BIG WEDDING geplatzt

THE BIG WEDDING – Bundesstart 30.05.2013

Man hat die bestmöglichen Zutaten für einen Kuchen, dazu die perfekte Rezeptur, und dann lässt man ihn doppelt so lange im Ofen. Oder man baut sich als kinderloses Pärchen eine 12 Zimmer Villa, und zieht dann ins Gartenhaus, weil die Heizkosten nicht bezahlbar sind. Man kann aber auch als Filmemacher unheimlich populäre Schauspieler zusammenbringen, ihnen dann ein lahmes Drehbuch vorlegen, und den Film noch viel uninspirierter  inszenieren. Es ist ganz offensichtlich, das sich Justin Zackham ganz einfach auf seine Darsteller verlassen hat. Vielleicht hat er tatsächlich geglaubt, das es ein Selbstläufer werden müsste. Oder mit irgendetwas Verborgenem musste das französische Original WIE EINE RICHTIGE FAMILIE gelockt haben, dass man es fünf Jahre später für den amerikanischen Markt erneut aufarbeiten wollte.

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EDITORIAL: Paul und ich – Teil 2

HIER GEHT ES ZUM ERSTEN TEIL

Die 66. Filmfestspiele von Cannes sind am 26.05. beendet worden. Wie zu erwarten war, gibt es unter den Gewinnern Namen, die einem Mainstream-Publikum kaum etwas sagen dürften, also auch für mich zum ersten Mal in Erscheinung traten. Allen voran die Goldene Palme für Abdellatif Kechiche, wie gut das ich den Namen nur schreiben brauche, und nicht aussprechen muss. Gut, eigentlich hat nicht Kechiche, sondern sein Film BLUE IS THE WARMEST COLOR die Goldene Palme gewonnen. Der Regiepreis ging an Amat Escalante. Ja, ich gestehe auch bei diesem Namen. Dafür kenne ich Bérénice Bejo, die den Darstellerpreis für THE PAST bekommen hat, und die Coen-Brüder, Ethan und Joel, die für ihren Film INSIDE LLEWYN DAVIES mit dem Großen Preis ausgezeichnet wurden. Eine gute Wahl, oder hat es schon einmal einen schlechten Film der Coens gegeben? Aber die Beispiele verdeutlichen, dass Cannes zum schwierigen Pflaster wird, wenn man es in seiner ganzen Bandbreite journalistisch ausgewogen aufarbeiten möchte. So war für mich auch dieses Jahr das Filmfestival an Interesse eher vernachlässigt. Bis ich feststellte, dass Paul Newman dabei sein würde.

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Eine Nachbetrachtung: INTO DARKNESS

STAR TREK INTO DARKNESS – Bundesstart 09.05.2013

Captain Kirk ist noch nicht bereit ein Schiff zu führen. Nach einer vermasselten Mission, ist sein Vorgesetzter und Mentor Christopher Pike gezwungen, Kirk das Kommando über die Enterprise zu entziehen. Des Schicksals Fügung sieht allerdings vor, dass der hitzköpfige Jung-Captain dennoch eine Chance bekommt, seine Loyalität gegenüber seiner Sternenflotte zu demonstrieren. Der Tod und Verderben bringende Terrorist John Harrison hat mit gewaltigen Anschlägen die Föderation ins Chaos gestürzt, und sich auf dem Heimatplaneten der Klingonen abgesetzt. Eine offizielle Verfolgung von Harrison ins Hoheitsgebiet der Klingonen würde aber einer Kriegserklärung von Seiten der Föderation gleichkommen. Kirk und seine junge Mannschaft stellen sich ihrer geheimen Mission, werden allerdings von Klingonen aufgespürt, und im Kampf ausgerechnet von Harrison gerettet. Ohne Widerstand zu leisten, lässt sich der Terrorist zurück zur Erde bringen. Warum, bleibt für die Crew der Enterprise ein Rätsel. Am Ende könnte alles, von Anfang an ein Täuschungsmanöver gewesen sein. Wer allerdings wen betrügt, benutzt und verrät, fällt Kirk und seinem Team zunehmend schwerer herauszufinden.

