{"id":2888,"date":"2012-03-28T18:33:44","date_gmt":"2012-03-28T17:33:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=2888"},"modified":"2012-03-29T19:42:48","modified_gmt":"2012-03-29T18:42:48","slug":"frau-in-schwarz-woman-in-black","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/frau-in-schwarz-woman-in-black\/","title":{"rendered":"DIE FRAU IN SCHWARZ trifft ins Schwarze"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-2890\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/frau-in-schwarz-woman-in-black\/woman-in-black-1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2890\" title=\"woman-in-black-1\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/woman-in-black-1.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"422\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/woman-in-black-1.jpg 250w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/woman-in-black-1-118x200.jpg 118w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/woman-in-black-1-177x300.jpg 177w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Die Hammer-Film-Produktionen hatten zweifellos ihre Hochphase Mitte der Sechziger, mit einem kurzen Abstecher in die Siebziger des letzten Jahrtausends. Dann wurde es sehr, sehr ruhig. Bis sich Hammer 2010 wieder mehr ins Gespr\u00e4ch brachte, als das Remake LET ME IN produziert wurde. Ein Vampir-Film. Doch erst was James Watkins mit seiner zweiten Regiearbeit ablieferte, als er Susan Hills WOMAN IN BLACK verfilmte, l\u00e4sst den Geist der besten Jahre von Hammer wieder aufleben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">1916 wird der verwitwete Anwalt Arthur Kipps nach Crythin Gifford beordert, um dort den Nachlass der verstorbenen Alice Drablow zu verwalten. Kipps wird nicht sehr herzlich aufgenommen in Crythin Gifford, wo sich Kinder immer wieder auf unerkl\u00e4rliche Weise selbst das Leben nehmen. Auf dem Anwesen Eel Marsh House kann Kipps nach und nach das Geheimnis um die Zusammenh\u00e4nge der verstorbenen Kinder, des Dorfes und der Geschichte um Alice Drablow l\u00fcften. N\u00e4chte, die Arthur Kipps nie wieder vergessen wird, und f\u00fcr die er letztendlich einen hohen Preis bezahlen wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->DIE FRAU IN SCHWARZ ist genau das, was wie eine direkte Weiterentwicklung der alten Hammer-Qualit\u00e4ten anmutet. Gespenstische Settings, mysteri\u00f6se Figuren, eine unheimliche Vergangenheit, ein verzweifelter Held, Nebel und Geistererscheinungen, erschreckende Ger\u00e4usche und unerkl\u00e4rliche Schreie. Und nat\u00fcrlich fehlt auch das obligatorische Gewitter nicht, welches die Nacht f\u00fcr die Dauer eines Blitzes taghell erleuchtet, um verst\u00f6rende Bilder zu offenbaren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">So herk\u00f6mmlich die Geschichte zuerst erscheinen mag, so herrlich effektiv ist sie umgesetzt. James Watkins versucht erst gar nicht schlauer zu sein als das, was die Erz\u00e4hlung hergeben k\u00f6nnte. Daf\u00fcr wei\u00df er ganz genau, was der Zuschauer erwartet und was er dem alten Geisterhaus-Genre schuldig ist. Jane Goldman hat sich von dem alten TV-Film nicht beeinflussen lassen, sondern sich f\u00fcr die Adaption direkt mit Susan Hills Roman auseinandergesetzt. Die \u00c4nderungen gegen\u00fcber dem Buch ver\u00e4ndern den Charakter der Handlung nicht, sind aber f\u00fcr die Verfilmung weit effektvoller und der Dramaturgie zutr\u00e4glicher. Herzst\u00fcck dieses Gruselreigens ist eine halbst\u00fcndige Tour-de-Force an schrillen Schockmomenten und Spannungssequenzen, w\u00e4hrend Arthur Kipps die Geschichte um Alice Drablow zu entwirren versucht. Huschende Schatten und kurz erscheinende Gestalten wechseln sich unabl\u00e4ssig ab. Das Horrorszenario k\u00f6nnte f\u00fcr den Zuschauer nicht besser ausfallen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Einziger Wermutstropfen ist ausgerechnet Hauptdarsteller Daniel Radcliffe, der auf der B\u00fchne mit EQUUS Erfolge feierte und sich mit DECEMBER BOYS vom Harry-Potter-Image l\u00f6sen konnte, aber hier gar nicht den Eindruck erweckt, als w\u00e4re er zu nuanciertem Schauspiel f\u00e4hig. Die Darstellung des Arthur Kipps ist keine schlechte, aber gerade in Szenen mit Ciaran Hinds und Janet McTeer f\u00e4llt auf, dass da mehr gefordert war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber es ist ein Horrorfilm, und insofern wird mehr auf handfeste Gruselei gesetzt statt auf preisverd\u00e4chtiges Schauspiel. Der vollkommene Verzicht auf Blut ist ein weiterer Beweis daf\u00fcr, wie wirkungsvoll man einen Film\u00a0 machen kann, wenn man das Handwerk und sein Projekt auch versteht. Da hat James Watkins sein Handwerk verstanden, ebenso wie Jane Goldman mit ihrer sehr klugen Adaption und Tim Maurice-Jones mit seiner auf den Punkt gebrachten Kameraarbeit, die Jon Harris sehr effizient zusammenf\u00fcgte. Dies ist ein Film, der sich sehen lassen kann, wenn man nicht gerade vor Angst die Hand vors Gesicht h\u00e4lt. Das ist eben einer dieser Hammer-Filme, die Hammer in den Sechzigern so popul\u00e4r machten. Zumindest als logische Weiterentwicklung dessen. So macht Kino Spa\u00df, wenn der Anspruch eines Films einfach perfekt gesetzt ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a rel=\"attachment wp-att-2893\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/frau-in-schwarz-woman-in-black\/woman-in-black-3\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2893 alignnone\" title=\"woman-in-black-3\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/woman-in-black-3.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/woman-in-black-3.jpg 550w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/woman-in-black-3-200x102.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/woman-in-black-3-300x154.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em><strong>THE WOMAN IN BLACK<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Darsteller: <strong>Daniel Radcliffe, Ciaran Hinds, Janet McTeer, Sophie Stuckey, Misha Handley, Liz White, Shaun Dooley, Mary Stockley, Tim McMullan, Ashley Foster<\/strong> u.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: <strong>James Watkins<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Drehbuch:<strong> Jane Goldman<\/strong>, nach dem Roman von <strong>Susan Hill<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Kamera: <strong>Tim Maurice-Jones<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: <strong>Jon Harris<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Musik: <strong>Marco Beltrami<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: <strong>Kave Quinn<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Gro\u00dfbritannien-Schweden-Kanada \/ 2012<\/em><br \/>\n<em> zirka <strong>95<\/strong> Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildquelle: <strong><span style=\"color: #000000;\">Concorde Filmverleih<\/span><\/strong><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hammer-Film-Produktionen hatten zweifellos ihre Hochphase Mitte der Sechziger, mit einem kurzen Abstecher in die Siebziger des letzten Jahrtausends. 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