R.I.P.D. schießt weit daneben

R.I.P.D. – Bundesstart 29.08.2013

RIPD-01, Copyright Universal Pictures / Universal Pictures InternationalMan muss Peter Lenkovs Graphic Novel nicht gelesen haben, um die Filmversion von R.I.P.D. richtig einordnen und bewerten zu können. Als Detective Nick Walker der Bostoner Polizei bei einem Einsatz ums Leben kommt, führt sein Seelenweg nicht geradewegs in den Himmel, oder gar in die Hölle, wofür es auch ein paar Gründe geben könnte. Sein Zwischenstopp nennt sich das Rest in Peace Department, eine überirdische Institution für ehemalige Gesetzeshüter, die Seelen jagen und eliminieren müssen, die sich weigern den letzten Weg nach oben oder nach unten zu gehen, und lieber weiterhin in Menschenform auf Erden wandeln. Es klingt wie eine witzige Prämisse, entpuppt sich allerdings als filmischer Overkill. Was immer R.I.P.D. anfängt, tut er stets mit einer Spur zu viel. Zu viel Emotionen, zu viel Klamauk, zu viel visuelle Effekte. Und bei allem spürt man, dass es nicht dem Film dient, sondern eine überreizte Anbiederung an ein spaßhungriges Publikum ist.


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FFF 2013 – EUROPA REPORT und S-VHS

FF13-3, Copyright Rosebud EntertainmentS-VHS-1, Copyright Magnet ReleasingRuropa-Report, Copyright Ascot Elite Entertainment

 

V/H/S/2 a.k.a. S-VHS – ab 7. November auf DVD / Blu-ray

EUROPA REPORT – ab 22. Oktober 2013 auf DVD

        Brad Miskas Konzept einer Horror-Anthologie scheint aufgegangen zu sein. Trotz einem eher zweifelhaften Erfolg, zumindest im finanziellen Rahmen von gerade 100.000 Dollar im eingeschränkten Verleih, haben es die Macher dennoch geschafft, wieder eine Riege aufstrebender Regisseure zusammenzutun. Und wie es bei Anthologien ebenso ist, die Qualität der Geschichten, der Inszenierung, und technischen Umsetzung variieren, dabei nicht immer zum besten. Im Rahmen einer sogenannten „Glaubwürdigkeit“ muss sich auch jedes Segment in Ton und Handlung stark von den anderen Teilen abheben. Eingehüllt ist S-VHS in eine dünne Rahmenhandlung, in der zwei Detektive einen Studenten suchen, und dabei in seiner verlassenen Wohnung auf einige sehr merkwürdige Video-Bänder aufmerksam werden. Wie schon in V/H/S zuvor, kann man sich den Inhalt der Videos ungefähr vorstellen. Es sind verstörende, unheimliche Geschichten jenseits jedes rationalen Verstandes. Doch ebenso wie bei dem Vorgänger, stiehlt sich auch S-VHS aus einer erzählerischen Verantwortung, in dem er groß das Label von Found-Footage vor sich herschiebt. Was du siehst, ist was du kriegst. Keine Erklärungen, nur unbefriedigende Auflösungen. Es ist wie es ist. Es ist der Augenblick der zählt.

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FFF 2013 – HATCHET 3 und THE NUMBERS STATION

FF13-3, Copyright Rosebud EntertainmentHatchet-3, Copyright Dark Sky Films / Sunfilm EntertainmentNumbers-Station, Copyright Image Entertainment

