{"id":408,"date":"2011-03-22T18:20:07","date_gmt":"2011-03-22T17:20:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?page_id=408"},"modified":"2011-12-31T17:34:47","modified_gmt":"2011-12-31T16:34:47","slug":"hollywoods-klatsch-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/","title":{"rendered":"Hollywoods Klatsch-Geschichte"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: left;\"><a rel=\"attachment wp-att-409\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/finaldraft-03\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-409\" title=\"FinalDraft-03\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-03.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a><strong><span style=\"color: #000000;\">Kuck mal, wer da spricht<\/span><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Kennen Sie Louella Parsons? Wenn die Glocken noch nicht l\u00e4uten, aber daf\u00fcr leise klingeln, hier noch ein erkl\u00e4render Name: Hedda Hopper. Jetzt muss aber der Groschen gefallen sein, oder? Wer an dieser Stelle wissend abwinkt oder frustriert das Gesicht verzieht, braucht auch gar nicht weiterzulesen. Denn wir werden nur einen kurzen Blick auf diese beiden Pers\u00f6nlichkeiten werfen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Und einen noch k\u00fcrzeren Blick auf die Auswirkungen ihrer eisernen Ambitionen. Die Abwinker und Gesichtsverzieher wissen ja sch\u00f6n l\u00e4ngst Bescheid, und an dieser Stelle wird auch wirklich nichts Neues zu erfahren sein. Wie denn auch, die ehemals hart bandagierten Ladies sind l\u00e4ngst unter der Erde. Aber ihr Erbe, tja, das geistert munter durch die Gesellschaft. Nur l\u00e4ngst nicht mehr so raffiniert und einflussreich wie seinerzeit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-413\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/finaldraft-03f-oldradio\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-413\" title=\"FinalDraft-03f\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-03f-oldradio-174x200.jpg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"200\" \/><\/a>\u201eSie hat niemals etwas vergessen, und mit demselben Anspruch hat sie auch niemals jemandem vergeben, der ihr Ansinnen durchkreuzen wollte. Aber sie war niemals b\u00f6sartig.\u201c <\/span><\/em><\/strong><em><span style=\"color: #000000;\">\u2013 \u00fcber Parsons<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">1881 geboren mit dem Nachnamen Oettinger, begr\u00fcndete sich Louellas Faible f\u00fcr Film bereits 1903 bei ihrem ersten Besuch einer Filmvorf\u00fchrung. Nach ihrer Heirat 1905 hie\u00df sie Parsons und behielt diesen Namen selbst nach zwei Scheidungen und zwei weiteren Hochzeiten. Sie verfasste Drehb\u00fccher und schrieb Film-Kolumnen. Letztendlich auf ihrem Karriereweg in New York angekommen, traf Louella 1922 zum zweiten Mal in ihrer journalistischen Laufbahn auf William Randolph Hearst, den Medienmogul. Von da an sollte es steil bergauf gehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Allerdings erfuhr das arme M\u00e4dchen 1925, dass es wegen Tuberkulose nur noch sechs Monate zu leben hatte. Aus diesem Grund zog sie des Wetters wegen nach Los Angeles. Die sechs Monate verstrichen ohne ihren Tod, also schrieb sie weiter f\u00fcr Hearsts Zeitungen und begann 1928 eine eigene Radioshow.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das gro\u00dfe Thema von Louella Parsons war Hollywood und seine Stars. Es war nicht richtig\u00a0 nachzuvollziehen und zum Teil h\u00f6chst mysteri\u00f6s, wie Louella an Informationen \u00fcber die Gesch\u00e4fte in Hollywood kam, oder woher sie \u00fcber die privatesten Dinge seiner Stars Bescheid wusste. Aber ihr war von Anfang an bewusst, dass Hollywood und alle, die es bev\u00f6lkerten, Nachrichten bedeuteten. Nachrichten, die den Normalb\u00fcrger irgendwo dort drau\u00dfen tats\u00e4chlich interessierten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Louella Parsons war erfolgreich mit dem was sie tat, weil sie den Nerv der Zeit traf. Etwas, das ihr andere im Vorfeld abgesprochen hatten. Und mit einer neuen Radioshow bestieg sie 1934 endg\u00fcltig einen Thron, von dem sie keiner mehr sto\u00dfen konnte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-414\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/finaldraft-03e-latimes\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-414\" title=\"FinalDraft-03e\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-03e-latimes-160x200.