GREENLAND 2: Migration

Greenland 2 a - © 2026 Lionsgate– Release 09.01.2026 (world)

Selbst hartgesottene Actionfans sind bei dem Namen Gerard Butler mittlerweile vorsichtig geworden. Dadurch und auch Pandemie bedingt, hatte „Greenland“ von 2020 noch weniger Aufmerksamkeit erregt, als für einen Katastrophen- oder Actionreißer im Standardformat üblich. Trotz dieser ausgeprägten Standards hat sich „Greenland“ im Nachhinein für eben jene skeptischen Kinogänger als weit über diesen Standards liegendes Action/Abenteuer/Katastrophenwerk etabliert. Nicht die althergebrachten Versatzstücke sind ausschlaggebend, sondern die Nähe zu den Hauptfiguren, und deren Authentizität zueinander. Die Familie Garrity – Vater John, Mutter Allison, und Nachwuchs Nathan – waren Auserwählte für den grönländischen Schutzbunker, bevor die Einschläge des Kometen ‚Clarke‘ und seiner Bruchstücke 75% der Welt wie wir sie kennen zerstörte. Gerard Butler und Morena Baccarin sind geblieben, nur „JoJo Rabbit“s Roman Griffin Davis wurde für die Rolle des Nathan eingetauscht. Es sind fünf Jahre vergangen, und der Bunker ist nicht mehr sicher.

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EIN EINFACHER UNFALL

Ein einfacher Unfall - (c) MUBIYEK TASADEF SADEH
a.k.a. IT WAS JUST AN ACCIDENT
– Bundesstart 08.01.2026
– Release 01.10.2025 (FRA)

„Es war nur ein Unfall“,  sagt die Mutter zu ihrer Tochter, als der Vater in der Dunkelheit einen Hund überfahren hat. Was nur ein Unfall sein sollte, ist Auslöser einer verrückten Kettenreaktion. Das man in diesen ersten Minuten das Opfer des Unfalls nicht sieht, und die Kamera immer nur auf dem Gesicht des Fahrers bleibt, wie er aussteigt, wie er sich umsieht, wie er den Hund betrachtet, wie er wieder einsteigt und weiterfährt, das nimmt unheimlich viel vorweg von dem was kommen wird. Und was da kommen wird, ist nicht einfach, ist oft schmerzhaft, und manchmal urkomisch. Wegen des überfahrenen Hundes, muss der Wagen in eine Werkstatt, wo der Unfallfahrer vom anwesenden Vahid  beobachtet wird, der dem Fahrer später folgt, ihn bewusstlos schlägt, und in der Wüst lebendig begraben will. Vahid ist sich sicher, dass es sich bei dem Fahrer um „Holzbein“ Eghabal handelt, seinem Peiniger aus dem unterdrückenden Regime.

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SONG SUNG BLUE

Song Sung Blue - (c) FOCUS FEATURES– Bundesstart 08.01.2026
– Release 24.12.2025 (BL)

Von Zeit zu Zeit kommt ein Film daher, der einfach perfekt ist. Nicht weil er originell ist, nicht weil er jeden anspricht, nicht weil er alle Rahmen sprengt, und auch nicht weil man ihn immer und immer wieder sehen möchte. Ein Film, der perfekt ist, weil er alles richtig macht. Der das Gewöhnliche für sich zu nutzen versteht, der auf seine Zielgruppe fokussiert ist, der immer innerhalb seiner Rahmen bleibt, der sich schon beim ersten Mal ansehen einbrennt. Doch folgt Craig Brewers Film, den er selbst geschrieben hat, auch den wahren Begebenheiten? Greg Kohs‘ Film von 2008 über das Gesangsduo Lightning and Thunder ist eine Dokumentation über die Ereignisse. Brewers Interpretation dieser Ereignisse ist ein Film über das innere Wesen von Zuneigung und Hingabe. Mike ist Imitator von Don Ho, Claire tritt als Patsy Cline auf. Doch Mike ist mit seiner Routine nicht zufrieden, und strebt nach künstlerischer Neuausrichtung.