HATCHET III – ab 7. November 2013 auf DVD

THE NUMBERS STATION – vorerst nur in USA und Großbritannien auf DVD / Blu-ray

        25 Kilo Make-up und Latex-Applikationen, das war für Darsteller Kane Hodder in den schwülen Gefilden New Orleans ganz gewiss kein Zuckerschlecken. Zum dritten, und wie immer nur vermeintlich zum letzten Mal, zieht Hodder als deformierter Victor Crowley durch die Sümpfe und macht reichlich Gebrauch von seinem Beil. Adam Green als Erfinder und Regisseur von HATCHET 1 und 2, hat das Kommando an seinen Kameramann BJ McDonnell abgegeben. Warum, darüber kann man nur spekulieren, kündigte Green nach dem zweiten Teil doch an, mindestens noch zwei Filme machen zu wollen, und das am besten in 3-D. Aber auch Liebhaber der ersten zwei Teile dürften sich über BJ McDonnells Inszenierung nicht beschweren. Besonders originell war ja bisher keiner der Filme dieser Reihe. Lediglich der vollkommene Verzicht auf Computer generierte Bilder, hebt die HATCHETs vom Splatter-Einerlei ab. Also noch mehr Make-up, viel rote Flüssigkeit, und ein strahlendes Publikum. Dazu ein wenig Hokuspokus mit der Asche von Victor Crowleys Vater, was als Rechtfertigung für eine Handlung dienen soll. Wichtig ist doch nur, es wird originell gestorben.

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KICK-ASS 2 kicks ass again

KICK-ASS 2 – Bundesstart 15.08.2013

kick-ass-2-3, Copyright Universal Pictures / Universal Pictures InternationalDrei Jahre später. Bedeutet drei Jahre älter. Das macht es schon wieder eine Spur weniger verstörend, wenn ein minderjähriges Mädchen mehr Freude an Schwertern hat, als an den zelebrierten Verwirrungen der Pubertät. Matthew Vaughn hat gerade einmal sechs Filme inszeniert, mit KICK-ASS allerdings das Superhelden-Kino auf den Kopf gestellt, und Comic-Nerds wie Film-Freaks in heftige Verzückung versetzt. Vaughn hat Mark Millars und John Romitas gezeichnete Vorlage filmisch auf den Punkt gebracht. Einen exquisiten Vergleich hat diesbezüglich schnittberichte.com erstellt. Einer, den man als Loser bezeichnen würde, weil er keine Freundin hat und in Comic-Läden herum hängt, stellt sich die einfache Frage, warum niemand seines Schlages nicht längst selbst ein Kostüm angelegt hat, und in der Verbrechensbekämpfung seinen gezeichneten Vorbildern nachgeeifert hat. Dave Lizewski heißt der Typ, einer jener durchschnittlichen Typen, die trotz vieler Ambitionen doch kaum etwas erreichen. Mit einem umgewandelten Taucheranzug, will er dies ändern, und patrouilliert bald die Straßen als Kick-Ass.

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UPSIDE DOWN wirkt verdreht

UPSIDE DOWN – Bundesstart 22.08.2013

Upside-Down-01, Copyright Millenium Entertainment / Concorde Filmverleih

Man sollte annehmen, das sich Filmautor Juan Solanas etwas dabei gedacht hat, als er eine Welt erschuf die allen Regeln der Physik widerspricht. Doppel-Gravitation heißt das Phänomen, klärt uns der Hauptprotagonist Adam aus dem Off auf, über die zwei Planeten, die so dicht beieinander liegen, dass sich Menschen auf den sich gegenüberliegenden Berggipfeln beider Welten fast berühren können. Die Doppel-Gravitation sorgt dafür, dass alle Menschen und Dinge eines Planeten nur der Gravitation eben dieser einen Welt gehorchen. Adam und Eden, ihre Namen sind Programm, begegnen sich in jungen Jahren auf den Berggipfeln ihrer jeweiligen Welt. Adam ist allerdings nicht auf den Kopf gefallen, wirft ein Seil hoch (oder auch runter) zu seiner Geliebten und zieht sie zu sich herunter. Eden muss die Zeit auf Adams Planeten unter einem Felsvorsprung verbringen, weil ihre Gravitation sie nach oben zieht, sprich nach unten in ihre eigene Welt. Und wer bis hierher immer noch nicht verstanden hat, um was es eigentlich geht, oder was wirklich passiert, der sei entschuldigt. Die beiden Welten von UPSIDE DOWN sind eben sehr komplex.