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"200\" \/><\/a>\u201eIch kann einen Hut tragen oder ihn abnehmen. So oder so, es wird dar\u00fcber geredet.\u201c<\/span><\/em><\/strong><em><span style=\"color: #000000;\"> \u2013 Hopper<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die als Elda Furry 1885 geborene Hedda Hopper begann 1915 ihre Filmkarriere, aus der 120 Filme hervorgingen. Die arme Hedda kam nie \u00fcber die zweite Reihe hinaus. Sie befreundete sich sogar mit Louella Parsons und versorgte diese mit durchaus delikaten Informationen \u00fcber diverse Stars. Die Karriere beim Film allerdings nahm eher ab, als dass sich ihr Talent endlich auszahlen w\u00fcrde. Auszahlen war auch das Stichwort, welches Hedda Hopper 1937 dazu brachte, sich nach einer T\u00e4tigkeit umzusehen, welche ihr endlich Fleisch in die Suppe brachte. Und diese T\u00e4tigkeit formte sich aus dem Angebot, eine Filmkolumne f\u00fcr die Los Angeles Times zu schreiben. \u201aHedda Hoppers Hollywood\u2018 erschien damit in einer der wenigen Zeitungen, die nicht dem Imperium von Randolph Hearst unterstellt waren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em><span style=\"color: #000000;\">\u201eIn Hollywood ist Dankbarkeit Staatsfeind Nummer eins.\u201c <\/span><\/em><\/strong><em><span style=\"color: #000000;\">\u2013 Hopper<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Es lag schon immer in der Natur des Menschen, sich mehr f\u00fcr die Unzul\u00e4nglichkeiten anderer zu interessieren, als den eigenen Hof sauber zu halten. Freunde vertrauten sich einem an oder man erfuhr etwas Delikates \u00fcber seine Feinde. Mit Ger\u00fcchten oder Wahrheiten, die nur hinter vorgehaltener Hand kursierten, konnte man eine Person durchaus steuern. Oder es wurde jemand erpressbar. Menschen in einer h\u00f6heren gesellschaftlichen Stellung kannte man nur aus Zeitungen, vom H\u00f6rensagen, aus B\u00fcchern. Man blickte zu ihnen auf und konnte sie mit den richtigen Ger\u00fcchten oder eben auch Wahrheiten auf eine Ebene zu sich herunterholen. Der oder die wurden pl\u00f6tzlich zu ganz normalen Menschen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Vermeintlich geheime Informationen auszutauschen ist ein uraltes Ritual zwischenmenschlicher Beziehungen. War es vor Jahrhunderten noch notwendig, von seinen Feinden auch ihre pikanten Schw\u00e4chen und Tadel zu kennen, um sie so besser einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, wandelte sich dieses Schl\u00fcsselloch-Interesse in der Moderne zum reinen Zeitvertreib f\u00fcr Tratsch und Klatsch. Und es lenkte auch von den eigenen Unzul\u00e4nglichkeiten ab. Klatsch, Tratsch und Ger\u00fcchte haben schon K\u00f6nige gest\u00fcrzt.\u00a0 Und Mitte der 1920er konnte man die Situation in Hollywood durchaus mit verschiedenen Hofstaaten vergleichen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Studiobosse regierten feudal, und ihre Vertragsschauspieler fungierten dabei als Zepter und Krone. Vielleicht k\u00f6nnte man Louella Parsons dann als den Hofnarren bezeichnen. Eine, die aberwitziges Zeug von sich gibt, in dem aber viel Wahrheit steckt. Leute wie Louis B. Mayer, das war der mit den MGM-Studios, brauchten diesen Hofnarren genauso wie sie eine solche Person gerne den Krokodilen vorgeworfen h\u00e4tten. Wenn die autark scheinende Parsons ihren Lesern oder Zuh\u00f6rern einen Film empfahl, dann wurde der angesehen. Wenn Parsons ein Starlet mit skandal\u00f6sen Ger\u00fcchten in Verbindung brachte, wurde es zum Kassengift.