Filmstart: 09.12.2011
„Wie ist das, die Kinder von weißen Leuten aufzuziehen, wenn der eigene Sohn zu Hause ohne Mutter auskommen muss?“ Diese Frage kann die schwarze Aibileen Clark nur mit einem sehr traurigen Blick beantworten.
Gleich in der ersten Minute schafft es Tate Taylor, mit dieser Frage seinen Film auf den Punkt zu bringen und den selbstauferlegten Anspruch zu halten. „The Help“ spielt in den Sechzigerjahren und handelt von schwarzen Bediensteten, die bei weißen Familien Arbeiten verrichten, für die sich die versnobte Gesellschaft zu fein fühlt oder aber auch schlichtweg zu dumm ist. Die Bürgerrechtsbewegung wächst nur langsam, und die Hilfen sind der weißen Gesellschaft schlichtweg ausgeliefert. Für nicht einmal einen Dollar die Stunde sind nicht nur der Haushalt und die Kinder zu umsorgen, sondern müssen sie stillschweigen alles ertragen, was mit dem offen ausgelebten Rassismus einhergeht.
Aber „The Help“ ist weder eine harte, schwer zu ertragende Kost noch ein leichtsinniger, überidealisierter Spaß. Regisseur Tate Taylor inszenierte mit einer erfrischenden Leichtigkeit, die dennoch keine Skrupel kennt, offen und direkt zu bleiben.