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FANTASY FILMFEST 2013

In alter Tradition, wie immer zu spät die Termine für das FANTASY FILMFEST 2013.

FF13-2, Copyright Rosebud EntertainmentBERLIN – Cinemaxx Potsdamer Platz / Cinestar im Sony Center – 20.8. – 28.8.2013

HAMBURG – Cinemaxx Dammtor – 21.08. – 28.8.2013

MÜNCHEN – Cinema – 27.8. – 7.9.2013

STUTTGART – Metropol- 28.8. – 4.9.2013

FRANKFURT – Cinestar Metropolis – 4.9. – 11.9.2013

KÖLN – Cinedom – 5.9. – 12.9.2013

NÜRNBERG – Cinecitta – 5.9. – 12.9.2013

Zwei Tage sind in Berlin und ein Tag in Hamburg schon vorüber. Dafür kann man noch in München voll mit durchstarten. Adam Wingards Schlachtplatte YOU’RE NEXT zählt zu den Favoriten, die die besondere Aufmerksamkeit des Filmfestes auf sich ziehen könnten. Wirkliche Überraschungen sind im Vorfeld nicht auszumachen. Wie fast üblich, präsentiert sich Amerika eher im gewöhnlichen, massenverträglichen Gewand. Mit gleich vier Filmen tut sich dieses Mal Kanada hervor. Für den abgehoberenen Geschmack, sollte man vielleicht, wie schon des Öfteren, die Augen nach Spanien oder Asien richten.

Auffallend dieses Jahr, dass die Veranstalter sehr viele Produktionen aus dem vergangenen Jahr auf die große Leinwand bringen, die ohne deutschen Verleiher in den DVD-Regalen verstaubt wären. Denn keinen Verleiher zu finden heißt nicht einen schlechten Film zu haben. Und das demonstriert das Fantasy Filmfest jedes Jahr aufs Neue. Kurze Berichte über ausgewählte Filme werden folgen.

 

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PAIN & GAIN, eine echte Anabolikabombe

PAIN & GAIN – Bundesstart 22.08.2013

Pain-Gain-01, Copyright Paramount PicturesOhne Fleiß, kein Preis. Die eigentlich korrekte Übersetzung des Originaltitels, trifft eher Michael Bays Bemühungen, tatsächlich eine wahre Geschichte erzählen zu wollen. Zuerst scheint PAIN & GAIN eine dieser realitätsfremden Unterhaltungsphantasien zu sein, mit denen Bay ein erwartungsvolles Publikum mit der verführerischen Kunst moderner Stilmittel zu überwältigen versteht. Übermenschliche Helden, aufreizende Frauen, skrupellose Gangster, viel Neonfarben, und jede Menge Kamera-Spielereien. Das Erfolgsrezept von Michael Bay. Nur, dass er diesmal mit verdrehten Rollenklischees arbeiten musste. Denn die Skrupellosen sind dieses mal die Helden, und das Übermenschliche geht aus dem mutmaßlichen Gangster hervor. Einfach hat es sich Michael Bay in seinen Filmen mit den Figuren nie gemacht. Sie waren immer grenzwertige Charaktere, irgendwo zwischen Gut und Böse, aber stets ehrenwert. Menschen die einem Comic ähnlichen Universum entsprungen zu sein schienen. Doch hier hat sich Michael Bay einer besonderen Herausforderung gestellt, weil PAIN & GAIN einer wahren Begebenheit zugrunde liegt. Und wer nun glaubt, dass Christopher Markus und Stephen McFeely ihr Drehbuch zugunsten des Popcorn-Kinos sehr freizügig gestalten haben, der irrt gewaltig. Dies ist eine wahre Geschichte, und der Mann, der Bruce Willis auf einen Asteroiden geschickt hat, und gigantische Autobots auf die Welt losließ, hat diese wahre Geschichte erstaunlich nah an der Realität inszeniert.

