{"id":7076,"date":"2014-04-29T19:30:43","date_gmt":"2014-04-29T18:30:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=7076"},"modified":"2014-04-29T19:33:44","modified_gmt":"2014-04-29T18:33:44","slug":"transcendence-nicht-ueberlegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/transcendence-nicht-ueberlegen\/","title":{"rendered":"TRANSCENDENCE nicht \u00fcberlegen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>TRANSCENDENCE &#8211; Bundesstart 24.04.2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/transcendence-nicht-ueberlegen\/transcendence-01\/\" rel=\"attachment wp-att-7077\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7077\" title=\"Copyright TOBIS Film\" alt=\"Transcendence-01, Copyright TOBIS Film\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Transcendence-01.jpg\" width=\"620\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Transcendence-01.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Transcendence-01-200x71.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Transcendence-01-300x107.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Er ist der Vorreiter und f\u00fchrende Wissenschaftler auf dem Gebiet von k\u00fcnstlichen Intelligenzen. Doch Dr. Will Caster gibt sich bescheiden. Auf einer Spendengala betont er, &#8222;meine Frau m\u00f6chte die Welt ver\u00e4ndern, ich m\u00f6chte sie nur verstehen&#8220;. Was sich nach launiger \u00c4u\u00dferung anh\u00f6rt, wird sich am Ende als Grundidee des Films heraus kristallisieren. Will und seine Frau Evelyn Caster arbeiten daran den menschlichen Geist in einen Computer zu \u00fcbertragen. Einfach ausgedr\u00fcckt. Beim Austausch von Testresultaten mit einem anderen Versuchslabor, scheint dieser unheimliche Traum so nah wie nie. Fast schon prophetisch k\u00f6nnte man meinen, dass Will genau in dieser Phase Opfer eines Anschlags von Technologiegegnern wird, mit einer restlichen Lebenszeit von vier Wochen. Wie wichtig diese vier Wochen letztendlich f\u00fcr will und Evelyn sind, ist wesentlicher Bestandteil der Aufl\u00f6sung. Selbstredend bereitet Evelyn einen Transfer vor, um Wills gesamtes Wesen und Wissen auf einen Computer zu bringen. Das Experiment gelingt, und es scheint tats\u00e4chlich Will, der mit ihr \u00fcber Lautsprecher und Bildschirm Kontakt aufnimmt. Doch die Technologiegegner haben Evelyn aufgesp\u00fcrt, und in einem verzweifelten Versuch Wills Alter Ego zu retten, l\u00e4dt sie ihn ins Internet hoch. Nun herrscht ein freier und selbstentscheidender Geist im gesamt vernetzten World-Wide-Web.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Das Regie-Deb\u00fct von Christopher Nolans Stammkameramann Wally Pfister, \u00fcberrascht gleich in den ersten Minuten. Es gibt keine apokalyptischen Bilder, keine Beschreibungen von Katastrophen, aber in denkbar einfachen, und umso effektiveren Aufnahmen verdeutlicht er ohne Wort, was mit der Welt geschehen ist. Diese Welt ist kein gro\u00dfartiges Panorama, es sind enge Bildausschnitte, auf das wesentliche konzentrierte Sch\u00e4rfenverlagerungen. Man sieht nicht das gesamte Ausma\u00df, aber in einzelnen Einstellungen immer wieder eine Ahnung von dem was passiert ist. Es ist wie das Eindringen des Unabwendbaren, in die eigene, kleine Welt. Und dann erf\u00e4hrt der Zuschauer diese Geschichte, die f\u00fcnf Jahre vorher begann. Das Pfister nicht selbst die Bildgestaltung \u00fcbernahm, sondern an den wirklich talentierten Jess Hall \u00fcbergab, \u00fcberrascht dabei, wie vieles an dem Film selbst. Aber man kommt im Verlauf des Films nicht umhin, Wally Pfisters direktes Mitwirken an der Kamera sp\u00fcren zu wollen. Totale Einstellungen werden dabei konsequent auf das Streben von Evelyn und Will angewandt. Je weiter sich die mutma\u00dflich anbahnende Katastrophe hinaus in die Welt bewegt, desto geringer wird Jess Halls Bildausschnitt. Kameramann und Regisseur fokussieren die weitl\u00e4ufigen Geschehnisse direkt auf das pers\u00f6nliche Umfeld des Zuschauers.