COLD STORAGE

Cold Storage - (c) STUDIOCANAL– Bundesstart 19.02.2026
– First Release 22.01.2026 (BR)

Es ist erschreckend, wenn man auf die Arbeiten des Drehbuchautoren David Koepp schaut, zuletzt der kongeniale Agenten-Thriller „Black Bag“. Es ist erschreckend, wenn man sich jetzt das Script zu „Cold Storage“ ansieht – oder den Film, der daraus geworden ist.
Oh, „Cold Storage“ ist kein schlechter Film an sich. Sehen ihn geneigte Zuschauende als Retrospektive aus den 80er-Jahren. Aber erst 2019 hat Koepp den Roman geschrieben – sein erster – den er dann selbst zum Drehbuch adaptierte. Somit ist die Nostalgieromantik schone einmal vom Tisch, sprich von der Leinwand. Und damit wird der von Jonny Campbell inszenierte Film ziemlich traurig, dessen aufregendste Arbeiten ziemlich wahrscheinlich die 3 Episoden von „Shameless“ sind.

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MARTY SUPREME

Marty Supreme - (c) TOBIS FILM– Bundesstart 26.02.2026
– Release 25.12.2025 (CAN)

Preview 23.2.26, Cineplex, Fürth

Eigentlich sind die Safdie-Brüder die jüngere Ausgabe der Coens. Sie machen ihre Filme gemeinsam. Und wie bei den Gebrüdern Coen, schien es auch in der Familie Safdie an der Zeit, einmal getrennte Weg zu versuchen. Benny Safdie hat das 2025 sehr erfolgreich mit „The Smashing Machine“ getan. Die von Dwyane Johnson gespielte Biografie über MMA-Legende Mark Kerr. Etwas später im Jahr legte Josh Safdie mit „Marty Supreme“ nach. Auch eine Art Biografie, aber ohne irgendeinen biografischen Anspruch. Es geht ebenfalls um einen Sportler, der um seine verdiente Anerkennung ringt – aber nicht im Ringen. Marty ist Tischtennisspieler, und als Vorbild diente Champion und Sonderling Marty Reisman, ungebrochene Legende in der Tischtennis-Community. Um vorweg gleich falsche Vorstellungen zu zerstreuen – trotz geringfügiger Ähnlichkeiten, ist „Marty Supreme“ keine Biografie.

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BAFTA AWARDS 2026 – Gewinner

BAFTA Award

Bafta 26 - (c) BAFTA

Die 8000 wahlberechtigten Mitglieder der BRITISCH ACADEMY of FILM and TELEVISION ARTS haben ihre Favoriten gewählt, um die besten Leistungen im bevorzugt britischen, aber auch gesamten internationalen Kino zu würdigen.

Die Preise wurden am 22.02. 2026 vergeben und bei BBC One und iPlayer übertragen. Nachdem Alan Cumming 2025 so charmant die BAFTA Television Awards begleitet hat, hat er jetzt auch erstmals die Film Awards mit seiner launigen Art moderiert. 

DIE GEWINNER der BAFTA Film Awards 2026:

Bester Film: ONE BATTLE AFTER ANOTHER
Bester britischer Film: HAMNET
nicht englischsprachiger Film: SENTIMENTAL VALUE
Animationsfilm: ZOOTOPIA 2
Regie: PAUL THOMAS ANDERSON – „One Battle After Another“
Hauptdarstellerin: JESSIE BUCKLEY – „Hamnet“
Hauptdarsteller: ROBERT ARAMAYO – „I Swear“
Nebendarstellerin: WUNMI MOSAKU – „Sinners“
Nebendarsteller: SEAN PENN – „One Battle after another“
Debüt britischer Autor/Regisseur/Produzent: Akinola Davies Jr. (Director), Wale Davies (Writer) – „My Fathers Shadow“
Drehbuchadaption: PAUL THOMAS ANDERSON – „One Battle After Another“
Original Drehbuch: RYAN COOGLER – „Sinners“
Kinder- / Familienfilm: BOONG
Kostümdesign: FRANKENSTEIN
Visuelle Effekte: AVATAR: FIRE & ASH
Dokumentarfilm: Mr. NOBODY AGAINST PUTIN
Casting: LAUREN EVANS – „I Swear“
Kamera/Bildgestaltung: MICHAEL BAUMAN – „One Battle After Another“
Bildmontage:  ANDY JURGENSEN – „One Battle After Another“
Make up/Hairstyling: FRANKENSTEIN
Original Score: LUDWIG GÖRANSSON – „Sinners“
Produktionsdesign: FRANKENSTEIN
Ton/Toneffekte: GARETH JOHN, AL NELSON, GWENDOLYN YATES WHITTLE, GARY RIZZO, JUAN PERALTA – „F 1“
Britischer Kurzfilm Animation: TWO BLACK BOYS IN PARADISE
Britischer Kurzfilm Live Action: THIS IS ENDOMETRIOSIS
EE Rising Star Award (Publikumspreis): ROBERT ARAMAYO