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ELYSIUM – Eine künstlerische Auseinandersetzung

ELYSIUM – Bundesstart 15.08.2013

Elysium-03, Copyright Sony Pictures Releasing

Hier ist der erste Teil

Die Erde war nicht mehr zu retten. Überbevölkerung, Armut, eine zerstörte Umwelt. Die finanziellen Ein-Prozent haben eine gigantische Raumstation namens Elysium bauen lassen, und sich darauf zurück gezogen. Immer wieder versuchen Schleußer mit gestohlenen Transferschiffen, verzweifelte Menschen von der Erde nach Elysium zu bringen. Denn hoch oben am Himmel gibt es etwas, dass auf der Erde kaum noch vorhanden ist, medizinische Versorgung. Doch die Vorsitzende des Heimatschutzes auf Elysium, Delacourt Rhodes, weiß ihr elitäre Habitat durchaus zu schützen, auch wenn es mit illegalen Mitteln sein muss. Der auf der Erde stationierte Agent Kruger ist ihr dabei ein gehorsamer Soldat, der seinen Verstand nicht mehr zusammenhalten kann, und der genauso gerne tötet wie foltert. Genau dieser Agent Kruger, gespielt von Regisseur Blomkamp Begleiter Sharlto Copley, kann sehr schnell die Stimmung des Films zum kippen bringen. Denn Blomkamp inszeniert Copley in allem zu viel. Und der Darsteller selbst überdreht seine Figur auch entsprechend. Er ist irrsinniger als er vertragen, aufgedrehter als es der Zuschauer ertragen könnte. Copleys Charakter ist symptomatisch für das, woran es bei ELYSIUM letztendlich krankt.

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ELYSIUM – eine essenzielle Betrachtung

ELYSIUM – Bundesstart 15.08.2013

Elysium-01, Copyright Sony Pictures ReleasingSchon mit DISTRICT 9 hat Neill Blomkamp gesellschaftliche und soziale Themen in eine überragend überzeugende Science-Fiction-Parabel gepackt. ELYSIUM, als lang erwarteter und heiß begehrter Nachfolger des Spielfilm-Erstlings DISTRICT 9, setzte ähnliche Erwartungen, und versprach diese Erwartungen zu erfüllen. Elysium ist der Name der Raumstation, auf der sich die Milliardäre unserer Erde zurückgezogen haben. Dort gibt es nur Wohlstand, und Sicherheit von den unangenehmen Seiten der grausamen Armut auf Erden. Diese Erde ist übervölkert und endgültig der Umweltverschmutzung zum Opfer gefallen, es herrscht überall bittere Armut und eine resignierende Bevölkerung. Nur Max, ein immer wieder zu Haft verurteilter Gauner, hat den kindlichen Traum nie aufgegeben, mit seiner Liebe Frey eines Tages selbst auf Elysium zu leben. Als Max durch einen Unfall von seiner verbrecherischen Vergangenheit eingeholt wird, gibt es für ihn gar keine andere Ausflucht, als es von der Erde nach Elysium zu schaffen. Doch dort oben am Firmament regiert die intrigante Delacourt, die alles daran setzt, dass das schmucke Idyll der Reichen nicht von sozial Benachteiligten gestört wird. Und das mit allen unrechtmäßigen Mitteln.

