{"id":21447,"date":"2023-07-31T06:06:49","date_gmt":"2023-07-31T04:06:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=21447"},"modified":"2023-07-29T00:27:19","modified_gmt":"2023-07-28T22:27:19","slug":"last-contact","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2023\/last-contact\/","title":{"rendered":"LAST CONTACT"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=21449\" rel=\"attachment wp-att-21449\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-21449 size-full\" title=\"Last Sentinel - Copyright WELTKINO\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-Copyright-WELTKINO.jpg\" alt=\"Last Sentinel - Copyright WELTKINO\" width=\"258\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-Copyright-WELTKINO.jpg 258w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-Copyright-WELTKINO-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-Copyright-WELTKINO-141x200.jpg 141w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a><strong>LAST SENTINEL<\/strong><br \/>\n<strong>Bundesstart 27.07.2023<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">60 Jahre in der Zukunft: Durch menschliches Fehlverhalten wurde der gr\u00f6\u00dfte Teil der Erde mit Wasser \u00fcberflutet. Dem Titelvorspann und der dabei gezeigten Grafik nach, handelt es sich um kleine Landmassen von China und von Gr\u00f6nland, die noch existieren. Es herrscht Krieg, aber wir erfahren nie warum, oder zwischen wem. Wir erfahren auch nicht, f\u00fcr welche Seite die drei M\u00e4nner und eine Frau auf einem vorgeschobenen Wachposten Dienst tun. Vorbild f\u00fcr den Posten ist ein Turm der imposanten Maunsell-Festungen vor der K\u00fcste Englands, welche im Zweiten Weltkrieg den Zulauf und Hafen der Themse sch\u00fctzten. Ob tats\u00e4chlich auf einem der noch existierenden T\u00fcrme vor Ort gedreht wurde, verr\u00e4t das Marketing nicht. Wieder einmal ein Indiz, dass in Deutschland produzierte Filme im eigenen Land einfach schlecht bis gar nicht mit ihren exotischen Vorz\u00fcgen beworben werden, wenn es sich nicht um eine Kom\u00f6die handelt. Dabei h\u00e4tte der zweite Langfilm des estnischen Regisseurs Tanel Toom durchaus mehr Aufmerksamkeit vertragen.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">LAST CONTACT ist kein schlechter Film. Regisseur Toom nutzt einige der kargen M\u00f6glichkeiten eines offensichtlich niedrigen Budgets sehr geschickt und effizient. Die schier endlose Weite, in welcher der monumentale Wachturm allen Witterungen trotzt, ist imposant eingefangen und durchweg beeindruckend. Die Abl\u00f6sung der f\u00fcr zwei Jahre dort stationierten Soldaten ist bereits drei Monate \u00fcberf\u00e4llig. Die Anspannung ist gro\u00df, weil es keine Verbindung zum Festland mehr gibt. Die Technikerin Cassidy reagiert sich sexuell mit Funker Sullivan ab. Und Mechaniker Baines ist mit der Instanthaltung \u00fcberfordert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Kommandant Hendrichs l\u00e4sst Dienst streng nach Vorschrift verrichten, obwohl keiner sagen kann, ob es dort drau\u00dfen noch jemanden gibt. Bis ein Schiff am Horizont auftaucht, auf dem sich allerdings keine Menschenseele befindet. Dennoch w\u00e4re es eine M\u00f6glichkeit dem Posten zu entkommen, und zu versuchen das Festland zu erreichen. Und dazu nimmt sich der Film auch Zeit. Zu viel Zeit. Im Grunde ist LAST CONTACT ein sehr raffiniert konstruierter Mystery-Thriller. Doch zu Anfang versucht Toom noch abzulenken, in dem er die Einsamkeit und einhergehende Unsicherheit als psychologisches Drama aufbaut.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Erst in der zweiten H\u00e4lfte nimmt die eigentliche Handlung Gestalt an. Einige falsche F\u00e4hrten erkl\u00e4ren sich im Kontext als Trugschluss aus der eigenen Erwartung. Der Film gewinnt an Tempo und Spannung. Immer mehr Handlungselemente f\u00fcgen sich zum \u00fcberraschenden Finale. Sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn es die Schauspieler auch tragen w\u00fcrden. Doch Kate Bosworth und Lucient Laviscount sind darstellerisch zu eindimensional und in der Charakterzeichnung zu uninteressant f\u00fcr ein vier-Personen-St\u00fcck. Und Thomas Kretschmann ist viel mehr darauf bedacht seinen deutschen Akzent zu verbergen.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=21450\" rel=\"attachment wp-att-21450\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-21450 size-full\" title=\"Last Sentinel 1 - Copyright WELTKINO\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-1-Copyright-WELTKINO.jpg\" alt=\"Last Sentinel 1 - Copyright WELTKINO\" width=\"640\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-1-Copyright-WELTKINO.