{"id":6981,"date":"2014-04-15T15:16:27","date_gmt":"2014-04-15T14:16:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=6981"},"modified":"2014-04-16T17:58:09","modified_gmt":"2014-04-16T16:58:09","slug":"the-lego-movie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/the-lego-movie\/","title":{"rendered":"LEGO, hier ist alles super"},"content":{"rendered":"<p><em>THE LEGO MOVIE &#8211; Bundesstart 10.04.2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=6971\" rel=\"attachment wp-att-6971\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6971\" title=\"Copyright Warner Bros. Entertainment\" alt=\"Lego-1, Copyright Warner Bros. Entertainment\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Lego-1.jpg\" width=\"300\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Lego-1.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Lego-1-159x200.jpg 159w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Lego-1-239x300.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Das Mantra \u00fcber die Wertsch\u00e4tzung von Spielsachen ist ja hinl\u00e4nglich bekannt. Als TOY STORY 1996 in die Kinos kam, revolutionierte er die metaphysischen Strukturen des Familienfilms. Nicht nur eine in der Erz\u00e4hlung greifbare Geschichte wollte vermittelt werden, sondern durch einen komplexeren \u00dcberbau auch vielschichtiger auf sein Publikum einwirken. Bleibt die TOY-STORY-Trilogie inhaltlich die dominierende Animationsreihe, n\u00e4hert sich THE LEGO MOVIE in seiner Komplexit\u00e4t deren Genialit\u00e4t durchaus an. Dabei folgt die Geschichte allerdings einer ganz anderen Erz\u00e4hlstruktur, und entzieht sich somit weiteren Vergleichen mit TOY STORY. \u00dcber den Inhalt darf man eigentlich nichts verlieren, weil das Kinoerlebnis darunter stark leiden w\u00fcrde. Emmet ist der normalste aller Bauarbeiter unter den Minifiguren in Bricksburgh, so normal und angepasst, dass er nicht einmal seinen Kollegen wirklich auff\u00e4llt. Emmet ist immer fr\u00f6hlich, und vollbringt sein Leben, wie man es von einer Minifigur erwartet, in dem er Tag f\u00fcr Tag streng nach Plan H\u00e4user aus Lego-Steinen zusammensetzt. In Emmets kantiger Welt f\u00e4llt allerdings niemals das Wort Lego.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Obwohl wirklich jedes Bild am Computer errechnet wurde, lie\u00dfen es sich die Animationsk\u00fcnstler nicht nehmen selbst Wasserfont\u00e4nen, oder Explosionen in Form von handels\u00fcblichen Steinen zu rendern. Aufwand und Ergebnis sind \u00fcberw\u00e4ltigend. Die Effekte-Firma Animal Logic realisierte allein 80 Prozent der Animationen, was dieser Tage eine immense Leistung f\u00fcr einen Kinofilm darstellt. THE LEGO MOVIE ist umgesetzt wie ein klassischer Stop-Motion-Film, mit seinen leicht abgehackt wirkenden Bewegungen. Auch wenn es \u00fcberragend umgesetzt ist, bei\u00dft es sich in simulierten Kamerabewegungen oft mit der 3D-Konversion, und l\u00e4sst Szenen immer wieder in einem optisch un\u00fcbersichtlichen Chaos erscheinen. Doch alles in allem, bleibt der Film ein visuelles Ereignis, bei dem auch viel echte photografische Spielereien simuliert werden, wie der Einsatz von Steadicam, oder verschiedener Kameraoptiken. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Film ist schnell. Hier hat das Regie-Duo Phil Lord und Christopher Miller (21 JUMP STREET, WOLKIG MIT AUSSICHT) ganz besondere Arbeit geleistet. Unentwegt wird die Handlung vorangetrieben, h\u00e4lt die Aufmerksamkeitsspanne der ganz Kleinen, und die Laune der ganz Gro\u00dfen. Der Witz wirkt nie aufgesetzt, und ergibt sich meist durch die Formgebung der verschiedenen Steine, sowie aus der limitierten Bewegungsfreiheit der Figuren. Denn auch im Film k\u00f6nnen sich die Mini-Figuren nur so bewegen, wie sie sich real bewegen lassen. Das im Coffee-Shop die Tasse Kaffee einmal 37 Dollar kostet, und Emmet das wegsteckt, weil er immer gut drauf ist, mag witzig sein, deutet allerdings auch auf die Aufl\u00f6sung einer genialen Wendung hin. Das Drehbuch widersteht weitgehend der Versuchung, die humorige Seite f\u00fcr Klein und Gro\u00df etwas aufzuteilen. Eine ausgezeichnete Wechselwirkung zeigt sich mit dem Themen-Song &#8222;Hier ist alles super&#8220;, der einerseits ein ohrwurmartiger Kinderfest-Klassiker werden k\u00f6nnte, f\u00fcr die erwachsenen Zuschauer allerdings als herrliche Satire herh\u00e4lt. Und so funktioniert f\u00fcr alle Altersklassen ein gleicherma\u00dfen unterhaltsamer Film. Die deutsche Altersfreigabe ohne Beschr\u00e4nkung ist allerdings etwas bedenklich.