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DIEB DER WORTE raubt Zeit

THE WORDS – Bundesstart 23.05.2013

Immer wieder gibt es Romane, die als unverfilmbar gelten. Oftmals hat dies mit dem Thema, aber meistens mit den Worten zu tun. Man vergleiche Cormac McCarthys THE ROAD und dessen Verfilmung. Jetzt hat sich THE WORDS nicht einer Vorlage angenommen, sondern der Faszination des geschriebenen Wortes selbst. Und das, dies beweist DIEBE DER WORTE ausgezeichnet, ist wesentlich komplexer, und meist weniger ergiebig. Dennis Quaid spielt einen Autor, Jeremy Irons ist auch ein Autor, und Bradley Cooper möchte ein Autor sein. Der eine ist Rahmenhandlung, der Zweite der zentrale Punkt, und Letzterer die treibende Kraft. Die Regisseure und Drehbuchautoren Brian Klugman und Lee Sternthal haben sich sehr viel Mühe mit ihrem Drehbuch gegeben. Wie sie drei Geschichten ineinander verweben, und dann doch diese drei Geschichten zu einer einzigen zusammenfassen möchten, das erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl dafür, wie die manipulierenden Mechanismen des Kinos funktionieren. Aber, und das ist entscheidend, Literatur und Kinounterhaltung sind selten miteinander vereinbare Medien gewesen.

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FAST AND FURIOUS 6 im richtigen Gang

FAST AND FURIOUS 6 – Bundesstart eigentlich 23.05.2013

Obwohl als offizieller Filmstart noch immer der 23. Mai deklariert ist, überrennen die heißgelaufenen Motoren bereits ab Montag dem 20. Mai die Kinos. Vielleicht um die finanziellen Vorteile eines Feiertags zu nutzen, die der Pfingstmontag mit sich bringen würde. Nur eine Woche später startet HANGOVER 3, ein Film der so ziemlich das selbe Zielpublikum erreichen möchte, nur eine Woche später gefolgt von einem weiteren Dwayne Johnson Film, SNITCH. Da werden drei Extratage dem fünften Aufguss des Testosteron-Spektakels sehr gut tun. Zudem FAF 6 gegen die nachfolgenden Filmstarts die Motorhaube tatsächlich vorne haben könnte, und ein größeres Publikum durchaus verdient hätte.

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Eine äußerst subjektive Besprechung: STAR TREK INTO DARKNESS

Autor Stefan Holzhauer ist Herausgeber von phantanews.de, nerdspace.de und blog.rumschlauen.de

Warnung: der nun folgende Text enthält Spoiler. Heftige Spoiler. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte diese Besprechung nicht lesen. Auf gar keinen Fall. Wer schon drin war oder wer bereits auf einen »Darth Vader ist Lukes Vater!«-Typen gestoßen ist, der darf weiterlesen.

Ich habe euch gewarnt!

Ganze vier Jahre ist es her, da hat Hollywood-Wunderkind und Nerd-Liebling J. J. Abrams das STAR TREK-Franchise ordentlich auf den Kopf gestellt und ihm … nein »neues Leben eingehaucht« ist die falsche Umschreibung … es neu erschaffen. Die radikale Modernisierungskur, die trotzdem vielen Motiven der alten Serie treu blieb und mit vielen Kleinigkeiten Brücken zu »damals« schlug, kam nicht bei allen Fans gut an. Bei mir allerdings schon – und man muss sich einfach darüber im Klaren sein, dass heutzutage Kino anders gemacht wird, als in den 80ern oder 90ern.
Vier Jahre ist es her, und man musste sich in der Zwischenzeit fragen: würden Abrams und seine Kollaborateure in Sachen Drehbuch, Orci, Kurtzman und Lindelof, in der Lage sein, diese Qualität zu halten?

