{"id":26071,"date":"2025-02-06T06:06:21","date_gmt":"2025-02-06T05:06:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=26071"},"modified":"2025-02-01T00:04:38","modified_gmt":"2025-01-31T23:04:38","slug":"companion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2025\/companion\/","title":{"rendered":"COMPANION"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26061\" rel=\"attachment wp-att-26061\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26061\" title=\"Companion - Copyright WARNER MEDIA\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-Copyright-WARNER-MEDIA.jpg\" alt=\"Companion - Copyright WARNER MEDIA\" width=\"249\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-Copyright-WARNER-MEDIA.jpg 410w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-Copyright-WARNER-MEDIA-205x300.jpg 205w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-Copyright-WARNER-MEDIA-137x200.jpg 137w\" sizes=\"auto, (max-width: 249px) 100vw, 249px\" \/><\/a><strong>&#8211; Bundesstart 06.02.2025<\/strong><br \/>\n&#8211; Release 29.01.2025 (HKG)<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"color: #595959;\">Preview 31.01.25, Cineplex, F\u00fcrth<\/span><\/em><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Wenn es um m\u00f6rderische Puppen mit Eigenleben geht, hatte man zuletzt mit M3GAN richtig viel Spa\u00df. Dieser bezieht seinen Thrill aus einer ironischen Selbstreflexion, mit Augenzwinkern auf viele \u00e4hnlich ausgerichtete Thriller, welche sich gerne sehr ernst nehmen. Das gab den Morden bei M3GAN dann noch mal einen extra Schub am Splatter-Spa\u00df. Wer den Trailer zu COMPANION gesehen hat, kann sich vorstellen, dass Drew Hancock das Konzept der m\u00f6rderischen Puppe mit seinem Spielfilmdeb\u00fct noch um eine innovative Stufe erh\u00f6ht. Kann man sich vorstellen. Hancock erz\u00e4hlt die Geschichte von Iris und Josh. Wie sie sich im Supermarkt kennenlernen, wie sie sich umgehend verlieben, wie sie harmonieren, wie sie ein wundervoll anzuschauendes Paar werden. Und wie sie f\u00fcr ein Wochenende zu einem abgelegenen Seehaus fahren, wo Josh seinem engsten Freundeskreis Iris vorstellen wird. Das ist alles wild romantisch, und es passiert in den ersten 15 Minuten. Wer also \u00dcberraschungen liebt und den Trailer nicht kennt, sollte ab dieser Stelle nicht weiterlesen.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wer sich Zeit f\u00fcr COMPANION nimmt, wei\u00df auch das es sich nicht um eine Nicholas Sparks-Verfilmung handelt. Und mit dem Wissen, macht der zuckers\u00fc\u00dfe, vor Gl\u00fcck und Harmonie strotzende Einstieg unglaublich Spa\u00df. Hancock scheut sich auch nicht, dies einladend farbenfroh und ansprechend kontrastreich zu inszenieren. Eli Borns Kamerabilder halten das visuelle Konzept weitgehend bei, subtil werden nur die Farben ents\u00e4ttigt, wenn Josh seinen wahren Charakter offenbart, und Iris ihre tats\u00e4chliche Bestimmung erf\u00e4hrt. Eine unangenehme Episode hat den Tod des Hausbesitzers durch die Hand von Iris zur Folge. Woraufhin Josh seine Freundin erst einmal in den Schlafmodus versetzt. Denn (\u00dcberraschung!) Iris ist eine k\u00fcnstliche Lebenspartnerin.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&#8222;An emotions-bot,\u201c sagt einmal einer, &#8222;who fucks&#8220;. Bis Josh sie aufkl\u00e4rt, wei\u00df Iris nicht ein programmiertes Wesen zu sein, dessen Erinnerungen und Gef\u00fchle von ihrem Mieter eingegeben sind. Und Josh kann per App am Smartphone auch Intelligenz, Sprache, Sprachmodulation, und allerlei andere Features bei Iris einstellen. Das ist insofern von Bedeutung, weil es f\u00fcr den Handlungsverlauf eklatant wichtig ist, und man daran ermessen kann, was an Drew Hancocks Buch, und letztendlich in der Inszenierung einfach nicht funktioniert. Denn die Grundidee verspricht weit mehr, als umgesetzt wird.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Man muss vorausschicken, dass das minimalistische Ensemble exzellent, und auch passend Stereotyp f\u00fcr diese Art von Geschichte besetzt wurde. Aber es ist Sophie Thatcher die den Film nicht nur bestimmt, sondern mit ihrer emotionalen Bandbreite das darstellerische Niveau extrem hochh\u00e4lt. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, wenn der Roboter in der Geschichte die facettenreichste Darstellung auf die Leinwand bringt. Die Frage ist nur, was ein Horror-verw\u00f6hntes Publikum von einer Figur wie Iris erwartet. Und die Antwort scheint eigentlich ziemlich klar. Denn mit dem Tod einer Person im Film, m\u00fcssen auch Spuren verwischt und Opfer gebracht werden. Und nichts liegt n\u00e4her, als die Maschine gegen den Baum fahren zu lassen. Am Anfang dieser Rezension stand die Feststellung, dass man sich vorstellen kann, was Hancock mit einem innovativ erh\u00f6hten Konzept von Killerpuppe anstellen wird. Ja, kann man sich vorstellen.