{"id":21419,"date":"2023-07-17T06:06:44","date_gmt":"2023-07-17T04:06:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=21419"},"modified":"2023-07-16T00:41:30","modified_gmt":"2023-07-15T22:41:30","slug":"the-art-of-love","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2023\/the-art-of-love\/","title":{"rendered":"THE ART OF LOVE"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=21422\" rel=\"attachment wp-att-21422\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-21422 size-full\" title=\"Art Of Love 2 - Courtesy FILM KINO TEXT - FILMAGENTINNEN\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-2-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN.jpg\" alt=\"Art Of Love 2 - Courtesy FILM KINO TEXT - FILMAGENTINNEN\" width=\"258\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-2-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN.jpg 258w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-2-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-2-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN-141x200.jpg 141w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a><strong>&#8211; Bundesstart 13.07.2023<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es ist eine eigenartige Mischung die der Regisseur Philippe Weibel mit THE ART OF LOVE anbietet. Britische Underdog-Kom\u00f6die im Stil von FULL MONTY. Ein zarter Hauch von Sam Gabarskis Sexarbeiterinnen Tram\u00f6die IRINA PALM. Leicht schr\u00e4g wie fast alle Spike Jonze Werke. Und mit der Abenteuerlust von SHIRLEY VALENTINE. Aber von der Originalit\u00e4t der angef\u00fchrten Repr\u00e4sentanten, kann der schweizer Filmemacher nichts in einer eigenen, und auch noch ansprechenden Form f\u00fcr sich nutzen. Eva arbeitet eigentlich bei den Verkehrsbetrieben, was die Autoren aber desinteressiert au\u00dfen vor lassen. Sie ist 55, und ihre Ehe in ersch\u00f6pfender Leidenschaftslosigkeit festgefahren. Man muss anerkennen wie erschreckend glaubw\u00fcrdig Alexandra Gilbreath und Jeremy Swift diese Tristesse in Routine nahebringen. Kaum mit Worten, nur mit ganz kleinen Gesten oder Blicken. Und wenn sie reden, h\u00f6rt es sich normal an, aber es ist die Langeweile und Entt\u00e4uschen f\u00f6rmlich in der Stimme sp\u00fcrbar.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Philippe Weibel inszeniert diese Szenen sehr einf\u00fchlsam, und auch sehr pr\u00e4zise. Aber er setzt sie eher als Status Quo, anstatt entweder witzig oder wenigstens tragisch zu inszenieren. Die pendelnde Unentschlossenheit in der Dramaturgie, macht diese Szenen, und damit die Ehe einfach nur bitter. Mit einer Reise soll die alte Leidenschaft wieder Schwung in die Beziehung bringen. Ohne Bens Ahnung, verdient sich Eva nebenbei Geld, als Testerin f\u00fcr Sexspielzeug. Das Start-up hei\u00dft Art of Love, wo auch der 35-j\u00e4hrige Adam als Tester arbeitet. Er ist das Aush\u00e4ngeschild der Firma, extrem gut aussehend, und \u00fcber aller Ma\u00dfen von sich selbst \u00fcberzeugt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es wird sicherlich niemanden \u00fcberraschen: Als beste Rezensenten und Influencer, m\u00fcssen die Sch\u00fcchterne und der Macho f\u00fcr ein neues Produkt zusammenarbeiten. Das ist eine Pr\u00e4misse die vielversprechend ist. Nicht die Welt bewegend, aber mindestens f\u00fcr einen launigen und gelungenen Kinoabend ist das durchaus ausreichend. Es reicht aber nicht, auch wenn Philippe Weibel, der mit seinem Kameramann Brian Goff die Story entwickelt hat, alle klassischen Versatzst\u00fccke bedient. Denn die Inszenierung bleibt in ihrem unsteten Wechsel von Kom\u00f6die und Drama h\u00e4ngen, und keine der beiden Seiten wird in ihren M\u00f6glichkeiten bedient.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Autoren-Deb\u00fctantin Klara Kallis hat mit Weibel das Drehbuch verfasst. Doch es w\u00e4re nur ein Vorurteil, dass vielleicht deswegen die Frauenrolle positiver dargestellt ist. Aber Adam kommt in seiner Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung tats\u00e4chlich auffallend einf\u00e4ltig daher. Keine Frage, Oliver Walker spielt Adam mit einer eindringlichen Glaubw\u00fcrdigkeit. Eine Rolle die in vielen Richtungen ausbaubar w\u00e4re, wenn sich die Macher dazu entschlossen h\u00e4tten. Walker h\u00e4tte nicht nur mehr verdient, sondern bestimmt auch interessantere Ans\u00e4tze f\u00fcr die Rolle bestens verk\u00f6rpert. Denn es macht Spa\u00df die beiden Darsteller in ihrer ehrlichen und ansprechenden Art zu beobachten.