{"id":497,"date":"2011-03-23T17:50:47","date_gmt":"2011-03-23T16:50:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?page_id=497"},"modified":"2011-12-31T17:35:10","modified_gmt":"2011-12-31T16:35:10","slug":"special-effects-teil-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/","title":{"rendered":"Special-Effects &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-501\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-501\" title=\"FinalDraft-07\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a>Ist das denn echt?<\/span><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir leben in einer Zeit, in der die Kunst der Spezial-Effekte ihre Magie verloren hat. Was Illusion ist und was Wirklichkeit,\u00a0 ist als Frage irrelevant geworden. Viel zu selbstverst\u00e4ndlich nutzen Filmemacher in aller Herren L\u00e4nder den Computer mehr oder minder erfolgreich, um den Anforderungen von anst\u00e4ndigem Handwerk aus dem Weg zu gehen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine amerikanische Durchschnittskom\u00f6die protzt heute mit mehr vom Computer nachbearbeiteten Szenen, als sich ein durchschnittlicher Monsterfilm in den F\u00fcnfzigerjahren Effekteinstellungen leisten konnte. Die Witherspoon-Kom\u00f6die LEGALLY BLONDE 2 gl\u00e4nzte mit 48 Einstellungen, die am Computer fertiggestellt werden mussten. Weit gefehlt, wer glaubt, dass die k\u00fcnstlich erschaffenen Welten billiger sein w\u00fcrden als aufwendiger Kulissenbau und das Bezahlen von Statisten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Nach wie vor halten sich Programmierer und Handwerker finanziell die Waage. Um beim Exempel LEGALLY BLONDE 2 zu bleiben, war hier das Einhalten des Drehplans der Vater des Effekt-Kindes. Absurde Vertr\u00e4ge machen einen zus\u00e4tzlichen Drehtag um ein Vielfaches teurer als einen herk\u00f6mmlichen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Es ist alles eine Frage des Image, wenn man einen Film auf CGI (Computer Generated Imagery) hin ausrichtet. Damit entf\u00e4llt allerdings ein k\u00fcnstlerischer Entstehungsprozess w\u00e4hrend der Dreharbeiten, weil keine Freiheiten mehr gegeben sind. Die Arbeiten am Computer laufen zeitgleich zum Dreh der Live-Action-Sequenzen. Eine Abstimmung beider Arbeitsprozesse f\u00fcr kurzfristige \u00c4nderungen ist nicht einfach nur kostenintensiv, sondern auch ein logistischer Alptraum. Das mussten die Effekt-Spezialisten von WETA erfahren, als zwei Monate vor der Premiere Regisseur Peter Jackson entschied,\u00a0 das im bereits fertigen Film KING KONG der Hauptdarsteller \u00e4lter, gemeiner und geschundener aussehen sollte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Bereich der Effekte wird innerhalb der Branche zwischen den Spezial-Effekten und den visuellen Effekten unterschieden. Der Spezial-Effekt wird vor dem verwendeten Aufzeichnungsger\u00e4t erzeugt und direkt aufgenommen, der visuelle Effekt hingegen entsteht nach der Aufnahme durch Manipulation des Materials. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist dieser Unterschied \u00fcberhaupt nicht relevant, doch als Bezeichnung betrifft es vollkommen unterschiedliche Handwerkstypen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Filmische Effekte gibt es seit Anbeginn des Films. In gewisser Weise kann man sogar ANKUNFT EINES ZUGES der Br\u00fcder Lumi\u00e8re von 1895 schon als einen einzigen Effekt bezeichnen, in dem die Filmpioniere einen Zug in einen Bahnhof auf die Kamera zu fahren lie\u00dfen. Der noch unbedarfte Zuschauer kannte solche Aufnahmen noch nicht und erschrak selbstverst\u00e4ndlich ob des immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Objektes. Ob tats\u00e4chlich Menschen in Panik schreiend aus den Vorf\u00fchrzelten st\u00fcrmten, geh\u00f6rt wohl zu den modernen Legenden des Kinos. Aber die Wirkung war nicht verfehlt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Als sich das Kino um die Jahrhundertwende immer mehr kommerzialisierte, begann man auch viel bewusster mit den ersten Spezial-Effekten zu arbeiten. Wobei