{"id":8158,"date":"2014-11-17T00:33:30","date_gmt":"2014-11-16T23:33:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=8158"},"modified":"2014-11-14T22:16:01","modified_gmt":"2014-11-14T21:16:01","slug":"baeren-bears","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/baeren-bears\/","title":{"rendered":"B\u00c4REN auf guter F\u00e4hrte"},"content":{"rendered":"<p><em>BEARS &#8211; Bundesstart 13.11.2014<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/keine-gute-tat\/bears_001a_g_deu-de_84-1x118-9-indd\/\" rel=\"attachment wp-att-8152\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-8152\" title=\"Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" alt=\"Bears-1, Walt Disney Studios Motion Pictures\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Bears-1.jpg\" width=\"300\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Bears-1.jpg 300w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Bears-1-141x200.jpg 141w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Bears-1-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Die Abenteuer des wahren Lebens, True Life Adventure. Es ist ein wunderbar betiteltes Sub-Genre, mit dem Disney unter dem Label DisneyNature wieder verst\u00e4rkt mit Natur-Dokumentationen in die Kinos kommt, was bereits 1948 begonnen hatte. Seit 2007 gab es UNSERE ERDE, IM REICH DER RAUBKATZEN und SCHIMPANSEN, bei denen Alastair Fothergill die Regie mit jeweils einem Partner \u00fcbernommen hatte.\u00a0 Nach den RAUBKATZEN ist es bei B\u00c4REN die zweite Zusammenarbeit mit Keith Scholey. Fothergills Dokumentationen sind die finanziell erfolgreichsten Naturfilme in Spielfilml\u00e4nge. Man sieht aber auch warum, und deswegen wird sich auch B\u00c4REN in diese Reihe einf\u00fcgen. In zwei Jahren haben sechzehn Kameraleute Bilder gesammelt und Situationen eingefangen, die oft faszinieren, und viel \u00f6fter atemberaubend sind. Man kann sich als Au\u00dfenstehender \u00fcberhaupt keine Vorstellung machen, wie die Produktionsbedingungen gewesen sein m\u00fcssen. Selbst der kleine Exkurs den der Abspann dem Zuschauer als Blick hinter die Kulissen bietet, wirft nur noch mehr Fragen auf, die Keith Scholey selbst beantwortet hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->Im Katmai National Park von Alaska gibt es eine Population von 2000 Braunb\u00e4ren. Drei von ihnen sind Sky und ihre zwei Neugeborenen Amber und Scout. Im angehenden Fr\u00fchjahr verlassen sie ihre H\u00f6hle, und beginnen ihren beschwerlichen Abstieg von den verschneiten Bergh\u00f6hen, hinab an die K\u00fcste. Es wird eine beschwerliche Reise, weil b\u00f6se und ausgesto\u00dfene B\u00e4ren wie Chinook, gegen den Hunger auch keinen B\u00e4renkinder abgeneigt sind. Zudem f\u00e4llt es Sky schwer genug Nahrung f\u00fcr sich zu finden. Denn in erster Linie sind die wenigen warmen Monate nur dazu da, sich einen ganz ordentlichen Speckg\u00fcrtel anzufressen, um Amber und Scout mit Muttermilch \u00fcber den n\u00e4chsten Winter zu bringen. Doch gerade wegen der Kinder, die sie immer im Auge behalten muss, hat Sky gegen\u00fcber den vielen anderen B\u00e4ren beim Lachsfang immer das Nachsehen. Am Strand kommt neben Chinook auch noch der gewaltige Wolf Tikaani als Gefahr f\u00fcr die B\u00e4renkinder hinzu. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Keith Scholey: <em>&#8222;Da gibt es keinen negativen Einfluss des Menschen, so haben die B\u00e4ren \u00fcberhaupt nicht auf die Leute reagiert. Wir sind in den Auen herum gegangen und die B\u00e4ren haben uns weitgehend ignoriert, und haben das gemacht, was sie so tun, wenn niemand zusieht. F\u00fcr Wildtier-Filmemacher die perfekte Situation. Ein Platz wo wir fast unsichtbar waren, und wir die B\u00e4ren-Gemeinschaft so festhalten konnten wie sie sich eben verhalten.