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EVIL DEAD ist todernst böse

EVIL DEAD – Bundesstart 16.05.2013

Es ist weder der blutigste, noch der gruseligste Film aller Zeiten. Es ist auch nicht der schockierendste, oder verstörendste Film aller Zeiten. Es ist die seit TANZ DER TEUFEL zum Standard mutierte Geschichte von der Gruppe Jugendlicher, die in einer einsamen Hütte im Wald etwas Entspannung suchen. Ihre Namen sind David, Eric, Mia, Olivia und Natalie. Setzt man die jeweiligen Anfangsbuchstaben zusammen, kommen die Namen nicht von ungefähr. Fede Alvarez und Rodo Sayagues scheinen sehr gut durchdacht zu haben, wie man die stets aufmerksamen Geeks und Freaks erfreuen kann. Aber Alvarez und Sayagues scheint auch sehr wohl bewusst gewesen zu sein, auf was sie sich überhaupt eingelassen haben. Es gibt Remakes, die möchten als Hommage dem Original Tribut zollen. Und es gibt Remakes, die bilden sich ein, schlauer als ihr Vorlage sein zu können. Beide scheitern meist an ihren Absichten. EVIL DEAD, dass höchst erwartete, aber auch meist gefürchtete Remake des Sam Raimi Klassikers TANZ DER TEUFEL, müsste daran scheitern, dass er verbeugende Hommage sein will und sich gleichzeitig viel schlauer zeigen möchte.

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EDITORIAL: Paul und ich – Teil 1

Das bekannteste Filmfestival der Welt hat am 15. Mai 2013 begonnen. Über ein Festival zu berichten, dass mit Filmen aus aller Welt, in allen Genres, mit allen Stilmittel aufwartet, würde über einen groben Abriss nicht hinaus gehen. „Im Wettbewerb“ stehen zum Beispiel Filme von Kore-Eda Hirokazu oder Arnaud des Pallières. Ja, vielen stellen sich da die Haare zu Fragezeichen. Aber es sind auch die Coen-Brüder vertreten, François Ozon, Steven Soderbergh, Polanski, Luhrman und vor allem Nicolas Winding Refn. Schon besser. Also, ausgewogen zu berichten, wenn man nicht selbst persönlich anwesend sein kann, ist ein schwieriges Unterfangen. Persönlich verfolge ich Cannes während des Festival-Verlaufs kaum. Doch im Vorfeld, machte mich Cannes stutzig und neugierig, als das offizielle Poster des 66. Festivals 2013 vorgestellt wurde. Es zeigt Paul Newman und seine Frau Joanne Woodward sinnlich auf dem Boden liegend, und küssend. Paul Newman, der Star meiner Kindheit, der Held meiner Jugend, das unerreichte Vorbild meines Lebens.

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SMASHED wirkt zerschlagen

SMASHED – Bundesstart 09.05.2013

Kate und Charlie sind ein glückliches Paar, jung verheiratet, mit guten Jobs, und dem ersten Bier während der morgendlichen Dusche. Kate und Charlie haben kein Problem, denn sie haben sich und teilen sich das Alkoholproblem. Es ist sehr schwierig, sich einer allgemein todgeschwiegenen Krankheit angemessen anzunähern. James Ponsoldt versucht es mit seiner Inszenierung, und zusammen mit Susan Burke am Drehbuch, mit einem leichteren, weniger pessimistischen Ton. Fabelhafte Darsteller wie Aaron Paul und Nick Offerman, aber vor allem Mary Elizabeth Winstead, geben dann dem Ganzen noch dieses den Zuschauer bindenden Charme. So wird aus SMASHED ein Film der bitteres Independence-Drama sein möchte, genauso wie ein alle umarmender Hollywood-Wohlfühler. Als sich die aufgekratzte und manisch anmutende Kate in ihrem Überschwang vor ihrer Grundschulklasse übergeben muss, sieht die junge Frau das als klares Zeichen. Unerwartete Hilfe bekommt sie dabei von einem Lehrer-Kollegen, dem sie alles zugetraut hätte, aber keine Vergangenheit mit Drogen.

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EDITORIAL: Was ist das, mit STAR TREK?

