{"id":28452,"date":"2025-11-01T05:05:30","date_gmt":"2025-11-01T04:05:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=28452"},"modified":"2025-10-24T23:25:04","modified_gmt":"2025-10-24T21:25:04","slug":"black-phone-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2025\/black-phone-2\/","title":{"rendered":"BLACK PHONE 2"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=28454\" rel=\"attachment wp-att-28454\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-28454 \" title=\"(c) UNIVERSAL STUDIOS\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-c-UNIVERSAL-STUDIOS.jpg\" alt=\"Black Phone 2 - (c) UNIVERSAL STUDIOS\" width=\"258\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-c-UNIVERSAL-STUDIOS.jpg 353w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-c-UNIVERSAL-STUDIOS-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-c-UNIVERSAL-STUDIOS-141x200.jpg 141w\" sizes=\"auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px\" \/><\/a><strong>&#8211; Bundesstart 23.10.2025<\/strong><br \/>\n&#8211; Release 15.10.2025 (FR)<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Vor dreieinhalb Jahren wurde an eben dieser Stelle kleinkariert bem\u00e4ngelt, dass Regisseur Scott Derrickson bei seinem Film &#8222;Black Phone&#8220; die &#8218;retrospektiven M\u00f6glichkeiten&#8216; des Siebzigerjahre-Settings nicht aussch\u00f6pfen w\u00fcrde. Jetzt, nach fast zwei nervenaufreibenden Stunden mit &#8222;Black Phone 2&#8220;, wird diese unbewusste oder bewusste k\u00fcnstlerische Entscheidung zu einem essenziell atmosph\u00e4rischen Element. Die gesamte Stimmung gewinnt einen Schwebezustand von irritierender Zeitlosigkeit. Helfende Ans\u00e4tze verschwimmen st\u00e4ndig, selbst wenn sich die Geschichte auf festen, zeitlichen Ebenen bewegt. Wie 1957, als die Erz\u00e4hlung mit einer jungen Frau beginnt, die in einem bizarren Ambiente einen verst\u00f6renden Anruf t\u00e4tigt. Der Sprung nach 1982 f\u00fchrt die Handlung vier Jahre nach den Ereignissen des ersten Films. Und dieser Sprung setzt mit einer klaren Reminiszenz an jenen ersten Teil ein &#8211; mit in sich verdrehten Charakteristiken.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Regisseur Derrickson und sein Co-Autor C. Robert Cargill nutzen immer wieder kleine, seinerzeit unscheinbare Merkmale, die hier in der Fortsetzung eine neue Bedeutung bekommen, aber klar an den Vorg\u00e4nger erinnern. So spielt hier Miguel Mora seinen eigenen Bruder, der im Original Opfer des &#8218;Grapper&#8216; wurde. Oder wie eben die oben genannte, einf\u00fchrende Schl\u00e4gerei von Finn, der vier Jahre nach seinem t\u00f6dlichen Sieg \u00fcber den Kindsm\u00f6rder &#8218;Grapper&#8216; noch immer mit den Ereignissen k\u00e4mpft. Er ist aggressiv, abweisend, kalt, und er kifft, um sich zu beruhigen. Wann immer ein funktionsloses Telefon klingelt, ist am anderen Ende ein totes Opfer des maskierten Killers. Doch dieses Mal ist das Klingeln f\u00fcr Finns j\u00fcngere Schwester Gwen bestimmt, bei der zu Beginn des Films erneut ihre bekannten, hellseherischen Alptr\u00e4ume einsetzen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es ist nicht \u00fcbertrieben zu sagen, dass &#8222;Black Phone 2&#8220; ein ganz anderer Film ist, als sein Vorg\u00e4nger. Es ist aber auch nicht falsch zu sagen, dass er eine perfekte Weiterf\u00fchrung des Vorg\u00e4ngers ist. \u00c4hnlich der &#8222;Shining&#8220;-Fortsetzung &#8222;Doctor Sleep&#8220;, mit denen zwei absolut unterschiedliche Filme ein schl\u00fcssiges Ganzes bilden. Das Derrickson und Cargill, erneut Regie und Drehbuch \u00fcbernommen haben, ist bei erfolgreichen Fortsetzungen in diesem Genre ungew\u00f6hnlich. Doch genau das ist ein durchweg merklicher Vorteil, in allen Bereichen der Weiterf\u00fchrung der Geschichte und der Entwicklung seiner Figuren. Und es macht &#8222;Black Phone 2&#8220; furchterregender als das Original.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Durch ihre Tr\u00e4ume bekommt Gwen Hinweise von drei ermordeten Kindern. Die drei waren allesamt 1957 in einem Ferienlager verschwunden und nie gefunden worden. Ein Ferienlager, in dem auch Gwen und Finns Mutter seinerzeit war. Die Logik des \u00dcbernat\u00fcrliche diktiert, dass sich die Geschwister, mit Hilfe von Schulfreund Ernesto (Bruder des in Teil Eins verblichenen Robin) zu dem Lager aufmachen, welches kurz darauf \u2013 selbstverst\u00e4ndlich &#8211; durch einen Schneesturm von der Welt abgeschnitten wird. Gwen und Finn ahnen, dass der &#8218;Grapper&#8216; mit den r\u00e4tselhaften Hinweisen in den Tr\u00e4umen zu hat, und vielleicht mit dem damaligen Freitod ihrer Mutter &#8211; nicht zu vergessen, mit den drei toten Kindern. Tats\u00e4chlich sehnt sich der ruhelose Geist des &#8218;Grappers&#8216; nach Rache an seinem M\u00f6rder Finn, und er hat einen grausamen Plan.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=28455\" rel=\"attachment wp-att-28455\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-28455 size-full\" title=\"(c) UNIVERSAL STUDIOS\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-a-c-UNIVERSAL-STUDIOS.jpg\" alt=\"Black Phone 2 a - (c) UNIVERSAL STUDIOS\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-a-c-UNIVERSAL-STUDIOS.