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Jetzt im Heimkino: GOOD BOY

Um die verdiente öffentliche Wahrnehmung noch einmal zu
befeuern, legen wir die Rezension vom 30.10.25. erneut auf
.

Good Boy - (c) IFC / SHUDDER– Bundesstart 30.10.2025
– Release 01.10.2025 (PHL)

DCM-Screener, Digitales Kino, 29.09.25
Ihr Haustier – ob Hund oder Katze – sitzt mitten im Raum und starrt in eine leere Ecke. Ihr Tier sitzt da und starrt beunruhigend in die Ecke des Zimmers, lässt sich auch nicht durch Zurufe oder Störungen irgendwelcher Art davon abbringen. Wenn Sie sich schon immer gefragt haben, warum ihr Tier dieses seltsame, meist unheimliche Gebaren an den Tag legt, dann sollten sie auf keinen Fall Ben Leonards „Good Boy“ sehen. Leonard offeriert für dieses merkwürdige Verhalten die wahrscheinlichste aller Lösungen. Und es ist das Gruseligste, was es in diesem Jahr – und noch viel weiter zurück – im Horrorkino zu erleben gab. Es geht um Indy, einen Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Ein sperriger Name für einen süßen Hund, dem Schreckliches widerfährt. Mit seinem Herrchen kommt Indy in ein neues Haus, welches dem Hund nicht nur fremd ist, sondern er auch abstoßend findet. Und der sechste Sinn eines Hundes trügt eigentlich nie.

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ANACONDA

Anaconda - © 2025 Sony Pictures Releasing– Release 24.12.2025 (world)

Die Frage, was „Anaconda“ ist, lässt sich zuerst leicht beantworten. Es ist eine High-Concept Produktion, mit einer fantastischen Prämisse. Vier Jugendfreunde wollen sich im gesetzteren Alter ihren Traum von einem Blockbuster-Film erfüllen. Einer von ihnen, der scheiternde Schauspieler Roland ‚Griff‘ Griffin, hat die Rechte zu dem Roman bekommen, auf denen der B-Movie „Anaconda“ von 1997 beruht. Ein Film, der seinerzeit eine Offenbarung für ihn und seinen Kumpel Doug McCallister war, ein Hochzeitsfilmer, der einmal Regiegröße in Hollywood werden wollte. Claire Simons ist als Darstellerin dabei, die in vergangenen Tagen ein Auge auf Griff geworfen hatte, dann aber anderweitig verheiratet war, und mittlerweile wieder geschieden ist. Und dann ist da noch der abgestürzte Kumpel Kenny, der hätte als Kameramann endlich die Chance wieder mal an etwas anderes zu denken als an seine Alkohol- und Tablettensucht. Das ist High-Concept. Und das bedeutet, dass diese sympathische Verlierergruppe ihren Weg gehen wird.

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fast verpasst: LURKER

Lurker - © MUBI– Bundesstart 18.12.2025
– Release 22.08.2025 (US)

Jedes Idol und jeder Superstar braucht seine Entourage. Seine Gefolgsleute, seine Ja-Sager, seine Speichellecker. Oliver ist so ein Star, ein angehender Superstar. Er ist Pop-Sänger mit Bedroom Pop-Einschlag. Kenneth Blume hat mit einschlägigen Indie-Musikern einige Songs produziert, die sich Oliver Darsteller Archie Madekwe eindrucksvoll zu eigen macht. Manche Musikfilme scheitern an der Glaubwürdigkeit ihrer dargestellten Musikerin oder Musikers, weil die Songs kein authentisches Hit-Material sind. In Alex Russells Regiedebüt „Lurker“ stimmt die Musik, und es stimmt der angehende Superstar. Somit wird die Story um Matthew schlichtweg auch glaubwürdiger, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Mitglied im inneren Kreis um Oliver zu werden.

