DER RICHTER. Recht oder Ehre

THE JUDGE – Bundesstart 16.10.2014

Judge-1, Copyright Warner Bros.Hank Palmer ist erfolgreicher Anwalt in Chicago, gefürchtet, im besten Alter, aber mit kriselnder Ehe. Ein wenig arrogant wirkt Hank, überheblich ist er mit Sicherheit. Eine seiner Stärken, um gegnerische Anwälte aus dem Konzept zu bringen. Doch die Fassade bröckelt, als ihn während eines Prozesses die Nachricht über den Tod seiner Mutter ereilt. Hier beginnt auch schon das Drehbuch zu bröckeln, denn dieser Prozess findet keinerlei Erwähnung mehr. Aus dem lockeren, überlegenen Hank, wird ein stummer, nervöser Mann. Den Grund dafür findet man in seinem Elternhaus in Indiana, wo Vater Josesph Palmer, Richter am hiesigen Gericht, jeden Trauergast mit Umarmung begrüßt, außer seinen eigenen Sohn. Die Differenzen in der Familie sind förmlich spürbar, aber wenigstens machen Hanks Brüder Dale und Glen ihm den Aufenthalt etwas angenehmer, wenngleich nicht entspannt. Aus für den Zuschauer noch unerfindlichen Gründen, eskaliert die Stimmung zwischen Hank und Joseph immer wieder, bis der Sohn Wut entbrannt nach Chicago zurück fliegen möchte. Doch noch unterwegs, erreicht Hank bereits die Nachricht, dass Richter Joseph Palmer wegen Körperverletzung mit Todesfolge verhaftet wurde. Natürlich macht der Sohn sofort kehrt, denn er ist davon überzeugt, dass nur er seinen Vater erfolgreich verteidigen kann.

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DENK WIE EIN MANN 2

THINK LIKE A MAN TOO – Bundesstart 23.10.2014

Think-Like-A-Man-2-1, Copyright Sony Pictures ReleasingSteve Harvey hat ein Buch geschrieben, einen Ratgeber für Frauen mit dem verheißungsvollen Titel ACT LIKE A LADY, THINK LIKE A MAN. Der Verräter an der Männerwelt Harvey, erläutert in seinem Buch, wie Männer ticken, und Frauen sie dahin gehend manipulieren können, sich zu ändern, ohne zu merken manipuliert worden zu sein. In der Gruppe der im Film gezeigten Freunde, bezog sich das auf Dominic, der Träumer, der nie wirklich etwas zu Ende bringt. Und Michael, das Muttersöhnchen, welcher seine Mutter immer vor die Ansprüche eine Beziehung stellt. Dann ist da Zeke, der Spieler, einer der beim weiblichen Geschlecht keine Chance ungenutzt lässt. Oder Jeremy, der Unverbindliche, der am besten ohne Zusagen und Versprechungen sein Leben lebt. Cedric und Bennett, als der glücklich geschiedene und der glücklich verheiratete, sie sind fein raus aus dem Spiel. Michael, Dominic, Zeke und Jeremy stehen ebenso schwierige Frauentypen gegenüber, wofür aber Steve Harveys Ratgeber genau die richtigen Tipps bereit hält. Der Träumer trifft auf Lauren, die Frau die ihr eigener Mann ist. Das Muttersöhnchen verliebt sich in Candace, die Single-Mutter. Der Spieler beißt sich Sex bezogen an Mya die Zähne aus, die Frau mit der 90-Tage-Regel. Und der Unverbindliche kommt mit Kristen zusammen, die Frau die den Ring will. Natürlich endete alles, wie es enden sollte in einer romantischen Komödie. Jetzt, einen Film später, wird das Happy-End besiegelt, mit Michael und Candace‘ Hochzeit in Las Vegas.

