{"id":9610,"date":"2015-08-30T06:00:57","date_gmt":"2015-08-30T05:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/?p=9610"},"modified":"2015-08-29T22:04:58","modified_gmt":"2015-08-29T21:04:58","slug":"codename-u-n-c-l-e-the-man-from-uncle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/codename-u-n-c-l-e-the-man-from-uncle\/","title":{"rendered":"Codename U.N.C.L.E."},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/codename-u-n-c-l-e-the-man-from-uncle\/mfu_teaser-motiv-indd\/\" rel=\"attachment wp-att-9614\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-9614\" alt=\"Man-From-UNCLE, Copyright Warner Bros.\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-from-UNCLE-1.jpg\" width=\"250\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-from-UNCLE-1.jpg 250w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-from-UNCLE-1-140x200.jpg 140w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-from-UNCLE-1-211x300.jpg 211w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a>THE MAN FROM U.N.C.L.E.<br \/>\n&#8211; Bundesstart 20.08.2015<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Demn\u00e4chst wird es eine neue Verfilmung der K\u00f6nig Artus Legende geben. Antoine Fuqua hatte erst vor zehn Jahren die Sage wiederbelebt. Aber jetzt ist Guy Ritchie dran. Er hatte weit \u00fcber die Erwartungen, die britische Legende Sherlock Holmes einem j\u00fcngeren Publikum nahe gebracht. Und jetzt, mittendrin, ist erst einmal die Fernsehlegende SOLO F\u00dcR O.N.C.E.L. an der Reihe. Guy Ritchie scheint sich irgendwie festlegen zu lassen. 46 Jahre nach der Erstausstrahlung der letzten Folge der beliebten Spionage-Serie, muss man sich erstaunt fragen, warum das \u00fcberhaupt so lange gedauert hat. Doch wie bei SHERLOCK HOLMES, erweist es sich als auch hier als gegeben, das dieser Stoff nur bei Ritchie in den besten H\u00e4nden sein konnte. Ordentlich entstaubt, eine Menge attraktiver Menschen, des Regisseurs teilweise verst\u00f6render Humor, und ein Zeitkolorit, welches einem den Atem verschl\u00e4gt. H\u00f6rt sich einfach an. Und mit Ritchies Inszenierung sieht es auch einfach aus. \u00a0<!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der amerikanische Agent Napoleon Solo ist auf dem Weg nach Ost-Berlin. Es ist 1964, die Stadt durch den antifaschistischen Schutzwall getrennt, die Superm\u00e4chte im kalten Krieg. Solo soll die Informantin Gaby \u00fcber die eigentlich un\u00fcberwindliche Grenze bringen, doch ein russischer Agent ist ihnen immer nur eine Schrittl\u00e4nge hinterher. Die Flucht gelingt nur m\u00fchsam. Zur\u00fcck im freien Westen, erwartet den Spion schon der n\u00e4chste Auftrag. Gabys Vater arbeitet f\u00fcr eine italienische Dynastie an nichts geringerem, als an einer Atombombe. Weil dies eine Angelegenheit des Westens wie des Ostens gleicherma\u00dfen ist, wird Solo der Russe Illya Kuryakin an die Seite gestellt. Der Agent, der Gabys Flucht verhindern wollte. Bevor es in einer vergifteten Atmosph\u00e4re nach den sonnigen Gefilden gehen kann, muss die erste Begegnung erst einmal mit der Faust nachbesprochen werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Diese Neuauflage der 105 Folgen umfassenden Serie, hat nicht ganz das Tempo, wie Guy Ritchies vorangegangenen Filme. An manchen Stellen l\u00e4sst er sich sogar auffallend Zeit, nimmt die Gem\u00e4chlichkeit auf, die man von Filmen aus den Sechzigern gewohnt ist. Aber daf\u00fcr gibt es unabl\u00e4ssig etwas zu sehen. Sch\u00f6ne Menschen, und sehr viel Ausstattung. Schaltet der Film dann einmal in den Action-Modus, ist er umgehend im neuen Jahrtausend. Und Ritchie wei\u00df wie man Action inszeniert, wie man unheimlich Fahrt aufnehmen kann, ohne den Zuschauer im Schnitt zu verlieren. Bereits die Eingangssequenz setzt daf\u00fcr den Ton, die das Publikum sofort in entz\u00fcckte Laune versetzt. Es ist eine nicht festzumachende Mischung von Screwball-Comedy, launiger Figuren-Parade, und schwarzhumoriger Action. Und das alles geht munter zusammen, und reibt sich auch nicht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Da ist Henry Cavill genau der richtige Typ, der nicht einfach nur physisch seinen Mann steht, sondern dem man die trockenen, oft sp\u00f6ttischen Kommentare auch abkauft. Ihm gegen\u00fcber ist Armie Hammer genauso ideal besetzt, der den Agenten mit Aggressionsproblemen, mit be\u00e4ngstigender Ruhe darstellt, aber das in ihm brodelnde Verlangen nach Gewalt immer sp\u00fcrbar macht. Der Zuschauer begreift sofort, dass jeder den anderen ohne zu z\u00f6gern \u00fcber die Klinge springen lassen w\u00fcrde. Cavill mit einem neckischen Spruch auf den Lippen, oder Hammer mit ungez\u00fcgelter Brutalit\u00e4t. Schlie\u00dflich ist das ein Film von Guy Ritchie, und was hat der schon f\u00fcr \u00dcberraschungen bereit gehalten. Denn so locker, leicht, flockig der Film geschrieben und inszeniert ist, schiebt er ab und an die eine bestimmte Szene ein, die einem deutlich macht, das alles m\u00f6glich ist. Ob zum Beispiel eine Foltersequenz, oder Solos Wein und Sandwich Verzehr, w\u00e4hrend Kuryakin von den b\u00f6sen Jungs gejagt und besiegt wird. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Vielleicht w\u00e4re es sch\u00f6ner gewesen, h\u00e4tte sich Bildgestalter John Mathieson mehr an der Bildgestaltung von Filmen aus den Sechzigern orientiert. Vielleicht, es h\u00e4tte zumindest eine weitere atmosph\u00e4rische Ebene gegeben. Doch das wirklich \u00dcberraschende ist, wie eine moderne Bildf\u00fchrung den Charakter einer 50 Jahre zur\u00fcck liegenden Zeit noch verst\u00e4rken kann. Selbst wer noch so genau hinsieht, wird keine Fehler finden. Accessoires, Kost\u00fcme, Frisuren, Makeup, Automobile, M\u00f6bel, Stra\u00dfenbilder, Stadt\u00fcbersichten. Check-Point-Charlie, und selbst der Todestreifen. Aber nichts davon wird wie eine Sensation verkauft, welche es eigentlich ist. Sondern der Film zeigt es beil\u00e4ufig, pr\u00e4sentiert es als ganz nat\u00fcrliches Element. Die Inszenierung zieht dieses Zeitkolorit derart m\u00fchelos durch den Film, dass man es mit der Zeit f\u00fcr eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit annimmt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">CODENAME U.N.C.L.E. mag nicht Guy Ritchies forschester, oder originellster Film sein. Aber CODENAME U.N.C.L.E. ist ein unterhaltsamer Spa\u00df, mit aufwendiger Action, den perfekten Darsteller, und einer erfrischenden Leichtigkeit. Und wenn im Showdown die Helden dann doch auf die Armee angewiesen sind, wird die Erst\u00fcrmung der Festung mit Split-Screen-Bildern gezeigt. Eine kurze Sequenz, wo drei oder mehr Bilder zeigen, dass hier einmal die ausgebildeten Soldaten den sinnlos umher ballernden B\u00f6sewichtern wirklich \u00fcberlegen sind, und nicht wie in anderen Filmen anders herum. Doch die Split-Screen k\u00fcrzt auch ab, bis wieder Solo und Kuryakin das Heft in die Hand nehmen. Ritchie h\u00e4tte daraus eigentlich eine End-Schlacht zaubern k\u00f6nnen, wie sie in fr\u00fcheren Bond-Filmen den H\u00f6hepunkt bildeten. Aber dass er den Fokus auf seinen Figuren lassen wollte, zeichnet ihn schon wieder aus, und intensiviert die Charakterbindung. Ja, das funktioniert sogar bei einem Film, bei dem nichts geringeres als eine Atombombe die Welt bedroht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/2015\/codename-u-n-c-l-e-the-man-from-uncle\/d4d_3743-dng\/\" rel=\"attachment wp-att-9615\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9615\" title=\"Copyright Warner Bros.\" alt=\"Man-from-Uncle-2, Copyright Warner Bros.\" src=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-From-UNCLE-2.jpg\" width=\"640\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-From-UNCLE-2.jpg 640w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-From-UNCLE-2-200x123.jpg 200w, https:\/\/www.alleyways.de\/abgeschminkt\/wp-content\/uploads\/Man-From-UNCLE-2-300x185.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Darsteller: <strong>Henry Cavill, Armie Hammer, Alicia Vikander, Elizabeth Debicki, Luca Calvani, High Grant, Jared Harris, Sylvester Groth<\/strong> u.a.<\/em><br \/>\n<em> Regie: <strong>Guy Ritchie<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Drehbuch: <strong>Guy Ritchie, Lionel Wigram<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Kamera: <strong>John Mathieson<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Bildschnitt: <strong>James Herbert<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Musik: <strong>Daniel Pemberton<\/strong><\/em><br \/>\n<em> Produktionsdesign: <strong>Oliver Scholl<\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong> USA<\/strong> \/ 2015<\/em><br \/>\n<em><strong> 117<\/strong> Minuten<\/em><\/p>\n<h5>Bildrechte: <strong>Warner Bros.<\/strong><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>THE MAN FROM U.N.C.L.E. &#8211; Bundesstart 20.08.2015 Demn\u00e4chst wird es eine neue Verfilmung der K\u00f6nig Artus Legende geben. 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