{"id":9582,"date":"2015-08-16T06:00:25","date_gmt":"2015-08-16T05:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=9582"},"modified":"2015-08-15T22:16:50","modified_gmt":"2015-08-15T21:16:50","slug":"fantastic-four","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/fantastic-four\/","title":{"rendered":"FANTASTIC FOUR"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/fantastic-four\/fantastic-four-1\/\" rel=\"attachment wp-att-9584\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Copyright Constantin Filmverleih GmbH\" alt=\"Fantastic-Four-1, Copyright Constantin Filmverleih GmbH\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Fantastic-Four-1.jpg\" width=\"250\" height=\"354\" \/><\/a>FANTASTIC FOUR &#8211; Bundesstart 13.08.2015<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Als die Fantastischen Vier 2005 auf die Leinwand losgelassen wurden, die orientierte man sich schon stark am Erfolg von X-MEN. Eine saubere, aufger\u00e4umte Handlung, alles eine Spur zu glatt, vielleicht auch etwas brav. Der Unterhaltungswert war bei X-MEN aber durchweg gegeben. Und so ging es dann auch bei den FANTASTISCHEN VIER, allerdings etwas sauberer, auch etwas braver. Gut gemacht, unterhaltsam, kurzweilig. Aber nicht wirklich der durchschlagende Erfolg. Erst drei Jahre sp\u00e4ter w\u00fcrde die Filmwelt erfahren, wie eine erfolgreiche, auf ein breites Publikum ausgelegte Comic-Verfilmung auszusehen hat. Doch da war das Thema schon durch, weil RISE OF THE SILVER SURFER als zweiter Teil, bei vielen Zuschauer und Kritiker sehr viel Schaden angerichtet hatte. Jetzt, da die Rechte der Vier bald ausgelaufen w\u00e4ren, hat sich 20th Century Fox gedacht, doch noch einmal einen Vorsto\u00df zu wagen. Irgendwann muss die Marvel-Nuss doch geknackt werden k\u00f6nnen. Also alles zur\u00fcck auf Anfang. \u00a0 <!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">War der erste Film von 2005 schon die Origin-Story, geht das Reboot noch einen ganzen Schritt weiter zur\u00fcck. Schon als vorpubertierender Junge ist Reed Richards ein schlaues B\u00fcrschchen, und arbeitet an einem Teleporter. Aber erst im Teenager-Alter gelingt ihm, mit seinem besten Freund Ben Grimm an der Seite, der Durchbruch. Sie k\u00f6nnen Dinge verschwinden lassen, aber was zur\u00fcckkommt ist nur Sand. Dennoch wird Dr. Franklin Storm auf Reed aufmerksam, und bietet ihm f\u00fcr sein Institut ein Stipendium an, wo er seine Forschungen beenden kann. Reed lernt dabei Storms Adoptivtochter Sue kennen. Um Schulden abzuarbeiten, verdonnert Dr. Storm gleich noch seinen Sohn Johnny dazu, im Team zu helfen. Letztendlich wird die Arbeit am Teleporter erfolgreich beendet, als der ehemalige Sch\u00fctzling von Franklin, Victor Von Doom, entscheidende Ideen einbringt. Bevor die Nasa sich die Apparatur unter den Nagel rei\u00dfen kann, wagen die f\u00fcnf jungen Leute einen Selbstversuch. Doch sie landen nicht an einem anderen Platz, sondern in einer anderen Dimension. Victor Von Doom kommt dabei vermeintlich ums Leben, und die anderen kommen merklich ver\u00e4ndert zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Reed kann K\u00f6rper und Gliedma\u00dfe ja nach Bedarf verformen. Sue kann sich unsichtbar machen und Kraftfelder erzeugen. Johnny ist eine lebende Fackel, der seinen K\u00f6rper nach eigenen Willen entz\u00fcnden und auch fliegen kann. Und Ben ist zu einem lebendigen Steinhaufen mutiert, der unbezwingbare Kr\u00e4fte zu haben scheint. Das ist nat\u00fcrlich f\u00fcrs Milit\u00e4r eine willkommene Abwechslung. Und mit ein bisschen \u00dcberzeugungskraft, k\u00f6nnen die verschiedenen Kr\u00e4fte der Fantastischen Vier auch in diversen Krisengebieten genutzt werden. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Eigentlich hat Josh Trank einen ordentlichen Film inszeniert. Hier passen die Spannungsb\u00f6gen, das Erz\u00e4hltempo, der sparsam eingesetzte Humor. Der Film ist inszeniert, wie man es erwarten w\u00fcrde. Sues anf\u00e4ngliche Ablehnung gegen\u00fcber Reed, schlie\u00dflich die Ann\u00e4herung. Der rebellische Sohn, der einsichtig wird. Die b\u00f6sen Wissenschaftler, welche die Erfindung missbrauchen wollen. Menschen die gegeneinander ausgespielt werden, um dann festzustellen, dass sie nur gemeinsam stark sind. So offenbart jede Exposition auch gleich ihre Aufl\u00f6sung. Das alles ist Hollywood pur, die Essenz von Klischees und Erz\u00e4hlstruktur. Nur keine Spur originell. Selbst Matthew Jensens Bildf\u00fchrung ist gef\u00e4llig, aber uninspiriert. Und dar\u00fcber kann auch das Ensemble \u00e4u\u00dferst ansprechender Darsteller nicht hinweg t\u00e4uschen, die Charaktere verk\u00f6rpern m\u00fcssen, aus denen sie l\u00e4ngst heraus gewachsen sind. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das gr\u00f6\u00dfte Problem von FANTASTIC FOUR ist allerdings sein Handlungsverlauf. Die ersten 45 Minuten erz\u00e4hlen nur Reeds Geschichte bis hin zum Bau des Teleporters. Das ist f\u00fcr einen Superheldenfilm einfach viel zu lang, zudem FANTASTIC FOUR nur erstaunlich kurze 100 Minuten Laufzeit hat. Dann vergehen erneut 15 Minuten, bis die Helden ver\u00e4ndert aus der anderen Dimension kommen. Anschlie\u00dfend werden sie erst einmal gr\u00fcndlich vom Milit\u00e4r untersucht, und f\u00fcr Kampfeins\u00e4tze missbraucht, von denen man nur etwas \u00fcber fingierte Nachrichtensendungen sieht. Erst die letzten zwanzig Minuten widmen sich dann dem eigentlichen Superheldentenor, wenn die Fantastischen gegen den wieder erschienen Doom antreten m\u00fcssen. Nat\u00fcrlich will Doom die Welt vernichten, die Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist allerdings das stimmigste Element im Film. Zudem reden die jungen Wissenschaftler stets von einer anderen Dimension. Was der Zuschauer aber zu sehen bekommt, sieht einfach aus wie ein anderer Planet, inklusive Wolken und Blitzgewitter.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Vielleicht spielt FANTASTIC FOUR gen\u00fcgend ein, um eine Fortsetzung zu rechtfertigen, der Film selbst tut es n\u00e4mlich nicht. Er \u00fcberzeugt nicht, weil er mit aller Gewalt und sehr viel Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung erst der Anfang einer langen Reihe sein m\u00f6chte, daf\u00fcr an Superheldentaten aber viel zu wenig zeigt. Und da mag man den offen ausgetragenen Disput zwischen Autor und Regisseur Trank mit 20th Century Fox schon sehr kritisch gegen\u00fcberstehen. Denn ob Trank tats\u00e4chlich eine bessere Fassung im Kopf hatte, die ihm das Studio letztendlich verwehrte, kann man sich bei dem Material kaum vorstellen. Trank hat mit CHRONICLE ein wunderbares Debut geliefert. Aber das er gleich bei seinem zweiten Spielfilm die kreative Kontrolle inklusive Final Cut bei einem Prestigeobjekt wie diesem bekommen w\u00fcrde, ist ein absurder Gedanke. So sehr man spekulieren kann und will, letztendlich gibt es nur diese Version von FANTASTIC FOUR. Und die ist unterhaltsam, nicht unbedingt Zeitverschwendung, aber kein Grund um nerv\u00f6s zu werden, sollte man ihn verpassen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/fantastic-four\/fantastic-four-2\/\" rel=\"attachment wp-att-9585\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9585\" title=\"Copyright Constantin Filmverleih GmbH\" alt=\"Fantastic-Four-2, Copyright Constantin Filmverleih GmbH\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Fantastic-Four-2.jpg\" width=\"640\" height=\"359\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Fantastic-Four-2.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Fantastic-Four-2-200x112.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Fantastic-Four-2-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Darsteller:<strong> Miles Teller, Kate Mara, Michael B. Jordan, Jamie Bell, Toby Kebell, Tim Blake Nelson, Reg E. Cathey<\/strong> u.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: <strong>Josh Trank<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: <strong>Josh Trank, Simon Kinberg, Jeremy Slater<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Kamera: <strong>Matthew Jensen<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: <strong>Elliot Greenberg, Stephen E. Rivkin<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Musik: <strong>Marco Beltrami, Philip Glass<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: <strong>Chris Seagers, Molly Hughes<\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong> USA &#8211; Gro\u00dfbritannien<\/strong> \/ 2015<\/em><br \/>\n<em><strong> 100<\/strong> Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Constantin Filmverleih GmbH<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FANTASTIC FOUR &#8211; Bundesstart 13.08.2015 Als die Fantastischen Vier 2005 auf die Leinwand losgelassen wurden, die orientierte man sich schon stark am Erfolg von X-MEN. 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