Danke, Robin Williams

Robin-Williams-2,  Copyright Walt Disney Studios Home Entertainment„Oh Captain, my Captain.“ – Dead Poets Society

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Robin Williams, 1951 – 2014

Robin-Williams, Copyright Walt Disney Studios Home Entertainment„Gooooooooood-byyyyyyye Vietnaaaaam! That’s right, I’m history… I’m outta here. I got the lucky ticket home, baby. Rollin, rollin, rollin‘ … keep them wagons rollin‘, rawhide! Yeah, that’s right …“ – GOOD MORNING VIETNAM

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Autokino Marienberg (Nürnberg)

autokino-1, Copyright Unbekannt, bitte meldenRecherchen im Internet bringen manchmal Überraschendes an den Tag. Männer wie zum Beispiel Roland, der selbst nach dreizehn Jahren noch immer dem Autokino auf seiner Homepage huldigt. In dem Fall dem Autokino Marienberg, dereinst in Nürnberg, welches 1968 als elftes Autokino in Deutschland mit LADY IN ZEMENT eröffnet wurde. Vierzig waren es einmal in der Hochphase, und hat sich heute auf noch 18 verbleibende Spielstätten gesenkt. Die immer komfortabler werdenden Multiplex mit ihren klimatisierten Sälen und ihrer besseren Vorführbedingungen wurden immer stärker bevorzug. Dabei hatten diese Zuschauer allerdings vergessen, wobei es beim Autokino, dem Drive-In, eigentlich ging. War es Anfangs die Bequemlichkeit, und die Möglichkeit auf Ausgeh-Etikette verzichten zu können, so wie die weit billigere Selbstversorgung, entwickelte das Kinovergnügen immer mehr einem Event-Charakter. Kein Event bei dem der Film hinten angestellt wurde, sondern immer noch der Hauptdarsteller blieb. Picknicks sind keine Seltenheit, Open-Air bei mitgebrachten Gartensesseln, Disco während der Filmpause. Und zum zehnjährigen Jubiläum gab es am Marienberg in Nürnberg ein ordentliches Feuerwerk, dazu einen Film, wie er klassischer nicht konnte, Sam Peckinpahs CONVOY. Und wenn Roland dagewesen wäre, dann auf seinem aufblasbaren Sofa, welches vor die Leinwand postiert war, ausgerüstet mit Thermoskanne, falls es frischer werden sollte, und einem selbst entworfenen Technikrack, für den persönlichen, vom Auto unabhängigen Ton.

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PLANET DER AFFEN – Revolution

DAWN OF THE PLANET OF THE APES – Bundesstart 07.08.2014

Dawn-of-Apes-1, Copyright Twentieth Century Fox of GermanyEines muss man den Produzenten lassen, die genau gewusst haben, was sie tun, sie können dem Jahrzehnte alten Stoff tatsächlich neue Aspekte abgewinnen. Das sie sich dabei noch weiter von Pierre Boulles Original-Roman entfernen, als bereits der Reboot-Titel PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION, tut dem neu erstarkten Franchise nur allzu gut. Denn trotz der drastischen Abweichungen, bleibt der Kern in aller Konsequenz erhalten. Das Präparat ALZ-113 sollte Menschen mit Alzheimer heilen. Was es wirklich tat, war die Versuchsprimaten erheblich intelligenter zu machen. Für den Menschen hingegen zeigte sich ALZ-113 als tödlicher Virus. Das ausgerechnet Patient Null ein Pilot für Passagierflüge war, machte die Sache für die Menschheit extrem unangenehm. Nur wenige immune Menschen haben überlebt, und sich in den langsam verfallenden Großstädte zusammen gerottet. Damit hat der erste Teil des Reboot einen unersetzlichen Grundstein für eine glaubvolle und nachvollziehbare Fortsetzung gesetzt. Egal ob es eine Fortsetzung geben würde, diese Grundlage allein reichte schon aus, um den Zuschauer ein Bild der Zukunft zu zeichnen. Die Dämmerung einer überlegenen Herrschaft.

