{"id":14931,"date":"2020-09-23T19:09:27","date_gmt":"2020-09-23T18:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=14931"},"modified":"2020-09-23T23:38:45","modified_gmt":"2020-09-23T22:38:45","slug":"fff20-relic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2020\/fff20-relic\/","title":{"rendered":"FFF20: RELIC"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=14823\" rel=\"attachment wp-att-14823\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-14823\" title=\"FFF20-klein, Copyright ROSEBUD ENTERTAINMENT\" alt=\"FFF20-klein, Copyright ROSEBUD ENTERTAINMENT\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/FFF20-klein.jpg\" width=\"212\" height=\"295\" \/><\/a>STUTTGART\/ Metropol 23. &#8211; 27.09.20<br \/>\nK\u00d6LN \/ Residenz-Astor 23. &#8211; 27.09.20<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2020\/fff20-relic\/relic-2-copyright-ifc-midnight\/\" rel=\"attachment wp-att-14934\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-14934\" title=\"Relic 2 - Copyright IFC MIDNIGHT\" alt=\"Relic 2 - Copyright IFC MIDNIGHT\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-2-Copyright-IFC-MIDNIGHT.jpg\" width=\"199\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-2-Copyright-IFC-MIDNIGHT.jpg 199w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-2-Copyright-IFC-MIDNIGHT-134x200.jpg 134w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><em>RELIC<\/em><br \/>\n<em> &#8211; Amazon Prime (US)<\/em><br \/>\n<em> &#8211; DVD \/ Blu-ray 30.10.2020<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wirklich clever ist, RELIC als spannenden und eher psychologischen Geisterhaus-Thriller zu manifestieren. Nicht sehr clever ist, erst viel zu sp\u00e4t den eigentlichen Hintergrund eindeutig zu machen. Ohne zu viel zu verraten, ist die eigentliche Idee hinter Natalie Erika James&#8216; gut erdachten Geistergeschichte leicht zu durchschauen. Kennt man ihren preisgekr\u00f6nten Kurzfilm CRESWICK, wird es einem sogar noch leichter fallen. Nicht nur thematisch sondern auch in markanten Motiven nimmt sie darin ihren ersten Langfilm schon vorweg. Der Allee artige Wald, die mysteri\u00f6s selbstbewegte Maschine, die nackte Gestalt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Kay und ihre Tochter Sam wollten eigentlich ihre Mutter, sprich Gro\u00dfmutter besuchen. Diese ist allerdings verschwunden, und nach einiger Zeit setzt die Polizei sogar Suchmannschaften ein. W\u00e4hrenddessen werden Kay und Sam in dem einsam gelegenen Haus von einer unerkl\u00e4rlichen Pr\u00e4senz wach gehalten. Als Mutter Edna unvermittelt wieder in der K\u00fcche steht, ohne Erinnerung an ihre Abwesenheit, nehmen die unheimlichen Ger\u00e4usche und unsichtbaren Wahrnehmungen sogar noch zu. Kay und ihre Tochter beginnen daran zu zweifeln, dass Edna \u00fcberhaupt sie selbst ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wer einen Geisterhausfilm will, der bekommt ihn mit all den beliebten Versatzst\u00fccken. RELIC setzt dabei nicht sofort auf die \u00fcbliche Panik seiner Figuren. Natalie Erika James geht es tats\u00e4chlich ruhig an, um den Zuschauer sowie die Charaktere zuerst in eine ganz reale Problemsituation einzubetten. Aber eine beunruhigende Atmosph\u00e4re herrscht von Anfang an, die sich aber schon schnell mit einigen Spannungsmomenten noch sehr zu steigern versteht. Was die Regisseurin wirklich kann, da gibt es keinen Zweifel, dass ist angemessene und anhaltende Stimmung zu erzeugen. Zuerst bleiben die Ph\u00e4nomene erkl\u00e4rbar, was die Protagonisten auch noch Ruhe bewahren l\u00e4sst. Aber die Situation im verwinkelten Haus wird zunehmend unheimlicher, nicht mehr nachvollziehbar. Langsam wandelt sich das aufkommende Unbehagen in Entsetzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Viel von der geladenen Atmosph\u00e4re die ununterbrochen unterschwellig knistert, geht fast schon selbstredend von der raffinierten Kameraarbeit aus. Charlie Sarroff hat das Medium Bild nicht neu erfunden, aber sehr effektiv nutzt er Schatten und Unsch\u00e4rfen, um eventuelle Trugbilder entstehen zu lassen. Erfreulicherweise wird dabei g\u00e4nzlich auf erschreckende Toneffekte verzichtet, generell auch auf Jump-Scares. Dennoch ist G\u00e4nsehaut garantiert. Bewegt sich dort jemand im Schatten? Was bedeutet diese verschwommene\u00a0 Silhouette, die sich im Hintergrund erhebt? Das zu Gunsten der gruseligen Stimmung ein viel zu gro\u00dfer Anteil von ganzen Sequenzen viel zu dunkel umgesetzt wurden, scheint zu einem unverst\u00e4ndlichen Konzept zu geh\u00f6ren. Mit Sicherheit h\u00e4tten sonst einige Szenen in der Post-Produktion soweit verbessert werden k\u00f6nnen, dass man wenigstens ansatzweise etwas erkennen kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2020\/fff20-relic\/relic-3-copyright-ifc-midnight\/\" rel=\"attachment wp-att-14938\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-14938\" title=\"Relic 3 - Copyright IFC MIDNIGHT\" alt=\"Relic 3 - Copyright IFC MIDNIGHT\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-3-Copyright-IFC-MIDNIGHT.jpg\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-3-Copyright-IFC-MIDNIGHT.