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-1-Copyright-WELTKINO-300x126.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-1-Copyright-WELTKINO-200x84.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Als Hendrichs hat Kretschmann eigentlich alle Z\u00fcgel des Mysteriums, die den Wachposten umgeben, in der Hand. Im Ensemble der Englischsprecher tut sich der Deutsche merklich schwer, und wird im Dialog auf das Notwendigste beschr\u00e4nkt. Dabei w\u00e4re es unter den ohnehin ungekl\u00e4rten Voraussetzungen des Szenarios vielleicht sogar spannender gewesen, die Mannschaft internationaler zusammenzusetzen. Lediglich Martin McCann macht als Baines einen starken Eindruck. St\u00e4ndig wandelt er sehr glaubw\u00fcrdig am Rande des Wahnsinns, wobei seine Unberechenbarkeit den Spannungsfaktor effektiv steigert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Au\u00dfenaufnahmen machen einen mehr als \u00fcberzeugenden Eindruck. Mart Ratassepp vermittelt in der Bildgestaltung eine sehr eindringliche Stimmung von Verlorenheit und Isolation. Nur in den Innenaufnahmen entlarven sich die Kulissen allzuleicht als aufgelassene R\u00e4umlichkeiten einer Fabrikanlage. Als Zuschauender akzeptiert man das nur schneller, geh\u00f6rt es doch zum Standard von Budget-schwachen Filmen. Trotzdem h\u00e4tte etwas mehr Einfallsreichtum dem Film gut getan, der immerhin sechzig Jahre in der Zukunft spielt. Filmisch betrachtet betr\u00fcge ja das Alter der Anlage Hundertvierzig.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">W\u00e4hrend LAST CONTACT inhaltlich immer mehr gewinnt, beginnt der Film an seiner nicht hinreichend erkl\u00e4rten Pr\u00e4misse zu leiden. Projekte wie dieses, die aus finanziellen Gr\u00fcnden ein sparsames Ger\u00fcst an Mensch und Material nutzen, verzichten sehr gerne auf plausible Erkl\u00e4rungen im strukturellen Aufbau. Wie auch hier, was zum Beispiel eine medizinische Versorgung betrifft. Oder was das soziale Gef\u00fcge unter den Soldaten angeht. Das b\u00e4rbei\u00dfige Verhalten des Kommandanten w\u00e4re in einer neu angelegten Situation stimmig. Aber nach \u00fcber zwei Jahren, wird es unter diesen Umst\u00e4nden nicht plausibel.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">LAST CONTACT ist auf dem Papier ein spannender, sehr geschickt konstruierter Thriller. Der Fokus liegt am Ende mehr auf Mystery anstatt Endzeit. Doch gerade in der Mischung ergibt sich ein sehr originelles Szenario. Es sind immer nur leicht zu vermeidende Kleinigkeiten, die sich zu einer gr\u00f6\u00dferen Entt\u00e4uschung ausbauen. Mit allen Punkten, die so hervorragend inszeniert sind, f\u00fchrt Regisseur Tanel Toom immer wieder vor Augen, was f\u00fcr M\u00f6glichkeiten er nicht nutzt. LAST CONTACT ist kein schlechter Film, aber er ist bei weitem nicht das, was er mit wenig mehr Fingerspitzengef\u00fchl sein k\u00f6nnte.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=21451\" rel=\"attachment wp-att-21451\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-21451 size-full\" title=\"Last Sentinel 2 - Copyright WELTKINO\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-2-Copyright-WELTKINO.jpg\" alt=\"Last Sentinel 2 - Copyright WELTKINO\" width=\"640\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-2-Copyright-WELTKINO.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-2-Copyright-WELTKINO-300x153.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Last-Sentinel-2-Copyright-WELTKINO-200x102.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Darsteller: <strong>Kate Bosworth, Lucien Laviscount, Martin McCann <\/strong>und<strong> Thomas Kretschmann<\/strong> u.a.<br \/>\nRegie: <strong>Tanel Toom<\/strong><br \/>\nDrehbuch: <strong>Malachi Smyth<\/strong><br \/>\nKamera: <strong>Mart Ratassepp<\/strong><br \/>\nBildschnitt: <strong>Tambet Tasuja<\/strong><br \/>\nMusik: <strong>Gert Wilden Jr.<\/strong><br \/>\nProduktionsdesign: <strong>Kaia Tungal<\/strong><br \/>\n<strong>Gro\u00dfbritannien, Estland, Deutschland \/ 2023<\/strong><br \/>\n<strong>117<\/strong> Minuten<\/p>\n<h6>Bildrechte:<strong> Courtesy of WELTKINO FILMVERLEIH<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LAST SENTINEL Bundesstart 27.07.2023 60 Jahre in der Zukunft: Durch menschliches Fehlverhalten wurde der gr\u00f6\u00dfte Teil der Erde mit Wasser \u00fcberflutet. 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