{"id":16747,"date":"2021-06-13T09:00:32","date_gmt":"2021-06-13T08:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=16747"},"modified":"2021-06-11T18:49:27","modified_gmt":"2021-06-11T17:49:27","slug":"malasana-32-haus-des-boesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2021\/malasana-32-haus-des-boesen\/","title":{"rendered":"MALASA\u00d1A 32 &#8211; Haus des B\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=16754\" rel=\"attachment wp-att-16754\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-16754 size-full\" title=\"Malasana - Copyright StudioCanal\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-Copyright-StudioCanal.jpg\" alt=\"Malasana - Copyright StudioCanal\" width=\"250\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-Copyright-StudioCanal.jpg 250w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-Copyright-StudioCanal-215x300.jpg 215w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-Copyright-StudioCanal-143x200.jpg 143w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><strong>Malasa\u00f1a 32<\/strong><br \/>\nbereits in ausgew\u00e4hlten Kinos<br \/>\n&#8211; Bundesstart 17.06.2021<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Als 1927 SPUK IM SCHLOSS &#8211; THE CAT AND THE CANARY in den Kinos lief, war die Horror und Kom\u00f6dien Mischung ein gro\u00dfartige Erfolg. Im Lauf der Jahre wurde der Kassenschlager, nach einem Theaterst\u00fcck von John Willard, noch f\u00fcnf Mal verfilmt. Ein schauriger Nebeneffekt, SPUK IM SCHLOSS war gleichzeitige Begr\u00fcnder des Geisterhaus-Subgenres, laut Filmhistoriker Leonard Maltin. Seither ist die Flut an gescheiterten oder grandiosen Filmen um und in Spukh\u00e4usern un\u00fcberschaubar geworden. Aber die Faszination f\u00fcr das Sujet ist ungebrochen. Der Gruselfreund mag es, und angehende Filmemacher erproben sich daran. Kein Sub-Genre des Horrors l\u00e4sst sich einfacher bedienen. M\u00f6chte man meinen. Dachte sich scheinbar auch Alberto Pint\u00f3, der wohl mit der Annahme an die Inszenierung ging, dass gleich vier Autoren auch eine Steigerung der Drehbuchqualit\u00e4t bedeuten w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein stimmungsvoller, und doch so absehbarer Prolog im Jahre 1972 stellt uns das titelgebende Haus vor. Vier Jahre sp\u00e4ter zieht eine sechsk\u00f6pfige Familie vom Land in die Manuela Malasa\u00f1a 32 von Madrid. Wie sich eine Familie am Rande des Existenzminimums diese weitl\u00e4ufige Wohnung in dieser Metropole leisten kann, haben wir durch den Anfang erfahren. Und es dauert auch nicht lange, bis sich unnat\u00fcrliche Dinge ereignen. Der \u00e4ltere Sohn Pepe erh\u00e4lt mysteri\u00f6se Briefbotschaften, bei Tochter Amparo schlagen stets T\u00fcren ins Schloss und lassen sich nicht mehr \u00f6ffnen, und schlie\u00dflich verschwindet der j\u00fcngste Spross Rafael spurlos.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Man nehme die langen Einstellungen wie bei SINISTER, und nutzt laut kreischende Schreckensmomente aus CONJURING. Das hat es auch viel fr\u00fcher schon alles gegeben, aber diese Beispiele haben das Genre im Moment fest im Griff und wahrscheinlich f\u00fcr noch lange Zeit gepr\u00e4gt. THE BABADOOK und AUS AM ENDE DER ZEIT haben diese abgegriffenen Versatzst\u00fccke gekonnt f\u00fcr eine ganz eigene Atmosph\u00e4re genutzt, und damit \u00fcberzeugt. Pint\u00f3 schafft mit seinem Film keine eigene Atmosph\u00e4re. Bildeinstellungen, Schnittfolgen und Toneffekte sind nach den Blaupausen, und vorhersehbar.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn der Handlungsablauf verl\u00e4sslich den gewohnten Versatzst\u00fccken folgt, muss dies noch lange nicht so negativ behaftet sein, wie an dieser Stelle beschrieben. Aber zu der d\u00fcnnen Handlung und der uninspirierten Umsetzung, kommen noch Darsteller, mit denen Regisseur Alberto Pint\u00f3 einfach nichts anzufangen wei\u00df. Keine der Figuren bewegt sich normal, niemand reagiert glaubw\u00fcrdig, selbst innerhalb des begrenzten Rahmens des Genres nicht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Selbst bei den geringsten Alltagsger\u00e4uschen, verfallen die Protagonisten in unheilvolle Angststarre. Sie schleichen extrem z\u00f6gerlich durch die Kulisse, blicken unglaubliche lange auf einen Punkt, an dem sich dann selbstredend irgendetwas kathartisch entl\u00e4dt. Nat\u00fcrlich mit entsprechend kreischender Tonunterst\u00fctzung. Das wirkt auf die Dauer f\u00fcr den Zuschauer erm\u00fcdend, weil sich die Regie auf diesen Schreckensmomenten als Horrorelement ausruht.