{"id":27619,"date":"2025-07-21T05:05:10","date_gmt":"2025-07-21T03:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=27619"},"modified":"2025-07-20T22:21:13","modified_gmt":"2025-07-20T20:21:13","slug":"i-know-what-you-did-last-summer-ich-weiss-was-du-letzten-sommer-getan-hast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2025\/i-know-what-you-did-last-summer-ich-weiss-was-du-letzten-sommer-getan-hast\/","title":{"rendered":"ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=27607\" rel=\"attachment wp-att-27607\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-27607 \" title=\"(c) SONY PICTURES\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-a-c-SONY-PICTURES.jpg\" alt=\"I Know WYDLS a - (c) SONY PICTURES\" width=\"258\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-a-c-SONY-PICTURES.jpg 425w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-a-c-SONY-PICTURES-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-a-c-SONY-PICTURES-142x200.jpg 142w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a><strong>&#8211; Bundesstart 17.07.2025<\/strong><br \/>\n&#8211; Release 16.07.2025 (BEL)<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Ironie ist bisweilen sehr ironisch. Ein Jahr bevor Autor Kevin Williamson mit dem gro\u00dfartigen Wes Craven den Slasher-Film mit &#8222;Scream&#8220; neu definiert hat, wurde Williamsons Buch f\u00fcr &#8222;Ich wei\u00df, was du letzten Sommer getan hast&#8220; vom Studio rigoros abgelehnt. Das Sub-Genre des Slashers war mit den ganzen uninspirierten Epigonen von Michael Myers, Freddy Krugers und Jason Vorhees \u00fcbers\u00e4ttigt. Wozu aber Michael. Freddy und Jason in eigenen endlosen Inkarnationen beigetragen haben. Ein Jahr nach dem Sensationserfolg von &#8222;Scream&#8220; erschien dann &#8211; nicht unerwartet &#8211; dann doch &#8222;Ich wei\u00df, was du letzten Sommer getan hast&#8220;. Die Studios hatten wieder Blut geleckt, und Kevin Williamson war in aller Munde. Doch Hand auf Herz, trotz der Legende und aller Heldenverehrung, muss man sich ehrlich eingestehen, warum Williamson Buch seinerzeit zuerst auf Ablehnung gesto\u00dfen war. &#8222;Ich wei\u00df, was Du letzten Sommer getan hast&#8220; von 1997, jetzt nur noch &#8222;IWWDLSGH&#8220; genannt, ist kein wirklich guter Film.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">30 Jahre sp\u00e4ter: In der Fischerstadt Southport, North Carolina, kommt ein Mensch bei einem Autounfall ums Leben, auf Grund groben Unfugs von f\u00fcnf jungen Menschen. Aus inhaltlichen Gr\u00fcnden f\u00fcnf, im Original waren es nur vier. Hier bei\u00dft sich in dieser Fortsetzung schon mal etwas. Die Darsteller sind alle zirka drei\u00dfig, doch die Figuren agieren wie Jugendliche, sollten aber eigentlich Anfang zwanzig sein. Solche Gedanken \u00fcberkommen einen eben, wenn ein Film so spannungsarm und herk\u00f6mmlich inszeniert ist wie diese Fortsetzung. Die Geschichte ist nach dem abgedroschenen Regelwerk, die Mordszenen katastrophal inszeniert, die Figuren sind schlecht und die Dialoge immer wieder unfreiwillig komisch. Das hat nichts, absolut nichts, mit den guten Darstellern zu tun. Es ist das Unverm\u00f6gen von Regisseurin Jennifer Kaytin Robinson.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Robinson wei\u00df \u00fcberhaupt nichts mit ihren Schauspielern, sprich deren Figuren etwas anzufangen, trotz der merklichen Talente. Und Robinson wei\u00df auch nicht wie sie mit der selbst geschriebene Handlung &#8211; zusammen mit Deb\u00fctant Sam Lansky &#8211; umgehen soll. Der Slasher hat eigentlich nur das Ziel &#8211; so ehrlich muss man sein &#8211; m\u00f6glichst viele Jugendliche auf m\u00f6glichst spannende Weise den Garaus zu machen. Das macht allerdings wenig Spa\u00df, wenn wir uns nicht um die Charaktere sorgen. Und bei Robinson sorgen wir uns um keines der f\u00fcnf neuen mutma\u00dflichen Opfer, weil sie einfach nur herk\u00f6mmlich gestrickte Dutzendware aus dem Fundus alter Slasher-Filme sind.