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EDITORIAL: Die Demontage der Melissa McCarthy

MainstreamZweifellos scheiden sich an ihr die Geister. Melissa McCarthy, die sich über die letzten dreizehn Jahren in die Herzen oder Magengeschwüre der Welt gespielt hat. Die GILMORE GIRLS haben sie einem breiteren Publikum bekannt gemacht, und von da an, ging es stetig bergauf. Dann überzeugte sie vollends komödiantisch in BRIDESMAIDES – BRAUTALARM, allerdings im Ensemble. Die Hauptrolle neben Jason Bateman in IDENTITY THIEF – VOLL ABGEZOCKT, die konnte sie Dank eines unausgegorenen Drehbuchs und eines unglaublichTammy-1, Copyright Warner Bros. dumm geschriebenen Charakters nicht stemmen. Nur wegen THE HEAT – TAFFE MÄDELS konnte McCarthys Karriere gerade noch abgefangen werden. Doch IDENTITY THIEF verfolgte die Filmwelt und deren Interessierte weiter, und zwar in Form von Rex Reeds Kritik im New York Observer. Reeds Besprechung des tatsächlich ärgerlichen Films, enthielt in Bezug auf die gute gebaute Schauspielerin Ausdrücke wie Flusspferd, kakophonisch, oder gigantischer Widerling, und noch ein paar ungebührliche Äußerungen. Das mag Rex Reed durchaus von McCarthy halten, und wenn man nach Streifzügen durch das Netz viele Kommentare liest, gibt es nicht wenige, die ins selbe Horn blasen. Aber in einer Filmbesprechungen haben persönliche Anfeindungen nichts verloren.

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THE PURGE: ANARCHY

THE PURGE: ANARCHY – Bundesstart 31.07.2014

Purge-Anarchy-2, Copyright Universal Pictures InternationalNach nur einem Jahr schiebt Autor und Regisseur James DeMonaco eine Fortsetzung zu dem Überraschungshit THE PURGE nach. Ein Film, bei dem die Faszination über die Logik siegte. War dieser allerdings noch ein kammerspielartiger Thriller, geht DeMonaco dem Gesetz der Serie zufolge natürlich einen Schritt weiter. Erlebte man diese neue amerikanische Ordnung Anfangs aus der Perspektive aus dem in sich geschlossenen Refugium der vermeintlichen Opfer, zeigt uns DeMonaco nun die Welt draußen auf der Straße, wenn Purge im Gange ist. Der Hintergrund ist auf der einen Saite tatsächlich hirnrissig, auf der anderen Seite birgt er unverhohlen eine anziehende Begehrlichkeit. Amerika war wirtschaftlich und sozial am Boden, was in 2016 sein wird. Die ‚Neuen Gründungsväter von America‘ erließen ein Verordnung, dass einmal im Jahr für genau 12 Stunden alle Gesetze aufgehoben sind. Alle Verbrechen werden in dieser Zeit straffrei bleiben, erlaubt sind allerdings nur Waffen, so klärt einen der Film auf, bis Klasse 4. Was bedeutet, dass man sich auch noch mit einem schweren Maschinengewehr austoben kann. Purge bedeutet Säuberung, und so funktioniert auch dieses System. Während Reiche und der gehobene Mittelstand sich mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen in dieser bestimmten Nacht verbarrikadieren können, werden natürlich Arme und Obdachlose die ersten Opfer von Menschen, die gerne morden und foltern. Die Purge-Night, also die Nacht der Säuberung, hat die Kriminalitätsrate gesenkt, und die Armut fast abgeschafft. Eine Institution, die also aufgeht.

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22 JUMP STREET

22 JUMP STREET – 31.07.2014
22-Jump-Street-1, Copyright Sony Pictures ReleasingWenn Hollywood nicht mehr weiter weis, dann machen sie Remakes, Reboots, und Sequels. Aber niemand hat es bisher so dreist gemacht, wie die Produzenten der Kino-Überraschung 21 JUMP STREET. Denn an der Geschichte zum zweiten Teil haben sie nicht das Geringste geändert, der Plot bleibt absolut identisch. Eigentlich wieder ein Grund sich über die Ideenlosigkeit der Industrie richtig zu ärgern. Aber leider macht es einem 22 JUMP STREET mit dem Ärgernis nicht so leicht. Gleich drei Autoren haben daran herum geschrieben, und, man möchte es kaum sagen, einen eigentlich cleveren Film entworfen. Brüllen wird niemand vor Lachen, und auf echte Schenkelklopfer wartet man vergeblich, doch angenehm unterhaltsam bleibt Phil Lords und Christopher Millers vierte gemeinsame Kino-Regie durchweg. Ob Slapstick, krude Dialoge, überdrehte Action, oder auf den Punkt gebrachter Schlagabtausch. Lord und Miller halten mit genau dem richtigen Tempo die perfekte Waage zwischen den Sequenzen, und gestalten somit ihren Film überraschend kurzweilig.