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AM SONNTAG BIST DU TOT

CALVARY – Bundesstart 23.10.2014

Die Besprechung basiert auf der englischen BluRay-Fassung

Calvary-1, Copyright Ascot Elite Entertainment / Momentum PicturesEs wird kräftig damit geworben, dass dieser Film von den Machern und Darstellern von THE GUARD – EIN IRE SIEHT SCHWARZ kommt. Das ist auf der einen Seite durchaus förderlich, um ein weniger informiertes Publikum anzusprechen. Auf der anderen Seite, ist das allerdings auch sehr irreführend. John Michael McDonagh hat die bissigen, bitterbösen Dialoge durchaus beibehalten, aber Geschichte und Atmosphäre bei AM SONNTAG BIST DU TOT weichen von THE GUARD soweit ab, dass beide Filme kaum miteinander zu vergleichen sind. Brendan Gleeson besetzt erneut die Hauptrolle, aber auch hier mit einem vollkommen anderen Charakter. Er spielt Father James, den bescheidenen und gütigen Priester eines kleinen irischen Städtchens. Der Film beginnt im Beichtstuhl, wo ein Mann dem Geistlichen berichtet, im Alter von sieben Jahren von einem Priester missbraucht worden zu sein, der allerdings mittlerweile verstorben ist. Also wird der Mann eine Woche später, als emotionalen Ausgleich, Father James ermorden. Denn der Tod eines guten Priesters erregt mehr Aufmerksamkeit, als der, eines ohnehin bösen Priesters.

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MAZE RUNNER – Dicke Spoiler im Labyrinth

MAZE RUNNER – Bundesstart 16.10.2014

Maze-Runner-1, Copyright 20th Century Fox of GermanyIrgendwann muss doch einmal die Schmerzgrenze erreicht sein. Als man Philip Pullmans Trilogie HIS DARK MATERIALS mit dem ersten Teil startete, verpasste man dem Film ein etwas abgemildertes Ende, des eigentlichen Cliffhangers. Man wollte dem Zuschauer eine Chance geben, mit dem Film abzuschließen, falls die Fortsetzung ausbleiben sollte. Tatsächlich wurde nach den Zahlen des amerikanischen Publikums auf Halde gesetzt, obwohl die Europäer den Film begeistert und in Scharen aufnahmen. Während dessen hatte man in HARRY POTTER einen Generationen übergreifenden Kinoliebling gefunden, der mit der gar dämlichen Marotte begann, einen letzten Film in der Reihe in zwei separate Teile zu zerlegen. TWILIGHT nahm sich daran ein gutes Beispiel, von HOBBIT gar nicht zu reden. Gehören diese Filme noch in eine ganz andere Kategorie von Unterhaltung, begannen die TRIBUTE VON PANEM diesen inakzeptablen Trend aufzugreifen. Was die thematisch ähnliche Buchverfilmung von DIVERGENT gerne ebenso nutzen. Und wer weiß, ob, und dann wie THE GIVER fortgesetzt werden wird. Mit MAZE RUNNER kommt nun ganz überraschend, eine weitere Roman-Trilogie ins Kino. Wie in den drei voran genannten Beispielen, ist es wieder ein auserwählter Jugendlicher, der es so einfach einmal siegreich mit einem ganzen System aufnimmt. War es bei PANEM noch mutig, spannend, und mit einer Prise Plausibilität gewürzt, zeigte das Klischee bei DIVERGENT bereits Abnutzungserscheinungen, und erzeugte bei THE GIVER überhaupt keine Spannung mehr. Und bei allen Beispielen, geht MAZE RUNNER einen gewaltigen Schritt weiter, weil er ein einziges Ärgernis ist.