Nach dem – Weiterlesen – gibt es die Liste inklusive aller Nominierten…

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DEAD OF WINTER

Dead of Winter - (c) LEONINE DISTRIBUTION– Bundesstart 19.02.2026
– Release 25.09.2025 (ISR)

Die erste wirklich ernstzunehmende Vorreiterin für harte Frauen gehobeneren Alters war sicherlich Gena Rowlands in „Gloria“. Rowlands war seinerzeit erst 50, aber in Maßstäben der Filmindustrie für attraktive selbstbewusste Frauen schon abseits der Akzeptanz von Studiobossen. Film, Konzept und Darstellerin sind genial, aber richtig durchgesetzt haben sich die Frauen jenseits der demographischen Zielgruppe nicht wirklich. Helen Mirren gibt ordentlich Blei in „Red“, oder Allison Janney, die in „Lou“ das Böse in die Schranken weist. Warum auch nicht Emma Thompson, die außer im Bett mit Daryl McCormack in „Meine Stunde mit Leo“ selten physisch fordernde Rollen hatte. In einer wirklich sehr ungewöhnlichen Rolle geht nun Thompson in Brian Kirks „Dead of Winter“ voll in Liam Neeson-Modus. Der Unterschied zu Neeson, Rowlands oder Janney ist allerdings, dass sie eben Emma Thompson ist. Ihre Barb darf etwas wehleidig sein, mit den körperlichen Einschränkungen des Alters kämpfen, oder auch leichte Züge einer unbescholtenen naiven Frau aus dem Hinterland haben.

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DUST BUNNY

Dust Bunny - © Roadside Attractions, LIONSGATE– Bundesstart 19.02.2026
– Release 12.12.2025 (US)

Preview, DCM-Screener, 27.2.26
Wenn Kinder sagen, ein Monster würde unter ihrem Bett hausen, sollten Eltern verdammt nochmal hören. Aurora hat es ihren Eltern gesagt – ihren Pflegeeltern. Es ist jetzt schon Auroras drittes Pflegepaar, das vom Staubhasen geholt wird. Das in Deutschland der Begriff Wollmäuse gebräuchlich ist, macht es dem Staubhasen hierzulande zu Anfang ein klitzekleines bisschen schwer. Auroras Staubhase manifestiert sich tatsächlich als Hase, zuerst aus Staubflocken und dann als drei-Meter Gigant, der unter dem Parkettboden wartet, bis jemand darüberläuft. Dieses zauberhafte Fantasy-Märchen ist das selbst geschriebene Regiedebüt von Bryan Fuller. Wem der Name nicht ganz geläufig sein sollte: Er hat bisher Besonderheiten wie „Pushing Daisies“, „Star Trek: Voyager“ & „Discovery“, „American Gods“, oder auch „Hannibal“ geschrieben und produziert. Letztere ebenfalls mit Mads Mikkelsen. Bryan Fuller hat also einiges auf dem Kerbholz. Und aus seiner Vita wird auch ersichtlich, dass Fuller ein sehr visueller Mensch ist.

