{"id":6779,"date":"2014-03-12T22:49:08","date_gmt":"2014-03-12T21:49:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=6779"},"modified":"2014-03-12T22:49:31","modified_gmt":"2014-03-12T21:49:31","slug":"man-of-tai-chi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/man-of-tai-chi\/","title":{"rendered":"MAN OF TAI CHI"},"content":{"rendered":"<p><em>MAN OF TAI CHI \/ TAIJI XIA &#8211; Bundesstart 13.03.2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/man-of-tai-chi\/man-oftaichi-1\/\" rel=\"attachment wp-att-6783\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-6783\" title=\"Universal International Pictures \/ RADiUS-TWC\" alt=\"Man-ofTaichi-1, Copyright Universal International Pictures \/ RADiUS-TWC\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-ofTaichi-1.jpg\" width=\"300\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-ofTaichi-1.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-ofTaichi-1-134x200.jpg 134w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-ofTaichi-1-202x300.jpg 202w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Kurzfilme und Videospiele hat Michael Cooney bisher geschrieben. Irgendwie in diese Richtung, macht auch das Drehbuch zu MAN OF TAI CHI den Eindruck. Aber vielleicht ist es auch Kalk\u00fcl, damit Keanu Reeves sich mit seinem Regie-Deb\u00fct wenigstens im soliden Bereich bewegen kann. Die Geschichte des talentierten, aber unbedarften Einzelg\u00e4ngers mit besonderen F\u00e4higkeiten ist weder neu, noch originell. Und Cooney oder Reeves, versuchen erst gar nicht sich cleverer zu geben, als es die Geschichte hergeben w\u00fcrde. Das ist aber auch genau der Punkt, der MAN OF TAI CHI zu einem ehrlichen, und vor allem ertr\u00e4glichen Kampfspektakel macht. Chen Lin-Hu ist ein einsamer Kurierzusteller, der als einziger Sch\u00fcler t\u00e4glich seinen Meister in dessen heruntergekommenen Klosteranlage besucht. Um sich etwas Geld hinzu zu verdienen, nimmt Chen regelm\u00e4\u00dfig an honorierenden Kampfturnieren teil. So wird Donaka Mark auf ihn aufmerksam, der mit illegalen K\u00e4mpfen ein lukratives Gesch\u00e4ft betreibt. Naiv und unvoreingenommen erkennt Chen nat\u00fcrlich erst viel zu sp\u00e4t, dass er sich auf einen m\u00f6rderischen Handel eingelassen hat. Als st\u00e4ndiger Gewinner, kann sich der Tai-Chi-K\u00e4mpfer nicht nur einen gewissen Luxus erlauben, sondern auch die Renovierung des Klosters seines Meisters finanzieren. Doch die Spirale der gnadenlosen Gewalt in den K\u00e4mpfen, zieht sich immer enger um Chen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Solide. Das trifft in allen technischen und kreativen Belangen in MAN OF TAI CHI zu. Keanu Reeves wollte seinem Stunt-Trainer aus den MATRIX-Filmen Tribut zollen, und w\u00e4hlte f\u00fcr seine erste Regie-Arbeit ein angemessenes Umfeld, um Tiger Chen, und seine K\u00fcnste, auch einmal vor der Kamera zu demonstrieren. Als Schauspieler kann sich Chen wirklich nicht behaupten. Doch die eher schlicht gestrickte Handlung, verlangt auch nicht wirklich nach darstellerischen F\u00e4higkeiten. Daf\u00fcr sind die Kampfszenen wunderbar herausgearbeitet. In l\u00e4ngeren, ungeschnittenen Kameraeinstellungen, kommen die komplizierten und aufreibenden Kampfsequenzen hervorragend zur Geltung. Der Zuschauer bekommt nicht nur optisch, sondern auch gef\u00fchlt, die herausragenden Choreografien zu sp\u00fcren. Etwas, das nur wenigen Martial-Arts-Filmen gelingt, die sich in neuerer Zeit dem Genre verschrieben haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">MAN OF TAI CHI ist weit davon entfernt, dem Kampf-Hit THE RAID den Schneid abzukaufen. Aber er ist noch immer in einer Weise auf asiatisch inszeniert, dass