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RECTIFY, eine verpasste Chance

RECTIFY – auf ARTE

Rectify-1, Copyright Sundance TVKeine Werbung. Die gibt es nicht beim Sender ARTE, aber auch keine für seine Sendungen. Es mag sein, dass der deutsch-französische Spartenkanal sein Stammpublikum hat, aber das darf nie genug sein. Nicht für öffentlich-rechtlich finanzierte Sender. Diese dürfen nicht einfach nur stur ihrem Auftrag von Bildung, Unterhaltung und Information nachgehen, sondern müssen auch vermitteln das sie diesem Auftrag nachgehen, um wenigstens eine gewisse Akzeptanz beim ohnehin kritischen Zuschauer zu erreichen. In Sachen Unterhaltung wäre das zum Beispiel, dass man der Öffentlichkeit demonstriert, ein Wagnis einzugehen, wo andere Sender eher zurückhaltend reagieren. Immer wieder fällt auf, dass eine außergewöhnliche und auffallende TV-Produktion lange schon ein eigentlich alter Hut ist, weil diese bereits vorweg bei ARTE ausgestrahlt wurde. Andere Sender plakatieren zumindest ordentlich. ARTE tut dies nicht, eventuell um Geld zu sparen. Wäre löblich, aber kontraproduktiv. Wie bei RECTIFY, einer genialen Drama-Serie, die von sich durchaus behaupten kann, etwas wirklich eigenständig neues auf den Bildschirm zu bringen.

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Denzel Washington THE EQUALIZER

THE EQUALIZER – Bundesstart 09.10.2014

Equalizer-1, Copyright Sony Pictures ReleasingErst waren 2005 die Weinstein Brüder. 2010 kamen die Rechte zu Esacape Artists. Dann war da Paul Haggis, mit Russell Crowe in der Hauptrolle. Nach deren Ausstieg war Denzel Washington sehr interessiert. Regisseur Nicolas Winding Refn stieg aber nach Vertragsunstimmigkeiten während der Dreharbeiten aus. Denzel Washington blieb, und es kam Antoine Fuqua. Der Mann, der mit TRAINING DAY das Vehikel für Washingtons zweiten Oscar inszenierte. Als Produzent, wird der Schauspieler auf die Wahl des Regisseurs vielleicht ein klein wenig Einfluss gehabt haben. Obwohl auffallend ist, dass beide seit dem riesigen, und verdienten Erfolg von TRAINING DAY, für eine erneute Zusammenarbeit dreizehn Jahre vergingen ließen. Erneut ein wunderbares Beispiel, was alles mit einem Filmprojekt passieren kann, und unweigerlich das was-wäre-wenn heraufbeschwört. Aber auch erneut ein Beispiel, dass es in Hollywood oftmals unergründliche Wege gibt, die alles zum Besten weisen. Denn dieses Remake der gleichnamigen TV-Serie ist nicht makellos, aber bereitet einem geneigten Publikum genau jenes Vergnügen, auf welches es zu hoffen wagte.

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WIE IN ALTEN ZEITEN gedenkt der alten Zeiten

THE LOVE PUNCH – Bundesstart 16.10.2014

Love-Punch-1, Copyright  Entertainment One / Square One EntertainmentKate und Richard sind glücklich voneinander geschieden. Und man kann sich sehr gut vorstellen, dass sie noch immer ein sehr attraktives Paar abgeben würden. Hier und da zwickt das Alter, aber ansonsten geht es beiden prächtig, mit zwei gemeinsamen Kindern, und noch immer gemeinsamen Freunden. Die Neckereien bleiben nie aus, aber stets oberhalb der Gürtellinie. Doch dann wird die Firma, welche beide gemeinsam gegründet haben, aufgekauft und alle Gehälter und Pensionsgelder sind eingefroren. Der französische Investor hat sogar sichtliche Freude, Firmen zu zerschlagen und Existenzen zu zerstören. Obwohl getrennt am verträglichsten, müssen Kate und Richard zusammen nach Frankreich, um das Debakel zum Guten zu wenden. Und dass diese Reise mit einer herrlichen Emma Thompson und einem verdammt gut aufgelegten Pierce Brosnan, zu einer wirklich erfrischenden Reise wird, hat mit diesen beiden dann schon wieder etwas Selbstverständliches.