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Noch 1915 behauptete Randolph Hearst, dass Stars keine Nachrichten w\u00e4ren. Parsons verlor daraufhin ihren ersten Job. 1922 holte er sie dann zur\u00fcck. Es ging ums Geldverdienen, denn Hearst musste feststellen, dass Stars sehr wohl Nachrichten waren und mit Nachrichten festigte er sein Imperium und damit seinen Einfluss. Mit der R\u00fcckendeckung von Hearst \u00fcbertrug sich dieser Einfluss nat\u00fcrlich auf Louella Parsons und ihre Kolumne. Es begann das riskante Spiel von Geben und Nehmen. Insider versorgten die Parsons mit allen m\u00f6glichen Informationen, jeder Schauspieler oder Techniker wollte gut mit ihr stehen und plauderte gerne hinter vorgehaltener Hand \u00fcber andere. So mancher Schuss ging nach hinten los, vieles zahlte sich aber auch aus, an der Kinokasse, oder in der Karriere. Das zahlende Publikum, die Leser und H\u00f6rer, alle liebten Louella Parsons und ihre Informationen aus erster Hand, oder das bisschen dreckige W\u00e4sche waschen. Was man von Hollywood nur aus Ger\u00fcchten kannte, wurde mit einem Mal best\u00e4tigt. Der Marktwert Parsons stieg, und damit auch Hearsts Verkaufszahlen. Anf\u00e4nglich konnten die Studios Louella mit riskanten Man\u00f6vern als Werkzeug benutzen, doch auf einmal hatten sie sich damit einen Poltergeist geschaffen, wo Versuche zur Vertreibung nur noch gr\u00f6\u00dferes Poltern verursachen konnten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eDie\u00a0 schlimmsten und primitivsten Bestrafungen in unserer Stadt an jemandem, der in Ungnade gefallen ist, sind ein leerer Briefkasten und ein schweigendes Telefon.\u201c \u2013 Hopper<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die American Psychological Association hatte in zwei Untersuchungen 2005 und 2006 versucht herauszufinden, warum dem Durchschnittsamerikaner so sehr an Nachrichten aus dem Boulevardbereich gelegen ist. Viel Neues wurde dabei nicht festgestellt, doch es festigte sich die Aussage, der Amerikaner liebt einfach den Umgang mit Ger\u00fcchten als solches. Es ist die Demontage derer, zu denen man sonst aufschauen muss und die im richtigen Leben so unerreichbar sind.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Hollywood h\u00e4tte diese Studie abwarten sollen. Doch damals war man \u00fcberzeugt, Feuer mit Feuer bek\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen. Und so betrat 1938 Hedda Hopper die Klatsch-und-Tratsch-B\u00fchne. Schauspieler, Produzenten und Studioleiter versorgten gezielt Hopper mit exklusiven Geschichten und Ger\u00fcchten. Bekannterma\u00dfen entbrannte tats\u00e4chlich ein kurioser Krieg zwischen den ehemals befreundeten Damen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">In der neuzeitlichen Entwicklung von Boulevardnachrichten waren Parsons und Hopper nat\u00fcrlich nicht alleine. Der Handel mit Halbwahrheiten und gerne auch mal \u00fcbler Nachrede nahm mit Beginn der Tonfilmzeit derart drastisch zu, dass in New York 1931 sogar der Verkauf von Boulevardbl\u00e4ttern verboten wurde. Aber zum Gl\u00fcck gab es ja noch das \u00fcberregionale Radio. Und keiner der anderen Schmierenkom\u00f6dianten konnte sich mit Louella Parsons messen. Und mit der nachfolgenden Hedda Hopper noch weniger.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Der eigentlich erw\u00fcnschte Krieg zwischen den Kolumnistinnen er\u00f6ffnete eine zweite Front, an die niemand wirklich gedacht hatte. Was die eine f\u00fcr gut und sehenswert hielt, konnte die andere durchaus in Grund und Boden kritisieren. Legend\u00e4r wurde der Kampf um CITIZEN KANE, ein Film, durch den sich Randolph Hearst angegriffen f\u00fchlte und der somit von Louella Parsons bereits im Vorfeld und lange nach der Premiere denunziert wurde. Hedda Hopper hingegen erzwang sich eine Testvorf\u00fchrung und lie\u00df sich gerne von Orson Welles instrumentalisieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em><span style=\"color: #000000;\">\u201eHabe ich erw\u00e4hnt, dass Louella eine machtgierige, widerliche, destruktive, rachs\u00fcchtige Zicke war?