{"id":5692,"date":"2013-08-25T11:59:48","date_gmt":"2013-08-25T10:59:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=5692"},"modified":"2013-08-25T16:23:17","modified_gmt":"2013-08-25T15:23:17","slug":"kick-ass-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/kick-ass-2\/","title":{"rendered":"KICK-ASS 2 kicks ass again"},"content":{"rendered":"<p><em>KICK-ASS 2 &#8211; Bundesstart 15.08.2013<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/kick-ass-2\/kick-ass-2-3\/\" rel=\"attachment wp-att-5695\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5695\" alt=\"kick-ass-2-3, Copyright Universal Pictures \/ Universal Pictures International\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-3.jpg\" width=\"620\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-3.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-3-200x82.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-3-300x124.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Drei Jahre sp\u00e4ter. Bedeutet drei Jahre \u00e4lter. Das macht es schon wieder eine Spur weniger verst\u00f6rend, wenn ein minderj\u00e4hriges M\u00e4dchen mehr Freude an Schwertern hat, als an den zelebrierten Verwirrungen der Pubert\u00e4t. Matthew Vaughn hat gerade einmal sechs Filme inszeniert, mit KICK-ASS allerdings das Superhelden-Kino auf den Kopf gestellt, und Comic-Nerds wie Film-Freaks in heftige Verz\u00fcckung versetzt. Vaughn hat Mark Millars und John Romitas gezeichnete Vorlage filmisch auf den Punkt gebracht. <a href=\"http:\/\/www.schnittberichte.com\/artikel.php?ID=44\">Einen exquisiten Vergleich hat diesbez\u00fcglich schnittberichte.com erstellt.<\/a> Einer, den man als Loser bezeichnen w\u00fcrde, weil er keine Freundin hat und in Comic-L\u00e4den herum h\u00e4ngt, stellt sich die einfache Frage, warum niemand seines Schlages nicht l\u00e4ngst selbst ein Kost\u00fcm angelegt hat, und in der Verbrechensbek\u00e4mpfung seinen gezeichneten Vorbildern nachgeeifert hat. Dave Lizewski hei\u00dft der Typ, einer jener durchschnittlichen Typen, die trotz vieler Ambitionen doch kaum etwas erreichen. Mit einem umgewandelten Taucheranzug, will er dies \u00e4ndern, und patrouilliert bald die Stra\u00dfen als Kick-Ass.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more--><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/kick-ass-2\/kick-ass-2-4\/\" rel=\"attachment wp-att-5700\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5700\" alt=\"Kick-Ass 2, Copyright Universal Pictures \/ Universal Pictures International\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-4.jpg\" width=\"620\" height=\"394\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-4.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-4-200x127.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-4-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a>Dave Lizewski als Kick-Ass war jener Typ, der kaum etwas ausrichten konnte, immer Angst hatte, und f\u00fcr dem Heldentum doch zu abstrakt wurde. Letztendlich war es aber doch Kick-Ass, der eine Bewegung ausl\u00f6ste, bei der sich ein paar sorgsame B\u00fcrger, aber noch viel mehr schr\u00e4ge Individualisten, dem Kampf gegen das Unrecht auf der Stra\u00dfe verschrieben. Mit skurrilen Masken und kuriosen Namen. Jeff Wadlow hat mit seinem Drehbuch diese Geschichte weiterverfolgt, und das Abenteuer fortgesetzt. In seiner Inszenierung hat Wadlow betulich darauf geachtet, dem Original auch Rechnung zu tragen. Und genau dieser Rechnung scheint irgendwie nicht wirklich aufzugehen. Was sich vielmehr als Gef\u00fchl bemerkbar macht, als das es an filmischen Aspekten festzumachen w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Im zweiten Teil legt sich der Fokus, es war zu erwarten, auf Chlo\u00eb Grace Moretz&#8216; Mindy Macready, die ihren schweren Gang vom unbedarften M\u00e4dchen, zur begehrten Jugendlichen zu durchleben hat. Doch so schwer es Mindy im normalen Leben auch