{"id":5891,"date":"2013-09-18T09:04:29","date_gmt":"2013-09-18T08:04:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=5891"},"modified":"2013-09-21T12:15:46","modified_gmt":"2013-09-21T11:15:46","slug":"riddick-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/riddick-3\/","title":{"rendered":"RIDDICK &#8211; \u00dcberleben ist seine Rache"},"content":{"rendered":"<p><em>\u00a0RIDDICK a.k.a. THE CHRONICLES OF RIDDICK: DEAD MAN STALKING &#8211; Bundesstart 19.09.2013<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/riddick-3\/riddick-1\/\" rel=\"attachment wp-att-5894\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5894\" alt=\"Riddick-1, Copyright Universal Pictures, Universum Film\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Riddick-1.jpg\" width=\"300\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Riddick-1.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Riddick-1-143x200.jpg 143w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Riddick-1-215x300.jpg 215w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Ein Mann und sein Hund. Es ist die amerikanischste aller Geschichten. Don Johnson ist schon einmal mit seinem Hund nach der Atom-Apokalypse durch eine strahlenverseuchte Welt gewandert. Mister Riddick tut dies auf einem anderen Planeten, einer allerdings nicht strahlenverseuchten Welt, sondern einem unwirtlichen Planeten, der nicht viel \u00fcbrig hat, f\u00fcr menschlichen Komfort. Er ist M\u00f6rder, aber auch K\u00f6nig, und zugleich Ausgesto\u00dfener. Er ist die Verk\u00f6rperung des Heldenideals, und der reinen M\u00e4nnlichkeit. Er ist Riddick, die purste Form von Vin Diesel. Regisseur und Autor David Twohy hat nicht aufgegeben, er hat an diesen Charakter geglaubt, der mit PITCH BLACK im Jahr 2000 einen \u00fcberraschend einfallsreichen Einstand feierte. Vin Diesel, der seine eigenen F\u00e4higkeiten scheinbar sehr gut selbst einsch\u00e4tzen kann, wusste sehr gut den Charakter von Riddick, und seine Anziehungskraft zu deuten. Mit dem Angebot, einen kostenfreien Gastauftritt bei dem wesentlich rentableren vierten FAST &amp; FURIOUS Aufguss zu absolvieren, erschlich er sich die Rechte an den in den Keller gesunkenen Riddick-Aktien, die mit Teil Zwei unverst\u00e4ndlicherweise in den Keller sanken.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->PITCH BLACK war ein innovativer Science-Fiction-Knaller mit wunderbaren Horror-Einlagen. Genre-Freunde waren nicht nur begeistert, sie waren angefixt. Mit der Fortsetzung CHRONICLES OF RIDDICK ging David Twohy in eine vollkommen andere Richtung von Science-Fiction, und setzte den obercoolen K\u00e4mpfer in das Szenario eines ausschweifenden Epos, \u00e4hnlich eines griechischen Heldengesangs. Das wollte das Publikum nicht sehen, weil es anderes erwartet hatte. Noch einmal muss die Innovation von PITCH BLACK hervorgehoben werden, die dem Genre etwas \u00fcberraschendes hinzugef\u00fcgt hatte. Teil Zwei wollte nicht die \u00fcberfrachtete Zweitauflage eines beliebten Originals sein, sondern dem Publikum neue Perspektiven offerieren. Es ging ordentlich daneben. Nicht, weil CHRONICLES OF RIDDICK ein schlechter Film war, sondern weil das Publikum diesen zu einer Entt\u00e4uschung herabstufen wollte. Dabei hatte Twohy mit Inspiration und Geschick alles richtig gemacht. Weg von der Erwartungshaltung, hin zum eigenst\u00e4ndigen \u00dcberraschungsmoment. Ein Schuss, der zu Unrecht nach hinten los ging. CHRONICLES OF RIDDICK war ein \u00fcberzeugendes Science-Fiction-Epos, das nur durch die Inakzeptanz eines unwilligen Publikums zu einem Flop degradiert wurde. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Vielleicht hat sich David Twohy die ungerechtfertigte Kritik zu Herzen genommen, oder er hat seinen eigenen Weg nicht aus den Augen verloren. Auf alle F\u00e4lle schl\u00e4gt RIDDICK wieder eine ganz andere Richtung ein, die sich n\u00e4her an der Atmosph\u00e4re von PITCH BLACK bewegt, aber sich dennoch erlaubt, etwas vollkommen Eigenst\u00e4ndiges zu erschaffen. Das sonore Tief in Diesels Stimme scheint einige Stufen nach unten gerutscht zu sein, die Verkl\u00e4rung puren Heroismus weit nach oben. &#8222;Gebt mir ein Schiff, oder ihr werdet sterben&#8220;. Seine Einstellung ist auf den Punkt, seine Anmerkungen noch viel direkter. Er ist eben Richard Riddick, der Charakter, den man erwartet. Doch dem Film selbst gelingt es immer wieder, \u00fcber die eigentliche Erwartungshaltung hinaus zu \u00fcberraschen. David Twohy wusste wirklich, was er tat. In einer fast halbst\u00fcndigen Sequenz zeigt er den