\u201c <\/span><\/em><\/strong><em><span style=\"color: #000000;\">\u2013 Mamie Van Doren<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Verehrer der schaurig-sch\u00f6nen Geschichten aus Hollywood machten, entgegen allen gehegten Hoffnungen, keinen Unterschied, ob die eine verdammte, was die andere in den Himmel lobte. Dieser bizarre Kampf f\u00f6rderte nur noch den Einfluss beider Parteien, bei dem die Filmindustrie am schlechtesten weg kam. Beide erreichten einen Punkt, an dem sie es sich durchaus erlauben konnten, die Hand abzubei\u00dfen, die sie f\u00fctterte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Dass diese \u00f6ffentliche Zwietracht ein geheimes Abkommen zwischen den beiden Divas war, um sich gegenseitig zu st\u00e4rken, ist nat\u00fcrlich nur \u00fcble Nachrede. George Eelles stellte in seinem Roman MALICE IN WONDERLAND diese entz\u00fcckende These der sich eigentlich verstehenden Frauen auf, die auf diese Weise Hollywood fest im Griff hielten. Dieses bezaubernde und nachvollziehbare Ger\u00fccht verfilmte Gus Trikonis 1985. In dieser Verfilmung sagt Louis B. Mayer die fabelhaften Worte: \u201eIch habe nicht ein Monster zerst\u00f6rt, ich habe ein zweites erschaffen.\u201c Wenn diese Worte nicht wahr sind, sollten sie es sein.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Parsons kehrte stets ihre bemutternden Attribute nach au\u00dfen und vermittelte den Menschen ein falsches Gef\u00fchl von Geborgenheit. Sie wollte ihren Opfern und Helfern gleicherma\u00dfen glauben machen, dass alles zu ihrem Besten w\u00e4re, und ihre ruhige aber immer dringliche Art best\u00e4rkte dieses Ansinnen. Hopper hingegen war die laute, oftmals ungehobelte Vertreterin, die nicht nur versuchte, Cary Grant zu outen, sondern sich auch mal einen gerechtfertigten Fu\u00dftritt von Spencer Tracy einholte. Es wird Hopper auch nachgesagt, dass sie mit ihren Tiraden daf\u00fcr verantwortlich ist, dass Charles Chaplin Amerika verlassen musste und nicht mehr einreisen durfte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Geschenkt haben sich beide nichts und ihren Klatsch-Objekten erst recht nicht. Doch es kamen die 1960er, und die Menschen nahmen nach und nach eine Auszeit von skandal\u00f6sen Ger\u00fcchten und unheilschwangeren Wahrheiten. Da waren Kuba und die Sowjetunion im Allgemeinen. Korea war beendet und Vietnam stand vor der T\u00fcr. Eigenheime wollten gebaut werden, und der dazugeh\u00f6rige Luftschutzbunker.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Hedda Hopper schrieb unbeirrt weiter, allerdings wurden ihre Kolumnen 1966 auf nat\u00fcrliche Weise eingestellt. Ein Jahr vor Hoppers Tod, also 1965, legte Parsons den Stift auf Seite und verbrachte bis zu ihrem Tod 1972 noch sieben ruhige Jahre ohne den Glamour Hollywoods. Nicht schlecht f\u00fcr eine Frau, die 46 Jahre zuvor an Tuberkulose sterben sollte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-415\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/finaldraft-03a-drudgereportarchives\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-415\" title=\"FinalDraft-03a\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-03a-drudgereportarchives-159x200.jpg\" alt=\"\" width=\"159\" height=\"200\" \/><\/a>\u201eBraucht\u2019s das?\u201c <\/span><\/em><\/strong><em><span style=\"color: #000000;\">\u2013 Uwe Kraus<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Dereinst war da Matt Drudge und er ist es noch. Ein sehr intelligenter, dennoch konservativer Typ, den man gerne bei der politischen Rechten ansiedelt. 