{"id":7805,"date":"2014-09-23T20:46:53","date_gmt":"2014-09-23T19:46:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=7805"},"modified":"2014-09-23T20:47:20","modified_gmt":"2014-09-23T19:47:20","slug":"million-dollar-arm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/million-dollar-arm\/","title":{"rendered":"MILLION DOLLAR ARM"},"content":{"rendered":"<p><em>MILLION DOLLAR ARM &#8211; Bundesstart 11.09. 2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/million-dollar-arm\/million-dollar-arm-2\/\" rel=\"attachment wp-att-7808\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7808\" title=\"Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" alt=\"Million-Dollar-Arm-2, Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Million-Dollar-Arm-2.jpg\" width=\"620\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Million-Dollar-Arm-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Million-Dollar-Arm-2-200x62.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Million-Dollar-Arm-2-300x93.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Richtig angefangen hat es mit JERRY MAGUIRE, ein fiktiver Sport-Agent, der eine neue Philosophie in die Branche bringen wollte. Irgendwo ging es um den Sport, stellte aber eine vision\u00e4re Idee in den Mittelpunkt, welche diesen Sport revolutionieren sollte. Allerdings gibt es da nat\u00fcrlich auch zahlreiche Beispiele aus dem realen Leben. Branch Rickey holte Jackie Robinson 1946 als ersten schwarzen Spieler in die bis dahin rein wei\u00dfe Major League des Baseballs, was Brian Helgeland mit 42 vortrefflich umsetzte. Billy Beane nutzte mit dem Analysten Peter Brand statistische Zahlen, um eine perfekte Mannschaft zusammen zu stellen. Nicht die Besten im Allgemeinen waren darin gefragt, sondern die laut Statistik Besten in den einzelnen Spielabl\u00e4ufen. Man musste Baseball nicht verstehen, um Gefallen an MONEYBALL zu finden. Ebenso erging es dem Sport-Agenten J.B. Bernstein, der f\u00fcr seine Kanzlei einfach keinen Spitzenverdiener im Profi-Sport mehr fand. Mit einer \u00e4u\u00dferst werbewirksamen Aktion holte er Rinku Singh und Dinesh Patel aus \u00e4rmlichen indischen Verh\u00e4ltnissen nach Amerika, um sie als perfekte Werfer in der obersten Baseball-Liga unter zu bringen. Rinku und Dinesh hatten nicht die geringste Ahnung von Baseball, spielten nicht einmal Kricket, verf\u00fcgten aber \u00fcber die kraftvollsten Wurfarme. Dies ist MILLION DOLLAR ARM, eine wahre Geschichte. Wo Tr\u00e4ume wahr werden, wie in einem Disney-Film.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Nicht nur die Dramatik, sondern die ganze Geschichte ist einfach so abseh- und vorhersehbar, das man eigentlich lautstark &#8222;Aus&#8220; zur Leinwand br\u00fcllen m\u00fcsste. Aber das man auch nicht bei 42 getan, auch nicht bei MONEYBALL. Warum? Weil es trotzdem funktioniert. Es ist erstaunlich, wie manipulativ Kino sein kann, wenn man nur die einfachsten Zutaten verwendet, solange die im Rezept angegebenen Mengenangaben eingehalten werden. MILLION DOLLAR ARM verwendet dazu John Hamm als verzweifelte Identifikationsfigur, des gl\u00fccklosen Agenten. Aasif Mandvi ist der grandios spielende Partner, der sich widerspenstig gibt, aber niemals seinen Kumpel im Stich lassen w\u00fcrde. Die nette, bisher kaum beachtete Nachbarin ist Lake Bell, die einfach zu attraktiv ist, als dass sie nicht eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der Geschichte spielen w\u00fcrde. Oder Alan Arkin, der verspielten Mummenschanz in die Handlung bringt, um alles entspannt aufzulockern. Ja, selbstverst\u00e4ndlich die im wirklichen Leben eigentlichen Hauptfiguren, aber im Film selbstverst\u00e4ndlich nur zu Eckpfeilern des Leidensweges der Hauptprotagonisten genutzt werden. Suraj Sharma und Madhur Mittal sind als Rinku und Dinesh einfach perfekt besetzt. