{"id":6215,"date":"2013-11-28T19:58:54","date_gmt":"2013-11-28T18:58:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=6215"},"modified":"2014-04-15T17:16:49","modified_gmt":"2014-04-15T16:16:49","slug":"battle-of-the-year-in-3d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/battle-of-the-year-in-3d\/","title":{"rendered":"BATTLE OF THE YEAR in 3D"},"content":{"rendered":"<p><em>BATTLE OF THE YEAR &#8211; Bundesstart 28.11.2013<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/battle-of-the-year-in-3d\/battle-of-the-year-1\/\" rel=\"attachment wp-att-6218\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6218\" title=\"Copyright Sony Pictures Releasing\" alt=\"Battle-of-the-year-1, Copyright Sony Pictures Releasing\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Battle-of-the-year-1.jpg\" width=\"300\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Battle-of-the-year-1.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Battle-of-the-year-1-133x200.jpg 133w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Battle-of-the-year-1-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Der momentane Trend von Tanzfilmen ist ein Ph\u00e4nomen. Breakdance mischt sich da mit Ballett, und s\u00fcdamerikanisches mit klassischem. Ein originelle Geschichte gibt es allerdings selten, die Schrittfolge bleibt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gleich. Was man braucht, sind engagierte T\u00e4nzer und einfallsreiche Choreografien. Dies alles macht noch keinen guten Film. Weil die Macher dieser Filme aber annehmen, es w\u00fcrde ausreichen, hat sich in den letzten Jahren nicht sehr viel an der Formel getan. Das BATTLE OF THE YEAR keine Ausnahme bildet, macht alles nur trauriger. Mit Josh Holloway und Josh Peck hat man zwei sehr sympathische Hauptdarsteller gefunden, die allerdings in der Eindimensionalit\u00e4t ihrer Charakterzeichnung kaum etwas ausrichten. Zur Sicherheit hat man noch Hip-Hopper Chris Brown gecastet, der ebenso erfolglos gegen sein Stereotyp anspielt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Das Magazin B-Boy, B f\u00fcr Breakdance, ist Sponsor der amerikanischen Gruppe, die allj\u00e4hrlich bei weltweiten Battle of the year ihr Land vertreten. Aber Amerika hat den ersten Platz seit f\u00fcnfzehn Jahren nicht mehr erreicht. Sponsor Dante Graham, fr\u00fcher selbst Breakdancer, will seinen alten Kumpel Jason Blake als Trainer, doch der trauert um seine Frau und ist dem Suff verfallen. Viel muss nicht auf den ehemaligen Breakdance-Gewinner nicht eingeredet werden, bis er sich entscheidet, die Herausforderung anzunehmen. Doch aus 30 Kandidaten die 12 richtigen T\u00e4nzer herauszufiltern und diese zu einem eingeschworenen Team zu formen, wen \u00fcberrascht es, ist eine schwere Aufgabe. Damit BATTLE OF THE YEAR auch sein entsprechendes Publikum finden kann, wurde sorgsam darauf geachtet, einen Film ohne Altersbeschr\u00e4nkung zu produzieren. Was sich auf Dialoge und Verhaltensmuster auswirkt, die man als nicht wirklich realistisch bezeichnen muss. Was die T\u00e4nzer schlie\u00dflich an K\u00f6nnen demonstrieren, das hat schon viel Sch\u00f6nes. Allerdings zerschie\u00dft ein auf modern ausgerichteter Bildschnitt die Akrobatik und die sehensw\u00fcrdigen Choreografien, wo wesentlich l\u00e4ngere Einstellungen die Kunst im Breakdance besser demonstriert h\u00e4tte. Doch das ist bei Weitem BATTLE OF THE YEARs geringstes Problem.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Mit welchen Klischees dieser Film arbeitet, ist unglaublich. Der aus der Spur geworfene Witwer, wird mit einer, auch nicht \u00fcberraschend, gut aussehenden Choreografin konfrontiert, und es ist den Autoren nicht zu peinlich, die Beiden auch erwartungsgem\u00e4\u00df zusammenzubringen. Aber der Film greift immer tiefer und tiefer in die Kiste von Versatzst\u00fccken. Zuerst bringt der Coach seine Sch\u00fctzlinge auf Linie, formt sie zu einem Team und verschworenen K\u00e4mpfern. Wie es die Erwartungshaltung fordert, bringt das m\u00fchsam geformte Team dann letztendlich auch den Coach zur\u00fcck ins wahre Leben. \u00dcber so viel Naivit\u00e4t im Geschichtenerz\u00e4hlen kann man nur