DIE STIMME VON HIND RAJAB

Voice Hind Rajab - (c) MIME-TANITSAWT HIND RAJAB
a.k.a THE VOICE OF HIND RAJAB
– Bundesstart 22.01.2026
– Release 25.08.2025 (IT)

Dieser Film beruht auf wahren Begebenheiten. Wenn dieser Satz in einer Filmbesprechung erscheint, wird er meist in einem satirischen Zusammenhang genutzt, oder in einen witzigen Kontext gesetzt. So viele Filme haben meist gar nichts mehr mit den wahren Ereignissen zu tun, dass es einen als Zuschauenden bei diesem Satz regelrecht erschaudert. Bei Kaouther Ben Hanias jüngsten Film werden die Zuschauenden tatsächlich erschaudern, allerdings weil er zu nah, zu realistisch an der Wirklichkeit bleibt. Hania war zuvor mit „Oflas Töchter – Four Daughters“ erfolgreich, und legte erst einmal alle Pläne für ein anderes Projekt auf Eis, als sie die Geschichte der sechsjährigen Hind Rajab hörte. Am 29. Januar 2024 erreicht die Notrufzentrale von Roter Halbmond in Ramallah ein Anruf der jungen Hamadeh.

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HAMNET

Hamnet - FOCUS FEATURES– Bundesstart 22.01.2025
– Release 05.12.2025 (CAN)

Preview 14.1.26, Babylon, Fürth
Zwei Dinge erst einmal vorweg. Die Namen Hamnet und Hamlet waren seinerzeit gleichbedeutend. Schon zu Beginn von Cloé Zhaos emotionalem Feuerwerk, wird das auf einer Tafel noch einmal hervorgehoben. Das ist für das atemberaubende und tränenreiche Finale des Films auf einer transzendenten Ebene wichtig. Das gleiche gilt für die Namen Agnes (ausgesprochen ANN-yes) und Anne, falls sich jemand wundern sollte, warum die historische Anne Hathaway im Film Agnes genannt wird. Das hat hier mehr eine metaphysische Bewandtnis, ist aber nicht das zweite Dinge was vorweg erwähnt werden wollte. Das zweite ist die Feststellung, dass sich „Hamnet“ in seiner emotionalen Kraft und inszenatorischen Finessen kaum angemessen beschreiben lässt. Cloé Zhaos fünfter Spielfilm ist etwas – wie ihre vier Filme davor – das man erlebt, was sich jenseits einer erzählerischen Handlung befindet. Ein Werk von einnehmender Ganzheitlichkeit.

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THE 98th OSCARS – Nominierungen

OscarLogo25


Am 22.01.2026 sind von den Schauspielern Danielle Brooks und Lewis Pullman die Nominierungen für die 98ten Academy Awards, den Oscars, bekanntgegeben worden.

Oscar 26 Noms10.136 Wahlberechtigte der zirka 10.500 Mitglieder der Academy Of Motion Picture Arts and Sciences werden in 19 Branchen einen Preisträger wählen. Neu ist die Kategorie für Bestes Casting. Nur für die Kategorie Bester Film dürfen die Mitglieder aller Branchen abstimmen.

Die OSCARS werden am 15. März 2026 um 7 Uhr Abends Ortszeit im Dolby Theater, Los Angeles vergeben. Zum zweiten Mal wird Late Night Talker Conan O’Brien süffisant und nicht ohne Spitzen durch die Gala führen.

Empfänger der Ehren-Oscars für Verdienste in der Filmindustrie sind Debbie Allen, Wynn Thomas und Tom Cruise. Den Jean Hersholt Humanitarien Award bekommt Dolly Parton.

