{"id":7830,"date":"2014-09-25T09:00:13","date_gmt":"2014-09-25T08:00:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=7830"},"modified":"2014-09-24T21:13:10","modified_gmt":"2014-09-24T20:13:10","slug":"ein-sommer-in-der-provence-avis-de-mistral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/ein-sommer-in-der-provence-avis-de-mistral\/","title":{"rendered":"EIN SOMMER IN DER PROVENCE"},"content":{"rendered":"<p><em>AVIS DE MISTRAL &#8211; Bundesstart 25.09.2014<\/em><\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/ein-sommer-in-der-provence\/avis-de-mistral-1\/\" rel=\"attachment wp-att-7832\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-7832\" title=\"Copyright Concorde Filmverleih\" alt=\"Avis-De-Mistral-1, Copyright Concorde Filmverleih\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Avis-De-Mistral-1.jpg\" width=\"300\" height=\"392\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Avis-De-Mistral-1.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Avis-De-Mistral-1-153x200.jpg 153w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Avis-De-Mistral-1-229x300.jpg 229w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Grundlage der Besprechung ist die franz\u00f6sische DVD-Fassung mit englischen Untertiteln<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der franz\u00f6sische Film hat in den letzten Jahren an Gewichtung gewonnen, nicht nur im Action-Kino. Gerade Kom\u00f6dien machen dem Hollywood-Einerlei m\u00e4chtig zu schaffen. Man denke an die SCH&#8217;TIS, oder die ZIEMLICH BESTEN FREUNDE, als die beliebtesten Beispiele aus der j\u00fcngsten Zeit. Ein Blick lohnt sich also, auch, oder gerade f\u00fcr Mainstream-Anh\u00e4nger. Und Jean Reno, was kann man bei ihm schon falsch machen. Hier in der PROVENCE spielt er den missmutigen Paul, einen Olivenbauer, dem in diesem Sommer eine unangenehme \u00dcberraschung erwartet. Seine Frau Ir\u00e8ne bringt Besuch aus der Gro\u00dfstadt ins l\u00e4ndliche Idyll. L\u00e9a, Adrien und der stumme Th\u00e9o, die Kinder der in Ungnade gefallenen Tochter, mit der Paul jeden Kontakt abgebrochen hat. Und auch auf seine Enkel k\u00f6nnte Paul sehr gut verzichten. Es wird nicht nur der Zusammenprall zweier sehr unterschiedlicher Generationen, sondern auch verschiedener Lebensweisen. Der knorrige Paul redet lieber mit seinen Olivenb\u00e4umen, und die Kinder sind von der mangelhaften Internet-Anbindung genervt. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Traumhafte Landschaften, urige Typen, altbekannte Klischees. St\u00e9phane Le Parc packt alles in traumwandlerische Bilder, choreografiert die Figuren hinein wie in Gem\u00e4lde. Mit leichter Hand inszeniert Rose Bosch diese Figuren, mit Ecken und Kanten, die sehr leicht abgeschliffen und abgerundet werden k\u00f6nnen. Das w\u00e4re so weit nicht tragisch, wei\u00df man ja von den ersten Szenen an, worauf die Handlung hinaus laufen wird. Nur Rose Bosch schien nicht zu wissen, worauf sie selbst hinaus wollte. Was als vermeintliche Kom\u00f6die beginnt, wandelt sich dann zu einer vertr\u00e4umten Spielerei, die sich zu sehr an Eric Rohmers Jahreszeiten-Romanzen orientiert, nur um sich dann dem Drama anzun\u00e4hern. Bosch will zu viel, und verliert dabei das Gesamtbild aus den Augen. So will die Kom\u00f6die nicht wirklich funktionieren, und das Drama nicht packen. Es will sich kein richtiger Fluss einstellen, weil Bosch immer zu pl\u00f6tzlich die Thematik wechselt. Und anstatt sich auf die Charaktere zu verlassen, muss in den Film, was in den Film als Hintergrund rein passt. Und dann dr\u00e4ngt sich dieser Hintergrund einfach zu forsch nach vorne. Viel zu dick, das Pathos um die Provence. Folklore, was an Folklore m\u00f6glich ist. Und Probleme, wo Probleme hin passen. Dabei kommen die Figuren definitiv zu kurz. Bosch geht in die Breite, aber kaum in die Tiefe. Jeder muss mit irgendetwas zu k\u00e4mpfen haben, aber nichts, was sich nicht in der L\u00e4nge des Film zu l\u00f6sen w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Liebeskummer, und das schwelgen in alten Zeiten, schwierige Ann\u00e4herungen, oder die Verwirklichung von Tr\u00e4umen. Der Film geizt wahrlich nicht an Gef\u00fchlen, und geht dabei fast etwas zu weit, weil die Oberfl\u00e4chlichkeit so auffallend ist. Selbst als Paul gegen sein gr\u00f6\u00dftes Problem angehen muss, ist dies weniger Kampf, als eine einfache Entscheidung. Wobei sich auch in der PROVENCE zeigt, dass man mit Jean Reno wenig falsch machen kann. Er ist einer dieser Charakterk\u00f6pfe, denen man immer gerne zusieht, auch wenn das Drumherum nicht so stimmig ist. Ist das restliche Ensemble ganz nach seinen Anforderungen besetzt, also wenig \u00fcberraschend, und kaum herausragend, kann neben Reno lediglich Lukas P\u00e9lissier wirklich gl\u00e4nzen. Der achtj\u00e4hrige Nachwuchs gibt den stummen Th\u00e9o mit einer Nat\u00fcrlichkeit, die schlichtweg begeistert. Er ist neben Jean Reno der Punkt, an den man sich erinnern wird, w\u00e4hrend sich der Film als Ganzes wegen seiner inszenatorischen Schw\u00e4chen, aus den Erinnerungen verabschiedet. Eine verpasste Kom\u00f6die, ein vermasseltes Drama, und viel zu viel, was man woanders nicht schon origineller verpackt gesehen hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/ein-sommer-in-der-provence\/avis-de-mistral-2\/\" rel=\"attachment wp-att-7833\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-7833\" title=\"Copyright Concorde Filmverleih\" alt=\"Avis-De-Mistral-2, Copyright Concorde Filmverleih\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Avis-De-Mistral-2.jpg\" width=\"620\" height=\"385\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Avis-De-Mistral-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Avis-De-Mistral-2-200x124.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Avis-De-Mistral-2-300x186.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Darsteller: Jean Reno, Anna Galiena, Chlo\u00e9 Jouannet, Hugo Dessioux, Aure Atika, <\/em><em>Lukas P\u00e9lissier, Tom Leeb Hugues Aufray, Charlotte De Turckheim u.a.<br \/>\nDrehbuch &amp; Regie: Rose Bosch<br \/>\nKamera: St\u00e9phane Le Parc<br \/>\nBildschnitt: Samuel Dan\u00e9si<br \/>\nMusik: \u00c9lise Luguern<br \/>\nFrankreich \/ 2014<br \/>\n100 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Concorde Filmverleih<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AVIS DE MISTRAL &#8211; Bundesstart 25.09.2014 Grundlage der Besprechung ist die franz\u00f6sische DVD-Fassung mit englischen Untertiteln Der franz\u00f6sische Film hat in den letzten Jahren an Gewichtung gewonnen, nicht nur im Action-Kino. 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