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In diesem Film steht eindeutig die Form \u00fcber Inhalt. So sehr man gerne gesehen h\u00e4tte, dass sich diese nicht gerade frische Idee, einmal zu einem wirklich originellen Gedankenspiel entwickelt, so sehr versagt er darin. Allzu oft gab es schon den Geist in der Maschine, der bisher nur \u00fcberzeugend in TRON und TRON: LEGACY funktionierte. TRANSCENDENCE h\u00e4tte sich hier wirklich gut einreihen k\u00f6nnen, l\u00e4gen ihm nicht st\u00e4ndig seine grunds\u00e4tzlichen Werkzeuge im Wege, n\u00e4mlich die Technik. Entweder erkl\u00e4ren die Figuren die Verfahren unverst\u00e4ndlich, oder allzu simpel. Selbst wer in einer Welt wie der unseren, nur das minimalste Grundverst\u00e4ndnis f\u00fcr moderne Kommunikationstechniken aufbringt, wird des \u00d6fteren \u00fcber die Machbarkeit von diversen Umsetzungen stolpern. Und das zieht sofort aus dem steten, aber nicht langatmigen Fluss des Filmes. Ist der menschliche Geist \u00fcberhaupt in Gigabyte zu messen, und wie gro\u00dfe w\u00e4re diese Einheit? Oder wie schnell ist es tats\u00e4chlich m\u00f6glich diese Mengen ins Internet zu laden? Vielleicht h\u00e4tte sich TRANSCENDENCE hier fiktiver, mit eigenen Erkl\u00e4rungen verhalten m\u00fcssen. Ob m\u00f6glich, oder nicht, sind es genau diese \u00dcberlegungen, die von den eigentlichen Gedankenspielen ablenken, die der Film aufwerfen k\u00f6nnte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die besseren Science-Fiction-Filme, waren gleichzeitig \u00fcberraschende Hypothesen \u00fcber den Mensch und seine Zivilisation. TRANSCENDENCE schafft es auch hier nicht, sich einzureihen, weil er eben Form \u00fcber Inhalt stellt. Aber damit sollte, und darf sich der Film nicht zufrieden geben. Er ist weit durchdachter, sogar eloquenter, als es ihm von kritischen Stimmen entgegen schallen wird. Und wenn Will Caster tut, was die Menschheit von einem Gott gleichen Wesen erwarten, dann beginnt sich das Blatt von Gut und B\u00f6se zu wenden. Er wollte die Welt nur verstehen, und nicht ver\u00e4ndern. Am Ende werden wir \u00fcberrascht, weil die Aufl\u00f6sung einfach nicht vorhersehbar war, aber logisch.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/transcendence-nicht-ueberlegen\/transcendence-02\/\" rel=\"attachment wp-att-7078\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7078\" title=\"Copyright TOBIS Film\" alt=\"Transcendence-02, Copyright TOBIS Film\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Transcendence-02.jpg\" width=\"620\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Transcendence-02.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Transcendence-02-200x86.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Transcendence-02-300x130.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left; padding-left: 60px;\">\u00a0<em>Darsteller: Johnny Depp, Rebecca Hall, Paul Bettany, Cillian Murphy, Kate Mara, Morgan Freeman, Cole Hauser u.v.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: Wally Pfister<\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: Jack Paglen<\/em><br \/>\n<em> Kamera: Jess Hall<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: David Rosenbloom<\/em><br \/>\n<em> Musik: Mychael Danna<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Chris Seagers<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2014<\/em><br \/>\n<em> zirka 119 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte:<strong> Tobis Film<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TRANSCENDENCE &#8211; Bundesstart 24.04.2014 Er ist der Vorreiter und f\u00fchrende Wissenschaftler auf dem Gebiet von k\u00fcnstlichen Intelligenzen. 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