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=21420\" rel=\"attachment wp-att-21420\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-21420 size-full\" title=\"Art Of Love - Courtesy FILM KINO TEXT - FILMAGENTINNEN\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN.jpg\" alt=\"Art Of Love - Courtesy FILM KINO TEXT - FILMAGENTINNEN\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN-200x113.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Chemie stimmt, die Geschichte allerdings nicht. Es ist schade, weil deutlich zu sehen ist, wie leicht die Unzul\u00e4nglichkeiten auszub\u00fcgeln w\u00e4ren. Von technischer Seite aus, ist THE ART OF LOVE tadellos bis hervorragend. Die Kamera spielt wunderbar mit den Darstellern, und Brian Goff wei\u00df mit seinem Werkzeug auch den Charakter einzelner Szenen gro\u00dfartig zu erg\u00e4nzen. Besonders das Zusammenspiel und die emotionale Ann\u00e4herung der Schauspieler ist sehr spielerisch und dadurch ansprechend umgesetzt. Alexandra Butuceanu und Luca Zuberbuehler haben den Bildern in der Montage einen schn\u00f6rkellos flie\u00dfenden Schliff gegeben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber wenn es bei einem Film um Anz\u00fcglichkeiten und versch\u00e4mte Sexualit\u00e4t geht, sollte der Regisseur das auch zeitgem\u00e4\u00df umsetzen. Aber ART OF LOVE verliert sich st\u00e4ndig in Anspielungen, wagt es aber nie konkret zu werden. Adam versucht sich sexual zu verausgaben und Eva hat noch nie eines ihrer rezensierten Sexspielzeuge getestet. Und wenn die Ausstattung dann noch besagtes Spielzeug gestaltet, als w\u00e4ren es Prototypen aus den F\u00fcnfzigern, dann entfernt sich der Film weit von einer angedacht schl\u00fcpfrigen Art. Besonders der von beiden Figuren zu testende Gef\u00fchlsanzug hat die Anmutung eines improvisierten Schultheater-Kost\u00fcms.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">So viele sch\u00f6ne Grundideen, sehr gute und \u00fcberzeugende Darsteller, und technisch kurzweilig umgesetzt. THE ART OF LOVE ist einer dieser Filme, die man sieht, mitf\u00fchlt, am Ende am\u00fcsiert durchschnauft, und nach dem Verlassen des Saals nicht mehr genau wei\u00df, was man gesehen hat. Das ist sehr schade, denn eigentlich hatte Philippe Weibel mit seinen beiden Co-Schreibern bereits alles an schl\u00fcpfrigen, dramatischen, und aberwitzigen M\u00f6glichkeiten vorgelegt. Biederer kann man einen Film \u00fcber Sexspielzeug kaum schreiben und umsetzen.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=21421\" rel=\"attachment wp-att-21421\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-21421 size-full\" title=\"Art Of Love 1 - Courtesy FILM KINO TEXT - FILMAGENTINNEN\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-1-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN.jpg\" alt=\"Art Of Love 1 - Courtesy FILM KINO TEXT - FILMAGENTINNEN\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-1-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-1-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Art-Of-Love-1-Courtesy-FILM-KINO-TEXT-FILMAGENTINNEN-200x113.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Darsteller: <strong>Alexandra Gilbreath, Oliver Walker, Jeremy Swift, Jasmine Blackborow, Kenneth Collard<\/strong> u.a<br \/>\nRegie: <strong>Philippe Weibel<\/strong><br \/>\nDrehbuch: <strong>Philippe Weibel, Klara Kallis<\/strong><br \/>\nKamera: <strong>Brian D. Goff<\/strong><br \/>\nBildschnitt: <strong>Alexandra Butuceanu, Luca Zuberbuehler<\/strong><br \/>\nMusik:<strong> Dan Baboulene, Dean Valentine<\/strong><br \/>\nProduktionsdesign: <strong>Katie South<\/strong><br \/>\n<strong>Schweiz, Gro\u00dfbritannien \/ 2022<\/strong><br \/>\n<strong>106<\/strong> Minuten<\/p>\n<h6>Bildrechte: Courtesy <strong>FILM KINO TEXT &#8211; FILMAGENTINNEN<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Bundesstart 13.07.2023 Es ist eine eigenartige Mischung die der Regisseur Philippe Weibel mit THE ART OF LOVE anbietet. Britische Underdog-Kom\u00f6die im Stil von FULL MONTY. Ein zarter Hauch von Sam Gabarskis Sexarbeiterinnen Tram\u00f6die IRINA PALM. 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