{"id":3374,"date":"2012-07-09T22:10:02","date_gmt":"2012-07-09T21:10:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=3374"},"modified":"2012-07-11T21:24:41","modified_gmt":"2012-07-11T20:24:41","slug":"the-raid-redemption-ist-eine-erlosung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/the-raid-redemption-ist-eine-erlosung\/","title":{"rendered":"THE RAID: REDEMPTION ist eine Erl\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-3375\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/the-raid-redemption-ist-eine-erlosung\/raid-1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3375\" title=\"raid-1\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/raid-1.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/raid-1.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/raid-1-146x200.jpg 146w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/raid-1-220x300.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Wenn man im Actionkino von Anspruch reden darf, dann bezieht sich dies auf gro\u00dfartige Darstellungen, einer irgendwie gearteten Aussage, einem emotionalen Tiefgang, einer raffinierten Referenz. Normalerweise. Der auf vielen Festivals gefeierte Actionthriller THE RAID hat eigentlich eine nur bedingt vorhandene Geschichte. Er verzichtet vollst\u00e4ndig auf moralische Aussagen. Und verkneift sich jede Art von \u00dcberraschungsmoment, oder trickreicher Wendungen. Wenn man von Anspruch im Actionkino reden will, muss man zuerst grundlegend zwischen amerikanischem Popcorn-Kino und in Asien produzierten Unterhaltungsfilmen unterscheiden. THE RAID hat nichts, was \u00fcber die Action hinaus geht, und ist dabei einer der anspruchsvollsten Filme der letzten Jahre. Der aus Wales stammende Gareth Evans hat sich ganz seiner Leidenschaft f\u00fcr das asiatische Kino verschrieben, und seine Anspr\u00fcche bez\u00fcglich der Inszenierung ganz nach oben geschraubt. Und wenn man sagt, was man zu sehen bekommt tut dem Zuschauer wirklich weh, dann ist das vollkommen positiv gemeint.<!--more-->Ein zwanzigk\u00f6pfiges Einsatzkommando soll einen heruntergekommenen Geb\u00e4udekomplex st\u00fcrmen, wo im letzten der f\u00fcnfzehn Stockwerke ein Drogenbaron dingfest gemacht werden soll. Das eigentliche Problem ist, das fast alle Bewohner ihre Leben f\u00fcr den Gangsterboss geben w\u00fcrden. Bis zum sechsten Stock l\u00e4uft alles, wie es bei einer Spezialeinheit laufen soll. Dann wird ihnen ein kleiner Junge zum Verh\u00e4ngnis.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Gareth Huw Evans verzichtet weitgehend auf Exposition seiner Figuren, die nur dem Tempo des Filmes im Wege sein w\u00fcrde. Vom ersten Bild an treibt Kamera und Schnitt das Geschehen voran. Es gibt kaum Gelegenheit, die grandiose Action einmal setzen zu lassen, meist wird sie aber von ebenso aufreibenden Spannungsmomenten abgel\u00f6st. Atem holen ist dem Zuschauer nicht geg\u00f6nnt. Dadurch, dass Evans anfangs darauf verzichtet hat Charaktere in den Vordergrund zu bringen, wird alles m\u00f6glich. Und ist eine Figur einmal mehr in den Fokus ger\u00fcckt, muss dies nicht zwangsl\u00e4ufig einer der \u00fcberlebenden Helden sein. Pausenlos wird geschossen, gehackt, geschlagen, und gestorben. Aber immer wieder in den richtigen Momenten schaltet der Regisseur, Autor und Cutter in Personalunion, einen Gang herunter. Nur um dann wieder die Drehzahl zu erh\u00f6hen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Weil sich im Laufe des Films das Geschehen auf verschiedene Orte verteilt, scheut der Regisseur auch vor zeitlichen Stillst\u00e4nden nicht zur\u00fcck, gleich einer Arie in der Oper. Anstatt von Parallemontagen Gebrauch zu machen, wird jede Situation in ihrer G\u00e4nze gezeigt, um erst dann wieder an einem anderen Set einzusteigen, obwohl der zeitliche Ablauf dort vielleicht schon weiter sein m\u00fcsste. Gerade in den Martial-Arts-K\u00e4mpfen intensiviert sich durch die geschlossene Abhandlung nicht nur die Spannung, sondern die Brutalit\u00e4t des Gezeigten. Weder schonte der Regisseur seine Darsteller, noch wird der Zuschauer geschont. Was die Schauspieler unter der Fuchtel scheinbar vollkommen durchgedrehter Choreografen leisten, ist reiner Wahnsinn. Die physische Intensit\u00e4t in den Kampfszenen ist unglaublich, wird aber dennoch von Situation zu Situation gesteigert. Dies ist kein Film in dem ein Schuss t\u00f6tet, oder ein Fu\u00dftritt einfach trifft. Hier wird in jeder Einstellung gelitten. Und Gareth Evans schafft es den Zuschauer bei jedem Messerstich, Machetenhieb, oder Faustschlag mitleiden zu lassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Anspruch im Film ist eben auch der Einfluss von Leidenschaft, Verst\u00e4ndnis und Kenntnis f\u00fcr eine Materie.\u00a0 Gareth Huw Evans hat den Actionfilm verstanden, ihn auf das Notwendigste komprimiert, um mit seinem Gesp\u00fcr, welches aus der Leidenschaft erwachsen ist, die Essenz bis zur \u00dcberspitzung zu verst\u00e4rken. Dass diese \u00dcberspitzungen allerdings nicht ins L\u00e4cherliche abgleiten, unterstreicht Gareth Evans Talent, der hohe Anspr\u00fcche an sein Projekt gestellt hat. So entstand, wenn nicht der Beste, zumindest einer der besten Actionfilme der vergangenen Jahre. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Und weil dieser Film aus einer finanziellen Not heraus als Tugend produziert wurde, ergab sich die Gelegenheit, THE RAID als ersten Film einer Trilogie voranzustellen. Aber die Messlatte wurde bereits verdammt hoch angelegt.<\/span><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><a rel=\"attachment wp-att-3376\" href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2012\/the-raid-redemption-ist-eine-erlosung\/raid-2\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3376 aligncenter\" title=\"raid-2\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/raid-2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/raid-2.jpg 600w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/raid-2-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/raid-2-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Serbuan Maut<\/em><\/strong><\/span><br \/>\n<em>Darsteller: <strong>Iko Uwais, Joe Taslim, Doni Alamsyah, Yayan Ruhian, Pierre Gruno, Tegar Satrya, Ray Sahetapy<\/strong> u.v.a.<\/em><br \/>\n<em>Regie: <strong>Gareth Huw Evans<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Drehbuch: <strong>Gareth Huw Evans<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Kamera: <strong>Matt Flannery, Dimas Imam Subhono<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Bildschnitt: <strong>Gareth Huw Evans<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Musik: <\/em><strong><em>Aria Pryogi, Faiar Yuskemal, Joseph Trapanese, Mike Shinoda<\/em><\/strong><br \/>\n<em>Produktionsdesign: <strong>Moti D. Setyanto<\/strong><\/em><br \/>\n<em>Indonesien \/ 2011<\/em><br \/>\n<em>zirka <strong>101 <\/strong>Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildquelle:<strong> Koch Media \/ Sony Pictures<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man im Actionkino von Anspruch reden darf, dann bezieht sich dies auf gro\u00dfartige Darstellungen, einer irgendwie gearteten Aussage, einem emotionalen Tiefgang, einer raffinierten Referenz. Normalerweise. 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