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es ist uns schlichtweg egal, wer dran glauben muss, wenn ein Jahr sp\u00e4ter endlich der Brief mit der Notiz &#8222;IWWDLSGH&#8220; eintrifft. Hauptsache es kommt einmal Bewegung in die Handlung, der Weg bis zum ersten Erscheinen des mordenden &#8218;Fisherman&#8216; war auf Grund der austauschbaren Figuren ohnehin unglaublich lange. Mit Vorgeschichten die nichts zur Handlung beitragen. Umso schlimmer, dass dann auch noch die Morde selbst fade inszeniert sind, spannungsarm, manchmal sogar in einer Parallelmontage ungeschickt unterbrochen werden. Wie eigentlich auch schon das Original, gibt sich auch diese Fortsetzung mit vorbehaltloser Leidenschaft jenen Klischees und Versatzst\u00fccken hin, die von Kevin Williamson selbst mit &#8222;Scream&#8220; entlarvt und persiflierend aufs Korn genommen wurden. &#8222;IWWDLSGH&#8220; wird leidvolles Opfer seiner eigenen Ignoranz.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Robinson und Laskys Script versucht einfach schlauer zu sein, als die Pr\u00e4misse wirklich hergeben k\u00f6nnte. Einige Szenen werden genutzt, um mit potentiellen T\u00e4tern in die Irre zu f\u00fchren. Das funktioniert nur leidlich, weil diese Verd\u00e4chtigen nur allzu offensichtlich als T\u00e4uschungsman\u00f6ver pr\u00e4sentiert werden. Dagegen haben die Autoren sehr geschickt aus dem von der Mittelklasse dominierten Southport, in drei\u00dfig Jahren eine High Society Oase gemacht. Das nicht unwichtige Thema der Gentrifizierung wird aber leider auch zum zentralen Thema in der Aufl\u00f6sung, mit einer schier unglaublich einf\u00e4ltigen Motivation. Allerdings noch nicht der Tiefpunkt in diesem unausgegorenen St\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=27608\" rel=\"attachment wp-att-27608\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-27608 size-full\" title=\" (c) 2024 CTMG\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-b-c-2024-CTMG.jpg\" alt=\"I Know WYDLS b - (c) 2024 CTMG\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-b-c-2024-CTMG.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-b-c-2024-CTMG-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-b-c-2024-CTMG-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es gibt eine Traumsequenz, und es gibt sie nur, damit sie da ist. Kenner des Originals werden es verstehen was gemeint ist. Die Sequenz ist haneb\u00fcchener Unsinn, weil reiner Selbstzweck, sie nicht ins Konzept passt, und inhaltlich kein bisschen beisteuert. Fanservice vom Schlechtesten. Der Rest ist ein beliebiger Soundtrack, eine uninspirierte Auswahl an Songs, eine langweilig standardisierte Kameraf\u00fchrung, und eine Montage, die ohne eigene Ideen auskommt. Jennifer Love Hewitt und Freddie Prinze Jr. nehmen ihre Rollen von vor fast drei\u00dfig Jahren wieder auf. Mit entt\u00e4uschendem Resultat, sollte man ihnen damals wirklich einen Superstar-Status zugesprochen haben. Hewitt hat sich erst nach &#8222;IWWDLSGH&#8220; zur Darstellerin f\u00fcr Charakterrollen beweisen d\u00fcrfen, bekommt hier aber kaum etwas zu tun, dar\u00fcber hinaus nichts, was darstellerisch anspruchsvoll w\u00e4re. Ausgerechnet Prinze Jr. bekommt in der Fortsetzung einen essenzielleren Part. Doch bereits vor drei\u00dfig Jahren war der Mime mehr nach seinem attraktiven \u00c4u\u00dferen besetzt, als nach seiner Schauspielkunst. Daran hat sich leider nichts ge\u00e4ndert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es ist ein Leichtes, &#8222;IWWDLSGH&#8220; als