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DAS IST DAS ENDE

THIS IS THE END – Bundesstart 08.08.2013

This-is-the-Ende-01, Copyright Columbia Pictures / Sony Pictures Releasing

Erst hat Seth Rogen die GREEN HORNET verschossen, und jetzt versucht er sich auch noch an der Apokalypse. Das kann nur der aktuellen Elite von Komikern einfallen, zu glauben, wie witzig es wäre, eine derbe Komödie mit dem Weltuntergang zu kreuzen. Und das auch noch in James Francos Haus? Was sich wie eine fürchterliche Idee ausnimmt, die nur zur Erfüllung des eigenen Egos ausnimmt, entpuppt sich dann aber als wirklich cleverer Film. Wirklich neu ist der Einfall nicht, dass Schauspieler sich selbst spielen. Aber es wurde noch nie so exzessiv umgesetzt.

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42 ein Home Run

42 – Bundesstart 08.08.2013

42-01, Copyright Warner Bros.Die Nummer 42 auf den Trikots des Major League Baseballs wurde in den Neunzigern in den Ruhestand versetzt. Nur am 15. April jeden Jahres, tragen alle Baseballspieler der amerikanischen Ober-Liga auf dem Trikot die Nummer 42. Keine kuriose Eigenwilligkeit, sondern der tiefe Respekt der Spieler vor einem Mann, der die Liga nicht nur veränderte, sondern auch begann, die Wahrnehmung gegenüber den Schwarzen bei der weißen Bevölkerung in Frage zu stellen. Es war der 15. April 1947, und Jackie Robinson beginnt als erster schwarzer Baseballspieler in den Arenen der ausschließlich von Weißen besetzten Major League eine beispiellose Karriere.

Verantwortlich für diesen Versuch von Veränderungen in einem bornierten System war Branch Rickey, der damalige Manager der Brooklyn Dodgers. Zuerst macht es den Anschein, als würde Branch Rickey nur eine finanzielle Lücke in der Major League schließen zu wollen, nämlich mit einem afroamerikanischen Spieler, auch wesentlich mehr afroamerikanische Zuschauer in die Stadien zu locken. Später erfährt der Zuschauer die wahren Hintergründe. Doch Rickey verteidigt sich nicht mit einer Rassismus-Debatte, in erster Linie will er Jackie Robinson als Sportler. Doch Robinson ist einer, der sich immer auflehnt, der keinem Streit, keiner herabwürdigenden Bemerkung aus dem Weg geht. Das macht ihn gleichzeitig zum Risikofaktor, denn wie man später erleben wird, ist es sehr schwer verdaulich, was sich Jackie Robinson von den Zuschauerrängen, oder Spielern anderer Mannschaften anhören muss. Zum Kampf auf dem Spielfeld gesellt sich der Kampf gegen die gesellschaftliche Bosheit.

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LONE RANGER

THE LONE RANGER – Bundesstart 08.08.2013

Lone-Ranger-01, Copyright Walt Disney Studios Motion PicturesDisney kann sich glücklich schätzen, dass sie sich die Marvel-Studios unter den Nagel reißen konnten. Denn was das Maus-Haus an Filmen unter dem eigenen Label auf den Markt bringt, bergen so ihre Schwächen, was sich allein auf fehlende Zuschauen bezieht. Allein in den vergangenen 14 Monaten waren da die als finanzielle Sicherheiten angedachten JOHN CARTER und OZ THE GREAT AND POWERFUL, und zusammen fast 500 Millionen Dollar an Produktions- und Werbekosten verschlangen. Jetzt kommt THE LONE RANGER, dem man ebenfalls geschätzte 250 Millionen gönnte. CARTER hat sein Geld nicht eingespielt, ein Fiasko. OZ holte zumindest das Doppelte seiner Kosten, blieb aber ganz weit hinter den Erwartungen. CARTER und OZ sind als Filme so konzipiert, dass sie ein Vielfaches ihres Wertes einspielen sollten, um den gesamten Apparat von Studio zu stützen. So können auch riskantere Projekte umgesetzt werden, bei denen eine Zuschauer-Akzeptanz nicht einzuschätzen ist. Ausgerechnet diese sogenannten sicheren Gewerke entpuppen sich als Dollargräber. Hier dachte man, den Zuschauer einschätzen zu können, und man lag falsch. Ein Dilemma übrigens, das nicht nur die Disney-Studios betrifft, diese aber besonders hart. Und nun kommt auch noch der LONE RANGER, und vergaloppiert sich.