Helden in seiner, ihn fremden neuen Umgebung, und wie er darin \u00fcberlebt. Bizarre Kreaturen und unwirtliche Landschaften. Allesamt m\u00f6rderisch f\u00fcr humanoide Lebensformen. Diese Sequenz gleichzusetzen mit Tom Hanks und dem Szenario in CAST AWAY &#8211; VERSCHOLLEN, w\u00e4re tats\u00e4chlich stark \u00fcbertrieben, aber es kommt der Absicht sehr nahe und funktioniert ausgezeichnet. Die sp\u00e4rlichen Off-Kommentare zerst\u00f6ren die spannende Atmosph\u00e4re nicht, weil sie nicht das eigentliche Geschehen beschreiben, sondern einen zus\u00e4tzliche rahmen bilden. Wie Riddick sich in der f\u00fcr ihn fremden Welt beginnt zurecht zu finden und zu behaupten, geh\u00f6rt zu den eindrucksvollsten, weil wirklich exzellent inszenierten Szenarien.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Sp\u00e4ter ger\u00e4t RIDDICK in gel\u00e4ufigere Fahrwasser des Testosteron-Kinos, verliert aber nichts an seinem gehobenen Unterhaltungswert. Noch immer bekommt der Zuschauer, was er auch erwartet. Ein stoischer Held gegen eine \u00dcbermacht von selbst\u00fcbersch\u00e4tzten S\u00f6ldnern. Vereint, gegen eine unberechenbare Gefahr von au\u00dferweltlichen Monstrosit\u00e4ten. Zu keinem Zeitpunkt versucht David Twohy mit RIDDICK das Rad neu zu erfinden, oder schlauer zu sein, wie zahllos gleichgeartete Genre-Vorg\u00e4nger. Er bedient sich einer erprobten Grundpr\u00e4misse, und nutzt diese im Sinne eines akzeptierten Charakters, der hiermit gefestigt wird. Nat\u00fcrlich setzt man einer mehr als m\u00e4nnlichen Figur wie Richard Riddick, ein mehr als weibliches Pendant gegen\u00fcber, und mit Katee Sackhoff hat man genau die richtige Darstellerin gefunden. Immer wieder beweist der Film seinem Publikum, das es nicht nur bekommt, was es erwartet, sondern dass im Rahmen der zu erwartenden Konventionen noch immer \u00fcberzeugende Variationen m\u00f6glich sind. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">RIDDICK ist keine Neuerfindung bekannter Genre-Konfessionen, aber ein St\u00fcck, das aus diesen Konfessionen das Beste zu machen versteht. Weil David Twohy als geistige Kraft hinter allen Filmen steht, und er Eins und Zwei zusammenz\u00e4hlen konnte. Eins war exzellent, Zwei lief entgegen der allgemeinen Meinung. Macht aus Drei einen fabelhaften Kompromiss, sozusagen ein exquisiter Kompromiss zwischen Erwartungshaltung und k\u00fcnstlerischer Freiheit. Es gibt bessere Filme in diesem Bereich des Genres, aber viel mehr Beispiele von Versagen am eigenen Anspruch.\u00a0 RIDDICK macht Spa\u00df, weil er genau dies in Aussicht hatte, gepaart mit ein paar markigen Spr\u00fcchen einer unverhohlenen chauvinistischen Figur. &#8222;Gebt mehr was ich will, und ich werde verschwinden&#8220;.\u00a0 Das ist mit Vin Diesel in der Hauptrolle, gar nicht mehr so leicht \u00fcberzeugend umzusetzen. Denn er wird bekommen, was er will, und wir als Zuschauer wissen das bereits.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/riddick-3\/riddick-2\/\" rel=\"attachment wp-att-5892\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5892\" alt=\"Riddick-2, Copyright Universal Pictures \/ Universum Film\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Riddick-2.jpg\" width=\"620\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Riddick-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Riddick-2-200x94.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Riddick-2-300x141.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Darsteller: Vin Diesel, Katee Sackhoff, Karl Urban, Jordi Moll\u00e0, Matt Nable, Dave Bautista, Bokeem Woodbine, Conrad Pla,\u00a0Raoul Trujillo, Nolan Funk, Keri Hilson u.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie &amp; Drehbuch: David Twohy, nach Charakteren von Jim &amp; Ken Wheat<\/em><br \/>\n<em> Kamera: David Eggby<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: Tracy Adams<\/em><br \/>\n<em> Musik: Graeme Revell<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Joseph C. Nemec III<\/em><br \/>\n<em> USA &#8211; Gro\u00dfbritannien \/ 2013<\/em><br \/>\n<em> zirka 119 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildquelle: <strong>Universal Pictures \/ Universum Film<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0RIDDICK a.k.a. THE CHRONICLES OF RIDDICK: DEAD MAN STALKING &#8211; Bundesstart 19.09.2013 Ein Mann und sein Hund. Es ist die amerikanischste aller Geschichten. Don Johnson ist schon einmal mit seinem Hund nach der Atom-Apokalypse durch eine strahlenverseuchte Welt gewandert. 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