gef\u00e4llige Unterhaltung f\u00fcr einen Freitagabend stehen zu lassen. Aber das ist er nicht. Zu sehr ist das Buch und Jennifer Kaytin Robinsons Inszenierung darauf ausgerichtet mit dem Genre zu spielen &#8211; vergeblich &#8211; und bei jeder Gelegenheit das Publikum wissen lassen, wo die Urspr\u00fcnge liegen &#8211; eher peinlich bem\u00fcht. Wo die Regisseurin wirklich einen eigenst\u00e4ndigen Fluss entwickelt, sind Sequenzen die einfach an der eigentlichen Idee solcher Filme vorbeigehen. Dennoch will der Film ganz dringend ein Erbe stolz zur Schau stellen &#8211; wo nichts zu vererben war.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&#8222;Ich wei\u00df, was du letzten Sommer getan hast&#8220; war seinerzeit ganz klar ein Zufallserfolg, mit vier der angesagtesten weil attraktivsten Jungdarsteller, angesto\u00dfen von einem anderen Film &#8211; der sich aber genau \u00fcber solche Werke lustig macht. Es war ein Hype, der letztendlich den Film zu einer, dann doch irgendwie verdienten, gef\u00e4lligen Unterhaltung f\u00fcr den Freitagabend machte. Die Dreistigkeit diesen Hype und den Titel selbst wie einen Kultfilm aus den Geschichtsb\u00fcchern wirken zu lassen, macht diese Fortsetzung fast drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter umso obskurer. Das ist es n\u00e4mlich nicht. Was wirklich h\u00e4ngen bleibt, und vielleicht sogar ikonisch werden k\u00f6nnte, ist Freddie Prinze Jr. im Finale, der das Vergessen um ihre eigene Geschichte in den 1990er beklagt. Die Ironie ist bisweilen sehr ironisch &#8211; wenn Jennifer Love Hewitt erwidert, \u201ewen schert es, wenn sie uns ausradieren wollen? Du musst einfach loslassen\u201c.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=27609\" rel=\"attachment wp-att-27609\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-27609 size-full\" title=\"(c) 2024 CTMG\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-c-c-2024-CTMG.jpg\" alt=\"I Know WYDLS c - (c) 2024 CTMG\" width=\"640\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-c-c-2024-CTMG.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-c-c-2024-CTMG-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/I-Know-WYDLS-c-c-2024-CTMG-200x113.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p><span style=\"color: #666666;\"><em>Darsteller: <strong>Madelyn Cline, Chase Sui Wonders, Jonah Hauer-King, Tyriq Withers, Sarah Pidgeon <\/strong>und<strong> Jennifer Love Hewitt, Freddie Prinze Jr., Sarah Michelle Gellar<\/strong> u.a.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666666;\"><em>Regie:<strong> Jennifer Kaytin Robinson<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666666;\"><em>Drehbuch: <strong>Jennifer Kaytin Robinson, Sam Lansky<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666666;\"><em>Nach dem Drehbuch von<strong> Kevin Williamson<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666666;\"><em>Kamera: <strong>Elisha Christian<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666666;\"><em>Bildschnitt: <strong>Saira Haider<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666666;\"><em>Musik: <strong>Chanda Dancy<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666666;\"><em>Produktionsdesign: <strong>Courtney Andujar, Hillary Andujar<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666666;\"><strong><em>Australien,USA \/ 2025<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666666;\"><em><strong>111<\/strong> Minuten<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h6>Bildrechte: <strong>SONY PICTURES \/ 2024 CTMG<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Bundesstart 17.07.2025 &#8211; Release 16.07.2025 (BEL) Die Ironie ist bisweilen sehr ironisch. 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