{"id":7459,"date":"2014-07-24T18:48:35","date_gmt":"2014-07-24T17:48:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=7459"},"modified":"2014-07-25T22:23:54","modified_gmt":"2014-07-25T21:23:54","slug":"the-signal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/the-signal\/","title":{"rendered":"THE SIGNAL signalisiert Bem\u00fchungen"},"content":{"rendered":"<p><em>THE SIGNAL &#8211; Bundesstart 10.07.2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/the-signal\/signal-1\/\" rel=\"attachment wp-att-7461\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7461\" title=\"Copyright Capelight Pictures\" alt=\"Signal-1, Copyright Capelight Pictures\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Signal-1.jpg\" width=\"300\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Signal-1.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Signal-1-144x200.jpg 144w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Signal-1-216x300.jpg 216w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Auch in seinem zweiten Spielfilm geizt Regisseur William Eubank nicht mit R\u00e4tseln und Andeutungen. Das Drehbuch, welches mit Bruder Carlyle und Freund David Frigerio ersonnen wurde, entstand schon w\u00e4hrend der vierj\u00e4hrigen Dreharbeiten zu LOVE. Ebenfalls ein Film, der sich nicht erkl\u00e4rt, sondern dem Zuschauer die Interpretationen \u00fcberl\u00e4sst. Damals waren zehn Videoclips f\u00fcr die Band Angels &amp; Airwaves angedacht gewesen, bis William Eubank die Band von einem zusammenh\u00e4ngenden Ganzen der Sequenzen \u00fcberzeugte und \u00fcber vier Jahre sein Regie-Deb\u00fct im Vorgarten seiner Eltern inszenierte. LOVE wurde gefeiert und gepriesen, vom einfachen Zuschauer aber auch als grober Unfug ignoriert. Das hat William allerdings weniger beeindruckt. Er blieb seiner Richtung treu, dass nicht alles erkl\u00e4rbar sein m\u00fcsste, und der Zuschauer auch exzessiv in das Geschehen eingebunden werden sollte. So haben schon einige Science-Fiction-Filme in den letzten Jahren am besten funktioniert, wie zum Beispiel Duncan Jones&#8216; MOON, wo nicht die effektvollen Schauwerte im Vordergrund standen, sondern tats\u00e4chlich menschlich metaphysische Tiefen ausgeleuchtet wurden. Gerade hier halten sich die Filmemacher an minimalistische Sets mit geringem Budget. Weitgehend wirkungsvoll, doch im Falle von William Eubanks THE SIGNAL ein zu diskutierender Streitpunkt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Die Freunde Nic, Haley und Jonah sind auf der Stra\u00dfe unterwegs zu einer Computermesse. Wenigstens Nic und Jonah sind ambitionierte Hacker, ob andererseits Haley nur Freundin von Nic ist, oder selbst im Computer-Fieber feststeckt, wird nie gekl\u00e4rt. Doch auch auf der Landstra\u00dfe sind die Nerds nicht vom Computer zu bewegen. Stets online, wird ihnen von einem Hacker namens Nomad nachgestellt, der ihnen ihre Reise mit Bildern von \u00dcberwachungskameras und omin\u00f6sen Kommentaren dokumentiert. Selbst auf einer funktionierenden Tastatur daher geschwommen, machen sie den l\u00e4stigen Hacker schnell ausfindig, der durchaus auf dem Weg zum vermeintlichen Ziel liegt. Doch der \u00dcberraschungsbesuch bei Nomads Adresse birgt eine \u00dcberraschung, welche die drei Reisenden f\u00fcr die nachfolgenden sechzig Minuten vollkommen aus ihrem Leben rei\u00dft.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die erste halbe Stunde k\u00f6nnte alles bedeuten. Es k\u00f6nnte der Einstieg zu einem typischen Hinterw\u00e4ldler-Slasher sein, aber auch ein emotionales Drama, welches Beziehungen beleuchtet. In aller Ehrlichkeit, ist diese erste halbe Stunde weniger spannend, als vielmehr beliebig. Die Geschichte erf\u00e4hrt immer wieder verschiedene Wendungen, doch stets k\u00f6nnte alles passieren, nichts deutet auf eine bestimmte Richtung. Das verw\u00e4ssert die Spannung ungemein. Denn eigentlich hat die kompakte Geschichte von THE SIGNAL alle Komponenten, welche \u00dcberraschungen und Spannungselemente zuhauf bieten k\u00f6nnte. Das Eubank seine Inszenierung derart frei von eingewobenen Hinweisen und eingestreuten F\u00e4hrten h\u00e4lt, macht den Film zu einer blanken Abfolge von Handlung, in welcher der Zuschauer nur in dem Moment auf dem selben Handlungsniveau ankommt, wie der Film selbst.