{"id":29817,"date":"2026-04-18T05:05:16","date_gmt":"2026-04-18T03:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=29817"},"modified":"2026-04-14T23:13:17","modified_gmt":"2026-04-14T21:13:17","slug":"allegro-pastell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2026\/allegro-pastell\/","title":{"rendered":"ALLEGRO PASTELL"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=29828\" rel=\"attachment wp-att-29828\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-29828 \" title=\"(c) DCM Film Verleih\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-c-DCM-Film-Verleih.jpg\" alt=\"Allegro Pastell - (c) DCM Film Verleih\" width=\"237\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-c-DCM-Film-Verleih.jpg 353w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-c-DCM-Film-Verleih-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-c-DCM-Film-Verleih-141x200.jpg 141w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><\/a><strong>&#8211; Bundesstart 16.04.2026<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #636363;\">DCM- Screener, Digitales Kino, 14.06.2026<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Dies ist ein sehr konkreter Film. Wie Leif Randts Romanvorlage auch, der die Adaption zum Drehbuch gleich selbst \u00fcbernommen hat. Der Film spricht ein ganz konkretes Publikum an. Doch welches das ist, gilt es zu entr\u00e4tseln. Nicht die, die das Buch gelesen haben, naturgem\u00e4\u00df ist ein Film selten inhaltlich st\u00e4rker als der Roman. Und warum sollte sich jemand durch die filmische Personifizierung der Figuren die letzte Fantasie nehmen lassen. Gleichwohl ist es in diesem Fall unheimlich schwierig ein bislang unbedarftes Publikum zu erreichen. &#8222;Allegro Pastell&#8220; ist eine sehr konkrete Geschichte, f\u00fcr ein sehr konkretes Publikum &#8211; die Millenials, oder auch Generation Y. Es ist also alles auf ein bestimmtes Lebensgef\u00fchl, auf einen definierten Zeitgeist ausgerichtet. Der Film und damit seine Figuren sind in ihrem Hier-und-Jetzt, verhaftet in einem greifbaren Realismus. Ob Kneipen, Restaurants, Kleidung, Firmen, oder Sprachjargon &#8211; es handelt sich um reale Orte, G\u00fcter oder auch Gepflogenheiten. In diesem realen Umfeld sind nur die Figuren erfunden, aber authentisch.<\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Mittdrei\u00dfigerin Tanja Arnheim (Sylvaine Faligant) ist m\u00e4\u00dfig erfolgreiche Schriftstellerin in Berlin. Der gleichaltrige Jerome Daimler (Jannis Niew\u00f6hner) ist Webdesigner, wohnhaft im von der Mutter geerbten Haus im l\u00e4ndlichen Umland von Frankfurt. Tanja und Jerome haben eine funktionierende Fernbeziehung &#8211; glauben sie zumindest. Sie kommunizieren lieber \u00fcber Textnachrichten und E-Mails, weil sie so ihre Gedanken klarer ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, meist sehr analytisch. Es ist viel Off-Text in diesem Film zu h\u00f6ren. Selbstreflektierend, als Abrisse eines Lebensgef\u00fchls.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es bleibt au\u00dfer Frage, dass Sylvaine Faligant und Jannis Niew\u00f6hner ausgezeichnet spielen. Nur ihre Figuren bleiben abstrakt fremd. Ein wehleidiger Narzissmus umgibt Tanja und Jerome. Sie brauchen sich, wollen f\u00fcreinander da sein, aber ohne etwas von sich selbst aufzugeben. Die denken viel und referieren dar\u00fcber, was alles sein k\u00f6nnte oder sollte. Doch sie leben nicht danach. Sie ersch\u00f6pfen sich in dem, was sie nicht tun werden. Von au\u00dfen betrachtet, ist es schwer f\u00fcr Tanja und Jerome Sympathien zu entwickeln. In ihrem st\u00e4ndigen Auf und Ab ihrer Gef\u00fchle, bleibt zwischen Leinwand und Auditorium eine emotionale Leere. Es sind Figuren, die allein f\u00fcr ihre Generation stehen.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=29829\" rel=\"attachment wp-att-29829\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-29829 size-full\" title=\"\u00a9 Walker + Worm - Felix Pflieger\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-1-\u00a9-Walker-Worm-Felix-Pflieger.jpg\" alt=\"Allegro Pastell 1 - \u00a9 Walker + Worm - Felix Pflieger\" width=\"640\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-1-\u00a9-Walker-Worm-Felix-Pflieger.