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HERZ AUS EIS

Herz aus Eis - (c) GRANDFILMLA TOUR DE GLACE
a.k.a. THE ICE TOWER
– Bundesstart 18.12.2025
– Release 17.09.2025 (FR)

Es ist ein interessanter Ansatz von Regisseurin Lucile Hadzihalilovic, Andersens Kunstmärchen „Die Schneekönigin“ zu interpretieren. Die essenziellen Züge der Geschichte, die Zeichnung der Figuren, schmückende Elemente. Die goldene Kutsche ist durch einen ausladenden Mercedes ersetzt. Hadzihalilovics Film spielt Anfang der 1970er. Die sechzehnjährige Waise Jeanne wohnt bei einer Pflegefamilie in den Südtiroler Alpen. Die Einsamkeit nach dem Tod ihrer Mutter und die Sehnsucht nach wirklicher Geborgenheit treibt sie in die Stadt. Unterschlupf findet sie in einem Gebäude, in dem der Film „Die Schneekönigin“ gedreht wird – mit der berühmten und verführerischen Christina van den Berg. Durch gewisse Umstände wird Jeanne ein Extra im Film. Die schwierige und meist verbitterte Christina findet Gefallen an Jeanne, und es entwickelt sich eine komplexe Beziehung zwischen den beiden unterschiedlichen Menschen.

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SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT

Silent Night Deadly Night - © Studio Canal– Release 11.12.2025 (world)

Nur äußerst selten gelingt einem aktuellen Film tatsächlich eine rundherum zufriedenstellende Hommage an die B-Movies der 1980er-Jahre. Mike P. Nelson hat reichlich an Erfahrung im Horrorgenre gesammelt, wobei ihm allerdings mit dem Franchise-Neustart „Wrong Turn“ 2021 kein glückliches Händchen beschienen war. „Silent Night, Deadly Night“ ist nun Remake und Fortsetzung gleichermaßen – wie es jeder für sich auslegen will. Remake und Fortsetzung eines Films, der 1984 ein eigenes Sub-Genre begründete, auch wenn er wegen seiner Prämisse aus den Kinos verbannt wurde, und die Fortsetzungen lediglich im Heimkino bestaunt werden durften. Nicht nur den Moralaposteln ging ein von Mordlust getriebener Weihnachtsmann zu weit. Aber Zeit heilt alle Fleischwunden, und ein schlachtender Santa ist letztendlich zum festen Programm im jährlichen Weihnachtstaumel geworden. Chance für Mike P. Nelson sich bei Genrefreunden zu rehabilitieren.

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OH. WHAT. FUN.

OhWhatFun - © 2025 Amazon MGM Studios– Amazon Primes seit 03.12.2025

In Zeiten des Streamings ist es natürlich leicht geworden sich von einfach gestrickten, nicht sehr anspruchsvollen Weihnachtsfilmen angenehm berieseln zu lassen. Herkömmlich sind jedes Jahr dutzende von Hallmark-Produktionen in denen sich zwei sich verachtende Personen durch den Geist von Weihnacht ineinander verlieben. Wesentlich mehr Dynamik hat da der – stets chaotische ausgelegte – Familienfilm. Wie Jodie Fosters buntes Durcheinander „Familienfest und andere Schwierigkeiten“, oder um zurück zu Weihnachten zukommen, Filme wie „Die Familie Stone“ und „Weihnachten mit den Coopers“. Ensemblefilme, die vom turbulenten Hexenkessel des angehenden Festes zum Fest der Liebe führen. Filme, in denen alle ihre eigenen Familien und sich selbst wiederfinden sollen – und trotzdem Spaß dabei haben. So hat sich das Regisseur Michael Showalter gedacht, als er mit Chandler Baker nach dessen Geschichte das Drehbuch geschrieben hat. Und mit einer charismatischen Urgewalt wie Michelle Pfeiffer an führender Stelle, ist Weihnachten um einen Klassiker reicher.