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Fantasy Filmfest auf DVD / BluRay

FF14-Posterklein, Copyright Rosebud EntertainmentDie Festivalbeiträge ALL CHEERLEADERS DIE, WER, 13 SINS und NURSE 3D sind in den vergangenen Tage nun endlich auf DVD / BluRay erschienen, und können jetzt ihr breiteres Publikum finden. Besprechungen sind beim Klick auf den Filmtitel zu finden.

ALL-CHEERLEADERS-DIE-1, Copyright  Celluloid Nightmares (Dreams)Wer-2, Copyright Ascot Elite Entertainment Group13-Sins-1, Copyright Anchor Bay EntertainmentNurse-3D-1, Copyright  Square One Entertainment

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THE SALVATION

THE SALVATION – Bundesstart 09.10.2014

Salvation-1, Copyright Concorde FilmverleihMit THE SALVATION muss sich jemand einen Kindheitstraum erfüllt haben. Er bedient sich bei allen Klischees aus dem Western-Genre, und ist dennoch ein sehr eigenständiger Film, der sich durch eine sehr ungewohnte Umsetzung auszeichnet. Ein dänischer Western ist allerdings auch eher ungewöhnlich. Und genau das versteht Regisseur und Co-Autor Kristian Levring zu nutzen. Auch wenn es sich die Prämisse anhört, wie eine gewöhnliche Rache-Geschichte. Naja, eigentlich ist es ja auch eine sehr gewöhnlicher Rache-Western. Nach dem dänisch-deutschen Krieg, versuchen die Brüder Jon und Peter in Amerika Fuß zu fassen. Erst nach sieben entbehrungsreichen Jahren, kann Jon endlich seine Frau und den Sohn in den wilden Westen holen. Doch die Katastrophe nimmt schon in der Postkutsche vom Bahnhof in die Heimatstadt ihren Lauf. Jon kann nicht verhindern, dass seine Familie geschändet und ermordet wird. Dafür kann er die Täter zur Strecke bringen und erschießt diese. Nur war einer der Gangster, der Bruder des gefürchteten Bandenchefs Delarue, und dieser möchte seinerseits den Tod seines Familienmitglieds gerächt sehen. Delarue geht dabei extrem brutal vor, und erschießt wahllos Leute aus Jons Dorf, um zu erfahren, wer für den Tod seines Bruders verantwortlich ist. Die Spirale der Gewalt ist nicht mehr aufzuhalten, und reißt immer mehr Leute mit ins Verderben.

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MEIN FREUND, DER DELFIN 2

DOLPHIN TALE 2 – Bundesstart 09.10.2014

Dolphin-Tale-2-1, Copyright Warner Bros.

Besprechung des ersten Teiles

Immerhin hat MEIN FREUND, DER DELFIN in Amerika über 72 Millionen Dollar eingespielt. Solide inszeniert, gut gespielt, und einer der wirklich besseren Familienfilme. Eine Fortsetzung war da nicht unbedingt zu erwarten, schließlich war die Geschichte um Delfindame Winter erzählt, die mit einer Flossenprothese zu überleben lernte. Doch Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Charles Martin Smith scheint das Thema nicht losgelassen zu haben, und er verfasste eine weitere Geschichte um Winter. Und wie man den authentischen Abspannbildern später entnehmen kann, beruhen zumindest einige der im Film gezeigten Sequenzen auf Tatsachen. Gab es vor zwei Jahren noch einen Aufschrei sämtlicher Tierschutzorganisationen, ein Film wie dieser, würde die Akzeptanz gegenüber gefangenen und zur Schau gestellten Delfinen nur fördern, geht Charles Martin Smith in diesem Teil energischer gegen diese Vorwürfe an. In einer zentralen Szene, die erneut über Winters Schicksal entscheidet, geht es explizit darum, dass das Clearwater Marine Aquarium Tiere rettet, sie pflegt, und schließlich wieder frei lässt. Diese Sequenz, die durch einen Konflikt zwischen dem Leiter Dr. Clay Haskett und seiner Tochter Hazel auslöst wird, ist allerdings eine der weniger überzeugenden Szenen. Hier verrennt sich der Filmautor zu sehr in unschlüssige Charakterzeichnung, um dem Grundanliegen dienlich zu sein.

