{"id":20852,"date":"2023-04-10T06:06:37","date_gmt":"2023-04-10T04:06:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=20852"},"modified":"2023-04-10T00:18:49","modified_gmt":"2023-04-09T22:18:49","slug":"the-popes-exorcist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2023\/the-popes-exorcist\/","title":{"rendered":"THE POPE&#8217;S EXORCIST"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=20855\" rel=\"attachment wp-att-20855\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-20855 size-full\" title=\"Popes Exorcist - Copyright SONY PICTURES\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-Copyright-SONY-PICTURES.jpg\" alt=\"Popes Exorcist - Copyright SONY PICTURES\" width=\"258\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-Copyright-SONY-PICTURES.jpg 258w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-Copyright-SONY-PICTURES-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-Copyright-SONY-PICTURES-141x200.jpg 141w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a><strong>&#8211; Bundesstart 06.04.2023<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Erstaunliche ist nicht, dass es wieder ein uninspiriertes Kuriosum mit D\u00e4monen und deren Exorzismus gibt. Viele bedeutender ist die Frage, was Russell Crowe darin verloren hat. Ein fragw\u00fcrdiges \u00dcberangebot an Filmen mit verrenkten Extremit\u00e4ten, grunzend verzerrten Stimmen, blutigen Striemen im Gesicht, wei\u00dfen Aug\u00e4pfeln und rauchenden Kruzifixen ist kaum zu leugnen. Bei diesem Exorzismus hier fehlt allerdings die erbrochene Erbsensuppe des Besessenen. Was bleibt um f\u00fcr Interesse bei THE POPE\u2019S EXORCIST zu sorgen, ist Russell Crowe. Bereits einige Wochen vorher bem\u00e4chtigte sich der D\u00e4monen-Hokuspokus THE DEVIL\u2019S LIGHT einer real existierenden Ausgangssituation in der r\u00f6misch-katholischen Kirche &#8211; den steigenden Zahlen an Schulen f\u00fcr Exorzismus. Julius Averys Film geht da gleich eine Etage h\u00f6her, eigentlich ganz nach oben. Zum Papst.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Leicht nachzuverfolgen sind die Fakten, dass es einen Chef-Exorzisten im Vatikan gibt, und dass dieser dem Heiligen Vater direkt untersteht. Nicht wirklich nachvollziehbar ist, dass besagter Chef-Exorzist Pater Gabriele Amorth mit seinem Motorroller von Rom aus eine Strecke von 1600 Kilometer nach Katalonien f\u00e4hrt. Aber das nur am Rande. dramaturgisch ist es insofern wichtig, weil Amorth ein sehr umstrittenes und streitwilliges Unikum in der Kirche war, und seine unkonventionelle Art auch in der Presse immer wieder Aufsehen erregte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Film ist das unter anderem so dargestellt, dass er einem D\u00e4mon erkl\u00e4rt, seine einzige Angst w\u00e4re, Frankreich w\u00fcrde die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft gewinnen. Und das ist wahrlich nicht der einzige Lacher, den Michael Petroni und Evan Spiliotopoulos in ihr sonst uninteressantes Drehbuch untergebracht haben. Was beide hervorragend verstehen, ist dem immer wieder zu Ironie und makabren Scherzen neigenden Gabriele Amorth eine angemessene Plattform zu bieten, die dem erst 2016 verstorbenen Chef-Exorzisten sehr nahe zu kommen scheint.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Geschichte spielt 1986. Ob sie auf einer der Erz\u00e4hlungen beruht, die Amorth in zwei B\u00fcchern publiziert hat, wird dabei irrelevant. Weil die Regie au\u00dfer abgedroschenen Versatzst\u00fccken nichts damit anzufangen wei\u00df. Der Pater wird von seinem Boss, wie er Johannes Paul II. selbst nennt, nach Katalonien zu einer alten, nun in Privatbesitz befindlichen Abtei geschickt. Bei der Renovierung wurde offensichtlich ein D\u00e4monen freisetzt, der sich in Familienz\u00f6gling Henry manifestiert. Es ist der D\u00e4mon selbst, der nach Pater Amorth schicken l\u00e4sst.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=20857\" rel=\"attachment wp-att-20857\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-20857 size-full\" title=\"Popes Exorcist 2 - Copyright SONY PICTURES\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-2-Copyright-SONY-PICTURES.jpg\" alt=\"Popes Exorcist 2 - Copyright SONY PICTURES\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-2-Copyright-SONY-PICTURES.