STAR TREK INTO DARKNESS – Bundesstart 09.05.2013

Eine erste, subjektive Betrachtung …

Zwei der wichtigsten Fragen der Kino orientierten Fan-Gemeinden, werden mit dem Start von J.J. Abrams jüngster Regiearbeit beantwortet. Wird es wieder viel Lens Flare geben? Und, spielt Benedict Cumberbatch tatsächlich Khan? Die Fragen sind schnell beantwortet mit: Warum sollte? Lens Flare, also die spiegelnden Reflexionen von Gegenlicht innerhalb eines optischen Linsensystems, im Sprachgebrauch auch Einstreuer genannt, sind ein Problem der Kameratechnik. Wenn man in einem 3D-Film Einstreuer einbaut, obwohl die Technik das menschliche Sehen nachempfinden soll, dann wäre dies im optischen Empfinden eher störend. Und dann Khan. Zumindest im Star-Trek-Universum ist er nicht nur einer der beliebtesten, sondern auch eindringlichsten Gegner des Guten. Sich mit Ricardo Montalbans Interpretation des charismatischen Übermenschen anzulegen, käme in den, für den Erfolg wichtigen Fan-Kreisen, einem filmischen Selbstmord gleich. Nerd-Liebling und Hollywood-Wunderkind J.J. Abrams kennt die Regeln im Spiel der Genres. Also, warum sollte?

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SCHIMPANSEN sind fantastisch

CHIMPANZEE – Bundesstart 09.05.2013
Der Besprechung liegt die amerikanischen BluRay zugrunde, und nicht die deutschen Kinofassung.

Der Nationalpark Taï in der Republik Elfenbeinküste ist einer der letzten Regenwaldgebiete Westafrikas. Und er ist der Schauplatz von außergewöhnlichen Ereignissen. Hier wird Oscar geboren, und dies ist seine Geschichte. SCHIMPANSEN ist der siebte Film unter dem Label Disneynature, welches in alter Tradition von Konzerngründer Walt, mit aufwendigen Natur-Dokumentationen, gerade ein junges Publikum für die Natur begeistern soll. Es ist Filmemacher Mark Linfields zweites Abenteuer für Disneynature, für Alastair Fothergill bereits die dritte Arbeit. Fast vier Jahre verbrachten sie mit ihrem Team im Nationalpark Taï, um Schimpansen zu beobachten. Ihr eigentliches Treatment sah vor, einen neugeborenen Schimpansen auf seinem Weg ins Leben zu begleiten. Die Mutter nennen die Filmemacher Isha, der Kleine bekommt den Namen Oscar. Soweit wäre es eine sehr ursprüngliche Dokumentation geworden. Sehr aufwendig und engagiert, Mark Linfield hat viel für die BBC gearbeitet, aber noch nichts wirklich Außergewöhnliches. Doch während der Dreharbeiten passierte etwas innerhalb der Schimpansen-Sippe, was alle Absichten über den Haufen warfen, und eine vollkommen überraschende Wendung mit sich brachte.

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SAITEN DES LEBENS gut gestimmt

A LATE QUARTET – Bundesstart 02.05.2013

Yaron Zilberman ist Neuling auf dem Spielfilmsektor. Und Yaron Zilberman gab sich auch alle Mühe, daraus etwas Besonderes zu machen. Doch Mühe und viel Ehrgeiz kann sich oftmals ins verkehrte wenden, wenn Filmemacher einer eigenen Vision nachjagen, und dieser obsessiv folgen, ohne auf konstruktive Einwände zu achten. Das passiert vor allem sehr gerne, und sehr schnell, bei den Abschlussfilmen von Filmhochschulabsolventen. Zilberman ist kein Filmhochschulabgänger, doch die ersten dreißig Minuten von SAITEN DES LEBENS nehmen sich so angestrengt bitterernst, dass man an einen dieser zähen Abschlussfilme denken muss. Doch nach und nach bekommt die Handlung eine gewinnende Tiefe, und daraus entspinnt sich ein intensives Drama über das Älterwerden, unerfüllte Sehnsüchte und die Schwierigkeiten mit Freundschaften. Aber es ist auch ein Drama mit diesem Hauch an verstohlenem Humor, der die bittere Schwermut nimmt, die oftmals mit dieser Art Filme einhergeht.