er selbst behobeneren Anspr\u00fcchen Gen\u00fcge tun wird. Asiatisch inszeniert, hei\u00dft den Mainstream typischen Plattit\u00fcden entsagt zu haben. Man konzentriert sich auf das Wesentliche, und auch das Eigentliche. Niemand erwartet tiefgr\u00fcndige Unterhaltung, der sich einen Film \u00fcber Mixed-Martial-Arts-K\u00e4mpfe ansieht. Und niemand erwartet komplexe Erz\u00e4hlstrukturen, wenn er einen Film mit, und vor allem von, Keanu Reeves anschaut. Doch allen Unkenrufen zum Trotz, ist MAN OF TAI CHI ein nicht nur ansehnlicher, sondern seinem Metier auch gerecht werdender Film. Sollte es dennoch Zuschauer-Kandidaten geben, die glauben, mehr erwarten zu k\u00f6nnen, denen gibt MAN OF TAI CHI noch eine kleine, aber unscheinbare Ebene von Mystizismus mit auf den Weg. Denn Reeves, der einfache, aber nicht ungeschickte Regisseur, gibt seinem eigenen Charakter den Charme des \u00fcbergestellten Allmachtswesens. Ist Donaka Mark wirklich nur der B\u00f6sewicht nach dem Abziehbild, oder doch das personifizierte Gewissen der Hauptfigur? <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Keanu Reeves hat als westliche Visage schon die Japaner mit 47 RONIN ver\u00e4rgert. Es hat wirklich den Anschein, als w\u00fcrde er das selbe mit den Chinesen bei MAN OF TAI CHI anstellen wollen. Der Amerikaner, der sich als Au\u00dfenseiter in einer kulturell komplett anders gestalteten Gesellschaft zu behaupten versteht. Finden die an den Haaren herbei geredeten Anschuldigungen zu 47 RONIN noch eine gewisse Basis, haben eventuelle Kulturkomplikationen\u00a0 bei\u00a0 MAN OF TAI CHI keinerlei Handhabe. Es ist ein solider und dem Genre gerecht werdender Martial-Arts-Film, der einem geneigten Publikum sehr viel Freude bereiten wird. Man muss zugeben, dass gerade im letzten Kampf der Einsatz von unterst\u00fctzenden Drahtseilen in den Action-Sequenzen extrem auff\u00e4llig ist. Doch der Dramaturgie des Films tut es keinem Abbruch, weil er im Gesamten doch ein einnehmender und optisch \u00fcberzeugender Kampfkunst-Film ist, der wei\u00df, was er seinem erwartungsvollem Publikum schuldig ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/man-of-tai-chi\/man-oftaichi-2\/\" rel=\"attachment wp-att-6784\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6784\" title=\"Universal International Pictures \/ RADiUS-TWC\" alt=\"Man-ofTaichi-2, Copyright Universal International Pictures \/ RADiUS-TWC\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-ofTaichi-2.jpg\" width=\"620\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-ofTaichi-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-ofTaichi-2-200x109.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-ofTaichi-2-300x164.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Darsteller: Tiger Hu Chen, Keanu Reeves, Iko Uwais, Simon Yam, Silvio Simac, Karen Mok u.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: Keanu Reeves<\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: Michael G. Cooney<\/em><br \/>\n<em> Kamera: Elliot Davis<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: Derek Hui<\/em><br \/>\n<em> Musik: Kwong Wing Chan<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Yohei Taneda<\/em><br \/>\n<em> USA &#8211; China &#8211; Hongkong \/ 2013<\/em><br \/>\n<em> zirka 105 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Universal International Pictures \/ RADiUS-TWC<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MAN OF TAI CHI \/ TAIJI XIA &#8211; Bundesstart 13.03.2014 Kurzfilme und Videospiele hat Michael Cooney bisher geschrieben. Irgendwie in diese Richtung, macht auch das Drehbuch zu MAN OF TAI CHI den Eindruck. 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