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-2-Copyright-SONY-PICTURES-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-2-Copyright-SONY-PICTURES-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit Ausnahme von Crowe, sind die Darsteller austauschbar. Ob Mutter Julia, gespielt von Alex Essoe, oder Laurel Marsden als nervige Teenagerin im \u00fcberzeichneten Pubert\u00e4t-Modus. Ihnen wird einfach kein Raum gegeben, um die Figuren von ihrer Oberfl\u00e4chlichkeit zu l\u00f6sen. Peter DeSouza-Feighoney ist als besessener Henry merklich zu unerfahren. Und Daniel Zovatto als beistehender Pater Esquibel macht den Eindruck, als w\u00e4re die Regie darauf bedacht gewesen, die gesamte darstellerische Energie auf Russell Crowe zu b\u00fcndeln.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Doch der Neuseel\u00e4nder l\u00e4uft ohnehin, unabh\u00e4ngig von seinem Umfeld und den Nebendarstellern, auf Hochtouren. Seit THE NICE GUYS hat man Russell Crowe nicht mehr so losgel\u00f6st und fern aller massentauglicher Charaktere erlebt. Er macht den Chef-Exorzisten glaubw\u00fcrdig, gibt ihm mit seiner autorit\u00e4ren Pr\u00e4senz eine f\u00fcr das Genre ungew\u00f6hnliche Tiefe. Hinter seinem manchmal sogar unangebrachten Witzen, erkennt man auch stets seine professionelle Vorsicht, und den Respekt vor den \u00fcberweltlichen Ph\u00e4nomenen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Person Gabriele Amorth und seine Stellung im Vatikan noch intensiver zu beleuchten, w\u00e4re tats\u00e4chlich interessanter, als ihn in einen Fall von handels\u00fcblichem Budenzauber zu stecken. In einer christlich gepr\u00e4gten Welt, in welcher D\u00e4monen im Glauben einen essentiellen Stellenwert haben, h\u00e4tte mit den M\u00f6glichkeiten der Hauptfigur ein neuer Ansatz wirklich gut getan. Denn selbst mit dem ansprechenden Set-Design, unter der Leitung von Alan Gilmore ausgearbeitet, wei\u00df Bildgestaltung und Regie nur sehr wenig anzufangen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der ausladende Eingangsbereich der Abtei, und die verborgene Kapelle darunter, sie schreien f\u00f6rmlich nach einem surrealen Licht-Design, dass die weltlichen und \u00fcbernat\u00fcrlichen Grenzen verschwimmen l\u00e4sst. Eine begreifbare Welt sollte vor dem Publikum ihre Nat\u00fcrlichkeit verlieren, ob verf\u00fchrerisch \u00fcberw\u00e4ltigend oder furchteinfl\u00f6\u00dfend unangenehm. Grunds\u00e4tzlich fehlen stimmungsvolle, fesselnde Momente in den Motiven. Derart uninspirierte Standards gibt es bei jedem beliebigen Trittbrettfahrer in diesem Sub-Genre. Zumindest ist die gr\u00f6\u00dfte Angst des Gabriele Armorth erst 12 Jahre nach den Ereignissen im Film Wirklichkeit geworden \u2013 1998 gewann Frankreich die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=20856\" rel=\"attachment wp-att-20856\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-20856 size-full\" title=\"Popes Exorcist 1 - Copyright SONY PICTURES\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-1-Copyright-SONY-PICTURES.jpg\" alt=\"Popes Exorcist 1 - Copyright SONY PICTURES\" width=\"640\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-1-Copyright-SONY-PICTURES.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-1-Copyright-SONY-PICTURES-300x192.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Popes-Exorcist-1-Copyright-SONY-PICTURES-200x128.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Darsteller:<strong> Russell Crowe, Daniel Zovatto, Alex Essoe, Franco Nero, Peter DeSouza-Feighoney, Laurel Marsden, Cornell John<\/strong> u.a.<br \/>\nRegie: <strong>Julius Avery<\/strong><br \/>\nDrehbuch: <strong>Michael Petroni, Evan Spiliotopoulos<\/strong><br \/>\nNach den B\u00fcchern von <strong>Pater Gabriele Amorth<\/strong><br \/>\nKamera: <strong>Khalid Mohtaseb<\/strong><br \/>\nBildschnitt: <strong>Matt Evans<\/strong><br \/>\nMusik: <strong>Jed Kurzel<\/strong><br \/>\nProduktionsdesign: <strong>Alan Gilmore<\/strong><br \/>\n<strong>Gro\u00dfbritannien, Spanien, USA \/ 2023<\/strong><br \/>\n<strong>103<\/strong> Minuten<\/p>\n<h6>Bildrechte: <strong>SONY PICTURES ENTERTAINMENT<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Bundesstart 06.04.2023 Das Erstaunliche ist nicht, dass es wieder ein uninspiriertes Kuriosum mit D\u00e4monen und deren Exorzismus gibt. 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