{"id":25241,"date":"2024-11-02T06:06:45","date_gmt":"2024-11-02T05:06:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=25241"},"modified":"2024-10-26T18:39:04","modified_gmt":"2024-10-26T16:39:04","slug":"salems-lot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2024\/salems-lot\/","title":{"rendered":"\u00b4SALEM&#8217;S LOT"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=25245\" rel=\"attachment wp-att-25245\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-25245 alignleft\" title=\"Salems Lot 3 - Courtesy of Max - \u00a9 Max\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-3-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max.jpg\" alt=\"Salems Lot 3 - Courtesy of Max - \u00a9 Max\" width=\"257\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-3-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max.jpg 388w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-3-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-3-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max-141x200.jpg 141w\" sizes=\"auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><\/a><strong>&#8211; Bundesstart 31.10.2024<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; <\/strong>MAX Stream seit 03.20.2024<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Bereits in seinem zweiten Roman beschrieb Stephen King, was ihn fortan in der \u00dcberzahl seiner Geschichten besch\u00e4ftigte. Der \u00dcberfall des Andersartigen, des meist B\u00f6sen in den stabilen Mikrokosmos einer beh\u00fcteten Kleinstadt. Das ist fast 50 Jahre her. Verfilmungen von Kings Romanen kamen und gingen. Nur wenige haben Bestand. Ausgerechnet eine zweiteilige Fernsehserie geh\u00f6rt dazu. Aber die damals noch g\u00fcltigen Einschr\u00e4nkungen von Blut und Gewalt gegen\u00fcber dem Kino, und die M\u00f6glichkeit ausf\u00fchrlicher zu erz\u00e4hlen, machten Tobe Hoopers &#8218;SALEM&#8217;S LOT &#8211; BRENNEN MUSS SALEM zu einem auch heute noch sehr gerne gesehenen Grusel-Klassiker. Der mittelm\u00e4\u00dfige Schriftsteller Ben Mears kehrt zur\u00fcck nach Jerusalems Lot, wo er einst gro\u00dfgeworden war. Er m\u00f6chte ein Buch \u00fcber das alte Marsten Haus schreiben, ein mit unheimlichen Mythen belegtes Anwesen, welches nach Jahrzehnten endlich wieder einen Besitzer gefunden hat. Und ein Haus, mit dem Ben eine schreckliche Erinnerung verbindet.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Gary Dauberman hat seine Fassung von &#8218;SALEM&#8217;S LOT zweifelsfrei f\u00fcr die gro\u00dfe Leinwand und ein kollektives Kino-Erlebnis gemacht (auch wenn der Film in den meisten L\u00e4ndern bereits im Streaming zu sehen ist). Das wirklich Sch\u00f6ne daran ist, dass sich der Autorenfilmer inszenatorisch aber voll und ganz dem Kino der 1970er verschreibt. Dauberman hat viele Drehb\u00fccher zum &#8218;Conjuring Universe&#8216; ersonnen und verfasst, und sein Regiedeb\u00fct war ANNABELLE COMES HOME. Aber seine zweite Regiearbeit, inklusive seines Drehbuchs, geht in eine erfrischend andere Richtung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Gleich die Anfangssequenz macht deutlich, dass einer der zwei neuen Bewohner des \u00fcber der Stadt thronenden Marsten Hauses ein Monster ist. Der andere ist Straker, der in Lot einen Antiquit\u00e4ten-Laden er\u00f6ffnet. Als Straker hat Pilou Asb\u00e6k bei weitem nicht die finstere Aura eines James Mason aus Hoopers erster Verfilmung. Daf\u00fcr entsch\u00e4digt ein \u00fcberaus reizvolles und fast schon perfekt gew\u00e4hltes Ensemble an Lots unbedarften Bewohnern, einschlie\u00dflich Lewis Pullman, der als stets besonnener Ben Mears nicht z\u00f6gert, die F\u00fchrungsrolle zu \u00fcbernehmen. Ein starker Bill Camp, als scharfsinniger Lehrer, oder die mit \u00fcberw\u00e4ltigender Nat\u00fcrlichkeit wirkende Mackenzie Leigh, als sehr selbstbewusste Herzensdame Susan Norton. Aber die angenehmste der \u00dcberraschungen ist der, zur Zeit der Dreharbeiten, dreizehnj\u00e4hrige Jordan Preston Carter.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Als Mears junger Sidekick Mark Petrie ist Carter erfreulicherweise nicht der sonst \u00fcbliche, \u00fcberh\u00f6hte Klugschei\u00dfer. Dennoch wei\u00df der schwarze Mark bereits als Kind, was es f\u00fcr Afro-Amerikaner bedeutet in einer wei\u00dfen Kleinstadt im Jahr 1975 zu leben. Da werden Vampire dann zum geringsten Problem. Daf\u00fcr muss Dauberman seinen Protagonisten aber keine klugen Worte in den Mund legen, oder anderweitig ethnische Probleme bem\u00fchen. Auch so wird der Charakter absolut verst\u00e4ndlich. Wenn sich Mark mit Kreuz und Pfahl bewaffnet, ist das kindliche Naivit\u00e4t und kein dramaturgisches Klischee. Und dank des Marsten Hauses, gibt es bald sehr viele Vampire in Jerusalem&#8217;s Lot.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=25243\" rel=\"attachment wp-att-25243\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-25243 size-full\" title=\"Salems Lot 1 - Courtesy of Max - \u00a9 Max\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-1-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max.jpg\" alt=\"Salems Lot 1 - Courtesy of Max - \u00a9 Max\" width=\"640\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-1-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-1-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-1-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max-200x115.