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THE CONJURING

THE CONJURING – Bundesstart 01.08.2013

Conjuring-01, Copyright New Line Cinema / Warner Bros.

Bei einem Vortrag kommt eine Frage aus dem Publikum: „Was sind sie eigentlich?“
Ed Warren antwortet ehrlich: „Wir sind Dämonologen. Und Erforscher des Paranormalen …“
„… und Betrüger“, wirft seine Frau Lorraine ein. Das Publikum lacht, die Warrens haben soeben das zuerst skeptische Publikum auf ihre Seite gebracht.

Die aktuellen Besitzer des Farmhauses, welches 1971 von den Perrons bewohnt wurde, können bestätigen, dass Heimsuchungen auf dem Grundstück stattfinden. Doch anstelle von paranormalen Phänomenen, sind es durch die Geschichte von THE CONJURING angelockte Neugierige und Film-Freaks, die dem Grundstück widerrechtliche Besuche abstatten. Der angebliche Horror um das damals von den Perrons bewohnte Haus, war die erste große Geschichte, mit der sich Lorraine und Ed Warren ins Bewusstsein der Öffentlichkeit brachten. Dämonologen und Erforscher des Paranormalen sind in Amerika keine Seltenheit, Ed und Lorraine allerdings die bekanntesten. Bei ihnen war auffällig, dass sie für jeden ihrer Fälle, den sie in heimgesuchten Häusern untersuchten, angeblich unumstößliche Beweise für unheimliche Präsenzen vorlegten.

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21 & OVER

21 & OVER – Bundesstart 25.07.2013

21&over-01, Copyright Falcom Media / Relativity MediaEin wichtiges Vorstellungsgespräch steht einer angemessenen Feier zu Jeff Changs einundzwanzigsten Geburtstag im Wege. Aber mit den Kumpels Miller und Casey sollte wenigstens ein schnelles Bier drin sein. Autoren und Regisseure von 21 & OVER sind die beiden Herren, die alle HANGOVER-Teile verfasst haben. Da lag es nahe, bei ihrem Regie-Debut im bewährten Terrain zu bleiben, und teilten sich sicherheitshalber gleich noch die Verantwortung bei der Inszenierung. Jeff Changs Vater ist ein herrischer Despot, der keinen Widerspruch duldet, und so ist das Vorstellungsgespräch entsprechend von ihm arrangiert worden. Also wirklich nur auf ein kurzes Bier. Wenn es jemanden überraschen sollte, was passieren wird, der muss das erste Mal im Kino sein.

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THE WOLVERINE

THE WOLVERINE – Bundesstart 25.07.2013

Wolverine-01; Copyright 2oth Century FoxDer des Lebens müde Logan hat sich von der Welt verabschiedet. Sein unkontrollierbares Temperament und soziopathisches Verhalten ließ auch geliebte Menschen sterben. Damit soll für den Mutanten endgültig Schluss sein. So der Plan von einem, der nicht einmal zur Sühne, eigendlich überhaupt nicht sterben kann. Der als Wolverine bekannte Kämpfer, vegetiert in den Wäldern des Yukon vor sich hin, lediglich in Harmonie mit den Grizzlys. Es ist eine der eindrucksvollsten und einprägsamsten Szenen in WOLVERINE, wenn auf den Weg zur täglichen Nahrungsaufnahme, Mutant und Grizzly in gegenseitiger Akzeptanz Seite an Seite durch den Wald streifen. Dies wird kein Action-Abenteuer, auch wenn es dies in vollem Umfang ist. WOLVERINE ist dort angekommen, wo der erste Solo-Film über den Lieblingsmutanten des X-Men-Universums eigentlich hin wollte.

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