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IRON MAN 3

IRON MAN THREE – Bundesstart 01.05.2013

Der geheime Liebling des bisher verfilmten Marvel-Universums ist zurück. Es ist der rücksichtslose Charmeur, der egozentrische Weltverbesserer, das Enfant terrible in der Frauenwelt, und der überheblicher Multimillionär. Und er ist ein Genie. Ein Genie, mit ganz besonderen Problemen. Das eine Problem ist sein Charakter, der anfängt, sein unbedarftes Tun selbst in Frage zu stellen. Das ist der filmische Hintergrund. Das andere Problem, ist der Schatten des bestimmt gewaltigsten Superhelden-Filmes der Gegenwart in Form der AVENGERS, der über alle diesem nachfolgen Marvel-Filme fällt. Das ist dass künstlerische Problem. Allerdings ist letzteres Problem eines, welches keinen Einfluss haben darf, und im Fall eines zwangsläufig auftretenden Vergleiches unbedingt ausgeblendet werden müsste. Grundsätzlich sind Filme, die einen Vergleich herauszufordern scheinen, in der Argumentationskette immer im Nachteil. Natürlich sind sechs Superhelden in einem Film wesentlich cooler, als  nur ein Einzelner. Aber IRON MAN will nicht cooler, größer, oder besser wie andere Filme sein. Er will einfach nur ein Film mit größtmöglichem Unterhaltungswert sein.

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Testpiloten: Amazon Instant Video

Amazon, das sind die, die mit Büchern einmal Geschäfte machten, will in die Filmproduktion einsteigen. Amazon gründete dafür die Amazon Studios. Was die tun, das ist nicht einfach nur riskant und kostspielig, sondern auch ein klein bisschen revolutionär. Ein klein bisschen. Sie produzieren nicht einfach eine Serie nach eigenem Gusto, sondern sie wollten eine Serie nach dem Geschmack des Publikums produzieren.  Doch wie setzt man dies auf effektive Weise um? Hier kommt die kostspielige Variante ins Spiel. Amazon Studios produzieren einfach verschiedene Pilotfilme. Ein wirklich geschmacklich sehr unterschiedliches Publikum wird dann über die aussichtsreichsten Ideen entscheiden. Dazu haben die Amazon Studios sechs Pilotfilme für das Kinderprogramm entwickeln lassen und produziert, sowie acht sehr aufwendige Piloten für das Komödien-Genre.

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SIDE EFFECTS – Thriller ohne Nebenwirkung

SIDE EFFECTS – Bundesstart 25.04.2013

Emily Taylor leidet unter schweren Depressionen. Selbst ihr Mann Martin, der gerade aus einer mehrjährigen Haft entlassen wurde, kann sie nicht aus ihrem Elend reißen. Ein Selbstmordversuch bringt sie in die Obhut von Doktor Jonathan Banks, der sich rührend um sie kümmert. Doch auch er kommt nicht umhin, Emily mit Medikamenten zu behandeln. Doch bis die für Emily richtige Medikation gefunden wird, muss sie erst verschiedene Produkte testen. Eines das anschlägt, hat ganz besondere Nebenwirkungen.

Ein Film von Steven Soderbergh der vollkommen überzeugte, war zuletzt CONTAGION. Und davor gab es auch eine länger Durststrecke an seiner manchmal auftauchenden überragenden Genialität. Doch SIDE EFFECTS ist wieder einmal etwas ganz Besonderes. Schon mit dem ersten Bild führt uns der Regisseur vor Augen, was uns erwarten wird, um dann drei Wochen zurück zu springen. Nun läuft die Handlung auf diesen einen Punkt zu, den wir schon gesehen haben. Oder wir geglaubt haben zu sehen. Emily im Alltag, wie sie versucht dagegen anzukämpfen, wie sie mit plötzlichen Weinkrämpfen ihre Umwelt in Verlegenheit bringt. Es ist ein Drama um ein zutiefst bedrückendes Schicksal. Oder, ist es das wirklich?

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