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DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT 2

HOW TO TRAIN YOUR DRAGON 2 – 24.07.2014

How-Train-Dragon-1, Copyright 20th Century Fox of GermanyBisher hat 3D bei Animationsfilmen immer die beste Wirkung erreicht. Und DRACHENZÄHMEN 2 bestätigt diese bisherigen Beobachtungen. Die Bilder erreichen ein ungeahnt reales räumliches Spektrum, dass  selbst die für Animationen üblich, abstrakter gezeichneten Charaktere einen natürlicheren Eindruck verleiht. Wie im wirklichen Leben, sind auch in Berk fünf Jahre vergangen, wo das einst drachenjagende Dörfchen, sich zu einem Volk von Drachenreitern entwickelt hat. Häuptlingssohn Hicks wird in naher Zukunft wohl zweifellos  Astrid zu seiner Frau nehmen, aber am wohlsten fühlt er sich dann doch allein mit seinem Drachen Toothless. Zusammen machen sie, im wahrsten Sinne des Wortes, Ausflüge, und kartographieren die weitere Umgebung. Dabei machen sie eines Tages eine Erkundung, welche die Zukunft der Drachen bedroht. Ohne es wirklich zu merken, wird Hicks vor Herausforderungen gestellt, die ihn als Sohn des tapferen und führungsstarken Haudrauf, dem Stoischen, auszeichnen.

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THE SIGNAL signalisiert Bemühungen

THE SIGNAL – Bundesstart 10.07.2014

Signal-1, Copyright Capelight PicturesAuch in seinem zweiten Spielfilm geizt Regisseur William Eubank nicht mit Rätseln und Andeutungen. Das Drehbuch, welches mit Bruder Carlyle und Freund David Frigerio ersonnen wurde, entstand schon während der vierjährigen Dreharbeiten zu LOVE. Ebenfalls ein Film, der sich nicht erklärt, sondern dem Zuschauer die Interpretationen überlässt. Damals waren zehn Videoclips für die Band Angels & Airwaves angedacht gewesen, bis William Eubank die Band von einem zusammenhängenden Ganzen der Sequenzen überzeugte und über vier Jahre sein Regie-Debüt im Vorgarten seiner Eltern inszenierte. LOVE wurde gefeiert und gepriesen, vom einfachen Zuschauer aber auch als grober Unfug ignoriert. Das hat William allerdings weniger beeindruckt. Er blieb seiner Richtung treu, dass nicht alles erklärbar sein müsste, und der Zuschauer auch exzessiv in das Geschehen eingebunden werden sollte. So haben schon einige Science-Fiction-Filme in den letzten Jahren am besten funktioniert, wie zum Beispiel Duncan Jones‘ MOON, wo nicht die effektvollen Schauwerte im Vordergrund standen, sondern tatsächlich menschlich metaphysische Tiefen ausgeleuchtet wurden. Gerade hier halten sich die Filmemacher an minimalistische Sets mit geringem Budget. Weitgehend wirkungsvoll, doch im Falle von William Eubanks THE SIGNAL ein zu diskutierender Streitpunkt.

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THE RAID 2 erfüllt Erwartungen

THE RAID 2: BERANDAL – Bundesstart 24.07.2014

Raid-2-a, Copyright Sony Pictures / Stage 6 FilmsGrundlage der Besprechung ist die Blu-Ray in Indonesisch mit amerikanischen Untertiteln

Eigentlich ist mit THE RAID 2: BERANDAL nun der erste Teil einer Trilogie in die Kinos gekommen. Gareth Evans hatte aus der Not eine Tugend gemacht als er BERANDAL nicht vollständig finanziert bekam und dafür das minimalistische Action-Feuerwerk REDEMPTION inszeniert. Und wer nun den real ersten Teil gesehen hat, der kann sich vorstellen wie schnell die Finanzierung des wesentlich aufwendigeren BERANDAL von statten gegangen sein muss. Knapp zwei Stunden nachdem sich Polizist Rama mit seinen Kollegen erfolgreich durch fünfzehn Stockwerke geschossen und geprügelt hat, beginnt das neue Kapitel. Die Erstürmung des Hochhauses und die Eliminierung des Drogenbosses hat hohe Wellen geschlagen, auch in der Politik. Rama wird zum Schutz seiner eigenen Familie nahegelegt unterzutauchen, dies aber gleich zu nutzen, das größte Drogen-Syndikat zu infiltrieren, um Drahtzieher und politische Unterstützer aufzuspüren. Tatsächlich kommt Rama im Gefängnis mit dem gerade einsitzenden Uco zusammen, Sohn des großen Bosses Bangun. Und mit Ramas Geschick, kann dieser sich sehr schnell das Vertrauen der Obersten erschleichen. Aber dafür muss viel eingesteckt werden, splittern extrem viele Knochen, und tun sich unzählige andere hässliche Wunden auf.