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Uninteressant ist THE SIGNAL deswegen nicht. Besonders Brenton Thwaites kann als Hauptdarsteller seinen Stand behaupten. Ihm gegen\u00fcber brilliert Laurence Fishburne, der sich gerne mehr durch Gestik und Mimik ausdr\u00fcckt, als mit unheilvollen Dialogen. Auch eine Kunst, die immer seltener wird. Der aufl\u00f6sende \u00dcberbau der Geschichte ist allerdings zu \u00fcberproportioniert, als dass er in Form vom Ende des PLANET DER AFFEN, eine erl\u00f6sende Aufl\u00f6sung pr\u00e4sentiert. Es d\u00fcrfte nicht wenige Zuschauer geben, die bei der letzten Einstellung von THE SIGNAL einfach nur &#8222;ah, deswegen&#8220; denken. William Eubank ist kein uninteressanter Regisseur. Er probiert neue Sichtweisen, sieht \u00fcber den Tellerrand, und versteht sein Metier durchaus. Doch dabei bleibt er zu verkopft, glaubt den Zuschauer herausfordern zu m\u00fcssen. Eubanks Problem ist, dass er noch nicht richtig verstanden hat, wie genau er den Zuschauer abzuholen hat. Diesen einfach nur hinterher hecheln zu lassen, ist zumindest der falsche Ansatz.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Grunds\u00e4tzlich ist THE SIGNAL ein guter Film, der seine Klischees clever ausspielt, aber dann glaubt cleverer sein zu m\u00fcssen als sein Publikum. Man m\u00f6ge es dem Filmemacher verzeihen, der sich ohne Zweifel als K\u00fcnstler bezeichnet. Und was kann man einem K\u00fcnstler schon vorwerfen? Vielleicht einen Film, der viel mehr sein k\u00f6nnte, als er letztendlich hergibt. Deswegen k\u00f6nnte William Eubanks n\u00e4chste Regie-Arbeit noch viel spannender werden. Vielleicht kommt ja der Film, der ein Genre neu definiert. Man sieht viel zu selten gekonnte Science-Fiction-Filme, aber William Eubank w\u00e4re ein Kandidat, endlich wieder einmal etwas Herausragendes erwarten zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/the-signal\/signal-2\/\" rel=\"attachment wp-att-7462\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-7462\" title=\"Copyright Capelight Pictures\" alt=\"Signal-2, Copyright Capelight Pictures\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Signal-2.jpg\" width=\"620\" height=\"273\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Signal-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Signal-2-200x88.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Signal-2-300x132.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Darsteller: Brenton Thwaites, Beau Knapp, Olivia Cooke, Jeffrey Grover und Laurence Fishburne u.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: William Eubank<\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: William Eubank, Caryle Eubank, David Frigerio<\/em><br \/>\n<em> Kamera: Dabid Lanzenberg<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: Brian Berdan<\/em><br \/>\n<em> Musik: Nima Fakhara<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Meghan C. Rogers<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2014<\/em><br \/>\n<em> 97 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Capelight Pictures<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>THE SIGNAL &#8211; Bundesstart 10.07.2014 Auch in seinem zweiten Spielfilm geizt Regisseur William Eubank nicht mit R\u00e4tseln und Andeutungen. Das Drehbuch, welches mit Bruder Carlyle und Freund David Frigerio ersonnen wurde, entstand schon w\u00e4hrend der vierj\u00e4hrigen Dreharbeiten zu LOVE. Ebenfalls &hellip; <a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/the-signal\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,4],"tags":[282,148,331,118,1351],"class_list":["post-7459","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-im-kino-gesehen","tag-action","tag-horror","tag-laurence-fishburne","tag-science-fiction","tag-the-signal"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7459"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7459\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7469,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7459\/revisions\/7469"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}