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Und die technischen Gewerke stehen mit merklichem Enthusiasmus hinter dem Regisseur. Es tut dem Film richtig gut, im Jahr 1975 angesiedelt zu sein, das Jahr in dem Kings Roman ver\u00f6ffentlicht wurde. Das folgt aber nicht einfach dem aktuellen Trend nostalgischer R\u00fcckbesinnung. Dauberman offeriert es herrliche M\u00f6glichkeiten zu spielen, wobei der gr\u00f6\u00dfte Profiteur davon das fabelhafte Finale im Autokino ist. Aber es rechtfertigt auch klassische Gags, wenn zum Beispiel Susan mit Ben spricht, w\u00e4hrend sie sein Buch in der Hand h\u00e4lt, ihn aber trotz des Promo-Fotos auf dem Umschlag nicht erkennt. Dem Regisseur gelingt eine ganz eigene Atmosph\u00e4re von Nostalgie zu schaffen, in dem er sich auf eben jene klassischen Aspekte von Figurenzeichnung und Horrorszenarien fokussiert, aber diese nie altbacken inszeniert. Seine Umsetzung wirkt frisch und lebendig, als w\u00fcrde man klassisches Gruselkino das erste Mal erfahren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Bester Verb\u00fcndeter der Inszenierung ist Michael Burgess, mit seiner dezidierten Bildgestaltung. Erh\u00f6hte Farbs\u00e4ttigung, viel atmosph\u00e4rische Schattenspiele, und leicht \u00fcberzeichnete, akzentuierte Beleuchtung. Burgess erzeugt eine fabelhafte Atmosph\u00e4re von vergangenem Kino, besonders bei den Auftritten des Obervampirs Barlow. Der Spannungsaufbau im Showdown, mit dem wandernden Schattenwurf der Kinoleinwand, ist ein bravour\u00f6s genutztes, klassisches Versatzst\u00fcck. Gleichzeitig wirkt Burgess damit gegen dem selbst angewandten Trend der typischen Blumhouse-Bildsprache.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00b4SALEM&#8217;S LOT verliert sich nicht im reinen 79er-Charme, h\u00e4lt aber den Blutgehalt dennoch erstaunlich gering. Auch die Jump Scares sind nicht einfach nur willk\u00fcrlich, und kommen auch ohne kreischende Toneffekte aus. Die Schockmomente k\u00fcndigen sich \u00fcber einen sorgsamen Aufbau von Spannung an. Dauberman und sein merklich gut aufgelegtes Kreativteam haben sicherlich keinen Instant-Klassiker aus diesem Horrorfilm gemacht. Aber sie alle folgen einer klaren, wirklich einheitlichen Linie.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Entt\u00e4uschend ist zum Beispiel die Figur des Meistervampires Barlow, die wie in der Original-Serie auch hier dem Graf Orlock Darsteller Max Schreck aus NOSFERATU nachempfunden sein soll. 1979 hat das G\u00e4nsehaut-m\u00e4\u00dfig gut funktioniert, hier hat das Make-up Department sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Auch die Szenenwechsel wirken sehr oft ziemlich abrupt, was auf einige K\u00fcrzungen in der Nachbearbeitung schlie\u00dfen l\u00e4sst. Und trotzdem lenkt das nicht davon ab, dass \u00b4SALEM&#8217;S LOT eine erstaunlich effektive und gruselige Schauerm\u00e4r geworden ist, die richtig Spa\u00df macht weil die gesamte Crew sich mit richtig viel Freude ins Zeug gelegt hat. Das ist wieder einmal eine Adaption, mit der Stephen King eigentlich zufrieden sein sollte. Wo ganz nach seinem perfiden Ansinnen das Grauen in den Mikrokosmos einer beh\u00fcteten Kleinstadt im beschaulichen Maine Einzug h\u00e4lt. Wenn dann noch Gordon Lightfoots &#8218;Sundown&#8216; erklingt, nicht nur wegen seines offensiv direkten Texts, ist die Stimmung perfekt.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=25244\" rel=\"attachment wp-att-25244\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-25244 size-full\" title=\"Salems Lot 2 - Courtesy of Max - \u00a9 Max\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-2-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max.jpg\" alt=\"Salems Lot 2 - Courtesy of Max - \u00a9 Max\" width=\"640\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-2-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-2-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Salems-Lot-2-Courtesy-of-Max-\u00a9-Max-200x123.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote><p><em>Darsteller: <strong>Lewis Pullman, Bill Camp, Makenzie Leigh, Jordan Preston Carter, Alfre Woddard, John Benjamin Hickey, Spencer Treat Click, Pilou Asb\u00e6k<\/strong> u.a.<\/em><\/p>\n<p><em>Regie &amp; Drehbuch: <strong>Gary Dauberman<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Nach dem Roman von <strong>Stephen King<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Kamera: <strong>Michael Burgess<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Bildschnitt: <strong>Luke Ciarrocchi<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Musik: <strong>Nathan Barr <\/strong>&amp;<strong> Lisbeth Scott<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Produktionsdesign: <strong>Marc Fisichella<\/strong><\/em><br \/>\n<strong><em>USA \/ 2024<\/em><\/strong><br \/>\n<em><strong>114<\/strong> Minuten<\/em><\/p><\/blockquote>\n<h5>Bildrechte: <strong>Courtesy of Max &#8211; \u00a9 Max<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Bundesstart 31.10.2024 &#8211; MAX Stream seit 03.20.2024 Bereits in seinem zweiten Roman beschrieb Stephen King, was ihn fortan in der \u00dcberzahl seiner Geschichten besch\u00e4ftigte. 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