Little Fires Everywhere
– Amazon-Prime Start 22.05.2020
Lebensplan und -einstellung. Lügen und Verdrängung. Reichtum und Armut, beides nur im Auge des Betrachters. Vermeintliches Glück und permanent unterschwellige Angst. Als 2017 Celeste Ngs Roman ‚Kleine Feuer Überall‘ erschien, konnte die filmische Verwertung gar nicht lange auf sich warten lassen. Ein präzises Abbild der in sich geschlossenen Gesellschaft einer Vorstadt. Hier erwächst Glück nicht aus einer natürlichen Struktur, sondern durch monotone Gestaltung von gleichgeschalteten Werten. Ein verführerisches Idyll, welches nur vor dem Haus, im Schulkomitee, bei Empfängen oder im Buchclub zu strahlen vermag. Das ist wahrlich nicht neu. Viele Bücher und genauso viele Filme und Fernsehserien haben sich dieser falschen Oberflächlichkeit schon angenommen. Weitgehend immer mit der unbarmherzigen Absicht, einer sich selbst belügenden Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, und mit bitterer Ironie zu spotten. So liest sich der Roman von Ng durchaus mit Spannung und treffsicheren Reflexionen, aber wirkliche Besonderheiten oder dramaturgische Überraschungen bleiben aus.