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Zwei wesentliche Wendungen durchl\u00e4uft der Film, jeweils zu Beginn des zweiten und des dritten Aktes. Und dies sind die entscheidenden Punkte, die THE LEGO MOVIE zu einem ganz besonderen Filmerlebnis heranf\u00fchren. F\u00fcr die j\u00fcngeren Zuschauer wird es eine \u00fcberraschende Filmerfahrung, bei welcher sie mit der Kunst des Erz\u00e4hlens konfrontiert werden, die tiefgr\u00fcndiger ist, als blo\u00dfe Moralansichten zu vermitteln. Der \u00e4ltere Zuschauer hingegen, wird eine Ahnung von Emmets Schicksal haben k\u00f6nnen, aber seine ganz eigenen Lehren daraus ziehen. Nicht das hier der Zeigefinger gro\u00df zur Schau gestellt wird, aber man wird verstehen, wo diverse Motivationen in der Geschichte her kamen, und wo man sich selbst an die Nase fassen k\u00f6nnte. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">THE LEGO MOVIE ist ein sehr kurzweiliges Vergn\u00fcgen, das besondere Freude mit seiner Detail-Versessenheit und einigen gekonnten Anspielungen auf die Popkultur bereitet. Immerhin ist LEGO der erste Kinofilm mit einem gemeinsamen Auftritt von Batman und Superman. So funktioniert das, wenn immer mehr Studios fusionieren, oder aufgekauft werden. Die Kette von schwierigen Vertragsverhandlung verk\u00fcrzt sich immens. Und so suchen Gandalf und Dumbledor als Meister-Bauer zusammen nach Probleml\u00f6sungen, Han Solo und Chewbacca werden von Batman bestohlen, Superman sieht sich von einem aufdringlichen Green Lantern genervt, und Abraham Lincoln zieht neben Wonder Woman in den Kampf. Das ist ein Spa\u00df der sich sehen lassen kann. Und wenn man dazu bedenkt, dass Lego zum Film eine eigene Reihe herausgebracht hat. Das k\u00f6nnte man in der schon genehmigten Fortsetzung &#8230;, aber das mit dem metaphysischen \u00dcberbau sollte man den Meister-Bauern \u00fcberlassen. Hat sich bei diesem Film mehr als bew\u00e4hrt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?attachment_id=6972\" rel=\"attachment wp-att-6972\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6972\" title=\"Copyright Warner Bros. Entertainment\" alt=\"Lego-2, Copyright Warner Bros. Entertainment\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Lego-2.jpg\" width=\"620\" height=\"273\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Lego-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Lego-2-200x88.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Lego-2-300x132.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Sprecher:<\/em><br \/>\n<em> <\/em><em>Emmet: Chris Pratt \/ Patrick Schr\u00f6der<br \/>\nBatman: Will Arnett \/ David Nathan<br \/>\nWyldstyle: Elizabeth Banks \/ Maren Rainer<br \/>\nVitruvius: Morgan Freeman \/ Manfred Erdmann<br \/>\nBad Cop: Liam Neeson \/ Bernd Rumpf<br \/>\nLord Business: Will Ferrell \/ Uwe B\u00fcschken<br \/>\ndesweiteren:<br \/>\nJonah Hill, Cobie Smulders, Channing Tatum und Shaquille O&#8217;Neal<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Regie &amp; Drehbuch: Phil Lord, Christopher Miller<\/em><br \/>\n<em> Kamera: Barry Peterson, Pablo Plaisted<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: David Burrows, Chris McKay<\/em><br \/>\n<em> Musik: Mark Mothersbaugh<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Grant Freckelton<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2014<\/em><br \/>\n<em> zirka 100 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Warner Bros.<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>THE LEGO MOVIE &#8211; Bundesstart 10.04.2014 Das Mantra \u00fcber die Wertsch\u00e4tzung von Spielsachen ist ja hinl\u00e4nglich bekannt. 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