1994 begann er seine noch nicht absehbare Karriere, als er einen Internet-Newsletter gr\u00fcndete. Empf\u00e4nger per E-Mail waren zuerst Freunde und Bekannte, nur kurze Zeit sp\u00e4ter weitete sich der Empf\u00e4ngerkreis per Abonnement merklich aus. Drudge ist sozusagen der gepflegte Urvater dessen, was heute das Internet ausmacht. In seinem Newsletter verlinkte er auf\u00a0 viele Nachrichten und noch sehr viel mehr Ger\u00fcchte anderer Web-Seiten. Er scherte sich nicht darum, auf den Wahrheitsgehalt zu achten. Wichtig war die Verbreitung, die schnelle Verbreitung. Zudem nutzte er Kontakte in Hollywood und Washington, schrieb dazu seine eigenen Ansichten zu diversen Themen und ver\u00f6ffentlichte somit etliche Informationen, bevor die Massenmedien \u00fcberhaupt Wind davon bekamen. 1995 hatte Matt Drudge zirka 1000 Abonnenten. 1997 sollen es schon \u00fcber 80.000 gewesen sein, da sich nicht wenige von Drudges verlinkten und selbst verfassten Artikeln bewahrheiteten. Wie viel Unsinn dabei allerdings der Newsletter von Matt Drudge in die Welt setzte, interessierte nur nebenbei. Es war das Internet, und da musste es schnell gehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-416\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/finaldraft-03b-wikipedia\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-416\" title=\"FinalDraft-03b\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-03b-wikipedia-150x200.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"200\" \/><\/a>Etwa zur selben Zeit begann Harry Knowles seine Spielerei mit dem neuen Medium Internet. 1996 ging er mit der Seite AIN\u2019T IT COOL in die Welt hinaus, um Filmfreunden eine Freude zu bereiten. Auch Knowles hatte Beziehungen, die er zu nutzen wusste. So war er bei Testvorf\u00fchrungen anzutreffen oder bei Presseterminen f\u00fcr gro\u00dfe Hollywood-Produktionen. Dadurch ver\u00f6ffentlichte Knowles lange vor Filmstart bereits selbstverfasste Kritiken, oder die von Besuchern derselben Veranstaltung. Das Scheitern einiger Filme wurde tats\u00e4chlich den vorab ver\u00f6ffentlichten negativen Kritiken auf Harry Knowles Webseite zugesprochen. Und als diese Ansicht wiederum publik wurde, steigerte sich nicht nur der Marktwert der Seite, sondern erh\u00f6hte sich die Leserschaft enorm. Zuerst versuchten einflussreiche Menschen zu verhindern, dass Harry Knowles von Presseterminen und Testvorf\u00fchrungen \u00fcberhaupt erfuhr. Dass er um einiges einflussreicher war, konnte man daran erkennen, dass sich die Zahl seiner Vorab-Ver\u00f6ffentlichungen wie zum Trotz nur noch erh\u00f6hte. Wie dereinst bei Hedda Hopper versuchte man schlie\u00dflich, den Esel vor den Karren zu spannen. Was der Filmindustrie nicht wirklich gelang, doch zumindest hatte sich Harry Knowles dadurch eine weltweite Reputation verschafft, die ihn geradezu herausforderte, fair zu bleiben und offen zwischen Ger\u00fcchten und Wahrheiten zu unterscheiden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit der Skrupellosigkeit von Matt Drudge und dem Ehrgeiz eines Harry Knowles zum Vorbild, wurde das Internet zu einer alles erlaubenden Spielwiese f\u00fcr Selbstdarsteller, Besserwisser und Denunzianten. Irgendwo dazwischen versteckten sich seri\u00f6se Privatanbieter und die renommierten Medienprofis. Doch dieser Anteil ist so verschwindend gering, dass in der nicht \u00fcberschaubaren Reiz\u00fcberflutung der gesunde, ehrliche Journalismus kaum auff\u00e4llt. Die Gier nach Neuigkeiten hat aberwitzige Formen angenommen, die unkontrollierte Meinung wird in ihrer Verbreitungsgeschwindigkeit pl\u00f6tzlich zu einer Tatsache, die eigentlich gar nicht existiert. Ger\u00fcchte werden zu Wahrheiten erhoben. Und gesellschaftlich bedeutende Weltpolitik versinkt dabei gerne unter den Meldungen k\u00fcnstlich aufgebauschter Einspielergebnisse von unbedeutenden Filmen, die von noch unbedeutenderen Amateurkritikern polemisierend behandelt werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Selbst eine einflussreiche Louella Parsons k\u00f6nnte den Ausw\u00fcchsen nichts entgegenbringen, und eine kratzb\u00fcrstige Hedda Hopper w\u00e4re nicht