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es ist fast schon sch\u00e4ndlich zu sagen, dass MILLION DOLLAR ARM deshalb so perfekt funktioniert, weil die Macher jedes Schlupfloch von Hollywood bew\u00e4hrten dramaturgischen Wendungen nutzen. Dabei werden zuerst die Bem\u00fchungen der Talentsucher ausgenutzt. Schlie\u00dflich bem\u00fcht man das Schicksal der Nebenfiguren. Nebenbei baut man eine Beziehung zwischen zwei Nachbarn auf, die es schon l\u00e4ngst besser wissen m\u00fcssten. Dann f\u00fchrt man die zwei Fronten des Hauptdarstellers, n\u00e4mlich die ber\u00fcchtigte Nachbarin und die ausl\u00e4ndischen Sch\u00fctzlinge zusammen, welche gemeinsam den f\u00fchrenden Charakter anhand seines menschlichen Versagens, die richtige Richtung im Leben aufzeigen k\u00f6nnen. Das ist schon so amerikanisch, das es erneut den Aufschrei des Entsetzens geben m\u00fcsste. Doch leider funktionieren die Klischees auf das Beste. Wieder mehrere Punkt f\u00fcr die wahre Geschichte, die sich ihre k\u00fcnstlerischen Freiheiten nimmt, um den dramaturgischen Effekt nach den Regeln des Kinos zu beugen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Letztendlich wird man MILLION DOLLAR ARM als Film, und Craig Gillespie als Regisseur, sowie Thomas McCarthy, verantwortlich f\u00fcr das Drehbuch, nicht wirklich b\u00f6se sein, dass man als Zuschauer an Unterhaltungswert zur\u00fcck bekommt, was der Eintritt letztendlich kostete. Die Besetzung, wovon MILLION DOLLAR ARM letztendlich tats\u00e4chlich zehrt, ist \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Mit Ausnahme von Pitobash, der als wirrer Nachwuchs-Trainer in den entscheidenden Momenten wirklich jeden in den Schatten stellt. Jon Hamm beweist sich erneut als MAD MEN, ohne seinen bereits legend\u00e4ren Don-Draper-Charakter weiter bem\u00fchen zu m\u00fcssen. Wobei sich MILLION DOLLAR ARM allerding am meisten hervor tut, sind die kleinen Unvorhersehbarkeiten in der Handlung, die sich zum Beispiel in Bill Paxtons Trainer wiederspiegeln, der tats\u00e4chlich ohne jeden rassistischen Kommentar auskommt, um die neuen Spieler zu beurteilen. Was wohl dem Zuschauer als erstes auffallen m\u00fcsste. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn man gemein ist, bestraft man MILLION DOLLAR ARM als manipulatives Wohlf\u00fchlkino eines Gro\u00dfunternehmens. Doch man sollte auch ehrlich genug sein und fair bleiben, um diesen Film so einzusch\u00e4tzen, wie er angedacht war. N\u00e4mlich als auf Emotionen herunter gebrochene Geschichtsstunden, auf die man sich gerade deswegen einl\u00e4sst, weil sie von einem gro\u00dfen Studio kommen. Ob nun der erste schwarze Spieler in Form von Jackie Robinson auf das Spielfeld springt, oder Billie Beane erstmals die Regeln der Spieler Verpflichtungen \u00e4ndert, oder J.B Bernstein zwei untalentierte Inder zu Baseball-Profis macht. Es sind Geschichten, die sch\u00f6ner sind als die Wirklichkeit. Mit starken, \u00fcberragend komponierten Bildern von Gyula Pados, und dem auf den dramatischen Punkt gebrachten Schnitt von Tatiana Riegel, entfaltet sich ein Film, der wirklich Freude bereitet. Auch wenn man die Geschichte schon x-mal gesehen hat, und kaum \u00dcberraschungen bereit h\u00e4lt. Das ist Hollywood, wie es Hollywood nicht besser sein k\u00f6nnte, wo man vieles verzeiht, weil es einfach zu gut umgesetzt ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/million-dollar-arm\/million-dollar-arm-1\/\" rel=\"attachment wp-att-7807\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7807\" title=\"Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" alt=\"Million-Dollar-Arm-1, Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Million-Dollar-Arm-1.jpg\" width=\"620\" height=\"401\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Million-Dollar-Arm-1.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Million-Dollar-Arm-1-200x129.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Million-Dollar-Arm-1-300x194.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Darsteller: Jon Hamm, <\/em><em>Aasif Mandvi, <\/em>Pitobash, Suraj Sharma, Madhur Mittal, Lake Bell, <em>Alan Arkin, Bill Paxton, <\/em>u.a.<br \/>\n<em> Regie: Craig Gillespie<\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: Thomas McCarthy<\/em><br \/>\n<em> Kamera: Gyula Pados<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: Tatiana S. Riegel<\/em><br \/>\n<em> Musik: A.A. Rahman<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Barry Robinson<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2014<\/em><br \/>\n<em> 124 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Walt Disney Studios Motion Pictures<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MILLION DOLLAR ARM &#8211; Bundesstart 11.09. 2014 Richtig angefangen hat es mit JERRY MAGUIRE, ein fiktiver Sport-Agent, der eine neue Philosophie in die Branche bringen wollte. 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