{"id":26029,"date":"2025-02-08T06:06:26","date_gmt":"2025-02-08T05:06:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=26029"},"modified":"2025-01-29T20:06:56","modified_gmt":"2025-01-29T19:06:56","slug":"maria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2025\/maria\/","title":{"rendered":"MARIA"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26026\" rel=\"attachment wp-att-26026\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26026 \" title=\"Maria - Copyright NETFLIX\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-Copyright-NETFLIX.jpg\" alt=\"Maria - Copyright NETFLIX\" width=\"248\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-Copyright-NETFLIX.jpg 374w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-Copyright-NETFLIX-204x300.jpg 204w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-Copyright-NETFLIX-136x200.jpg 136w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/a><strong>&#8211; Bundesstart 06.02.2025<\/strong><br \/>\n&#8211; Release 27.11.2024 (US)<br \/>\n&#8211; Netflix 11.12.2024 (CDN)<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ich lerne zwei bemerkenswerte Dinge in MARIA. Zum einen, dass La Divina eine extrem verbitterte Egoistin war. Zum anderen, dass Regisseur und Filmemacher Pablo Larrain wahnsinnig gerne s\u00e4mtliche Filmformate in seinen Filmen simuliert. Zum ersten, kann ich mir nicht vorstellen, dass es wirklich so war. Zum zweiten, kann es ein sch\u00f6nes Stilmittel sein, dramaturgisch abgesetzte Szenen auch optisch zu trennen. 16mm Farbfilm mit verwackelten Bildf\u00fchrung steht f\u00fcr private Aufnahmen, 16mm Schwarzwei\u00df sind meist Nachrichten-Ausz\u00fcge, und so fort&#8230; Das hat Pablo Larrain schon bei SPENCER ausreichend zelebriert, seinem zweiten Film der sogenannten Ladys-with-Heels-Trilogie, die mit JACKIE begann und jetzt mit MARIA abgeschlossen sein soll. Aber zur\u00fcck zum optischen Stilmittel, welches der Filmemacher bei diesem Film exzessiv, aber wahllos auskostet, ohne das einen wirklich Sinn ergibt.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ist die technisch k\u00fcnstlerische Spielerei mit Formaten und Kameraf\u00fchrung tats\u00e4chlich von Bedeutung, wenn es doch um die strahlende Pers\u00f6nlichkeit also solche geht? Ach ja, ich habe Maria Callas in diesem Film ja gar nicht als strahlende Pers\u00f6nlichkeit kennengelernt, sondern nur als verh\u00e4rmte Diva. Mit wechselnder Optik h\u00e4tte Larrain mit seinem EL CONDE-Kameramann Edward Lachmann in den R\u00fcckblenden durchaus sich ver\u00e4ndernde Befindlichkeiten in unterschiedlichen Lebensphasen von Maria symbolisieren k\u00f6nnen. Sollten sie das am Ende auch beabsichtigt haben, dann ist es bei mir \u00fcberhaupt nicht angekommen. So steht hier die Form einfach nur weit \u00fcber der Aussage.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber kann mich MARIA dennoch begeistern? Absolut. Ein gutes Ensemble, nat\u00fcrlich angef\u00fchrt von einer wie immer anziehend charismatischen Angelina Jolie, und ein ausladendes Produktionsdesign, durch das sich Lachmans Kamera mit getragenen Fahrten bewegt, und die Opulenz der R\u00e4umlichkeiten wirken l\u00e4sst. Hier werden die letzten sieben Tage im Leben der bekanntesten und auch besten aller Sopranistinnen erz\u00e4hlt, bevor sie am 16. September 1979, in ihrer Wohnung in Paris verstirbt. Aber Larrain definiert die S\u00e4ngerin nicht allein \u00fcber diese letzten Tage, sondern skizziert mit R\u00fcckblenden einige Lebensstationen. Den gr\u00f6\u00dften Anteil nimmt dabei Marias Beziehung zu Aristotle Onassis in Beschlag, eine gl\u00fcckliche Phase, obwohl beide noch anderweitig verheiratet sind. Oder die Zeit in Athen, wenn Mutter die junge Maria und ihre Schwester Yakynthy gegen Bezahlung an deutsche Soldaten vermittelt.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26027\" rel=\"attachment wp-att-26027\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26027 size-full\" title=\"Maria a - Copyright NETFLIX\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-a-Copyright-NETFLIX.jpg\" alt=\"Maria a - Copyright NETFLIX\" width=\"640\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-a-Copyright-NETFLIX.