– Bundesstart 11.11.2021
Durch seine herausragende Kameraarbeit wird LAST NIGHT IN SOHO sicher lange in Erinnerung bleiben. Entgegen von Chung Chung-hoons sonstigem Faible, sind seine Bilder in SOHO sehr kräftig, sehr akzentuiert, und mit starken Schattenbereichen. Die Dualität von Licht in den Szenen, ist bildlicher Spiegel für das Wesen seiner Hauptiguren. Auffällig ist auch wie Chung die Kamera immerzu schweben lässt, wie in einem ungewissen Traum. Das wird auf die Spitze getrieben, wenn sich die schüchterne Modedesign-Studentin Ellie in ihren Schlaffantasien als Spiegelbild der selbstbewussten Sandie sieht. Wenn diese im Club eine Treppe hinab schreitet, läuft an der bespiegelten Wand neben ihr Ellie. Manchmal tauschen sie auch die Ebenen, und Sandie wird zu Ellies Spiegelbild. Die fliegende Kamera, lässt solche Szenen nebensächlich, fast natürlich erscheinen. Nur beobachtet die faszinierte Ellie immerzu die ahnungslose Sandie, obwohl sie sich als Reflexion eigentlich gespiegelt verhalten müsste. Unterschwellig schafft dieser optische Bruch in der Symmetrie dieser grandios choreographierten Szenen, jedes Mal ein verstörendes Gefühl.