der \u00e4lteste aller Tricks noch viel fr\u00fcher erfunden wurde, n\u00e4mlich die \u201eangehaltene Kamera\u201c. Eine Aufnahme wird gedreht, die Kamera angehalten, nichts darf sich weiter bewegen, dann entfernt man ein Objekt oder f\u00fcgt eines hinzu und dreht weiter. Wie durch Magie erscheint oder verschwindet etwas in der Szenerie. Nat\u00fcrlich sieht das heute mehr als l\u00e4cherlich aus, allerdings nur, weil wir die Zusammenh\u00e4nge besser begreifen. Zur damaligen Zeit brachte das die Leute zum Staunen. Oder waren wir nicht alle erschrocken, wie real der T-Rex in JURRASIC PARK uns anschrie?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit der Jahrhundertwende kam schon das Verfahren von MATTE PAINTING ins gro\u00dfe Spiel der Illusionen. Eine Glasscheibe wird vor der feststehenden Kamera ebenso fest installiert. Man kann darauf Vordergr\u00fcnde malen, wie zum Beispiel Palmen, wenn sich dahinter die Protagonisten in einer Dschungellandschaft bewegen sollen, oder Gesteinsformationen wie bei M\u00e9li\u00e8s\u2018 1902 entstandenen TRIP TO THE MOON.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-502\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07a\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-502\" title=\"FinalDraft-07a\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07a.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07a.jpg 400w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07a-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07a-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Viel beliebter war es allerdings, den Hintergrund mit Matte Painting aufzupeppen. Auf einer realen Scheune, vor der sich Leute bewegten, konnte man auf der Glasscheibe an einer geeigneten Stelle einen Kirchturm aufmalen und bekam dadurch ein ganz anderes Geb\u00e4ude. So etwas sparte Geld beim Kulissenbau. Noch beliebter war dieser Trick, wenn man ganze Landschaften ver\u00e4ndern wollte. Wo ein Wald war, konnte man eine Stadt hin malen oder umgekehrt. Man brauchte in der realen Szenerie klare Linien, damit das k\u00fcnstliche Bild sich leichter integrieren lie\u00df. Und was immer sich in der realen Szenerie bewegte, durfte diese definierte Linie nicht \u00fcberschreiten, weil sonst zum Beispiel ein Kopf hinter der auf Glas aufgemalten Landschaft verschwand, die sich optisch viel weiter im Hintergrund befand.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Warum Glas? Weil man mit entsprechender Beleuchtung von hinten das Bild in Helligkeit und Brillanz der realen Umgebung anpassen konnte. Nebenbei sei erw\u00e4hnt, dass die Matte-Maler echte K\u00fcnstler in der fotorealistischen Darstellung von Umgebung sind. Na ja, die meisten jedenfalls. Dennoch wurde ihre Leistung bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts nie im Vor- oder Abspann gew\u00fcrdigt. Die Studios wollten nicht zugeben, dass sie mit Hilfe dieser K\u00fcnstler kr\u00e4ftig im Budget gespart hatten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Irgendwann reihte sich Herr Sch\u00fcfftan in die Trickspezialisten-Liga ein, indem er das Glas der MATTE-PAINTINGS durch einen Spiegel ersetzte und diesen im 45\u00b0-Winkel zur Kamera anbrachte. Auf einem minimalistischen Set bewegten sich nun die Darsteller in gerader Linie zur Optik. Es wird soviel von der verspiegelten Fl\u00e4che entfernt, wie von diesem minimalistischen Set zu sehen sein soll. In einem 90\u00b0-Winkel zur Kameraachse kann nun ein Modell stehen oder sich eine andere Szenerie abspielen, die auf der verbleibenden Spiegelfl\u00e4che zu sehen ist. Die Spezial-Effekt-Leute m\u00fcssen nur darauf achten, dass es einen optisch logischen \u00dcbergang von der durchsichtigen zur sich spiegelnden Fl\u00e4che ergibt, und fertig ist die Illusion. Eugen Sch\u00fcfftan hatte seine eigene Methode mit Fritz Langs METROPOLIS perfektionieren k\u00f6nnen und voll ausgenutzt. So hat er auch Filmaufnahmen von in der Luft befindlichen Modellflugzeugen auf den Spiegel projiziert, w\u00e4hrend sich Menschen in einer realen Kulisse