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26063\" rel=\"attachment wp-att-26063\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26063 size-full\" title=\"Companion b - Copyright WARNER BROS\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-b-Copyright-WARNER-BROS.jpg\" alt=\"Companion b - Copyright WARNER BROS\" width=\"640\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-b-Copyright-WARNER-BROS.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-b-Copyright-WARNER-BROS-300x139.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-b-Copyright-WARNER-BROS-200x93.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber COMPANION ist dann doch ganz anders, und will aber gleichzeitig genau das sein, was die eigentliche Pr\u00e4misse verspricht. Beim Versuch die Versatzst\u00fccke zu etwas eigenem neu zu ordnen, verrennt sich Drew Hancock inszenatorisch immer wieder in eine sich falsch anf\u00fchlende Richtung. Und diese Richtung ist eben keine erhoffte, geistreiche oder progressive Neuausrichtung des bekannten Stoffes. Zu erwarten w\u00e4re ein bitterb\u00f6ser Rache-Thriller, bei dem sich die T\u00e4ter-Opfer-Rolle umkehrt. Bei dem sich Unschuld gegen Unterdr\u00fccker richtet. Iris begreift die Wahrheit \u00fcber ihre Existenz, aber aufgrund ihrer Programmierung verst\u00e4rkt sich noch ihre Sehnsucht nach Harmonie.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dramen und moralisch Exkurse \u00fcber den Wert eines Lebens, und was ein Leben definiert, gibt es zuhauf. Darunter sehr intelligente, sehr konsequente Thriller. Diese Konsequenz wagt Drew Hancock aus unerfindlichen Gr\u00fcnden nicht. Anstatt sich dem erwarteten, kathartischen Splatter-Modus zu ergeben, und dem losgel\u00f6sten Spa\u00dffaktor freien Lauf zu lassen, versucht sich COMPANION lieber im Spannungskino mit Ans\u00e4tzen von moralischem Diskurs. Teilweise widerspricht das dem eigenen Handlungsaufbau. Iris im Besitz von Joshs Smartphone, kann ihre Intelligenz von 40 auf 100% einstellen. Das sind Momente, bei dem sich ein begieriges Publikum begeistert auf die Schenkel klopft. Doch es passiert nichts, was diese Erwartung auch irgendwie erf\u00fcllen w\u00fcrde. Als Iris zur \u00dcberfrau werden m\u00fcsste, degradiert sie der Verlauf zum gew\u00f6hnlichen M\u00e4dchen in Gefahr. Ganz gewiss nicht, was man von einer Roboter-Figur erwartet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00dcberspitzte Gewaltmomente gibt es durchaus. Die Szene mit der Kerze und dem Gehorsamstest schmerzt garantiert auch das Publikum. Aber das erhoffte, aber auch irgendwie versprochene, nicht ernstzunehmende Splatter-Vergn\u00fcgen bleibt aus. Und das Hancock daf\u00fcr auf einen psychologischen Thriller setzt, in dem die Besonderheit eines k\u00fcnstlich erschaffenen Wesens f\u00fcr den Verlauf kaum noch eine Rolle spielt, dann l\u00e4uft das vollkommen gegen die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen eigenst\u00e4ndigen Horrorspa\u00df. Da gibt es viele Filmbeispiele, dieselbige Pr\u00e4misse spannender, interessanter und wesentlich intelligenter behandelten. Am Ende ist COMPANION dann lediglich ein gew\u00f6hnlicher Thriller, der nicht einmal in sich schl\u00fcssig bleibt. Eine blo\u00dfe Nummernrevue als Spannungskino. Aber mit einer fantastischen Sophie Thatcher.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26062\" rel=\"attachment wp-att-26062\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26062 size-full\" title=\"Companion a - Copyright WARNER BROS\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-a-Copyright-WARNER-BROS.jpg\" alt=\"Companion a - Copyright WARNER BROS\" width=\"640\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-a-Copyright-WARNER-BROS.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-a-Copyright-WARNER-BROS-300x143.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Companion-a-Copyright-WARNER-BROS-200x95.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p><span style=\"color: #575757;\"><em>Darsteller:<strong> Sophie Thatcher, Jack Quaid, Lukas Gage, Megan Suri, Harvey Guill\u00e9n, Rubert Friend<\/strong> u.a.<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #575757;\"><em>Regie &amp; Drehbuch<strong>: Drew Hancock<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #575757;\"><em>Kamera: <strong>Eli Born<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #575757;\"><em>Bildschnitt: <strong>Brett W. Bachman, Josh Ethier<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #575757;\"><em>Musik: <strong>Hrishikesh Hirway<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #575757;\"><em>Produktionsdesign:<strong> Scott Kuzio<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #575757;\"><strong><em>USA \/ 2025<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #575757;\"><em><strong>97<\/strong> Minuten<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h6>Bildrechte: <strong>WARNER BROS MEDIA<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Bundesstart 06.02.2025 &#8211; Release 29.01.2025 (HKG) Preview 31.01.25, Cineplex, F\u00fcrth Wenn es um m\u00f6rderische Puppen mit Eigenleben geht, hatte man zuletzt mit M3GAN richtig viel Spa\u00df. 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