DIE NOMINIERUNGEN 2026

BESTER FILM

  • Bugonia
    Ed Guiney & Andrew Lowe, Yorgos Lanthimos, Emma Stone and Lars Knudsen, Producers
  • F1
    Chad Oman, Brad Pitt, Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Joseph Kosinski and Jerry Bruckheimer, Producers
  • Frankenstein
    Guillermo del Toro, J. Miles Dale and Scott Stuber, Producers
  • Hamnet
    Liza Marshall, Pippa Harris, Nicolas Gonda, Steven Spielberg and Sam Mendes, Producers
  • Marty Supreme
    Eli Bush, Ronald Bronstein, Josh Safdie, Anthony Katagas and Timothée Chalamet, Producers
  • One Battle after Another
    Adam Somner, Sara Murphy and Paul Thomas Anderson, Producers
  • The Secret Agent
    Emilie Lesclaux, Producer
  • Sentimental Value
    Maria Ekerhovd and Andrea Berentsen Ottmar, Producers
  • Sinners
    Zinzi Coogler, Sev Ohanian and Ryan Coogler, Producers
  • Train Dreams
    Marissa McMahon, Teddy Schwarzman, Will Janowitz, Ashley Schlaifer and Michael Heimler, Producers

FÜR DIE VOLLSTÄNDIGE LISTE  – WEITERLESEN – DRÜCKEN

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28 Years Later: THE BONE TEMPLE

28 Years Bone Temple 1 - (c) SONY PICTURES– Bundesstart 14.01.2026 (world)

Als 1978 die Welt unter der Zombie-Apokalypse zusammenbrach, waren die Untoten der Auslöser, aber Schuld am Niedergang der Zivilisation trugen die Lebendigen. Es gab die, die das Beste aus dem machten, was geblieben war. Aber dann waren da noch die anderen, die einfach alles haben wollten. Mehr, als sie überhaupt ertragen konnten. In einen vordergründigen Horrorschocker hatte George Romero menschliche Grundbedürfnisse gegen Gier als Gesellschaftskritik verarbeitet. Horrorfilme haben schon immer gut funktioniert, wenn sie auch ein Spiegelbild der jeweiligen Zeit waren. Am besten hat es funktioniert, wenn dies unscheinbar und unaufdringlich geschah. Wie bei Romero, oder 24 Jahre später bei Danny Boyle, nach einer Vorlage von Alex Garland. „28 Days Later“ hat 2002 einen neuen Zombie-Hype entfacht, der durch seine inflationäre Ausschlachtung sehr schnell ermüdend wurde. Deshalb war es extrem mutig, dass Danny Boyle und Alex Garland 2025 einen abschließenden dritten Teil zu ihren zwei Klassikern nachschoben. Aber sie hatten eben noch so viel zu sagen.

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Matinee: IMMER MIT EINEM ANDERN

What a Way Matinee2What a Way Matinee

WHAT A WAY TO GO
Bundesstart 21.08.1964 – Release 26.06.1964 (CAN)

What a Way to go - Courtesy TWENTIETH CENTURY FOXLouisa May Foster möchte dem Finanzamt ihr gesamtes Vermögen von 210 Millionen Dollar schenken. Louisa wollte nie Geld, obwohl es ihr eigentlich zuhause eingetrichtert wurde. Sie wollte einfach nur mit dem richtigen Mann glücklich werden. So eine Einstellung ist Grund genug, sie zu einem Psychiater zu schicken. Und diesem erzählt sie ihre Geschichte. Es ist eine ereignisreiche, eine abenteuerliche, und eine durch und durch verrückte Geschichte. Eine gewaltige Aufgabe für Shirley MacLaine, die hier tatsächlich in jeder Szene zu sehen ist, in einem ebenso gewaltigen Film. Es ist ein gründlich konzipiertes und kalkuliertes Projekt, das mit Gene Kelly entwickelt wurde. Der Sänger, Tänzer, Schauspieler und Regisseur wollte mit Marilyn Monroe arbeiten, aber nicht Regie führen. Die hatte sich ohnehin schon für J. Lee Thompson entschieden. Thompson blieb, die Darsteller nicht. Die Monroe verstarb, Elizabeth Taylor, Frank Sinatra, Marlon Brando, Steve McQueen, Marcello Mastroiani, David Niven sagten ab. Bühne frei für eine fabelhafte Shirley MacLaine.