haben mag, sie ist, und bleibt Hit-Girl, jenes Feuerwerk an Geschick und Gewalt, an dem sie selbst nicht vorbei kommt. In einer Stadt voller selbsternannter Superhelden, bleibt Hit-Girl die wirklich einzige Person, die nicht nur tut was sie kann, sondern auch kann was sie tut. Und sie tut es mit t\u00f6dlicher Effizienz. Der Feind ist diesmal Chris D&#8217;Amico, der als Superheld Red-Mist angefangen hat, und sich in dieser Folge als Motherfucker zum Superschurken erkoren hat, um den Tod seines Vaters zu r\u00e4chen, den Kick-Ass drei Jahre vorher mit einer Bazooka aus dem Fenster geschossen hatte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Im Grunde macht Jeff Wadlow in Geschichte und Inszenierung alles richtig. Sein Augenmerk liegt auf der Weiterentwicklung der Geschichte. Dabei versucht er erst gar nicht, dem Ruf des Originals hinterher zu hecheln, indem er auf die bewerte Formel von H\u00f6her-Schneller-Weiter setzt. Aber genau dies es, was bei KICK-ASS-2 nicht nur Freude ausl\u00f6st, sondern auch das merkw\u00fcrdige Gef\u00fchl hinterl\u00e4sst, das etwas Entscheidendes fehlt. Wie vor drei Jahren auch, beginnt die Handlung eher beschaulich. Mit liebenswerter Naivit\u00e4t diskutieren Dave und Mindy \u00fcber Sinn und Unsinn des Superhelden-Daseins. Genauso naiv hat bereits Matthew Vaughn die Motivation der Helden inszeniert, denen jede Art moralischer Reflexion fehlt. Und Jaff Wadlow hat es hier mit gleicher Arglosigkeit dem Vorbild nachgetan. Wirkliche Tiefe erreichen die Figuren auch dieses Mal nicht. Wie sie in ihrem jugendlichen Alter mit Mord und Totschlag umgehen, der ihr Leben bisher gepr\u00e4gt hat, wird mit schlichtem Gem\u00fct au\u00dfen vor gelassen. Lediglich durch die charismatische Pr\u00e4senz von Chlo\u00eb Grace Moretz und Aaron Taylor-Johnson wirkt das psychologische Defizit irrelevant.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Aber gerade die kindliche Naivit\u00e4t, in der sich die Figuren bewegen, bildet den umso schockierenderen Kontrast zu den Gewaltdarstellungen, die mit der Geschichte einhergehen. Und da gibt es auch in dieser Runde mehr als genug Kopfsch\u00fcsse, Verst\u00fcmmelungen, offene Knochenbr\u00fcche, und erfolgreiche Schwert-Eins\u00e4tze, nicht zu vergessen eine besondere Einlage, was man mit vielen Glasscherben einem K\u00f6rper so antun kann. Leider hat mit dem Regisseur auch der Kameramann gewechselt. Wo Ben Davies bei KICK-ASS ein klares Bild in den Actionsequenzen anbot, setzt bei Teil Zwei Tim Maurice-Jones auf die f\u00e4lschliche Annahme, eine verwackelte Schulterkamera w\u00fcrde mehr Dynamik erzeugen. Zum Leidwesen von Freunden gut choreografierter Stunts, lag Maurice-Jones mit dieser Annahme ganz falsch. Wie der Regisseur, h\u00e4tte sich auch die Kamera strikter am Original orientieren k\u00f6nnen. Doch der kleine Wermutstropfen kann verschmerzt werden, die grafischen Schauwerte sorgen dennoch f\u00fcr viel Begeisterung im Publikum. Das Gefecht auf einem Kleintransporter ist dabei ein choreografisches Highlight.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">W\u00e4hrend Kick-Ass und Hit-Girl mit ihren Existenzen hadern und sich immer wieder selbst in Frage stellen, zieht Chris D&#8217;Amico als Motherfucker die F\u00e4den immer enger um seine Erzfeinde. War Christopher Mintz-Plasse im ersten Teil noch schm\u00fcckendes Beiwerk, und darstellerisch im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten gefordert, hat KICK-ASS 2 mit der Rolle des Motherfucker ein dramaturgisches Problem. Christopher Mintz-Plasse ist einfach nicht Darsteller genug, um der Figur eine ernsthafte Gewichtung zu verleihen. Auch wenn sein Charakter als kindlicher Trotzkopf angelegt ist, fehlt ihm die entscheidende charismatische Ausstrahlung, um einer Figur in dieser Wichtigkeit gerecht zu werden. Im umgedrehten Sinne erweist sich dasselbe Problem mit Olga Kurkulinas Mother Russia, einer Figur, die so \u00fcbertrieben am