&#8220;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Wie die Abspannbilder imposant demonstrieren, ist man dabei den B\u00e4ren aber weit n\u00e4her gekommen, als man wirklich annehmen w\u00fcrde. Doch die Produzenten und ihre Kameraleute sind erfahrene Tierfilmer, deswegen gab es auch keine unangenehmen Zwischenf\u00e4lle. Das Material haben Fothergill und Scholey mit Andy Netley zu einer unterhaltsamen, manchmal auch spannenden Geschichte zusammengestellt. Die Dramaturgie allerdings f\u00e4llt weit hinter die von SCHIMPANSEN zur\u00fcck, der ebenfalls von Netley geschnitten wurde, und extrem ausgereifte Spannungsb\u00f6gen aufzubauen wusste. B\u00c4REN hinkt diesem Konzept eines Spielfilms leider immer hinterher. Zu offensichtlich ist das Bem\u00fchen um einen k\u00fcnstlichen Spannungsaufbau, eine dramatische Steigerung l\u00e4uft dann im Verlauf von Skys Nahrungsproblemen langsam ins Leere. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn man an der k\u00fcnstlich erzeugten Handlung Makel erkennen will, bei den Bildern gibt es die in keiner Szene. Imposante Landschaften und eindrucksvolle B\u00e4ren-Bilder gibt es am St\u00fcck. Mal angsteinfl\u00f6\u00dfendes\u00a0 Imponiergehabe von ausgewachsenen M\u00e4nnchen, dann wieder der Knuddel-Effekt bei den Jungen. Es ist ein st\u00e4ndiges und bei Laune haltendes auf und ab der Gef\u00fchle. Ein echter Coup ist den Kameraleuten gelungen, wenn der einj\u00e4hrige Scout einmal alleine den ausgewachsenen Tikaani vertreibt, und sp\u00e4ter noch einmal mit seiner Schwester, ohne das sich die Mutter einmischen muss. Aber auch wenn sich Tikaani einmal am Strand von hinten an einen Lachs fressenden B\u00e4ren heran schleicht, um ihm seinen Vorrat direkt unter seinem Bauch weg zu stehlen, ohne das der B\u00e4r etwas davon merkt. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein wirklicher Schwachpunkt ist aber John C. Reilly als Sprecher in der Originalfassung. Es gibt viel zu viel Text, keine Szene bleibt unkommentiert, Sequenzen einfach wirken zu lassen fehlt leider. Und Reilly \u00fcbertreibt einfach in seinen Betonungen, und konzentriert sich zu sehr auf eine kindliche Naivit\u00e4t, anstatt die Stimmung alters\u00fcbergreifend zu halten. Es ist aber nicht nur Reilly zuzuschreiben, dass der Erz\u00e4hler die starken Bilder und Szenen einfach verw\u00e4ssert, sondern auch dem viel zu oberfl\u00e4chlichen und nie in die Tiefe gehenden Text, mit dem er arbeiten musste. Wer in der deutschen Fassung sprechen wird, ist weder auf Disney-Seiten zu erfahren, noch \u00fcber den deutschen Pressetext, welcher sich damit entlarvt, dass er aktuell immer noch einen Starttermin im Juni 2014 angibt. Sehr ungew\u00f6hnlich f\u00fcr die eigentlich ber\u00fcchtigte Gr\u00fcndlichkeit von Disney. Daran sollte man allerdings einen Kinobesuch nicht festmachen. B\u00c4REN ist so oder so ein atemberaubendes Sehvergn\u00fcgen, welches trotz Schw\u00e4chen, immer noch genug Faszination ausstrahlt, dass der n\u00e4chste Film von Alastair Fothergill schon jetzt ein Muss geworden ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/keine-gute-tat\/disneynatures-bears\/\" rel=\"attachment wp-att-8153\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-8153\" title=\"Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" alt=\"Bears-2, Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Bears-2.jpg\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Bears-2.jpg 620w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Bears-2-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Bears-2-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Erz\u00e4hler: John C. Reilly<\/em><br \/>\n<em> Regie: Alastair Fothergill, Keith Scholey<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>realisiert mit 26 Kameraleuten<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: Andy Netley<\/em><br \/>\n<em> Musik: George Fenton<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2014<\/em><br \/>\n<em> 78 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Walt Disney Studios Motion Pictures<\/em><\/strong><\/span><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BEARS &#8211; Bundesstart 13.11.2014 Die Abenteuer des wahren Lebens, True Life Adventure. Es ist ein wunderbar betiteltes Sub-Genre, mit dem Disney unter dem Label DisneyNature wieder verst\u00e4rkt mit Natur-Dokumentationen in die Kinos kommt, was bereits 1948 begonnen hatte. 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