{"id":1305,"date":"2011-07-17T19:08:55","date_gmt":"2011-07-17T18:08:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=1305"},"modified":"2011-07-18T21:19:19","modified_gmt":"2011-07-18T20:19:19","slug":"barneys-version-paul-giamatti","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2011\/barneys-version-paul-giamatti\/","title":{"rendered":"Ein wunderbarer Blick auf BARNEYS VERSION"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1308\" style=\"width: 266px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a rel=\"attachment wp-att-1308\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2011\/barneys-version-paul-giamatti\/barneys-1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1308\" class=\"size-full wp-image-1308 \" title=\"Barneys-1\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Barneys-1.jpg\" alt=\"Foto:DPA\" width=\"256\" height=\"200\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1308\" class=\"wp-caption-text\">Foto:DPA<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Er ist alt. Er ist sonderlich. Und er ist verbittert. Wenn wir Barney Panofsky kennenlernen, erfahren wir augenblicklich, dass er kein angenehmer Zeitgenosse ist. Er kann nicht ertragen, seine ehemalige Frau an einen anderen verloren zu haben. Barney Panofsky ist Filmproduzent mit eigenem Studio, einer also, dem man alles zutrauen kann. Wenig sp\u00e4ter erfahren wir, dass ein windiger Inspektor ein Buch \u00fcber Barney geschrieben hat, in dem er ihn mit einem Mord ohne Leiche in Verbindung bringt. Und die f\u00fcnf Minuten, die wir Barney nun schon kennen, lassen uns \u00fcberzeugt davon sein, das Barney Panofsky durchaus das Zeug dazu h\u00e4tte, nicht nur einen Mord zu begehen, sondern diesen auch zu verschleiern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Regisseur Lewis und Autor Konyves kommen wie ihre titelgebende Figur vom Fernsehen. Die Geschichte \u00fcberzeugt mit ihrem leichtf\u00fc\u00dfigen Humor, der von ihren stimmigen Figuren transportiert wird. Die Regie hingegen geht etwas zu brav an die Inszenierung und verl\u00e4sst sich allzu offensichtlich auf das K\u00f6nnen ihrer Darsteller. Zum Gl\u00fcck wiedersteht Lewis wenigstens der M\u00f6glichkeit zum gro\u00dfen Drama. Und Guy Dufaux liefert dazu schn\u00f6rkellose Bilder, die unaufgeregt die Geschichte erz\u00e4hlen, aber kaum unterst\u00fctzen oder gar eine weitere Erz\u00e4hlebene hinzuf\u00fcgen. Aber \u201aBarneys Version\u2018 hat etwas ganz Besonderes zu bieten, und das sind seine Darsteller. Das Ensemble um den gro\u00dfartigen Paul Giamatti zeigt ehrliche und greifbare Figuren. Keine vollkommen \u00fcberdrehten Charaktere, sondern glaubhafte Sonderlinge. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nachdem wir Barney Panofsky schon in den ersten f\u00fcnf Minuten als M\u00f6rder akzeptiert h\u00e4tten, beginnt uns die Titelfigur in R\u00fcckblenden ihre Sicht auf das eigene Leben zu gew\u00e4hren. Und tats\u00e4chlich gab es einen Barney Panofsky, der in seiner Durchschnittlichkeit \u00fcberhaupt nicht auffiel. Erst nach und nach sind es all die verr\u00fcckten und skurrilen Menschen aus seinem Umfeld, die ihn selbst so verr\u00fcckt und skurril werden lassen. Doch mit einem herzerw\u00e4rmenden Traum hangelt sich der anf\u00e4ngliche Unsympath durch die Niederrungen seines eigenen Lebens. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Dieser Film ist bei weitem kein Muss, aber niemand wird diesen Ausflug in ein anderes Leben bereuen. Vor allem bekommt man mit Adrien Morots ph\u00e4nomenalen Make-up-K\u00fcnsten die \u00fcberzeugendsten Alterungsprozesse zu sehen, die ein Film bisher gezeigt hat. Ganz starke Darsteller geben das Beste mit ganz fantastisch gezeichneten Figuren, mit denen man schmunzeln und auch lauthals lachen kann. Und vielleicht denkt man dabei auch mal an sich selbst. Wo, warum und wie haben wir uns eigentlich ver\u00e4ndert? Wenn wir Barney Panofsky kennenlernen, erfahren wir augenblicklich, dass er kein angenehmer Zeitgenosse ist. Doch am Ende hoffen wir, dass sich sein Traum erf\u00fcllen wird.<\/span><\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-1310\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2011\/barneys-version-paul-giamatti\/barneys-2\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1310\" title=\"Barneys-2\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Barneys-2.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Barneys-2.jpg 500w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Barneys-2-200x130.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Barneys-2-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Darsteller: Paul Giamatti, Rosamund Pike, Minnie Driver, Rachelle Lefevre, Scott Speedman, Bruce Greenwood, Saul Rubinek und Dustin Hoffman<\/em><br \/>\n<em> Regie: Richard J. Lewis \u2013 Drehbuch: Michael Konyves \u2013 Kamera: Guy Dufaux \u2013 Bildschnitt: Susan Shipton \u2013 Musik: Pasquale Catalano \u2013 Maske: Adrien Morot &#8211; Produktionsdesign: Claude Pare<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2010 \u2013 zirka 132 Minuten<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist alt. Er ist sonderlich. Und er ist verbittert. Wenn wir Barney Panofsky kennenlernen, erfahren wir augenblicklich, dass er kein angenehmer Zeitgenosse ist. Er kann nicht ertragen, seine ehemalige Frau an einen anderen verloren zu haben. 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