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-a-Copyright-NETFLIX-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-a-Copyright-NETFLIX-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die R\u00fcckblenden sind lediglich Abrisse, welche auf die Assoziationen des Publikums vertrauen. Bildlich berufen sich diese Zeitspr\u00fcnge auf hinl\u00e4nglich bekannte, zeitgen\u00f6ssische Fotos, ohne sie aber plump zu kopieren, sondern diese inhaltlich weiterf\u00fchren. F\u00fcr das Heute im Jahr 1979, ist Larrain ein Kamerateam eingefallen, von dem sich La Divina interviewen l\u00e4sst. Es ist aber ein imagin\u00e4res Team, bei dem der Reporter denselben Namen tr\u00e4gt wie Marias halluzinogenes Schmerzmittel. Ihre Umwelt reagiert verst\u00f6rt auf die Selbstgespr\u00e4che, wobei sich La Divina aber immer geschickt zu erkl\u00e4ren versteht. Mit der Einbindung des Publikums hat sich der Regisseur aber auch M\u00f6glichkeiten genommen, seine unspektakul\u00e4re Maria mysteri\u00f6ser zu gestalten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">La Callas ist bei Pablo Larrain nicht mysteri\u00f6s. Sie macht auch selten den Eindruck vielschichtig zu sein, und wird nicht einmal nahbar. Ja, MARIA kann begeistern. Mit seiner starken Bildf\u00fchrung, mit seiner Musikauswahl, mit seiner Ausstattung (man beachte die genial manipulative Lichtstimmung in der K\u00fcche), und mit der Nat\u00fcrlichkeit seines Darsteller-Ensembles. Immer wieder begeistert die bewegenden Subtilit\u00e4t im Spiel von Alba Rohrwacher uns Pierfrancesco Favino (2010 ein Paar in WAS WILL ICH MEHR). Als Haush\u00e4lterin und Butler sehen sie sich st\u00e4ndig den Fantastereien und Launen der Diva ausgesetzt, aber wie sie damit umgehen, entlockt st\u00e4ndig ein befriedigendes L\u00e4cheln. Etwas mehr von Rohrwacher und Favinos Figuren h\u00e4tte gut getan.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber es ist Angelina Jolies Film. Mehr als es ein Film \u00fcber die menschlichen Facetten der Callas ist. Und das ist leider auffallend, und dadurch auch inhaltlich etwas oberfl\u00e4chlich. Pablo Larrain stellt sehr konsequent die Unzul\u00e4nglichkeit der Maria Callas zur Schau, und konzentriert sich viel zu stark darauf das Jolie auch selbst singen kann, worauf die Schauspielerin bestanden hat. Daf\u00fcr bemerkt man leider auch manche Asynchronit\u00e4t wenn die Film-Maria doch einmal zu Aufnahmen der Original-Maria singt. Aber auch das ist durchaus zu verschmerzen, denn daf\u00fcr ist Angelina Jolie einfach viel zu beindruckend anzuschauen. Ja, da kann MARIA wirklich begeistern. Doch eine gelungene Biografie, mit interessanten Aspekten oder komplexen Einsichten, ist es wahrlich nicht.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26028\" rel=\"attachment wp-att-26028\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26028 size-full\" title=\"Maria b - Copyright NETFLIX\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-b-Copyright-NETFLIX.jpg\" alt=\"Maria b - Copyright NETFLIX\" width=\"640\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-b-Copyright-NETFLIX.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-b-Copyright-NETFLIX-300x161.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Maria-b-Copyright-NETFLIX-200x107.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p><span style=\"color: #545454;\"><em>Darsteller: <strong>Angelina Jolie, Pierfrancesco Favino, Alba Rohrwacher, Haluk Bilginer, Kodi Smit-McPhee, Valeria Golino, Vincent Papadopoulou<\/strong> u.a.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #545454;\"><em>Regie: <strong>Pablo Larrain<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #545454;\"><em>Drehbuch: <strong>Steven Knight<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #545454;\"><em>Kamera: <strong>Edward Lachman<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #545454;\"><em>Bildschnitt:<strong> Sofia Subercaseaux<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #545454;\"><em>Produktionsdesign: <strong>Guy Hendrix Dyas<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #545454;\"><strong><em>Chile, Italien, USA, Deutschland \/ 2024<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #545454;\"><em><strong>123<\/strong> Minuten<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h5>Bildrechte: <strong>NETFLIX<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Bundesstart 06.02.2025 &#8211; Release 27.11.2024 (US) &#8211; Netflix 11.12.2024 (CDN) Ich lerne zwei bemerkenswerte Dinge in MARIA. 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