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-3-Copyright-IFC-MIDNIGHT-200x112.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-3-Copyright-IFC-MIDNIGHT-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter kommt man drauf, dass RELIC nicht der \u00fcbliche Geisterhaus-Thriller sein soll. Die Allegorie dahinter ist tats\u00e4chlich ein ganz neuer Ansatz, sehr originell und im Grundsatz gut \u00fcberlegt. Gut \u00fcberlegt ist aber nicht gut durchdacht. Wenn man glaubt die Geschichte zu durchschauen, wirft die Inszenierung zwei Stolpersteine auf die F\u00e4hrte, welche entlarvende Gedanken zunichte machen. Allerdings wird man als aufmerksamer Zuschauer in der Aufl\u00f6sung feststellen, dass man doch von Anfang an richtig lag. Ein bisschen spoilern muss erlaubt sein &#8211; das zum Beispiel die Szene mit dem Doktor komplett gegen die eigentliche Idee spricht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">So gerne man Emily Mortimer und Bella Heathcote auch zusehen mag, so richtig bekommen sie ihre Figuren nicht zusammen. Als Mutter und Tochter k\u00f6nnten sie ein glaubhaftes Gespann sein, wo jeder seine Probleme mit dem anderen vor sich hertr\u00e4gt, aber ihre famili\u00e4re Bindung dennoch \u00fcberwiegt. Das Problem nur, dass sich zwischen den beiden keine Befindlichkeiten erkl\u00e4ren w\u00fcrden, auch wenn sich beide immer wieder mit skeptischer Distanz umkreisen. Mortimer und Heathcote spielen das hervorragend, mit einem sp\u00fcrbaren Hang zur Abneigung, auf deren L\u00f6sung man in einem erkl\u00e4renden Finale mit gro\u00dfem Aha-Effekt wartet. Aber es wird diesen Effekt nicht geben, weil es keinen Konflikt gibt, den es zu l\u00f6sen gilt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Selbst mit 89 Minuten inklusive Abspann, ist Relic noch viel zu lang geraden. Immer wieder hat man das Gef\u00fchl, dass sich Natalie Erika James&#8216; Inszenierung in einigen Punkten wiederholt. Das Schreckenspotential ist dabei immer wieder kurz vor dem abfallen, um sich dann auch nur kurzfristig wieder aufzubauen. W\u00e4re man von der eigentlichen Idee nicht durch konterkarierende Einsch\u00fcbe abgelenkt worden, h\u00e4tte RELIC mit einem in sich schl\u00fcssigen Spannungsanstieg \u00fcberzeugt. Eine durchaus originelle und sehenswerte Variation eines Geisterhauses, das sich durch kleine, sich anh\u00e4ufende, aber vermeidbare M\u00e4ngel zur Mittelm\u00e4\u00dfigkeit degradiert. Viele gute Elemente, die einfach nicht zusammenpassen wollen. Trotzdem, oder gerade deswegen lohnt sich ein Besuch auf der Website von Natalie Erika James, wo ihre Kurzfilme, eben auch CRESWICK, und die Musikvideos abrufbar sind.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2020\/fff20-relic\/relic-1-copyright-ifc-midnight\/\" rel=\"attachment wp-att-14933\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-14933\" title=\"Relic 1 - Copyright IFC MIDNIGHT\" alt=\"Relic 1 - Copyright IFC MIDNIGHT\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-1-Copyright-IFC-MIDNIGHT.jpg\" width=\"640\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-1-Copyright-IFC-MIDNIGHT.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-1-Copyright-IFC-MIDNIGHT-200x110.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Relic-1-Copyright-IFC-MIDNIGHT-300x165.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Darsteller: <strong>Emily Mortimer, Bella Heathcote, Robyn Nevin, Jeremy Stanford, Chris Bunton<\/strong> u.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: <strong>Natalie Erika James<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: <strong>Natalie Erika James, Christian White<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Kamera: <strong>Charlie Sarroff<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt:<strong> Denise Haratzis, Sean Lahiff<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Musik: <strong>Brian Reitzell<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign:<strong> Steven Jones-Evans<\/strong><\/em><br \/>\n<strong><em> Australien &#8211; USA \/ 2020<\/em><\/strong><br \/>\n<em><strong> 89<\/strong> Minuten<\/em><\/p>\n<h6>Bildrechte: <strong>IFC MIDNIGHT<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>STUTTGART\/ Metropol 23. &#8211; 27.09.20 K\u00d6LN \/ Residenz-Astor 23. &#8211; 27.09.20 RELIC &#8211; Amazon Prime (US) &#8211; DVD \/ Blu-ray 30.10.2020 Wirklich clever ist, RELIC als spannenden und eher psychologischen Geisterhaus-Thriller zu manifestieren. 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