\u00fcrlich  sehr schwer und zudem auch teuer. Aber von 1953 bis 1957 hielt sich  dieses System. Cent-Fox war Alleinherrscher mit CINEMASCOPE, das die  Filmwelt zwar \u00fcberzeugte, aber preislich die Chefs in Unmut st\u00fcrzte. Man  bastelte etwas herum, damit die drei Magnettonspuren mit auf denselben  Filmstreifen kamen. Das Einzelbild wurde schm\u00e4ler, dadurch verringerte  sich das Seitenverh\u00e4ltnis auf 2,55:1.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber die Besitzer von  Autokinos meuterten. In Autokinos konnte zu jener Zeit kein Stereo  vorgef\u00fchrt werden und au\u00dferdem waren die meisten Kinos dieser Art mit  Lichtton-Anlagen ausger\u00fcstet. Die Twentieth-Century Fox war ja auch kein  Lump und lie\u00df sich was einfallen. Man fingerte noch etwas am Bild herum  und gelangte 1957 zu dem Seitenverh\u00e4ltnis von 2,35:1. Daf\u00fcr waren jetzt  gleichzeitig die Magnetton- und Lichttonspuren auf einer einzigen  Kopie. Wenn heute auch nicht mehr Platz f\u00fcr den Magnetton ben\u00f6tigt wird,  blieb dieses Seitenverh\u00e4ltnis der Standard.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Es blieb Standard,  auch weil die Cent-Fox 1965 schlichtweg vers\u00e4umte, die Rechte an den  Anamorphoten zu erneuern. Paramount war da ein bisschen schneller, war  ab 1967 Rechteinhaber und bleibt es bis heute. CINEMASCOPE verschwand  und es kam PANAVISION. Bis auf den Namen blieb aber alles beim Alten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-423\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/389-2\/finaldraft-01a\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-423\" title=\"FinalDraft-01a\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01a.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01a.jpg 400w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01a-200x115.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01a-300x172.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/span><strong><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Alles eine Frage der Ansicht<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">VISTAVISION  wurde auch auf 35mm-Material aufgezeichnet, aber sein Einzelbild  vermass 36mm auf 18mm. Mit seiner fast doppelt so gro\u00dfer Bildfl\u00e4che  gegen\u00fcber dem ACADEMY FORMAT und CINEMASCOPE wurde die Qualit\u00e4t des  Bildes mit VISTAVISION enorm verbessert. Zudem konnte man das  Seitenverh\u00e4ltnis zwischen 1,66:1 und 2:1 variieren. Es darf Sie nicht  \u00fcberraschen, dass das gebr\u00e4uchlichste Format 1,85:1 war. Wie bei\u2026?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Paramount  brachte 1954 mit seiner Erfindung VISTAVISION zuerst WHITE CHRISTMAS  auf den Markt. Das hochaufl\u00f6sende Bild \u00fcberzeugte Kritiker wie Publikum  gleicherma\u00dfen. Hierin bestand aber auch der ganz gro\u00dfe Nachteil des nur  sieben Jahre lebenden Formates, denn es musste horizontal durch den  Projektor laufen. Um das 36&#215;18-Bild auf den 35mm-Film zu bekommen,  musste es mit 8 Perforationsl\u00f6chern horizontal durch das Bildfenster  laufen, was wiederum bedeutete, dass die Projektoren mit zweifacher  Geschwindigkeit laufen mussten, weil der Filmeinzug mit 8 Perfo-L\u00f6chern  gegen\u00fcber dem ACADEMY FORMAT doppelt so gro\u00df war. Kinobetreiber waren  sich schnell einig, dass diese Art des Vorf\u00fchrens immens aufwendig war  und die Umstellung der Maschinen sich meist nicht rechnete.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber  das hochaufl\u00f6sende Material, das mit VISTAVISION aufgenommen wurde, lie\u00df  sich auch sehr gut auf g\u00e4ngiges Material umkopieren. Der  Qualit\u00e4tsverlust war dabei nur sehr geringf\u00fcgig. Hitchcock, der  Regisseur, arbeitete sehr gerne mit VISTAVISION, bis es mit ONE-EYED  JACKS \u2013 DER BESESSENE 1961 zum letzten Mal als komplette Aufnahmeform  bei einem amerikanischen Spielfilm Verwendung fand. Mitte der Siebziger  erhielt VISTAVISION eine zweite Chance, als Special-Effects-Mann John  Dykstra eine VISTAVISION-Kamera bei den Trickeffekten f\u00fcr STAR WARS  einsetzte. Bis zum Einsatz des Computers behielt die VISTAVISION-Kamera  ihre Vormachtstellung f\u00fcr Special-Effects.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-424\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/389-2\/finaldraft-01b\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-424\" title=\"FinalDraft-01b\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01b.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01b.jpg 400w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01b-200x134.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-01b-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/span><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Hausaufgaben<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir  haben nun die g\u00e4ngigen Filmformate besprochen und hoffentlich auch  verinnerlicht, die im gew\u00f6hnlichen Spielfilm eine Rolle spielten und  vielleicht noch spielen. Selbst mit der Einf\u00fchrung des ACADEMY FORMATs  waren die Studios nicht bereit, zusammenzuarbeiten. Wie allein schon  diese g\u00e4ngigen Beispiele zeigen, war es immer ein Hauen und Stechen um  die eigene Sache. Dabei kratzen diese Beispiele noch nicht einmal an der  Oberfl\u00e4che dessen, was man an Formaten auf den Markt bringen wollte  oder den Filmemachern zum Experimentieren anbot. Der verbissene Kampf um  Fortschritt und qualitative Besserungen war nicht nur ein Kampf um das  zahlungswillige Publikum und sollte auch nicht die Speerspitze gegen  konkurrierende Unterhaltungsmedien sein. Es war in erster Linie ein  Gerangel und Geschiebe um Prestige und einhergehenden Kommerz mit  Lizenzen und Rechtevertrieb. Diese Rechnungen gingen allerdings nie auf,  weil stattdessen jeder mit eigenen Erfindungen und Verbesserungen  gegenhalten wollte. Bis Cent-Fox die Rechte an den Anamorphoten verlor  und PANAVISION die Leinw\u00e4nde der Welt betrat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Sollten Sie Ihre  Pr\u00fcfungen bestehen, was ich bezweifle, werden wir uns im n\u00e4chsten Teil  wiedersehen. Wir werden uns dann mit noch viel mehr Formaten und  ungleich mehr Zahlen besch\u00e4ftigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Und zum Beispiel den unendlich scheinenden Ausw\u00fcchsen von 70mm.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?page_id=427\">Dr\u00fcck mich, wenn Du gleich zu Teil 2 der Filmformate m\u00f6chtest.<\/a><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Filmformate &#8211; eine durchlaufende Geschichte Jean-Luc Godard meinte dereinst, es sei v\u00f6llig unm\u00f6glich, ein Buch \u00fcber die Filmgeschichte zu verfassen, weil diese Geschichte dann auch Bilder und T\u00f6ne beanspruchen w\u00fcrde, keinen Text. 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