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TRANSFORMERS – Ära des Untergangs

TRANSFORMERS: AGE OF EXTINCTION – Bundesstart 17.07.2014

Transformers-4-1, Copyright Paramount PicturesMichael Bay hatte recht, er amüsierte sich über die harschen Kritiken an seinem neuesten Film, und meinte nur, dass die Zuschauer trotzdem kommen würden. Und sie kommen. Denn Michael Bay kann das Spektakel, sinnbefreit aber großartig. Gleich zu Anfang fährt unser angehender Held, zu diesem Zeitpunkt noch der versponnene Verlierer, an einem großem Schild vorbei, auf dem es heißt ‚Erinnert euch an Chicago – melden sie außerirdische Aktivitäten‘. Das ist eigentlich witzig, birgt dennoch einen undefinierbaren Beigeschmack. Hat der Film am Ende soviel Selbstironie, die von Vorteil wäre, um Bays Film als reines Spektakel ungeniert genießen zu können? Hat er nicht. TRANSFORMERS in der vierten Ausgabe ist genauso bierernst, wie die meisten Michael Bay Filme. Humor kommt in Form von Einzeilern, wie wenn ein Transformer lamentiert „mein fetter Arsch hängt fest“. Der Regisseur und Produzent kann hervorragend inszenieren, aber was er überhaupt nicht kann, ist Dramatik. Wenn Töchterlein vor Angst das Falsche tut und zwischen kämpfenden Maschinen herum stolpert, dann ist dies lediglich ein Fakt, aber ohne jede Spannung oder Dramaturgie. Dafür sind die Action-Sequenzen ein wahrer Augenschmaus, mit Schauwerten bis zum Abwinken. Allerdings sind dafür 165 Minuten viel zu lang.

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EDITORIAL: Halt And Catch Fire

MainstreamDas BREAKING BAD nicht zu wiederholen sein dürfte, ist den Obersten bei AMC durchaus bewusst. Doch etwas einfallen lassen müssen sie sich. Der Sender, der früher nur American Movie Classics spielte, hat sich mit waghalsiger Energie zu einem der führenden Serien-Produzenten gemausert. Nicht zum erfolgreichsten, aber sicherlich zum beliebtesten Sender. In einer Folge von HALT AND CATCH FIRE sagt jemand zu der Hauptfigur Joe MacMillan, „das Ding, das du durchziehst, macht die Leute neugierig, aber du kannst sie damit nicht halten“. Ein Satz, der den Bossen von AMC wie eine Warnung erschienen sein mag, wenn sie zum Entsetzen des Publikums, ihre Serien immer wieder der Gefahr aussetzen, an Qualität drastisch zu verlieren. WALKING DEADs Frank Darabont war der erste Showrunner, der nach der ersten Staffel die Segel strich, weil sich AMC mit ihm überworfen hatte. Und tatsächlich war es der zweiten Staffel auch anzumerken. Ohne daraus zu lernen, legten sie sich schließlich mit Matthew Weiner an, der MAD MEN erfunden und produziert hat, eines der Zugpferde neben BREAKING BAD und WALKING DEAD. Weiner war geblieben, und führt nun seine Serie erfolgreich zu ihrem dramatischen Ende. Doch was dann? BREAKING BAD bekommt mit BETTER CALL SAUL ein Spin-Off, welches vom Konzept her sehr vielversprechend ist. Für MAD MEN sollte nun HALT AND CATCH FIRE die zu erwartende Lücke füllen.

Halt-Catch-Fire-4, Copyright AMC Networks Weiterlesen

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WIE DER WIND SICH HEBT

KAZE TACHINU – Bundesstart 17.07.2014

Wind-Rises-1, Copyright Universum Film (UFA)Dafür, dass WIE DER WIND SICH HEBT von Hayao Miyazaki selbst als sein letzter Film angekündigt wurde, behandelt Universum Film den Verleih sehr stiefmütterlich. Keine eigene offizielle Seite, und der Presseserver hält kein Material bereit, die deutschen Synchronsprecher sind nirgendwo aufgeführt, lediglich auf der Universum-Seite selbst findet sich eine karge Auswahl an Bildern. Das wirft die Frage auf, ob Universum dem Film eventuell nicht vertraut. Es zeichnet sich klar ab, dass man Anime-Filme mögen muss, um an WIE DER WIND SICH HEBT Gefallen zu finden. Denn mit einer gewissen Dramaturgie geht er sehr sparsam um. Es wird über vier Jahrzehnte das Leben des Flugzeugkonstrukteurs Jirō Horikoshi erzählt. Schon in Kindheitstagen träumt Jirō sich in eine Welt, die er mit der Flugzeugbauer-Legende Gianni Caproni in Freundschaft teilt. Sind beide Männer reale Personen, sind die privaten Geschichten rein fiktiv.  Als Regisseur und Drehbuchautor Hayao Miyazaki das gleichnamige Manga zeichnete, war er lediglich an Jirō Horikoshis Faszination und Leidenschaft für Flugzeuge interessiert.