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THE HOUSEMAID – Wenn sie wüsste

Housemaid c - © LIONSGATE / LEONINE– Bundesstart 15.01.2026
– Release 16.12.2025 (BG)
Preview 14.01.26, Cineplex, Fürth

Housemaid d - © LIONSGATE - LEONINE

Millie Calloway braucht dringend einen Job. Nina Winchester braucht für Haus und Tochter dringend ein Hausmädchen. Zwei die sich gesucht haben, finden sich auch. Und Stück für Stück bröckelt in Paul Feigs außergewöhnlich effektivem Psychothriller die Fassade beider Frauen. Hier an der Tastatur zu sitzen, und nicht über die verzwickte Handlung und starken Wendungen reden zu dürfen, macht diese Besprechung unheimlich schwer. Denn jedes Wort über die Handlung könnte schon ein Wort zu viel sein. Wer den Trailer gesehen hat – und wer hat das nicht – bekommt eine ungefähre Vorstellungen von dem, wie sich die Dynamik zwischen der Hilfe suchenden Millie und der Hilfe benötigenden Nina entwickelt könnte. Und diese Vorstellung ist nicht annähernd an dem dran, was der Film letztendlich bietet.

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GREENLAND 2: Migration

Greenland 2 a - © 2026 Lionsgate– Release 09.01.2026 (world)

Selbst hartgesottene Actionfans sind bei dem Namen Gerard Butler mittlerweile vorsichtig geworden. Dadurch und auch Pandemie bedingt, hatte „Greenland“ von 2020 noch weniger Aufmerksamkeit erregt, als für einen Katastrophen- oder Actionreißer im Standardformat üblich. Trotz dieser ausgeprägten Standards hat sich „Greenland“ im Nachhinein für eben jene skeptischen Kinogänger als weit über diesen Standards liegendes Action/Abenteuer/Katastrophenwerk etabliert. Nicht die althergebrachten Versatzstücke sind ausschlaggebend, sondern die Nähe zu den Hauptfiguren, und deren Authentizität zueinander. Die Familie Garrity – Vater John, Mutter Allison, und Nachwuchs Nathan – waren Auserwählte für den grönländischen Schutzbunker, bevor die Einschläge des Kometen ‚Clarke‘ und seiner Bruchstücke 75% der Welt wie wir sie kennen zerstörte. Gerard Butler und Morena Baccarin sind geblieben, nur „JoJo Rabbit“s Roman Griffin Davis wurde für die Rolle des Nathan eingetauscht. Es sind fünf Jahre vergangen, und der Bunker ist nicht mehr sicher.

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EIN EINFACHER UNFALL

Ein einfacher Unfall - (c) MUBIYEK TASADEF SADEH
a.k.a. IT WAS JUST AN ACCIDENT
– Bundesstart 08.01.2026
– Release 01.10.2025 (FRA)

„Es war nur ein Unfall“,  sagt die Mutter zu ihrer Tochter, als der Vater in der Dunkelheit einen Hund überfahren hat. Was nur ein Unfall sein sollte, ist Auslöser einer verrückten Kettenreaktion. Das man in diesen ersten Minuten das Opfer des Unfalls nicht sieht, und die Kamera immer nur auf dem Gesicht des Fahrers bleibt, wie er aussteigt, wie er sich umsieht, wie er den Hund betrachtet, wie er wieder einsteigt und weiterfährt, das nimmt unheimlich viel vorweg von dem was kommen wird. Und was da kommen wird, ist nicht einfach, ist oft schmerzhaft, und manchmal urkomisch. Wegen des überfahrenen Hundes, muss der Wagen in eine Werkstatt, wo der Unfallfahrer vom anwesenden Vahid  beobachtet wird, der dem Fahrer später folgt, ihn bewusstlos schlägt, und in der Wüst lebendig begraben will. Vahid ist sich sicher, dass es sich bei dem Fahrer um „Holzbein“ Eghabal handelt, seinem Peiniger aus dem unterdrückenden Regime.