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=16755\" rel=\"attachment wp-att-16755\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-16755 size-full\" title=\"Malasana 1 - Copyright StudioCanal\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-1-Copyright-StudioCanal.jpg\" alt=\"Malasana 1 - Copyright StudioCanal\" width=\"640\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-1-Copyright-StudioCanal.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-1-Copyright-StudioCanal-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-1-Copyright-StudioCanal-200x124.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Zuweilen verlieren wir mangels Kontinuit\u00e4t auch die Orientierung in der riesigen Wohnung, die eigentlich f\u00fcr uns ein ganz eigener, begreifbarer Charakter sein sollte. Meist erkl\u00e4rt sich die Logistik durch wilde Zurufe in den Dialogen. Dennoch bleiben essentielle Fragen offen. Ist lediglich die Wohnung besessen, oder das ganze Haus? Hat das Haus \u00fcberhaupt einen Einfluss auf die Ereignisse, oder nur der spukende Geist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Ensemble besteht aus frischen, kaum bekannten Gesichtern, die durchaus \u00fcberzeugen k\u00f6nnten. Doch sie bekommen einfach zu wenig zu tun, damit wir eine wirklich Beziehung zu ihnen aufbauen k\u00f6nnten. Lediglich im letzten Drittel gibt es eine Sequenz, in der die Wechselwirkung zwischen dem Terror, dem famili\u00e4ren Status und den gesellschaftlichen Hintergr\u00fcnden zum tragen kommt. F\u00fcr nur kurze Zeit verblasst der Selbstzweck von Schockmomenten und Horror-Atmosph\u00e4re, und die Ereignisse kulminieren zu einem griffig hintersinnigen Sinnbild mit dem Hintergrund der zu dieser Zeit noch herrschenden Franco-Diktatur.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Showdown offenbart die weniger originellen Ursachen des Spuks. Lediglich Genre-Enthusiasten werden sich daran erfreuen k\u00f6nnen, oder vielleicht Anh\u00e4nger der gepflegten Berieselung. Daf\u00fcr gibt es eine der im aktuellen Kino eigent\u00fcmlichsten Fehlinszenierungen von Menschen mit Behinderung, die sich nicht einmal als kritischer Kommentar legitimieren lassen w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die klassischen und sehr effektiven Kamerabilder schaffen eine hinrei\u00dfende Stimmung mit starken Erinnerungen an die gotischen Einfl\u00fcsse in vergangenen Gruselfilmen. Doch leider reicht das nicht aus, um einen ebenso effektiven Einfluss auf den gesamten Film zu haben. Im \u00dcbrigen gibt es die Manuela Malasa\u00f1a 32 nicht, die Stra\u00dfe endet mit Hausnummer 30. Der Film basiert aber auf wahren Begebenheiten.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=16756\" rel=\"attachment wp-att-16756\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-16756 size-full\" title=\"Malasana 3 - Copyright StudioCanal\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-3-Copyright-StudioCanal.jpg\" alt=\"Malasana 3 - Copyright StudioCanal\" width=\"640\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-3-Copyright-StudioCanal.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-3-Copyright-StudioCanal-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Malasana-3-Copyright-StudioCanal-200x124.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Darsteller:<strong> Bego\u00f1a Vargas, Iv\u00e1n Marcos, Bea Segura, Sergio Castellanos, Iv\u00e1n Renedo, Jose Luis de Madariaga, Javier Botet, Maria Ballesteros<\/strong> u.a.<\/em><br \/>\n<em>Regie: <strong>Alberto Pint\u00f3<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Drehbuch: <strong>Ram\u00f3n Campos <\/strong>&amp; <strong>Gema R. Neira <\/strong>und<strong> David Orea <\/strong>&amp;<strong> Salvador S. Molina<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Kamera: <strong>Daniel Sosa Segura<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Bildschnitt: <strong>Andr\u00e9s Frederico Gonz\u00e1lez<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Musik:<strong> Frank Montasell <\/strong>&amp;<strong> Lucas Peire<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Produktionsdesign:<strong> Carlos de Dorremochea<\/strong><\/em><br \/>\n<strong><em>Spanien &#8211; Frankreich \/ 2020<\/em><\/strong><br \/>\n<em><strong>104<\/strong> Minuten<\/em><\/p>\n<h6>Bildrechte: <strong>StudioCanal<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Malasa\u00f1a 32 bereits in ausgew\u00e4hlten Kinos &#8211; Bundesstart 17.06.2021 Als 1927 SPUK IM SCHLOSS &#8211; THE CAT AND THE CANARY in den Kinos lief, war die Horror und Kom\u00f6dien Mischung ein gro\u00dfartige Erfolg. 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