{"id":3161,"date":"2012-06-01T08:15:16","date_gmt":"2012-06-01T07:15:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=3161"},"modified":"2012-06-01T08:19:07","modified_gmt":"2012-06-01T07:19:07","slug":"men-in-black-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/men-in-black-3\/","title":{"rendered":"MEN IN BLACK 3"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-3164\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/men-in-black-3\/men-in-black-3-1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3164\" title=\"men-in-black-3-1\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/men-in-black-3-1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"156\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/men-in-black-3-1.jpg 600w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/men-in-black-3-1-200x52.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/men-in-black-3-1-300x78.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Die coolsten Sonnenbrillen sind zur\u00fcck. Und man fragt sich, ob es den beliebten Leinwandhelden dabei \u00e4hnlich aufs Gem\u00fct schl\u00e4gt, die Welt st\u00e4ndig so leicht unterbelichtet erfahren zu m\u00fcssen. Ob mit Polarisations- oder Shutterbrillen, der erlebt Zuschauer diese ins Herz geschlossene Welt von skurrilen Au\u00dferirdischen und abgebr\u00fchten Geheimagenten einfach nicht in der Brillanz, die Bo Welch als Bildgestalter beabsichtigt hatte. Wie viel Lichtst\u00e4rke die Projektion im 3-D-Prozess tats\u00e4chlich verliert, dar\u00fcber streiten sich die Geister, weil es schlie\u00dflich interessenabh\u00e4ngig ist. Blo\u00dfe Zahlen sind allerdings auch unbedeutend, denn wie bei allen anderen 3-D-Filmen ist es auch bei MEN IN BLACK 3 st\u00f6rend und auffallend zu viel.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Die nachtr\u00e4gliche Konvertierung ins Stereoskopische ist nichtsdestotrotz ohne Makel. Umso mehr f\u00e4llt auf, dass Bo Welch w\u00e4hrend seiner Kameraarbeit nicht an der anstehenden 3-D-Konvertierung interessiert war und konsequent einer klassischen Bildaufteilung folgte. Sehr viele m\u00f6gliche Effekte verpuffen dabei ohne Wirkung, wo eine Wirkung durchaus Spa\u00df und Sinn gemacht h\u00e4tte. Trotz aller Unannehmlichkeiten gibt es zwei pr\u00e4gnante Sequenzen, in denen 3-D seinen vollen und dabei auch angedachten Effekt erzielt. Diese einbrennenden Sequenzen entsch\u00e4digen auch daf\u00fcr, dass die Stereoskopie f\u00fcr den Rest des Films nichts beizutragen versteht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Weiter gesehen versteht es Etan Cohens Geschichte, alles in den Film zu packen, was man von MEN IN BLACK auch erwartet. Und erneut inszeniert Barry Sonnenfeld, wie der Zuschauer es von MEN IN BLACK erwarten kann. Das ist oftmals sehr unterhaltsam, aber gerade in den ersten 45 Minuten auch sehr bem\u00fcht. Nach 14 Jahren Partnerschaft m\u00fcssten Agent J und Agent K mit ihrem privaten Verh\u00e4ltnis wesentlich weiter gekommen sein. Aber hier will Sonnenfeld mit der althergebrachten Exposition der Charaktere ganz deutlich die unendlich lange scheinende Zeitspanne von zehn Jahren \u00fcberbr\u00fccken, die seit dem letzten Film vergangen ist. Das Ergebnis kann man durchaus mit gemischten Gef\u00fchlen betrachten. W\u00e4hrend sich die Figuren str\u00e4flicherweise nicht weiterentwickelt haben, tut es doch gut, die quirlige Plaudertasche und die griesgr\u00e4mige Bulldogge endlich wieder im geliebt-gewohnten Modus agieren zu sehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">MEN IN BLACK war ein Ph\u00e4nomen, welches mit dem dritten Film gefestigt oder zumindest best\u00e4tigt werden muss. Das Risiko war enorm und, wie sich herausstellt, die daraus resultierenden Sorgen durchaus berechtigt. Die Inszenierung ist geschliffen, die Darsteller sind in bew\u00e4hrter Routine. Alles gef\u00e4llt und alles scheint richtig. Aber zu keinem Zeitpunkt hat man das Gef\u00fchl, etwas Neues oder etwas Anderes zu erleben. Dabei haben die Macher tats\u00e4chlich einen genialen Kniff gefunden, den Kreis innerhalb der nun bestehenden Trilogie zu schlie\u00dfen. Auch das verl\u00e4uft nicht so richtig rund und hinterl\u00e4sst einiges an Fragen. Doch ist das hier keine wissenschaftliche Abhandlung, und so erlauben sich diese MEN IN BLACK, ihr Hauptaugenmerk auf das Wesentliche zu richten. Im Sinne der Kurzweil ist das legitim und verst\u00e4ndlich. Hier muss man dem Show- und Unterhaltungswert Vorrang geben, weil der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte in seiner Komplexit\u00e4t gar keine seri\u00f6se Dissertation zul\u00e4sst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Na gut, um dem Spoiler Nahrung zu geben, es handelt sich um Zeitreise. Nichts, was man nicht schon gesehen, geh\u00f6rt oder in philosophischen Streitgespr\u00e4chen zwischen Nerds und Sci-Fy-Fans ausf\u00fchrlich ausdiskutiert h\u00e4tte. Aber im Universum der MEN IN BLACK ist das eben neu, nicht f\u00fcr den Zuschauer oder die Kinowelt, aber f\u00fcr den futuristischen Agent J und den verj\u00fcngten Agent K. Viel soziologische Verwirrungen, spa\u00dfige Kulturkonflikte, extrem spannender Countdown in historischem Kontext. MEN IN BLACK gibt alles, nicht unbedingt das Beste, aber immerhin genug, um eine Fan-Gemeinde bei Laune zu halten und einem unbedarften Publikum sehr gut zu gefallen. Ja, Zeitreisen waren immer ein heikles Filmthema, aber in diesem Fall wird es charmant, aufregend, leichten Herzens und doch mit enormer Spannung inszeniert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das ist die Krux des Spektakels, sich auf der einen Seite seinen Wurzeln verpflichtet zu zeigen, neu und innovativ zu sein, sich dann aber auf der anderen Seite dem Neuen entziehen zu scheinen. Es gibt Augenblicke, da stolpert die Inszenierung etwas unbeholfen von Erwartungshaltung zu Erwartungshaltung. Aber genauso oft \u00fcberrascht der Film mit genialen Ideen und raffiniertem Witz. MEN IN BLACK ist kein \u00fcberragender, aber er ist ein sehr guter Film. Widerspr\u00fcchlich? H\u00f6rt sich so an, ist es aber nicht. Immerhin erspart uns der Film eine f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Franchise verj\u00fcngende Staffel\u00fcbergabe oder einen nicht plausiblen Neuanfang. Es sind die MEN IN BLACK wie man sie will, wie man sie mag, wie sie geh\u00f6ren. Und wem das nicht genug erscheint, dem bleibt wenigstens Michael Stuhlbarg als f\u00fcnfdimensionaler Griffin, einer der zauberhaftesten und denkw\u00fcrdigsten Filmfiguren der vergangenen Kinojahre.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Tja, und das mit dem 3-D. Es ist eben alles eine Frage des Geldes, also wird es uns gegen alle Widerst\u00e4nde erhalten bleiben. Und auch hier ist MEN IN BLACK widerspr\u00fcchlich, denn der stereoskopische Prozess tr\u00e4gt nicht wirklich zur Geschichte bei, macht aber zwei der wichtigsten Szenen des Films zu einem cineastischen Glanzlicht. Wer die Chance hat, MEN IN BLACK 3 nicht in 3-D zu sehen, der sollte sie auf keinen Fall verpassen. Wem nur die 3-D-Fassung bleibt \u2026, sollte dem Film dennoch eine Chance geben.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3165\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a rel=\"attachment wp-att-3165\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/men-in-black-3\/men-in-black-3-3\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3165\" class=\"size-full wp-image-3165\" title=\"men-in-black-3-3\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/men-in-black-3-3.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/men-in-black-3-3.jpg 600w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/men-in-black-3-3-200x121.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/men-in-black-3-3-300x182.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3165\" class=\"wp-caption-text\">Jemaine Clement als Boris die Bestie mit seinem Sch\u00f6pfer Rick Baker (Mitte).<\/p><\/div>\n<p><em>Darsteller: <strong>Will Smith, Tommy Lee Jones, Josh Brolin, Jemaine Clement, Emma Thompson, Michael Stuhlbarg Mike Colter, Alice Eve, Nicole Scherzinger <\/strong>u.v.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie:<strong> Barry Sonnenfeld<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Drehbuch:<strong> Etan Cohen<\/strong>, nach dem Malibu Comic von <strong>Lowell Cunningham<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Kamera:\u00a0 <strong>Bill Pope<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: <strong>Wayne Wahrman, Don Zimmerman<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Musik: <strong>Danny Elfman<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: <strong>Bo Welch<\/strong><\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2012<\/em><br \/>\n<em> zirka <strong>106<\/strong> Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildquelle: <strong>Columbia Pictures \/ Sony Pictures Release<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die coolsten Sonnenbrillen sind zur\u00fcck. 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