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WUTHERING HEIGHTS

Wuthering Heights - (c) WARNER BROS– Release World 11.02.2026

Dies ist die Geschichte von Catherine und Heathcliff. Zwei Menschen, die sich in ihrer Leidenschaft füreinander gegenseitig zerstören. Das ist der Kern von Emerald Fennells Adaption von „Wuthering Heights“. Es ist der einzige Roman von Emily Brontë, eine von vier Schriftsteller-Geschwistern. ‚Wuthering Heights – Sturmhöhe‘, veröffentlicht 1847, ist auch heute noch einer der bedeutendsten und bekanntesten Romane einer selbstzerstörerischen Beziehung. Und annähernd zwanzig Serien- und Filmadaptionen können das bestätigen. Das ist aber auch der Grund, warum es sich Emerald Fennell erlauben kann sehr freizügig mit dem Stoff umzugehen – ihn auf seine Essenz herunterzubrechen. Die Familie Earnshaw bewirtschaftet das Gut Wuthering Heights im Hochmoor von Yorkshire. Der Vater hat das Vermögen weitgehend versoffen und verspielt. Dennoch nimmt er den Straßenjungen Heathcliff in der Familie auf, doch mehr als Spielzeug für seine gleichaltrige dominante Tochter Catherine.

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Jetzt im Heimkino: COYOTES

Coyotes - (c) AURA ENTERTAINMENT– seit 05.02.2026 DVD & Blu-ray
– keine deutsche Kinoauswertung
– Release 01.10.2025 (EGY)

Um gleich vorzubeugen, dass Coyoten ein ähnliches Schicksal erleiden könnten, wie seinerzeit den Haien nach Steven Spielbergs Klassiker: Es gibt in Amerika nur einen einzigen, offiziell verzeichneten Todesfall durch einen Coyoten. Das war 1981, bis dahin und auch bis heute wurde kein tödlicher Angriff mehr vermeldet. Beruhigend kommt hinzu, dass Colin Minihans Film auch nicht die Trag- und Reichweite des legendären „Weißen Hai“ erreichen wird. Das liegt nicht einfach nur an Regisseur Minihan, sondern zum gewichtigeren Teil an den Autoren Tad Daggerhart und Nick Simon. Auch wenn alle drei im Geschäft nicht unbescholten sind, in „Coyotes“ werden unglaublich viele Möglichkeiten angeschnitten, die keiner der drei Genannten wirklich zu nutzen versteht. „Coyotes“ ist ein aberwitziges Vergnügen, aber ohne Biss.

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ELLA McCAY

Wegen aufgehobenem Kinostart jetzt bei HULU via Disney+

Ella McCay - © 2025 20th Century Studios– seit 05.02.26 über Disney+
– Release 11.12.2024 (AUS)

Schon in jungen Jahren hat Ella McCay klare Vorstellungen für ihre Zukunft. Ihr krankhaft promiskuitiver Vater gehört nicht in diese Zukunft. Ella zieht bei ihrer Tante Helen ein, und ist fünfzehn Jahre später in der Politik, Vizegouverneurin eines unbestimmten Staates. Aber die familiären Probleme reißen genauso wenig ab, wie Ellas falsch gesetzte Ambitionen in der Politik. Denn Ella McCay will helfen, will Gutes tun, und mit so etwas eckt wirklich jeder bei Parteikollegen an. Als altgedienter Kinogänger wird einer schnell gewahr, wohin James L. Brooks mit seinem ersten Spielfilm seit 15 Jahren hin will. Angenehme Wohlfühlunterhaltung mit ganz viel Herz, knackigen Dialogen und echten Menschen. Handlung war bei James L. Brooks schon immer eher schmückendes Beiwerk, der seine besten Filme immer selbst geschrieben hat.

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MY MOTHER’S WEDDING

Der Film läuft nur in ausgewählten Kinos
oder im Stream bei Apple TV (US) & Amazon Prime (US)

My Mothers Wedding - Courtesy VERTICAL ENTERTAINMENT– Bundesstart 05.02.2026
– Release 08.08.2025 (CAN)

Es ist erstaunlich, dass sich Kristin Scott Thomas nach 40 Jahren im Geschäft und beinahe 100 Rollen, erst jetzt dazu entschlossen hat hinter der Kamera aktiv zu werden. „My Mother’s Wedding“ ist nicht nur ihr Regiedebüt, sondern auch erstes Drehbuch, dass sie mit Ehemann und Journalist John Micklethwait geschrieben hat. Es ist eine – Trommelwirbel – Geschichte nach wahren Begebenheiten. Wie ihre Filmtöchter, hatte auch Scott Thomas zwei Väter. Ebenfalls befreundete Piloten bei der British Royal Navy, die in kurzen Abständen beide bei Einsätzen starben. Im Film sind die Kinder Navy Captain Katherine (Johansson) und Schauspielerin Victoria (Miller) aus erster Ehe, sowie Krankenpflegerin Georgina (Beecham) aus zweiter Ehe. Jetzt will Mutter Diana (Scott Thomas) ein drittes Mal vor den Altar treten. Die Kinder sind entsetzt, noch dazu, weil Mutter den Namen ihres neuen Gatten annehmen will: Loveglove.