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GET ON UP – The James Brown Story

GET ON UP – Bundesstart 09.10.2014

Get-On-Up-1, Copyright Universal Pictures InternationalAm 25. Dezember 2006 verstarb James Brown im Alter von 75 Jahren. Es ist erstaunlich, das es sieben Jahre dauerte, bis man eine Biografie über den Godfather of Soul machte. Obwohl man laut dieses Film erfährt, dass sich James Brown nicht auf eine Musikrichtung festlegen lassen wollte. Es war kein Soul, auch kein Funk, und Rock ’n‘ Roll  schon gar nicht. James Brown bestand darauf, dass es der James-Brown-Stil war. Aus einer Biografie kann man eben viel lernen. Unverkennbar an Anzug und Frisur, geht ein Schwarzer einen dunklen Gang entlang. Dumpf und leise vernimmt man eine skandierende Menschenmenge. Der Zuschauer weiß, in was für einen Film er sitzt, und wird als regelmäßiger Kinogänger sofort an die Johnny Cash Bio WALK THE LINE erinnert. Und so kommt es auch. Noch bevor der Mann aus dem langen Gang sein Ziel erreicht, springt der Film zurück in der Zeit. Aber anders als in WALK THE LINE, wird James Browns Lebensweg nicht chronologisch erzählt, sondern springt in seinen nach Browns Musiktiteln benannten Kapiteln immer wieder vor und zurück.

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GONE GIRL – Das perfekte Opfer

GONE GIRL – Bundesstart 02.10.2014

GoneGirl-1, Copyright 20th Century Fox of GermanyVon einem Ausnahme-Regisseur zu sprechen, ist nicht übertrieben, wenn das Thema auf David Fincher kommt. Seine Filme sind alles andere, als leichte Kost, und weit ab vom bekannt bekömmlichen Kino. Selbst bei beliebt, berühmten Vorlagen kennt Fincher keine Scheu. Mit ALIEN 3 konnte er die Serie tatsächlich wieder in eine neue Richtung bringen, so wie sich zuvor Camerons ALIENS von Scotts Vorbild unterschied. Und mit VERBLENDUNG hätte er fast ein Meisterwerk der Literaturverfilmungen auf die Leinwand gebracht. Nur fast, weil sich schon das schwedische Original als perfekte Adaption präsentierte, mit seiner sehr eigenen, düsteren Atmosphäre. Mit dem erst vor zwei Jahren erschienen Bestseller GONE GIRL, konnte sich jetzt der Ausnahme-Regisseur erneut beweisen. Das erstaunliche Ergebnis ist aber nicht nur David Finchers Talent zu verdanken, sondern einer ganzen Reihe von Talenten, allen voran der Buchautorin Gillian Flynn, die selbst das Drehbuch verfasste.