b\u00f6sartig genug. Verdiente Filmkritiker wie Roger Ebert werden nur bem\u00fcht, wenn deren Aussage sich mit der eigenen Meinung deckt. Pauline Kael hingegen d\u00fcrfte kaum noch ein Begriff sein. Die Kultur des Kinos verk\u00fcmmert zu Halbs\u00e4tzen in vorgefertigten Meinungen. Jeder schreibt vom anderen ab und keiner kennt die Quelle, doch jeder f\u00fcgt seine pers\u00f6nliche Wahrheit hinzu. Brad Pitts neuster Schnauzbart bewegt, w\u00e4hrend Mel Gibsons antisemitische Tiraden l\u00e4ngst vergessen sind. Und weil wir gerade bei Gibson sind, wissen die meistens schon den Starttermin von IRON MAN 2, haben aber nicht mehr in Erinnerung das ein MAD MAX 4 bereits in der Vorproduktion war und dann fallen gelassen wurde. Hinzu kommt die unsch\u00f6ne Art, Begr\u00fcndungen f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig zu erachten. Und fallen Widerworte, wird mit pers\u00f6nlichen, beleidigenden Worten geantwortet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Internet hat eine pl\u00f6tzlich immens wachsende Filmgemeinschaft hervorgebracht. Zum einen weil man sich selber auf die eine oder andere Art einbringen kann, und zum anderen l\u00e4sst sich \u00fcber nichts zu hervorragend streiten, wie \u00fcber unterschiedliche Meinungen. Um den Film als solchen und seine Kunstform ins besondere k\u00fcmmert sich das Gros nicht im Geringsten. Die Anonymit\u00e4t innerhalb der globalen Vernetzung tut ihr \u00fcbriges, um alle Etikette fallen lassen zu k\u00f6nnen. Von Journalismus kann man nur im Promillebereich der angebotenen Filmseiten reden. Die Foren darf man erst gar nicht in Betracht ziehen. Wo das Publikum dereinst Hopper und Parsons ben\u00f6tigte, versorgt sich der Konsument nun selbst. Es ist mittlerweile eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, das die Qualit\u00e4t eines Filmes nicht \u00fcber objektive Besprechungen bestimmt wird, sondern sich durch unkommentierte \u201aMeinungs-Meter\u2018 definiert, die durch beliebige Menschen gespeist werden. Ein irrationaler Trend dem sich die Filmindustrie hilflos gegen\u00fcber sieht und der auch \u00fcberhaupt nicht repr\u00e4sentativ zu betrachten ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Das sogenannte \u201aHinterfragen\u2018 von Schlagzeilen und Artikeln ist in der Flut von Informationsf\u00fclle und dem rei\u00dfenden Strom von Geschwindigkeit der Verbreitung zu einem Nichts degeneriert. Eine kritische Auseinandersetzung mit Informationen kann nicht mehr stattfinden, zudem sich der Informationsaustausch schon lange nicht mehr mit relevanten Dingen besch\u00e4ftigt. Die Geister von Hedda Hopper und Louella Parsons laufen Amok.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><strong><span style=\"color: #000000;\">\u201eUnsere Stadt betet Erfolg an, diese liederliche Gottheit, deren L\u00e4cheln das Verlangen nach Blut versteckt.\u201c<\/span><\/strong><span style=\"color: #000000;\"> \u2013 Hopper<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-417\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/finaldraft-03c-nymag\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-417\" title=\"FinalDraft-03c\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-03c-nymag-133x200.jpg\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"200\" \/><\/a>Der gemeine Filmkolumnist muss nicht unbedingt Journalist sein. Wichtig sind und werden immer die Quellen sein, auf die sich derselbe berufen kann. Gerade im Umgang mit Ger\u00fcchten und Skandalen kann man auf diesen Quellenverweis auch verzichten, wenn es den Betroffenen unm\u00f6glich gemacht wird, angesprochene Dinge abzustreiten. Das funktionierte mit Klatsch und Tratsch schon fr\u00fcher und funktioniert heute mit Ger\u00fcchten und Nachrichten genauso. Hopper wie Parsons konfrontierten ihre Opfer mit Aussagen, welche zu dementieren unm\u00f6glich war. In der heutigen Zeit kann ein Ger\u00fccht auch nur sinnloses Geschw\u00e4tz sein, da man durch die