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Drive-In: RIVALEN UNTER ROTER SONNE

Drive-In-Red-Sun

Aus ABGESCHMINKT, Ausgabe November 1971, deutsche Sprachfassung:

Red Sun - Courtesy NATIONAL GENERAL PICTURESSOLEIL ROUGE
a.k.a. RED SUN
– Bundesstart 15.10.1971
– Release 15.09.1971 (FR)

Es ist ein bemerkenswerter Film, den der dreifache James Bond-Regisseur Terence Young mit „Rivalen unter roter Sonne“ gemacht hat. Ein Amerikaner, ein Japaner, ein Franzose und eine Schweizerin, in einem Film der in Spanien gedreht wurde. Es ist in jeder Hinsicht eine atemberaubende Mischung. Sei es das Filmgenre, sei es die internationale Besetzung, seien es alle gegebenen Merkmale die einen klassischen Western ausmachen. Und das in Zeiten, in denen dieses Genre im Kino an Bedeutung verloren hat. Es ist die Geschichte von Link und Gauche, die mit ihren Schergen einen Zug ausrauben. Aber der piekfeine Gauche hintergeht den schroffen Link, versucht ihn zu töten, und verschwindet mit der Beute. Gespielt wird der raubeinige Link vom Westernhelden Charles Bronson, und der Edelgauner Gauche von der europäischen Größe Alain Delon.

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BALLAD OF A SMALL PLAYER

Ballad Small Player - (c) NETFLIX– Kino 15.10.2025 (begrenzt)
– Netflix seit 29.10.2025

Macau, die Sonderverwaltungszone von China, ist eine Casino-Stadt die Las Vegas nicht nur auffällig aufdringlich nachempfunden ist, sondern sein amerikanisches Pendant in seiner Dekadenz bereits überholt hat. Das Lord Doyle, der in Wirklichkeit einen gewöhnlichen Namen hat, hier einmal richtig gut Geld als Spieler gewonnen haben muss, wird in den ersten Minuten klar. Ebenso wird gut gezeigt, dass seine Glückssträhne schon einige Zeit abgerissen ist. Lord Doyle wird von Colin Farrell gespielt, und der lässt sich in dieser Rolle auch richtig gehen. Alle Facetten vom Wahnsinn der Spielsucht und des Geltungsdrangs, von Lüge und Selbstbetrug. Der Film ist vom vormaligen TV-Regisseur Edward Berger, der nach „Im Westen nichts Neues“ und „Konklave“ zum dritten Mal in Reihe deutlich macht, für das lineare Fernsehen keine Ambitionen mehr zu haben. „Ballad of a Small Player“ bekam vor dem Netflix-Streaming eine Kinoauswertung, wo sich der Film auch entsprechend seiner überzeichnenden Optik und exzessiven Bildgestaltung angemessen austoben kann.

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SORRY, BABY

Sorry Baby - © A24 - DCM– Bundesstart 18.12.2025
– Release 27.06.2025 (US)

DCM-Screener, digitales Kino 30.20.2025
In der romantischen Komödie – a.k.a. RomCom – ist immer wieder die Chemie zwischen den Partnern entscheidend. Dieser unerklärliche Funke zwischen den Liebenden, welcher die Beziehung für die Zuschauenden greifbar macht. Selten – ganz selten – achten Filmemacher auch bei den Konstellationen von ‚bester Freundin‘ auf diese Chemie. Zwei Menschen, die sich in- und auswendig kennen, die sich ohne große Worte verstehen, die absolut ehrlich miteinander umgehen können. In „Sorry, Baby“ sind diese besten Freundinnen Eva Victor und Naomi Ackie. Und deren Chemie stimmt, sogar über den normalen Grad hinaus. Ihr Spiel ist kein Spiel, es ist eine faszinierende Natürlichkeit, die die tiefe Freundschaft von Agnes und Lydie glaubwürdig, und somit auch einnehmend und interessant macht. Es ist eines der eindringlichsten von den vielen schönen Details in Eva Victors Autoren- und Regiedebüt, in dem sie auch noch die Hauptrolle übernommen hat.