bewegten. Der METROPOLIS-Produktion ist es grunds\u00e4tzlich zu verdanken, dass s\u00e4mtliche bekannte Arten von Spezial-Effekten verbessert und zur Perfektion gebracht wurden. F\u00fcr die damalige Zeit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-505\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07b\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-505\" title=\"FinalDraft-07b\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07b.jpg\" alt=\"\" width=\"387\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07b.jpg 387w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07b-200x155.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07b-300x232.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 387px) 100vw, 387px\" \/><\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">SCH\u00dcFFTAN hatte gegen\u00fcber dem einfachen MATTE PAINTING wunderbare Vorteile, weil mehr M\u00f6glichkeiten. Doch beide Effekte lie\u00dfen keine Kamerabewegungen zu. Und sp\u00e4testens seit D.W. Griffith wusste man, dass sich die Kamera auch bewegen wollte (Griffith ist nicht der Erfinder von Kamerafahrten oder Close-ups oder anderen Kamera-Finessen, aber er war der erste, der es verstand, diese gezielt dramaturgisch einzusetzen).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-506\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07c\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-506\" title=\"FinalDraft-07c\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07c.jpg\" alt=\"\" width=\"391\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07c.jpg 391w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07c-146x200.jpg 146w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07c-219x300.jpg 219w\" sizes=\"auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px\" \/><\/a>Zum MATTE PAINTING-Verfahren z\u00e4hlt auch eine bemalte Leinwand, die hinter einem Darsteller vorbeigezogen wurde, wenn er zum Beispiel in einem Auto sa\u00df oder ein Pferderitt simuliert werden musste. Dies wurde aber bald von der R\u00fcck- und Frontprojektion abgel\u00f6st. Auf eine lichtdurchl\u00e4ssige Leinwand wird von hinten ein Film projiziert und davor bewegt sich der Darsteller. Eine Frontprojektion gibt ein kontrastreicheres, sch\u00e4rferes Bild der Projektion, aber der Projektionsstrahl ist dann auch auf dem Schauspieler zu sehen. Dieser muss deswegen so hell ausgeleuchtet werden, dass das Personenlicht die Projektion \u00fcberstrahlt. Diese beiden sehr beliebten Verfahren hielten sich bis Mitte der 1980er in der Filmindustrie, mit meist weniger \u00fcberzeugenden Resultaten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Kamera konnte sich aber noch immer nicht bewegen. Doch die L\u00f6sung war nicht sehr weit, weil sich auch Matte Painting um wesentlich verbessert hatte, mit deutlich h\u00f6herem Aufwand selbstverst\u00e4ndlich.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf der Glasplatte vor der Kamera wurde der Bereich des zu ersetzenden Hintergrundes schwarz bemalt, damit dieser nicht belichtet wird. Die Szene mit dem minimalen Set wurde gedreht, und anhand eines Referenzstreifens fertigt der K\u00fcnstler die MATTE. Die eigentliche Szene wird noch nicht entwickelt. Bei der fertigen MATTE wird nun der Bereich schwarz angemalt, in dem sich die Live-Action abspielt. Erneut helfen Teststreifen, das Material der MATTE-Aufnahme bei der Entwicklung an den Live-Action-Film anzupassen. Der Teil mit den Darstellern wird jetzt noch einmal belichtet, n\u00e4mlich mit dem MATTE-Material, das nun in den noch nicht belichteten Bereich des Live-Action-Films gebrannt wird. Dass der vorher belichtete Bereich wieder mit Schwarz abgedeckt werden muss, versteht sich fast von selbst, man will ja eine Doppelbelichtung vermeiden. So schreitet Claudette Colbert in Los Angeles durch die Landschaft des Himalaya.