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Kinogeschichte: PARUFAMET

UFA, Copyright UFA GmbHDa haben die Amerikaner wieder einmal bewiesen, wie gut man die große Liebe zur Kunst, mit ordentlichem Geschäftssinn verbinden kann. Denn es gab tatsächlich eine Zeit, als amerikanische Filmstudios Filme noch der Filme wegen produzierten, aus Hingabe zum Medium. Schon 1925 war das so. Auch in Deutschland produzierte man aus Liebe zur Kunst. Allerdings ohne Geschäftssinn. Als deutscher Marktführer verrannte sich die Universum Film AG in immer teurere, aufwendigere Produktionen, und führte das schlicht UFA genannte Unternehmen an den Rande des Bankrott. Schon damals wollte man das deutsche Kino gegen die vom Staat ungern gesehenen ausländischen Produktionen schützen, und verhängte kurzerhand eine Kontingent-Beschränkung, demnach jeder Verleih in Deutschland nur einen ausländischen Film für jeweils eine deutsche Produktion verleihen durfte. Die UFA verfügte nicht nur über Studios, sondern auch einen eigenen Verleih. Und hier konnten die Freunde aus dem Westen ansetzen. Paramount und Metro Goldwyn Mayer gründeten mit der UFA einen gemeinsamen Verleih, der dem maroden Unternehmen eine Hypothek von 4 Millionen Dollar, oder über 16 Millionen Reichsmark in die leeren Kassen brachte. Die Geburt von ParUfaMet.

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Hüter der Erinnerung – THE GIVER

THE GIVER – Bundesstart 02.10.2014

Giver-The-1, Copyright StudioCanalAls Lois Lowrys Kinderbuch THE GIVER – HÜTER DER ERINNERUNG erschien, zeigte sich der Schauspieler Jeff Bridges sofort interessiert. Zwei Filme hatte er bis zu diesem Zeitpunkt erst produziert, und in Lowrys Roman sah er nicht nur eine ansprechende Geschichte, sondern ein exzellentes Vehikel für seinen Vater Lloyd Bridges. Nach seinen eigenen Angaben, muss es wohl auch in den Tiefen von Kellern oder Dachböden die Kopie eines Filmes geben, den die Bridges Familie im Heimkino-Format aus der Romanvorlage fertigte, um eventuelle Investoren zu interessieren. Lloyd verstarb 1998, und weitere 15 Jahre vergingen bis THE GIVER realisiert werden konnte. Zehn dieser Jahre war Walden Media ein treuer Begleiter, die sich nicht nur mit Projekten wie der REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE Reihe, und den NARNIA-Verfilmungen zu Kinder- und Jugendfilm-Experten mauserten. Dennoch ließ sich der Film schwer realisieren, und das filmische Endprodukt THE GIVER zeigt auch genau auf, woran es dem Film mangelt, um das moderne Kino zu bedienen, in dem es alle Altersgruppen zu unterhalten versteht. THE GIVER war als Kinderbuch geschrieben, und gibt als Film auch nicht viel mehr her.

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Fantasy Filmfest 2014: Ein Fazit

White-Bird-Blizzard-3, Copyright Magnolia MediaFF14-Posterklein, Copyright Rosebud EntertainmentRichtig populär geworden ist das Fantasy Filmfest bei Genrefreunden, wegen des unerschütterlichen Eifers, besser zu sein wie andere Filmfeste. An der steigenden Begeisterung für das Fest, kamen schließlich auch die Verleiher nicht herum. Das Fantasy Filmfest wurde zu einer unbedingt förderungswürdigen Institution. Weltpremieren wurden gefeiert, Testvorführungen veranstaltet, Previews lange vor Kinostart. Die Veranstalter Rosebud Entertainment ließen von nicht wenigen Filmen, die überhaupt keinen Verleiher gefunden hatten, extra für das Filmfest 35mm-Kopien anfertigen. Das sorgte nicht nur für Aufsehen bei Horror- und Thrillerfans, sondern auch für größtmögliche Akzeptanz.

Von den über sechzig Filmen in diesem Jahr, konnte ich persönlich nur sechzehn Vorstellungen besuchen. Die Auswahl viel entsprechend schwer, und terminlich verpasste man das schon einmal die ein oder andere Perle. Vielleicht. Denn gab es in den letzten Jahren immer wieder diese sogenannten Perlen, sehr überdrehte, sehr blutige, oder sehr begehrte Filme, hatte man 2014 irgendwie das Gefühl, dass Besonderheiten außen vor blieben.

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