{"id":26539,"date":"2025-08-07T05:05:20","date_gmt":"2025-08-07T03:05:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=26539"},"modified":"2025-07-29T13:38:45","modified_gmt":"2025-07-29T11:38:45","slug":"y2k","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2025\/y2k\/","title":{"rendered":"fast verpasst: Y2K"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26536\" rel=\"attachment wp-att-26536\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-26536 alignright\" title=\"Y2K - Courtesy A24\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-Courtesy-A24.jpg\" alt=\"Y2K - Courtesy A24\" width=\"256\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-Courtesy-A24.jpg 386w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-Courtesy-A24-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-Courtesy-A24-140x200.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/a><strong>&#8211; jetzt bei Amazon Prime<br \/>\n<\/strong>&#8211; Bundesstart 27.03.2025<strong><br \/>\n<\/strong>&#8211; Release 06.12.24 (CDN)<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">1973 kam AMERICAN GRAFFITI in die Kinos. Die Schlagzeile war &#8222;Wo warst Du in &#8217;62?&#8220;. Teenager und Junge Erwachsene waren mit einem ihnen unverst\u00e4ndlichen Krieg gro\u00df geworden. Das Land politisch und gesellschaftlich gespalten. Da zeigt der junge Filmemacher George Lucas seinem Publikum ein Erwachsenwerden, was vor zehn Jahre noch unbeschwert schien, und nur durch pers\u00f6nliche und hormonelle Probleme gest\u00f6rt wurde. Lucas weckt Erinnerungen, h\u00e4lt Spiegel vor, und irgendwie ermahnt er auch. AMERICAN GRAFFITI war eine greifbare Nostalgie. Und f\u00fcr ein Publikum das noch vor 1985 auf die Welt gekommen ist, w\u00e4re auch Kyle Mooneys Y2K ein noch nachvollziehbarer R\u00fcckblick in ein verr\u00fccktes Kapitel Menschheitsgeschichte. Dieses Publikum w\u00e4re dann aber mindestens 40 Jahre alt, noch innerhalb der demografischen Zielgruppen, aber f\u00fcr diese Art von Film absolut irrelevant f\u00fcr dessen Macher und das produzierende Studio.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Eli und Danny sind zwei aufgeweckte Burschen, aber die typischen Highschool Loser ohne Freundeskreis, daf\u00fcr die ebenso typischen Opfer der Bullys. Aber, die Sache will es, sie sind eben kl\u00fcger und gebildeter als die anderen. Eli hat zwar einen guten Draht zu It-Girl Laura, doch, auch das steht im Handbuch f\u00fcr Teen-Kom\u00f6dien, sie unterliegt am Anfang nat\u00fcrlich noch dem Gruppenzwang ihrer Clique. Am Silvesterabend zur \u00fcblichen Teen-Party, bei der unsere Antihelden erst einmal wie gewohnt gedem\u00fctigt werden &#8211; bis die H\u00f6lle losbricht. Es ist Jahreswechsel 1999 auf 2000.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Kyle Mooney feiert hier nicht nur sein Regiedeb\u00fct, sondern wie auch sein Co-Autor Evan Winter seinen Drehbucherstling f\u00fcr einen Langfilm. Mooney und Winter haben daf\u00fcr die g\u00e4ngigsten und gef\u00e4lligsten Teenie-Kom\u00f6dien sehr genau studiert. Als Eli und Danny bekommen das Jaeden Martell und Julian Dennison mit ihrer sehr charmanten Art und \u00fcberzeugenden Spiel auch sehr gut hin. Aber das Szenario ist das \u00dcbliche, und bietet in den ersten zwanzig Minuten auch keine \u00dcberraschungen. Lediglich die Bedrohung durch den Jahreswechsel wird in Nebens\u00e4tzen eingeflochten, und die Panik vor dem gro\u00dfen Computer-Blackout wird zum ironischen Witz der Jugend. Wer w\u00fcrde jemals vergessen, dass niemand wusste, ob Computer \u00fcberhaupt die Jahreszahl 2000 verarbeiten k\u00f6nnen, und ob das Dilemma zu einer weltweiten Katastrophe f\u00fchren w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Verschw\u00f6rungstheoretiker waren auch \u00fcberzeugt, dass der Jahreswechsel bei Computern einen Virus freisetzen w\u00fcrde, der&#8230; irgendetwas anrichten k\u00f6nnte. Doch das heutige Publikum d\u00fcrfte sich eher verwirrt am Kopf kratzen. Sie waren schlicht und ergreifend noch nicht auf der Welt, und das Jahr-2000-Problem hat sich so schnell in Wohlgefallen aufgel\u00f6st, dass es sich in der Historie nicht einmal als zeitgeschichtliche Besonderheit richtig etabliert hat. Dennoch baut Kyle Mooneys Film genau darauf. Punkt Mitternacht \u00f6ffnet sich bei allen elektronischn Ger\u00e4ten und Computern ein Programm, welches die Ausl\u00f6schung der Menschheit einleitet. Mit herrlich derben Splatter-Szenen.