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Wie sollte es auch anders sein, auch von dieser Methode gibt es leicht differenzierte Varianten, die in ihrer Gesamtheit aber nichts zur Sache tun, weil das Prinzip bestehen bleibt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">MATTE bedeutet eigentlich nichts anderes als Maske. Wie konnte sich nun zum Beispiel ein Mensch in einer vollkommen irrealen Welt bewegen? Angenommen wir haben eine Aufnahme einer Mondlandschaft, mit einer wundersch\u00f6nen Raumstation. Nun soll sich hier einer im Raumanzug bewegen und wichtige Dinge tun.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Oder man will ein Raumschiff durch eine total unwirkliche Welt fliegen lassen? Frank Williams meldete da bereits 1923 ein Patent an. Die \u201ebewegliche Maske\u201c, das bis heute g\u00fcltige Kernst\u00fcck visueller Effekte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-507\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07d\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-507\" title=\"FinalDraft-07d\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07d.jpg\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"153\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07d.jpg 302w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07d-200x101.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07d-300x151.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><\/a>Wir filmen das Objekt der Begierde vor einem richtig schwarzen Hintergrund. Alles was hier in der folgenden Erkl\u00e4rung an schwarzen Fl\u00e4chen bleibt, wird beim filmen NICHT belichtet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-508\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07e\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-508\" title=\"FinalDraft-07e\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07e.jpg\" alt=\"\" width=\"294\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07e.jpg 294w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07e-200x100.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/><\/a>Diese Aufnahme wird mit sehr kontrastreichem Film im Labor \u201eumgekehrt\u201c. Durch den extrem hohen Kontrastumfang bleibt nur Schwarz und Wei\u00df auf dem Film. Durch das umkehren, wird jetzt unser fliegendes Objekt schwarz und der Hintergrund lichtdurchl\u00e4ssig. Wir, und alle anderen, nennen das REVERSE MATTE.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-509\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07f\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-509\" title=\"FinalDraft-07f\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07f.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07f.jpg 293w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07f-200x101.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a>Jetzt filmen wir den unwirklichen Hintergrund. Kann ein Matte Painting sein, ein Foto, eine filmische Aufnahme, oder sogar ein bereits gefilmter Effekt, der um weitere Effekte erweiter werden soll.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-510\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07g\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-510\" title=\"FinalDraft-07g\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07g.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07g.jpg 293w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07g-200x101.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a>Im Labor wird nun dieser Hintergrund auf die REVERSE MATTE kopiert. Da nur der wei\u00dfe Teil lichtdurchl\u00e4ssig ist, bleibt die Silhouette des einzuf\u00fcgenden Objektes (unbelichtet) \u00fcber dem Hintergrund.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Jeder vern\u00fcnftige Kameramann dreht vom Objekt, sowie dem Hintergrund nat\u00fcrlich mehr als man wirklich braucht. Dieses \u201e\u00fcberfl\u00fcssige\u201c Material dient als Referenz, dass man im Labor schon vorher die Filme in Helligkeit und Kontrast, und eventuell auch in der Farbgebung\u00a0 aufeinander abstimmen kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><a rel=\"attachment wp-att-511\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/kino-wissen\/special-effects-teil-1\/finaldraft-07h\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-511\" title=\"FinalDraft-07h\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07h.