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-1-\u00a9-Walker-Worm-Felix-Pflieger-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-1-\u00a9-Walker-Worm-Felix-Pflieger-200x121.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Kamera begleitet diesen sinnsuchenden Pragmatismus mit stehenden Einstellungen und langen Tracking-Shots. In seiner Bildgestaltung widerstrebt Felix Pflieger dem gewachsenen Trend, eine k\u00fcnstliche N\u00e4he durch verwackelte Schulterkamera zu suggerieren. Seine Bilder sind pr\u00e4zise kadriert, mit starken Kontrasten, und laden zum beobachten und erkunden &#8211; die Gesichter der Figuren, und das Geschehen rund um die Figuren. Die sauber betonten Kamerabilder vermitteln auch ein Gef\u00fchl von Distanz. Es unterstreicht den Film in seiner erstaunlichen Emotionslosigkeit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Kritische Merkmale der Generation X, wie sie Douglas Coupland in seinem gleichnamigen Roman definierte, war die ironische Distanz, Abkehr von Markenlogos oder auch die kulturelle \u00dcbers\u00e4ttigung. Die Generation Y, also Millenials, finden sich fast &#8211; aber nur fast &#8211; im genauen Gegenteil von Weltauffassung und Selbstwert. Regisseurin Anna Roller bringt das mit ihrem pr\u00e4zise inszenierten Film geradewegs auf den Punkt &#8211; f\u00fcr ein Publikum exakt aus dieser Generation. Es ist ebenso Leitfaden, wie vorgehaltener Spiegel. &#8222;Ich wollte das alles leicht bleibt, dass unsere Begegnungen sch\u00f6n sind, aber nicht existenziell\u201c, sagt Tanja. W\u00e4hrend solcher Lebensweisheiten zeigt Anna Roller in ihrem &#8222;Allegro Pastell&#8220;, dass die Wirklichkeit genau andersherum funktioniert.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=29830\" rel=\"attachment wp-att-29830\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-29830 size-full\" title=\"Allegro Pastell 2 - \u00a9 Walker + Worm - Felix Pflieger\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-2-\u00a9-Walker-Worm-Felix-Pflieger.jpg\" alt=\"Allegro Pastell 2 - \u00a9 Walker + Worm - Felix Pflieger\" width=\"640\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-2-\u00a9-Walker-Worm-Felix-Pflieger.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-2-\u00a9-Walker-Worm-Felix-Pflieger-300x181.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Allegro-Pastell-2-\u00a9-Walker-Worm-Felix-Pflieger-200x121.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p><span style=\"color: #3535bd;\"><em>Darsteller: <strong>Sylvaine Faligant, Jannis Niew\u00f6hner, Haley Louise Jones, Luna Wedler, Martina Gedeck, Wolfram Koch<\/strong> u.a.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #3535bd;\"><em>Regie: <strong>Anna Roller<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #3535bd;\"><em>Drehbuch: <strong>Leif Randt<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #3535bd;\"><em>nach seinem Roman<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #3535bd;\"><em>Kamera: <strong>Felix Pflieger<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #3535bd;\"><em>Bildschnitt: <strong>Andreas Wodraschke<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #3535bd;\"><em>Musik: <strong>Max Rieger<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #3535bd;\"><em>Produktionsdesign:<strong> Lena M\u00fcller, Luisa Rauschert<\/strong><\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #3535bd;\"><strong><em>Deutschland \/ 202<\/em>6<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #3535bd;\"><em><strong>100<\/strong> Minuten<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<h5>Bildrechte: <strong>DCM Film Verleih<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8211; Bundesstart 16.04.2026 DCM- Screener, Digitales Kino, 14.06.2026 Dies ist ein sehr konkreter Film. 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