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26538\" rel=\"attachment wp-att-26538\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26538 size-full\" title=\"Courtesy A24\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-b-Courtesy-A24.jpg\" alt=\"Y2K b - Courtesy A24\" width=\"640\" height=\"348\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-b-Courtesy-A24.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-b-Courtesy-A24-300x163.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-b-Courtesy-A24-200x109.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine fantastische, zeitgem\u00e4\u00dfe Idee, die im Jahr 1999 als Film bestimmt f\u00fcr Furore gesorgt h\u00e4tte. Vielleicht noch zwei Jahre danach. Jetzt ist es nur eine Vorwand, die altbekannte Highschool-Pr\u00e4misse mit der 180-Grad-Wendung eines fiktiven Ereignisses zu versehen und daraus etwas \u00dcberraschendes zu formen. Eins muss man dem Filmemacher zugute halten &#8211; wie Kyle Mooney mit entfesseltem Selbstbewusstsein und h\u00f6llischem Vergn\u00fcgen sein blutiges Spektakel entfacht. Da bleibt einem der Mund offen stehen. Das Mooney dabei den eigentlichen historischen Bezug verliert, merkt er nicht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ab hier verliert Mooney ohnehin das wirkliche Interesse an dem Ursprung des Problems, und schickt seine Helden auf Weltenrettung, die dann schon wieder als klassisch und kaum \u00fcberraschend zu bezeichnen ist. Der Splatter-Faktor nimmt auch wieder sehr schnell ab, genauso schnell schlie\u00dft sich dann auch wieder die Kinnlade. Der Humor ist sp\u00e4rlich, daf\u00fcr betritt Fred Durst, Frontmann von Limp Bizkit, als \u00dcberraschungsgast die Handlung. Warum Durst? Das wei\u00df allein der Regisseur, aus der Handlung erschlie\u00dft sich das nicht. Daf\u00fcr intoniert er mit dem Ensemble \u00f6fters &#8222;Tubthumping&#8220; von Chumbawamba, das im Film aus ebenso unerfindlichen Gr\u00fcnden zur Hymne gegen die metzelnde Machtergreifung der Computer und Ger\u00e4te aufsteigt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es gibt viele einzelne Elemente, die gute Ans\u00e4tze f\u00fcr einen vielversprechenden Film bieten. Dazu geh\u00f6rt jedoch nicht Bill Popes Bildgestaltung. Als einer der umtriebigsten Blockbuster-Kameraleute entt\u00e4uscht er hier im Finden einer eigenen Bildsprache. Die reine Zweckm\u00e4\u00dfigkeit der visuellen Umsetzung ist aber nicht das Problem f\u00fcr einen Film, der mit seiner eigenen Thematik nichts Intelligentes anzufangen wei\u00df. F\u00fcr jemanden der das Jahr-2000-Problem als verst\u00f6rende Episode erlebt hat, ist Y2K einfach belanglos. Wer danach geboren ist, f\u00fcr den wird dieser Teenie-Splatter-Techno-Mix nur eine weitere Roboter-Apokalypse. Eine, die es in anderen Film viel aufregender, aufwendiger, und vor allem wesentlich relevanter zu bestaunen und zu f\u00fcrchten gibt.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=26537\" rel=\"attachment wp-att-26537\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-26537 size-full\" title=\" Courtesy A24\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-a-Courtesy-A24.jpg\" alt=\"Y2K a - Courtesy A24\" width=\"640\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-a-Courtesy-A24.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-a-Courtesy-A24-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Y2K-a-Courtesy-A24-200x130.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p><span style=\"color: #5e5e5e;\"><em><span style=\"color: #696969;\">Darsteller:<\/span> <strong>Jaeden Martell, Rachel Zegler, Julian Dennison, Daniel Zolghadri, Lachlan Watson, Fred Durst<\/strong> u.a.<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #5e5e5e;\"><em>Regie: <strong>Kyle Mooney<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #5e5e5e;\"><em>Drehbuch: <strong>Kyle Mooney, Evan Winter<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #5e5e5e;\"><em>Kamera: <strong>Bill Pope<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #5e5e5e;\"><em>Bildschnitt:<strong> David Marks<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #5e5e5e;\"><em>Musik: <strong>Danny Bensi, Saunder Jurriaans<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #5e5e5e;\"><em>Produktionsdesign:<strong> Jason Singleton<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #5e5e5e;\"><strong><em>USA, Neuseeland \/ 2024<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #5e5e5e;\"><em><strong>91<\/strong> Minuten<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h5>Bildrechte: <strong>Courtesy A24<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; jetzt bei Amazon Prime &#8211; Bundesstart 27.03.2025 &#8211; Release 06.12.24 (CDN) 1973 kam AMERICAN GRAFFITI in die Kinos. 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