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07h.jpg 293w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FinalDraft-07h-200x101.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a>Dann, endlich, wird unser fliegendes Objekt (mit unbelichtetem schwarzem Hintergrund) und die unwirkliche Welt (mit der unbelichteten schwarzen Silhouette) zusammengef\u00fcgt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Warum manche dieser Effektsch\u00fcsse aus den 1940ern besser aussehen wie welche aus den 1980ern, hat erstaunlicherweise nichts mit dem Material, oder den Ger\u00e4tschaften, oder der Zeit zu tun. Es liegt schlicht und ergreifend an der Qualit\u00e4t der Rotoskopie. Nat\u00fcrlich bleiben oftmals sichtbare R\u00e4nder bei einem TRAVELING-MATTE-Effekt. Sehr, sehr einfach ausgedr\u00fcckt, wird bei der Rotoskopie der fertige Effekt nachbearbeitet, indem die R\u00e4nder zwischen Hintergrund und eingef\u00fcgtem Objekt Bild f\u00fcr Bild, meist per Hand, nachbearbeitet werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Besonders wahnsinnige Spezialisten kopierten wirklich jedes einzelne Filmbild der 22mm x 16mm gro\u00dfen Vorlage auf zum Beispiel DIN A 4 Gr\u00f6\u00dfe auf, retuschierten kr\u00e4ftig und filmten diese Bilder wieder mit Einzelbildschaltung ab, ganz wie bei einem Zeichentrickfilm. Wenn man bedenkt, das eine Filmsekunde vierundzwanzig Bilder hat\u2026 Respekt!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Was 1923 begann, hatte noch uneingeschr\u00e4nkte G\u00fcltigkeit, als 1976 STAR WARS in Produktion ging. Alles eine Frage der Maske. Was nichts anderes hei\u00dfen soll, als dass das als Beispiel genannte Objekt durchaus auch durch einen Darsteller ersetzt werden kann. Und schon zieht Clark Gable sein Pferdegespann durch das brennende Atlanta.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Oder wir machen den Unsichtbaren. Frank Whales Ballade des bedauerlichen Wissenschaftlers, die er 1933 mit Claude Raines drehte, ist musterg\u00fcltig im Gebrauch von TRAVELING MATTE. F\u00fcr sein Entstehungsdatum verzeichnete INVISIBLE MAN einen extremen Aufwand und eine heute noch erschreckende Perfektion in seiner Tricktechnik.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">MATTE PAINTING und das daraus entwickelte TRAVELING MATTE bilden den Grundpfeiler der Tricktechnik, weil sie in Kombination mit anderen Tricktechniken erstaunliche Welten \u00f6ffneten. Dazu sei noch erw\u00e4hnt, dass man in den Disney Studios mit speziellen Hintergr\u00fcnden und Sodium-Lampen das Verfahren dahingehend ver\u00e4nderte, dass es m\u00f6glich wurde, reale Darsteller in eine gezeichnete Welt zu transferieren. Ub Iverks w\u00fcrdigte man daf\u00fcr 1965 mit einem Oscar, als dies erstmals bei MARY POPPINS gezeigt wurde.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">TRAVELLING MATTE ist im \u00dcbrigen ein Verfahren, das sich von der rein mechanischen Arbeit 1923 bis in den Computer heutzutage hinein erhalten hat. Je nach Quelle werden INDIANA JONES AND THE LAST CRUSADE oder DIE HARD 2: DIE HARDER\u00a0 genannt, die als erstes ein MATTE PAINTING im Computer mit Realfilm zusammenf\u00fcgten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Bis auf die Tatsache, dass noch so einige Tricktechniken zu behandeln sind, k\u00f6nnen wir schon ein sch\u00f6nes Fazit ziehen. Welches hier lautet? \u2013 MATTE PAINTING kann ein Spezial-Effekt sein und TRAVELING MATTE ein visueller Effekt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\">Sch\u00f6nen guten Abend.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\">Bildquelle: Turner Home Entertainment, Columbia Tri Star, Parufamet, Paramount<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist das denn echt? Wir leben in einer Zeit, in der die Kunst der Spezial-Effekte ihre Magie verloren hat. 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