exponentielle Verbreitung die Urheber-Quelle gar nicht mehr auszumachen ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-418\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/finaldraft-03d-observer\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-418\" title=\"FinalDraft-03d\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-03d-observer-188x200.jpg\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"200\" \/><\/a>In den amerikanischen Printmedien gab und gibt es das Abkommen, Filmbesprechungen fr\u00fchestens einen Tag vor Filmstart zu ver\u00f6ffentlichen. Dadurch wurde niemand zeitlich unter Druck gesetzt und Kritiker hatten so die M\u00f6glichkeit, sich sehr \u00fcberlegt mit der Materie auseinanderzusetzen. Aber auch der gew\u00f6hnliche Journalist kann trotz eines gewissen Berufsethos nicht dem Internet hinterherlaufen. Dazu kommen die Branchenkenner, die einer Entwicklung hinterher st\u00fcrzen, die als absehbar prophezeit wurde, aber gewiss nicht in dieser Geschwindigkeit. Renommierte Journalisten wie Nikki Finke und Sharon Waxman, beide mit enormen Insider-Potential in Hollywood, haben sich mit dem einem Gemisch des Harry Knowles und Matt Drudge Prinzipes auf eigenen Seiten selbstst\u00e4ndig gemacht. Waxman beschw\u00f6rt auf THE WRAP den tiefen Einblick im Boulevard-Stil, w\u00e4hrend Finke mit DEADLINE HOLLYWOOD DAILY schneller ver\u00f6ffentlicht, als die entsprechende Nachricht \u00fcberhaupt aktuell werden k\u00f6nnte. Somit wird auch sehr viel Unsinn ver\u00f6ffentlicht, was Finke am wenigsten st\u00f6rt, denn bevor Falschmeldungen \u00fcberhaupt bekannt werden, hat sie schon ihre eigene Richtigstellung geschrieben. Wichtig ist nur, dass sie die Erste mit der Meldung war, wenn es denn ein Meldung werden sollte. Das st\u00f6\u00dft in der Filmbranche nat\u00fcrlich heftig auf, wird aber auf der anderen Seite auch genutzt. Alles was es \u00fcber den letzten Autorenstreik zu sagen gab, wurde zuerst an Nikki Finke gemeldet. Das sie sich als Journalistin instrumentalisieren lie\u00df, will sie nicht einmal von sich weisen. So funktioniert das Gesch\u00e4ft heute eben. Eine falsche Nachricht ist allemal besser als gar keine Nachricht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Nur die Prinzipien haben sich etwas ge\u00e4ndert, ansonsten hat sich am giftigen Eifer im banalen Gesch\u00e4ft seit Beginn des Kinos wenig ge\u00e4ndert. Da hat Kevin Spacey wohl recht, wenn er in Clint Eastwoods MITTERNACHT IM GARTEN VON GUT UND B\u00d6SE meint:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><span style=\"color: #000000;\">\u201eIch weigere mich in einer Welt zu leben, in der Ger\u00fcchte zur Wahrheit werden\u201c.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n<\/span><\/em><\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Bildquellen: Oldradio, <\/span><span style=\"color: #000000;\">LA Times, Drudgereport Archives, NY Magazin, Observer<\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><br \/>\n<\/span><\/em><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kuck mal, wer da spricht Kennen Sie Louella Parsons? Wenn die Glocken noch nicht l\u00e4uten, aber daf\u00fcr leise klingeln, hier noch ein erkl\u00e4render Name: Hedda Hopper. Jetzt muss aber der Groschen gefallen sein, oder? Wer an dieser Stelle wissend abwinkt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/hollywoods-klatsch-geschichte\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":369,"menu_order":14,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-408","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/408","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=408"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/408\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2217,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/408\/revisions\/2217"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=408"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}