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-a-c-UNIVERSAL-STUDIOS-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-a-c-UNIVERSAL-STUDIOS-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Und da so vieles anders ist als noch vor vier Jahren, sollten sich geneigte Begeisterte darauf einstellen, dass Derrickson hier eine ganz andere Qualit\u00e4t an expliziten Morden anf\u00fchrt. Gerade weil es ungew\u00f6hnlicherweise Kinder betrifft, sind die extrem blutigen Szenen schwer zu ertragen. Unbestreitbar geht Teil Zwei in allen Elementen emotional tiefer. Im psychologischen Terror, im Splatter, in den Gef\u00fchlen der Figuren. Besonders Madeleine McGraw als Gwen, die mit ihrer faulen Sprache schon im Vorg\u00e4nger echter Szenendieb war, bew\u00e4hrt sich als faszinierende Hauptdarstellerin, die den Film mit einer extrem intensiven Bandbreite im Spiel anzuf\u00fchren versteht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dagegen schw\u00e4chelt Mason Thames als Finn ein klein wenig in seiner Ausdruckskraft, entgegen seines ersten Auftritts Finn. Als Leiter des Ferienlagers muss sich Dami\u00e1n Bichir den f\u00fchrenden Rollen der Jugendlichen unterordnen, doch hier und da bekommt er seine gut genutzten M\u00f6glichkeiten, zwischen aufsteigender Panik und einsetzender Hysterie. Die grundlegende St\u00e4rke der Erz\u00e4hlung &#8211; hier noch ausgepr\u00e4gter als im ersten Film &#8211; ist der Fokus auf kraftvolle Charakterszenen. Innerhalb einer \u00fcbernat\u00fcrlich gepr\u00e4gten Welt, wird den Figuren \u00fcberraschend, aber angemessen Zeit gegeben, um eine echte Bindung zum Publikum aufzubauen. Derrickson gelingt eine anhaltende und rastlose Atmosph\u00e4re, welche die wahrlich mitrei\u00dfenden Terrorsequenzen umso intensiver machen, bei denen der Regisseur alle Register der Inszenierungskunst zieht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&#8222;Black Phone 2&#8220; ist genau so, wie Horror f\u00fcr sein angedachtes Publikum sein sollte. Und er ist so, wie eigentlich alle Fortsetzungen sein m\u00fcssten. Raffiniert, weiterentwickelt, r\u00fccksichtslos, originell, ansprechend gespielt und &#8211; allem voran &#8211; unheimlich spannend. Zudem haben Scott Derrickson und C Robert Cargill einen au\u00dfergew\u00f6hnlich cleveren Weg gefunden, eine stimmige Origin Story zu gestalten, welche aber auch die Zeitebenen von 1957 und 1982 fantastisch ineinandergreifen l\u00e4sst. So bereitet auch das f\u00fcrchterlichste Grauen richtig Freude. Und mit der Einf\u00fchrung einer bestimmten, aber wenig genutzten Figur, k\u00f6nnten die Macher bereits, eventuell, vielleicht, m\u00f6glicherweise mehr Ideen haben. Und f\u00fcr alle Freunde von Metaebenen sei das R\u00e4tsel mit auf den Weg gegeben, wie es im Film ein Video zu &#8218;Subways of Your Mind&#8216; geben kann&#8230;<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=28456\" rel=\"attachment wp-att-28456\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-28456 size-full\" title=\"(c) UNIVERSAL STUDIOS\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-b-c-UNIVERSAL-STUDIOS.jpg\" alt=\"Black Phone 2 b - (c) UNIVERSAL STUDIOS\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-b-c-UNIVERSAL-STUDIOS.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-b-c-UNIVERSAL-STUDIOS-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Black-Phone-2-b-c-UNIVERSAL-STUDIOS-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p><span style=\"color: #616161;\"><em>Darsteller: <strong>Mason Thames, Madeleine McGraw, Ethan Hawke, Dami\u00e1n Bichir, Arianna Rivas, Jeremy Davies<\/strong> u.a.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #616161;\"><em>Regie: <strong>Scott Derrickson<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #616161;\"><em>Drehbuch: <strong>Scott Derickson, C. Robert Cargill<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #616161;\"><em>Kamera: <strong>P\u00e4r M. Ekberg<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #616161;\"><em>Bildschnitt: <strong>Louise Ford<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #616161;\"><em>Musik: <strong>Atticus Derrickson<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #616161;\"><em>Produktionsdesign: <strong>Patti Podesta<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #616161;\"><strong><em>USA, Kanada \/ 2025<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #616161;\"><em><strong>114<\/strong> Minuten<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h6>Bildrechte: <strong>UNIVERSAL STUDIOS<\/strong><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Bundesstart 23.10.2025 &#8211; Release 15.10.2025 (FR) Vor dreieinhalb Jahren wurde an eben dieser Stelle kleinkariert bem\u00e4ngelt, dass Regisseur Scott Derrickson bei seinem Film &#8222;Black Phone&#8220; die &#8218;retrospektiven M\u00f6glichkeiten&#8216; des Siebzigerjahre-Settings nicht aussch\u00f6pfen w\u00fcrde. 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