{"id":8367,"date":"2014-12-15T00:08:22","date_gmt":"2014-12-14T23:08:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=8367"},"modified":"2014-12-14T22:08:58","modified_gmt":"2014-12-14T21:08:58","slug":"woher-kommt-jessica-chastain","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/woher-kommt-jessica-chastain\/","title":{"rendered":"Woher kommt Jessica Chastain"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2014\/woher-kommt-jessica-chastain\/jessica-chastain\/\" rel=\"attachment wp-att-8368\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-8368\" title=\"Photo Gordon Correll, Wikipedia  CC BY-SA 2.0\" alt=\"Jessica-Chastain, Photo Gordon Correll, Wikipedia  CC BY-SA 2.0\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Jessica-Chastain.jpg\" width=\"300\" height=\"400\" \/><\/a><span style=\"color: #000000;\">Fast f\u00fcnfzig Jahren soll es gedauert haben, bis die Kino-Charts von zwei Filmen angef\u00fchrt wurden, in der eine Frau die Hauptrolle spielte. Das war 2013, als Kathryn Bigelows ZERO DARK THIRTY vom ersten Platz verdr\u00e4ngt wurde, als sich der Horror-Thriller MAMA an die Spitze spielte. Jessica Chastain spielte die Hauptrollen. In wessen Fu\u00dfstapfen sie damit allerdings trat, muss noch recherchiert werden. Das Ph\u00e4nomen gab es bereits 2011, als THE HELP die Nummer Eins in Amerika war, und sich EINE OFFENE RECHNUNG auf Platz Zwei setzte. Allerdings war hier Jessica Chastain jeweils als Nebenrolle besetzt. Was sich hier als Kassen-Magnet ausnimmt, ist nat\u00fcrlich nicht wirklich der Person Chastain zuzuschreiben. ZERO DARK THIRTY wollten die Leute sehen, weil es um die Jagd auf Bin Laden ging. MAMA fand sein Publikum wegen des gruseligen Horror-Szenarios. Aber dennoch war Jessica Chastain in gewisser Weise allgegenw\u00e4rtig. Doch woher kam dieses einnehmende Gesch\u00f6pf mit der sympathischen, aber nicht n\u00e4her definierbaren Ausstrahlung? Auf einmal war sie da. Unvermittelt war ihr Name ein Begriff. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more-->\u00dcber verschiedene Theater-Erfolge kam Jessica Chastain zum Fernsehen. F\u00fcr die Teilnahme an der Juilliard Schule f\u00fcr Tanz, Musik und darstellende K\u00fcnste, wurde sie mit einem Stipendium von keinem geringeren als Robin Williams unterst\u00fctzt. John Wells, einer der erfolgreichsten Fernsehautoren- und produzenten, k\u00f6derte Chastain w\u00e4hrend ihres letzten Jahres in Julliard f\u00fcrs Fernsehen. Das war 2004, wo sie sich von da an mit gerade einmal mit l\u00e4cherlich geringen acht Verpflichtungen durch die TV-Landschaft schlug. 2008 und 2009 kam der Einstieg ins Filmgesch\u00e4ft mit den beiden unabh\u00e4ngig produzierten JOLENE und STOLEN. W\u00e4hrend dessen blieb sie den Brettern die die Welt bedeuten treu. Aber einen wirklichen Namen machte sie sich weder beim herk\u00f6mmlichen Publikum, noch bei den Cineasten. Irgendwo schl\u00e4ngelte sich Chastain durch die Niederungen, ohne anzuecken, aber auch ohne gro\u00df aufzufallen. Und dann beginnt das Ph\u00e4nomen Jessica Chastain. Nach einem Abstecher zur\u00fcck ins Fernsehen, beginnt eine Karriere, die niemand wirklich als Beginn einer Karriere wahr nahm. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Als das Rassen-Drama THE HELP in die Kinos kam, redete die gesamte Kino-Welt wie selbstverst\u00e4ndlich von der wie immer phantastischen Jessica Chastain als naiv liberale Celia Foote, die ohne Ambitionen, oder auch nur dar\u00fcber nach zu denken, ihre schwarze Haushaltshilfe eher als Freundin wahrnimmt, anstatt ihrer eigentlich angelernten S\u00fcdstaaten-Mentalit\u00e4t nach zu kommen. Wie selbstverst\u00e4ndlich war da auf einmal der Name, das Gesicht, die Person. Niemand fragte nach, wo sie auf einmal herkam. Niemand schien \u00fcberrascht von ihrem pl\u00f6tzlich \u00fcberw\u00e4ltigend, nat\u00fcrlichen Charisma. Zuvor hatte Jessica Chastain noch den vielfach ausgezeichneten TAKE SHELTER gemacht, der wegen Michael Shannon schmerzhafter Darstellung eines paranoiden Familienvaters Aufmerksamkeit errang. Dann gab es noch Ralph Fiennes Regie-Deb\u00fct CORIOLANUS, dass eigentlich gar keine Zuschauer locken wollte. Und schlie\u00dflich Terrence Malicks TREE OF LIFE, der wirklich nur einem Arthouse-Publikum zugedacht war. Doch gerade bei TREE OF LIFE war der Name Jessica Chastain bereits ein Begriff. Warum, ist eigentlich nicht wirklich nachvollziehbar. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Beim TREE OF LIFE nachfolgenden THE HELP war sie bereits eine pr\u00e4sente Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Jessica Chastain war auf nicht nachvollziehbaren Wegen, bei einem Publikum angekommen, das eigentlich nicht dem Klientel ihrer bisherigen Filme entsprach. LAWLESS war dann ein allgemein untersch\u00e4tzter Film, und COLOR OF TIME fand nicht einmal den Weg in die Kinos. Ist es da nicht ein Ph\u00e4nomen, wie selbstverst\u00e4ndlich man Jessica Chastain als greifbaren Star in ZERO DARK THIRTY wahrnahm. Oder ihren Einsatz zu sch\u00e4tzen wusste, in einem eher billig produzierten Horrorfilm wie MAMA mit zu wirken. Es ist erstaunlich, weil Al Pacinos nachfolgende Regie-Arbeit SALOM\u00c9, wiederrum \u00fcberhaupt keine Beachtung fand. Und erst DAS VERSCHWINDEN DER ELEANOR RIGBY nicht nur wegen seiner innovativen Umsetzung von sich reden machte, sondern auch wegen seiner Darstellerin Jesica Chastain. Es hat den Anschein, als k\u00f6nnte die charismatische Schauspielerin stark pr\u00e4sent sein, und je nach Laune des Publikums nicht existent. Doch am meisten \u00fcberrascht, wie selbstverst\u00e4ndlich sich ihre Name und ihre Erscheinung von jetzt auf gleich manifestierte. Und niemand zeigte sich verwundert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Z\u00e4hlt man die finanziell erfolgreichen Werke, welche auch medial die gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit erregen, sind es von 14 Filmen seit TAKE SHELTER sieben Filme die man mit Jessica Chastain in Verbindung bringt. Zuerst klingt das nicht nach sehr viel, doch dass dies in einem schmalen Zeitraum von nur drei Jahren passierte, macht es schon wieder zu einer Besonderheit. Mit vier Filmen war sie 2014 im Kino zugegen. 2015 werden es drei Filme werden. Eine sehr umtriebige Frau, die im gro\u00dfen Mainstream von INTERSTELLAR genauso zuhause ist, wie in bescheiden produzierten Arthouse-Filmen wie MISS JULIE. Ob die Filme nun gesehen werden, oder nicht, dieses markante Gesicht und das \u00fcberzeugende Talent bleibt erhalten. So, als ob es sie schon seit ewigen Zeiten eine Institution w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Photo Gordon Correll, Wikipedia\u00a0 CC BY-SA 2.0<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast f\u00fcnfzig Jahren soll es gedauert haben, bis die Kino-Charts von zwei Filmen angef\u00fchrt wurden, in der eine Frau die Hauptrolle spielte. 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