Klischee eines russischen Killers inszeniert ist, das der Film ohne sie besser dran gewesen w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Komponist Henry Jackman hat mit Unterst\u00fctzung von Matthew Margeson sein eigenes Kick-Ass-Thema weiter ausgebaut, was erfreulich ist, weil Charakter bezogene Themen mittlerweile sehr selten geworden sind. John Murphys Soundtrack zu 28 DAYS LATER, der im ersten Teil viel Verwendung fand, ist in Teil 2 nur selten, und dann in stark abgewandelter Form zu h\u00f6ren. Jackman sollte sich langsam Gedanken f\u00fcr ein eigenes Hit-Girl-Thema machen, denn so wie es aussieht, hat man am Ende dieses Films bereits einen m\u00f6glichen Grundstein f\u00fcr einen drittem Teil gelegt. Obwohl auch schon bei KICK-ASS-2 die Gewichtung etwas mehr auf den Charakter von Mindy Macready gelegt wurde. Was Dave Lizewski keineswegs in den Hintergrund dr\u00e4ngt, schlie\u00dflich ist er das stete moralische Gewissen, wenn man bei all den expliziten T\u00f6tungsarten von Moral sprechen darf. Auch wenn Hit-Girl \u00fcber einen h\u00e4rteren, z\u00e4heren, und weit abgebr\u00fchteren Charakter verf\u00fcgt, gibt ihr gerade Dave so viel Menschlichkeit zur\u00fcck, das Mindy nicht am Druck ihrer Aufgabe und einer eigentlich verlorenen Jugend zerbricht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Auch wenn KICK-ASS-2 sich vielmehr seinen beiden Hauptprotagonisten ann\u00e4hert, was man von einem zweiten Teil auch erwarten d\u00fcrfte, steht immer etwas Unausgesprochenes zwischen diesen Figuren und dem Zuschauer. W\u00e4hrend die filmtechnischen Aspekte insofern tadellos sind, das sie sich einem gewissen Trend unterwerfen, scheint Jeff Wadlow trotz seiner Akribie etwas vermissen zu lassen. Es ist nur ein undefinierbares Gef\u00fchl. Vielleicht weil Wadlow so sehr bem\u00fcht war, einen Kick-Ass-Film zu machen, der \u00fcber alle Kritik erhaben sein sollte. Die Formel nicht \u00e4ndern, und nicht vorwitziger sein wollen, als das Original. Doch w\u00e4re eine Spur H\u00f6her-Schneller-Weiter gar nicht so schlecht gewesen. KICK-ASS-2 entt\u00e4uscht nicht, er ist sogar ein ausgesprochen guter Film geworden, der mit erw\u00e4hnten Abstrichen, sehr viel Spa\u00df macht. Doch bleibt dieses nagende Gef\u00fchl, das es nicht unbedingt eine Fortsetzung ist, vielmehr eine Handlung die parallel zu den Ereignissen des Originals laufen k\u00f6nnte. Ein Hauch von Eigenst\u00e4ndigkeit h\u00e4tte dieses zweifelhafte Gef\u00fchl \u00fcber diesen sonst grandiosen Film vertrieben.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/kick-ass-2\/kick-ass-2-2\/\" rel=\"attachment wp-att-5694\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5694\" alt=\"kick-ass-2-2, Copyright Universal Pictures \/ Universal Pictures International\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-2.jpg\" width=\"620\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-2-200x104.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/kick-ass-2-2-300x156.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Darsteller: Aaron Taylor-Johnson, Chlo\u00eb Grace Moretz, Christopher Mintz-Plasse, Jim Carrey, Clark Duke, John Leguizamo, Olga Kurkulina, Morris Chestnut u.v.a<\/em><br \/>\n<em> Regie &amp; Drehbuch: Jeff Wadlow, nach dem Comic von Mark Millar und John Romita Jr.<\/em><br \/>\n<em> Kamera: Tim Maurice-Jones<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: Eddie Hamilton<\/em><br \/>\n<em> Musik: Henry Jackman, Matthew Margeson<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Russell De Rozario<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2013<\/em><br \/>\n<em> zirka 103 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildquelle: <strong>Universal Pictures \/ Universal Pictures International<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KICK-ASS 2 &#8211; Bundesstart 15.08.2013 Drei Jahre sp\u00e4ter. 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