{"id":9301,"date":"2015-06-18T06:00:04","date_gmt":"2015-06-18T05:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=9301"},"modified":"2015-06-16T22:44:03","modified_gmt":"2015-06-16T21:44:03","slug":"city-of-mcfarland-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/city-of-mcfarland-usa\/","title":{"rendered":"CITY OF McFARLAND"},"content":{"rendered":"<p><em>McFARLAND, USA &#8211; 18.06.2015<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/city-of-mcfarland-usa\/mcfarland-1\/\" rel=\"attachment wp-att-9307\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9307\" title=\"Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" alt=\"McFarland-1, Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/McFarland-1.jpg\" width=\"250\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/McFarland-1.jpg 250w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/McFarland-1-145x200.jpg 145w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/McFarland-1-218x300.jpg 218w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/span>Die Besprechung basiert auf der amerikanischen BluRay-Fassung in originaler Sprachfassung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Eigentlich sollte der Film einfach nur McFARLAND hei\u00dfen. Aber mit dem Zusatz USA bekommt das Ganze dann doch noch eine zus\u00e4tzliche, ironische Note. Die Stadt McFarland f\u00fchrt den Spitznamen &#8218;Obstsch\u00fcssel von Kalifornien&#8216;, ein gro\u00dfes Anbaugebiet von Obst und Gem\u00fcse. Aber wie es sich eben auf solchen Feldern verh\u00e4lt, braucht es Erntehelfer, wo Maschinen nichts ausrichten k\u00f6nnen, oder zu teuer werden. Und so wird es zur bitteren Ironie, dass in dem 13.000 Seelen Kaff McFarland, USA, 11.000 legale Hispanics und Lations wohnen. Bitter f\u00fcr den Sportlehrer Jim White, der mit seiner Familie gerade angekommen ist, um an der hiesigen High School zu lehren. Denn die verw\u00f6hnte wei\u00dfe Familie hat mit allem gerechnet, aber nicht mit einer \u00e4rmlichen Nachbarschaft von Mexikanern, oder Restaurants wo es keine Hamburger gibt. Und das Huhn als Einzugsgeschenk setzt dem Ganzen die Krone auf. Willkommen in McFarland, USA.<\/span>\u00a0\u00a0 <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dies ist eine wahre Geschichte. Zumindest inspiriert, von wahren Ereignissen. Denn wie es sich bei solchen Produktionen immer verh\u00e4lt, muss man die Wahrheit immer etwas biegen, um eine filmreife Dramatik zu erreichen. Bei Jim Whites Geschichte in McFarland, wurden einige Fakten bereinigt und dramatisiert, aber das soll an dieser Stelle kein Thema sein, weil die Ver\u00e4nderungen tats\u00e4chlich zum besseren f\u00fcr den Film wirken. Der hitzk\u00f6pfige Jim \u00fcberwirft sich schnell mit dem Co-Trainer der Footballmannschaft, erkennt daf\u00fcr in einigen der ausschlie\u00dflich hispanischen Sch\u00fclern ein ungeheures Laufpotential. Um vom Football weg zu kommen, m\u00f6chte er ohne jede Vorkenntnis, ein Team von Gel\u00e4ndel\u00e4ufern aufbauen. Es beginnt eine emotionale Erfolgsgeschichte, die bei den Disney Studios besten aufgehoben ist. Eine Geschichte mit allen bekannten Zutaten. Eine von Misstrauen gepr\u00e4gte Ann\u00e4herung der verschiedenen ethnischen Gruppen. Erste Erfolge, gefolgt von schweren R\u00fcckschl\u00e4gen. Die Festigung der Vertrauensbasis, welche schlie\u00dflich die Gruppe \u00fcber sich hinaus wachsen l\u00e4sst. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das hat man sicherlich schon genau in dieser Struktur schon oft gesehen.\u00a0 Aber McFARLAND ist ein sehr guter Beweis daf\u00fcr, dass die alten Formeln ihre Rechtfertigung finden, wenn sie in der rechten Form und der angemessenen Umsetzung dargeboten werden.