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78th DIRECTORS GUILD AWARDS – WINNERS

DGA 78th Awards

Die DIRECTORS GUILD of AMERICA umfasst weltweit über 18.000 Mitglieder, die in einer jährlichen Preisverleihung die bemerkenswertesten Leistungen im Bereich  Regie auszeichnen. Die Mitglieder kommen aus den Bereichen von Regie, Regie-Assistenz, Produktions-Management, Aufnahmeleitung und Produktionsassistenz.

Gregory G McCollum

Greg McCollum

 David Charles

David Charles

Mit dem ‚Frank Capra Preis für besondere Verdienste‘ wurde Erster Regieassistent für Werbefilm Gregory G. McCollum geehrt. Der ‚Franklin J. Schaffner Achievement Award‘ ging an Associate Director und Stage Manager David Charles für seine Verdienste in der Industrie und der DGA.

Am 7. Februar 2026 fand die 78te Verleihung der DGA-Awards traditionell im Beverly Hilton Hotel, Beverly Hills, Kalifornien statt. Durch den Abend führte Stand-Up Comedian und Schauspieler Kumail Nanjiani. Aufgeführt sind nicht die Preise für Werbung, Variety-Programme, Sportsendungen, oder Dokumentationen.

Kinofilm: Paul Thomas Anderson – ONE BATTLE AFTER ANOTHER
Kinofilm-Debütant: Charlie Polinger – THE PLAGUE
Drama Serienepisode: Amanda Marsalis – THE PITT – „6:00 P.M.“
Komödie Serienepisode: Seth Rogen, Evan Goldberg – THE STUDIO – „The Oner“
Anthologie/Mini-Serie: Shannon Murphy -DYING FOR SEX – „It’s Not That Serious“
Fernsehfilm: Stephen Chbosky – NONNAS

Die Gewinnerliste inklusive aller Nominierten folgt nach dem – Weiterlesen –

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NO OTHER CHOICE

No Other Choice - ⓒ 2025 CJ ENM Co. Ltd. MOHO FILMEOJJEOLSUGA EOBSDA
– Bundesstart 05.02.2026
– Release 24.09.2025 (KOR)

Nach dem eher gemäßigten, aber immer noch eindringlichen Thriller „Die Frau im Nebel“, kehrt der Südkoreaner Park Chan-wook wieder zurück auf provokanteres Terrain. „No other Choice“ ist eigentlich alles zusammengefasst, was Europäer am asiatischen Kino zu schätzen wissen (was auch bei „Frau im Nebel“ zutreffend ist). Er ist Thriller, Satire, Krimi, Psychogramm, und durchaus auch Slapstick. Doch vor allem ist „No other Choice“ kompromisslos in allem, was sich Filmemacher Park an inszenatorischen Ideen einfallen ließ. Das Drehbuch hat Park gemeinsam mit Lee Kyoung-mi, Jahye Lee und Don McKellar verfasst. Menschen, mit denen der Regisseur bereits gearbeitet hat. Also eine sehr fruchtbare Kooperation, die es eben auch möglich macht, dass Park Chan-wook seinem visionären Geist treu bleiben kann.

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RETURN TO SILENT HILL

Return Silent Hill - (c) LEONINE DISTRIBUTION– Bundesstart 05.02.2026
– Release 21.01.2026 (EGY)