staunen. Aber hier ist noch lange nicht Schluss. Denn in einem Hip-Hop-Wettbewerb, der seinen Ursprung in einer amerikanischen Subkultur fand, wird ausgerechnet das Dream-Team-USA vom internationalen Publikum ausgebuht. Nicht etwa weil sie schlimme Dinge getan haben oder unsympathisch w\u00e4ren, sondern lediglich aus dramaturgischen Gr\u00fcnden, um ihren Au\u00dfenseiterstatus zu unterstreichen. Dass das Ganze in Frankreich stattfindet, unterstreicht f\u00fcr den amerikanischen Zuschauer nur die Notwendigkeit, dem Rest der Welt zu zeigen wo der Hammer h\u00e4ngt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenigstens entsch\u00e4digen die 3D-Aufnahmen ein klein wenig, und selbst das l\u00e4ngst aus der Mode gekommene teilen der Leinwand, in der drei Ebenen parallel erz\u00e4hlt werden, gibt den \u00dcbungsmontagen einen stimmigen Rhythmus. Doch ein Film kann nur Eindruck machen, wenn die Filmemacher wissen was sie tun und ihr Zielpublikum ernst nehmen. Korea gegen Amerika, dieser Showdown ist dann selbst f\u00fcr die h\u00e4rtesten Mainstream-Zuschauer ein zu extrem aufgetragenes Stereotyp, als dass man dies ernsthaft akzeptieren k\u00f6nnte. Es ist einfach erschreckend, wie unbedarft und uninspiriert die Macher von BATTLE OF THE YEAR ihre eigene Geschichte der L\u00e4cherlichkeit preisgeben. Die Erz\u00e4hlung folgt einem Weg, der schon so unz\u00e4hlige Male gegangen wurde, dass die Dramaturgie den Zuschauer \u00fcberhaupt nicht erfasst. Doch das Schlimme an der Geschichte ist ihr realer Hintergrund. Tats\u00e4chlich fanden die letzten drei Battle of the Year in Frankreich statt, die Amerikaner haben auch die letzten f\u00fcnfzehn Jahre nicht gewonnen, und Korea ist wirklich immer vorne dabei. Aber dies ist ein Spielfilm, ein Unterhaltungsfilm, bei dem das Publikum ganz andere Ma\u00dfst\u00e4be an die Erz\u00e4hlung setzt. Ein Film folgt schlichtweg ganz anderen Regeln. Wer eine Dokumentation \u00fcber den wirklichen Battle of the year sehen will, sollte Benson Lees preisgekr\u00f6nten PLANET B-BOY sehen. Das Benson Lee nun selbst einen Spielfilm daraus gemacht hat, war wirklich keine kluge Entscheidung. Herausgekommen ist ein Film, der eindeutig demonstriert, warum in einer Adaption nach wahren Begebenheiten, dramaturgische \u00c4nderungen vorgenommen werden m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2013\/battle-of-the-year-in-3d\/battle-of-the-year-2\/\" rel=\"attachment wp-att-6219\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6219\" title=\"Copyright Sony Pictures Releasing\" alt=\"Battle-of-the-year-2, Copyright Sony Pictures Releasing\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Battle-of-the-year-2.jpg\" width=\"620\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Battle-of-the-year-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Battle-of-the-year-2-200x116.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Battle-of-the-year-2-300x174.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Darsteller: Josh Holloway, Laz Alonso, Josh Peck, Caity Lotz, Chris Brown, Flipz, Jon Cruz, Anis Cheurfa, Jesse Casper Brown, Kid David u.v.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: Benson Lee<\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: Brin Hill, Chris Parker<\/em><br \/>\n<em> Kamera: Michael Barrett<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: Peter S. Elliot<\/em><br \/>\n<em> Musik: Chistopher Lennertz<\/em><br \/>\n<em> Choreographie: Dave Scott, Rich Talauega, Tone Talauega<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Chris Cornwell<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2013<\/em><br \/>\n<em> zirka 109 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Sony Pictures Releasing<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BATTLE OF THE YEAR &#8211; Bundesstart 28.11.2013 Der momentane Trend von Tanzfilmen ist ein Ph\u00e4nomen. Breakdance mischt sich da mit Ballett, und s\u00fcdamerikanisches mit klassischem. Ein originelle Geschichte gibt es allerdings selten, die Schrittfolge bleibt verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gleich. 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