\u00a0 Es ist die typische &#8218;Fisch aus dem Wasser&#8216; Geschichte, dieses mal allerdings mit vertauschten Rollen. Das der bis dahin ahnungslose Trainer White, mangels Erfahrung, eine Eieruhr anstelle einer richtigen Stoppuhr benutzen muss, ist eines der witzigsten, daf\u00fcr unaufdringlich in Szene gesetzten Details des Films. Immer wieder tappt die Familie White in die Fallen von Vorurteilen, was die Hispanics aber mit sehr viel Humor nehmen. Am Ende wird Jim White selbstredend ein ver\u00e4nderter Mann sein. Aber auch seine sieben L\u00e4ufer, die sich gegen jede Erwartung gegen die gro\u00dfen und finanziell gest\u00e4rkten Schulen durchsetzt, erfahren neue Erkenntnisse. Das erste mal in ihrem Leben, wird ihnen Respekt entgegen gebracht. Sei es anfangs nur von einem Mann, sp\u00e4ter noch von den konkurrierenden Schulen. Wie in allen einschl\u00e4gigen Erfolgsgeschichten, sind es sich gegenseitig befruchtende Beziehungen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die beiden Bildgestalter Arkapaw und Stacey haben gerade die Lauf-Szenen, sei es beim Training, oder den eigentlichen Rennen, in zauberhaftes Licht getaucht. Immer wieder sorgen die starken Gegenlichtaufnahmen f\u00fcr eine besonders dichte Atmosph\u00e4re. Eine Atmosph\u00e4re welche den Schmerz im Kampf ebenso vermittelt, wie die \u00c4sthetik des Gel\u00e4ndelaufs. Niki Caro darf man durchaus als Ausnahmeregisseurin bezeichnen. Denn wie die Neuseel\u00e4nderin McFARLAND inszeniert hat, beweist ein immenses Fingerspitzengef\u00fchl f\u00fcr Charaktere gleicherma\u00dfen, wie f\u00fcr die Erz\u00e4hlung einer Geschichte, und wie man beides \u00fcberzeugend und ansprechend ineinander flie\u00dfen l\u00e4sst. Caro f\u00fchrt mit leichter Hand, und versucht erst gar nicht Drama oder Humor zu strapazieren. In einem leichten Fluss erz\u00e4hlt sie ehrlich und vor allem realistisch ihre Geschichte. Da kommt ein Charakterkopf wie Kevin Costner nat\u00fcrlich noch wesentlich besser zum tragen. Allerdings sind es die eher unbekannten Gesichter der hispanischen Darsteller, welche dem Film eine erquickliche Authentizit\u00e4t verleiht. Allen voran Carlos Pratts, als ein von Misstrauen und zerr\u00fctteten Familienverh\u00e4ltnissen gepr\u00e4gter Sch\u00fcler.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">CITY OF McFARLAND ist ein erstaunlich unterhaltsamer, sehr einnehmender Film, obwohl er Versatzst\u00fcck um Versatzst\u00fcck bem\u00fcht. Aber er macht Spa\u00df, ist trotz seiner fast 130 Minuten extrem kurzweilig, und \u00fcberzeugt mit seinem homogenen Ensemble. Und da macht es auch nichts, dass man den obligatorischen Ausgang der Geschichte schon im Ansatz erahnt. Man h\u00e4tte es auch auf keinen Fall anders gewollt. Nicht bei dieser \u00fcberaus sympathischen Truppe.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/city-of-mcfarland-usa\/mcfarland\/\" rel=\"attachment wp-att-9306\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9306\" title=\"Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" alt=\"McFARLAND, Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/McFarland-2.jpg\" width=\"640\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/McFarland-2.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/McFarland-2-200x131.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/McFarland-2-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Darsteller: Kevin Costner, Ramiro Rodriguez, CarlosPratts, Johnny Ortiz, Maria Bello, Elsie Fisher u.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: Niki Caro<\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: Christopher Cleveland, Bettina Gilios, Grant Thompson<\/em><br \/>\n<em> Kamera: Adam Arkapaw, Terry Stacey<\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: David Coulson<\/em><br \/>\n<em> Musik: Antonio\u00a0 Pinton<\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: Richard Hoover<\/em><br \/>\n<em> USA \/ 2015<\/em><br \/>\n<em> 129 Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Walt Disney Studios Motion Pictures<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>McFARLAND, USA &#8211; 18.06.2015 Die Besprechung basiert auf der amerikanischen BluRay-Fassung in originaler Sprachfassung. 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