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Matinee: ZWISCHENFALL IM ATLANTIK

Matinee Bedford Incident 2Matinee Bedford Incident

THE BEDFORD INCIDENT
Bundesstart 14.01.1966 – Release 11.10.1965 (US)

Noch im selben Jahr, als Kubricks „Dr. Seltsam“ die Welt mit dem Atomkrieg amüsierte, wandte sich Sidney Lumet mit „Angriffsziel Moskau“ den realen Gefahren der atomaren Bedrohung zu. Egozentrischer Ungehorsam, zweifelhafte Befehlskette, technisches Versagen. Erst ein Jahrzehnt vorher wurde versucht mit verstrahlten Monstern sinnbildlich den Gefahren des neuen Zeitalters im Kino zu begegnen. Aber in den Sechzigern werden auch im Kino die realen Szenarien Wirklichkeit. James B. Harris ist der Regisseur von „Zwischenfall im Atlantik“, der drei Filme von Stanley Kubrick produzierte und hier sein Regiedebüt gibt. Im Mittelpunkt steht der Zerstörer USS Bedford, der unter NATO-Kommando zwischen Grönland und Island patrouilliert.

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WAKE UP DEAD MAN – A Knives Out Mystery

Wake Up Knives out - (c) NETFLIX– Kinostart 27.11.2025
– Netflix ab 12.12.2025

Besprechung beruht auf der Kinofassung
Es war erstaunlich, wie sehr sich „Glass Onion“ als zweiter Teil der „Knives Out“-Reihe in Atmosphäre und Inszenierung von seinem Vorgänger unterschieden hat. Noch viel bemerkenswerter ist dann, wie es Autor und Regisseur Rian Johnson gelingt, für die dritte Ausgabe erneut einen ganz anderen Film zu machen. Was daran so bemerkenswert ist? Das alle drei Film den selben Unterhaltungswert besitzen, und trotz ihrer inszenatorischen Unterschiede dem Betrachter alles geben, was ‚Knives Out‘ vom ersten Film an so besonders gemacht hat. Dieses Mal drängt es den besten Detektiv der Welt, Benoit Blanc, in das Kaff Chimney Rock, im Hinterland von New York. Der ortsansässige Priester Jefferson Wicks, der darauf bestand mit Monsignore angesprochen zu werden, wurde ermordet. Monsignore Wicks hütete seine Gemeinde nicht mit Güte und Geborgenheit, sondern mit Wut und Demagogie. Was nach und nach die meisten Mitglieder seiner Gemeinde aus der Kirche vertrieb. Bis auf sieben Schafe, deren Glaube an den Monsignore ungebrochen blieb. Dennoch muss jemand von ihnen der Mörder sein.

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George Clooney – JAY KELLY

Jay Kelly - (c) NETLIX– Kinostart 20.11.2025
– Netflix seit 05.12.2025

„Weißt du wie schwer es ist du selbst zu sein? Wenn du ein Star bist, musst du doppelt spielen. Einmal, wenn du deine Rolle spielst, und dann auch wenn du dich selbst spielst.“ Es fasst perfekt zusammen, wie Lenny Henry als Schauspiellehrer das spätere Leben des Superstars vorwegnimmt. Lenny Henry ist einfach großartig bei seinem kurzen Auftritt in einer Rückblende in Jay Kellys Leben. Viele Schauspieler haben nur kurze Rollen in diesem Film, und sie alle sind großartig. Jede und jeder bekommt von Autor und Regisseur Noah Baumbach diese wunderbaren Momente zu glänzen. Das macht diesen Film so eindrucksvoll. Als Zuschauer überkommt einem die Frage, inwieweit sich all diese namhaften Darsteller auch im wirklichen Leben verstellen – eine Rolle spielen. Laura Dern, Billy Crudup, Adam Sandler, Jim Broadbent, Stacy Keach, Riley Keough, Patrick Wilson, oder Greta Gerwig, die Frau des Regisseurs. Dieser hat das Drehbuch mit Emily Mortimer geschrieben. Auch sie hat ihre Momente zu glänzen. „Das musst du wirklich wollen, Jay“, erklärt Lenny Henry seinem Schüler. Und Jay Kelly wollte es so – genau so.

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