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DIE KARTE MEINER TRÄUME 3D

THE YOUNG AND PRODIGIOUS T.S. SPIVET – Bundesstart 10.07.2014

Young-Prodigious-Spivet-1, Copyright DCM Film DistributionIm Schnitt macht Jean-Pierre Jeunet alle vier Jahre einen Film. Bunte Filme, abstrakt, märchenhaft, aber immer mit einem düsteren Schuss. In seinem siebten Langfilm mit dem irreführenden Titel DIE KARTE MEINER TRÄUME, ist das düstere Moment der Tod des Zwillingsbruders vom zehnjährigen T.S.. Die Verschrobenheit von T.S. ist seine Intelligenz, alles muss er kartographieren, oder er arbeitet an wissenschaftlichen Experimenten. Eigentlich wäre da T.S. bei seiner Familie auf der Copperpot Ranch in Montana bestens aufgehoben. Seine Schwester ist lediglich an Schauspielunterricht und an Miss America Wettbewerben interessiert. Die Mutter hat sich in ihrer Insektenforschung verloren. Der Vater ist ein Cowboy ganz alter Schule, der, so meint T.S. in seinen Off-Kommentaren, 100 Jahre zu spät geboren wurde. Und dann ist da natürlich noch der Familienhund, der die meisten Macken auf sich vereint, zum Beispiel Blecheimer essen. Aber T.S. Spivet ist trotz seiner überragenden Auffassungsgabe ein zehnjähriger Junge, und so fühlt er sich von allen missverstanden und ungeliebt, zudem er selbst die Welt noch nicht wirklich versteht. Dann erfindet T.S. auch noch das Perpetuum Mobile, und soll vom Smithsonian Institute einen renommierten Preis überreicht bekommen. Ohne seine Familie zu informieren, beginnt T.S. kurzerhand eine abenteuerliche Reise nach Washington.

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DRIVE-IN: Megaforce

In unregelmäßigen Abständen werden hier Filme für das Wochenende vorgestellt, die vielleicht die ein oder andere Erinnerung wecken, oder als Inspiration für einen gemütlichen Abend dienen können. Wie der Titel der Reihe schon andeutet, werden hier selten kulturhistorische Filme besprochen, sondern Werke, die ihre Berechtigung dort fanden, wo das Autokino seiner Bestimmung nachging.

Drive-In-Original

MEGAFORCE – Deutschlandstart 29.07.1982

Von einem Film, wo die Figuren Namen wie Ace, Dallas, Sixkiller, oder Duke tragen, da kann man nur das Beste erwarten. Als die erste Vorschau von Megaforce in den Kinos gezeigt wurde, da konnte man nur das Beste vom Besten im Action-Kino erhoffen. Umgebaute Strandbuggys, modifizierte Motorräder, und echt abgebrühte Helden. Panzer waren zu sehen, und jede Menge Explosionen. Megaforce-4, Copyright Twentieth Century Fox Film CoperationNach dem AUSGEKOCHTEN SCHLITZOHR und dem Cannonball-Rennen auf dem HIGHWAY, war Stuntman und Regisseur Hal Needham Garant für nicht zimperliche Auto-Verschrottung. MEGAFORCE versprach da viel weiter zu gehen. Es ist 1982, und was an optisch aufsehenerregenden Filmen den Markt beherrscht ist STAR WARS oder INDIANA JONES. Und dann kommt eine militärische Spezialeinheit, mit dem modernsten Arsenal verfügbar, nur darauf ausgelegt, es filmisch wirklich krachen zu lassen. Das U.S.-Militär wollte Needham bei seinem Film nicht unterstützen, war allerdings nach der Kinoauswertung sehr an den Konstruktionszeichnungen der im Film gezeigten Waffen interessiert. Was MEGAFORCE erreicht hat, dass wenigstens das Militär an dem Film Gefallen fand. Die zahlenden Zuschauer bestimmt nicht.

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