Sneak Preview 30.1.26, Cineplex, Fürth
Als Christophe Gans 2006 seine Kinoadaption des Konami Computerspiels „Silent Hill“ machte, wurde das Publikum mit einem soliden, nicht sehr erfolgreichen, aber effektiven psychologischen Horrorthriller erfreut. Zu jener Zeit war es noch üblich, dass Verfilmungen von Computerspielen gar nichts mehr mit dem Ursprungsmaterial zu tun hatten. Doch Christoph Gans – und hier muss sich der nichtspielende Rezensent auf Hörensagen berufen – soll die Welt, Kreaturen, und Spielcharakteristika sehr gut getroffen haben. Und nebenher war „Silent Hill“ eben auch noch ein kinofreundlicher, gut inszenierter, atmosphärischer Horror. Nach 20 Jahren kehrt Visionär Christophe Gans in das Grusel-Städtchen zurück. Visionär ist bei Gans so zu verstehen, dass er ein Meister in der visuellen Inszenierung ist (wie bei „Crying Freeman“ oder „Pakt der Wölfe“). Beim Geschichtenerzählen hingegen, da lässt er bei der Rückkehr nach Silent Hill viel zu wünschen übrig.

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SEND HELP

Send Help - © 2025 20th Century Studios– Release 29.02.2026 (world)

Sie ist der Inbegriff der grauen Maus. Strickweste, wo andere maßgeschneiderte Anzüge tragen. Essenskrümel an der Unterlippe. Absolut unterwürfig, und übereifrig in der Zielerreichung. Die, die nie zum Büroschluss auf einen Absacker eingeladen wird. Linda Liddle, Anfang vierzig, alleinstehend mit Nymphensittich, und Fan von Survival-Serien. Ihr neuer Boss ist Bradley, der sich ahnungslos in dem ausruht, was sein Großvater aufgebaut hat. Entsprechend wird Lindas Beförderung zur Vize-Präsidentin ignoriert. Stattdessen ernennt der Aufschneider Bradley den noch viel aufschneiderischen Donovan für den zweiten Posten. Linda schäumt – aber nur in sich hinein. Ausschließlich wegen ihrer Kenntnisse darf sie mit auf Geschäftsreise nach Bangkok – weil die anderen keinen blassen Schimmer haben. Und wie es das publikumswirksame Schicksal will, stürzt die Maschine im südchinesischen Meer ab. Nur Linda und Bradley überleben – auf einer einsamen Insel.

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PRIMATE

Primate - © 2025 Paramount Pictures– Bundesstart 29.01.2026
– Release 08.01.2026 (ARG)

Hoppla, sagen sich geneigte Kinogänger, wieder ein Film mit einem süßen Menschenaffen, der Amok lauf wird. Filmemacher Johannes Roberts hat ja vorher bereits Tierhorror mit Haien gemacht – die zwei „47 Meters Down“-Filme – in einer Zeit, als Hai Attacken im Kino längst Out waren. Im Übrigen hat Roberts diese Filme – wie „Primate“ auch – ebenfalls mit Ernest Riera geschrieben. Die Liste der Filme, bei denen sich die zwei Autoren mit Anleihen bedient haben ist lang. Natürlich Romeros „Der Affe im Mensch“, und genauso selbstverständlich „Cujo“, und viele mehr. Doch nicht zu vergessen, all die Teenager-Slasher, mit jungen höchst attraktiven Menschen, die in idyllischer Abgeschiedenheit scheinbar hilflos einer tödlichen Gefahr ausgesetzt sind. Roberts und Riera bedienen sich reichlich und ersichtlich, was sie auch nicht leugnen können – oder wollen. Denn was sie daraus machen ist verdammt unterhaltsam.

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Matinee: DIE REISE INS UNGEWISSE

No Highway Sky Matinee 2

No Highway Sky Matinee

NO HIGHWAY IN THE SKY
– Bundesstart 11.03.1952 – Release 21.09.1951 (US)

Nur ein Jahr nach „Mein Freund Harvey“ ist James Stewart erneut in der Rolle eines skurrilen und manchmal befremdlichen Charakters zu sehen. Bei „Harvey“ hat Henry Koster Regie geführt, wie jetzt auch bei „Reise ins Ungewisse“. Der angedachte Hauptdarsteller, Robert Donat, musste kurzfristig absagen, und die Rolle mit James Stewart neu zu besetzen scheint da sehr natürlich. Der hochgewachsene Stewart, mit seinem gelassenen Tonfall und dem schmalen Körperbau hat sich eigentlich als kultivierter Gegenentwurf zum stereotypen Film-Cowboy etabliert. Umso erstaunlicher war sein Wandel zum wundersamen Elwood P. Dowd in „Harvey“. Doch noch viel mehr erstaunt seine Rolle als brillanter Wissenschaftler Theodore Honey.

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