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SONG SUNG BLUE

Song Sung Blue - (c) FOCUS FEATURES– Bundesstart 08.01.2026
– Release 24.12.2025 (BL)

Von Zeit zu Zeit kommt ein Film daher, der einfach perfekt ist. Nicht weil er originell ist, nicht weil er jeden anspricht, nicht weil er alle Rahmen sprengt, und auch nicht weil man ihn immer und immer wieder sehen möchte. Ein Film, der perfekt ist, weil er alles richtig macht. Der das Gewöhnliche für sich zu nutzen versteht, der auf seine Zielgruppe fokussiert ist, der immer innerhalb seiner Rahmen bleibt, der sich schon beim ersten Mal ansehen einbrennt. Doch folgt Craig Brewers Film, den er selbst geschrieben hat, auch den wahren Begebenheiten? Greg Kohs‘ Film von 2008 über das Gesangsduo Lightning and Thunder ist eine Dokumentation über die Ereignisse. Brewers Interpretation dieser Ereignisse ist ein Film über das innere Wesen von Zuneigung und Hingabe. Mike ist Imitator von Don Ho, Claire tritt als Patsy Cline auf. Doch Mike ist mit seiner Routine nicht zufrieden, und strebt nach künstlerischer Neuausrichtung.

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Jetzt im Heimkino: GOOD BOY

Um die verdiente öffentliche Wahrnehmung noch einmal zu
befeuern, legen wir die Rezension vom 30.10.25. erneut auf
.

Good Boy - (c) IFC / SHUDDER– Bundesstart 30.10.2025
– Release 01.10.2025 (PHL)

DCM-Screener, Digitales Kino, 29.09.25
Ihr Haustier – ob Hund oder Katze – sitzt mitten im Raum und starrt in eine leere Ecke. Ihr Tier sitzt da und starrt beunruhigend in die Ecke des Zimmers, lässt sich auch nicht durch Zurufe oder Störungen irgendwelcher Art davon abbringen. Wenn Sie sich schon immer gefragt haben, warum ihr Tier dieses seltsame, meist unheimliche Gebaren an den Tag legt, dann sollten sie auf keinen Fall Ben Leonards „Good Boy“ sehen. Leonard offeriert für dieses merkwürdige Verhalten die wahrscheinlichste aller Lösungen. Und es ist das Gruseligste, was es in diesem Jahr – und noch viel weiter zurück – im Horrorkino zu erleben gab. Es geht um Indy, einen Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Ein sperriger Name für einen süßen Hund, dem Schreckliches widerfährt. Mit seinem Herrchen kommt Indy in ein neues Haus, welches dem Hund nicht nur fremd ist, sondern er auch abstoßend findet. Und der sechste Sinn eines Hundes trügt eigentlich nie.

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ANACONDA

Anaconda - © 2025 Sony Pictures Releasing– Release 24.12.2025 (world)

Die Frage, was „Anaconda“ ist, lässt sich zuerst leicht beantworten. Es ist eine High-Concept Produktion, mit einer fantastischen Prämisse. Vier Jugendfreunde wollen sich im gesetzteren Alter ihren Traum von einem Blockbuster-Film erfüllen. Einer von ihnen, der scheiternde Schauspieler Roland ‚Griff‘ Griffin, hat die Rechte zu dem Roman bekommen, auf denen der B-Movie „Anaconda“ von 1997 beruht. Ein Film, der seinerzeit eine Offenbarung für ihn und seinen Kumpel Doug McCallister war, ein Hochzeitsfilmer, der einmal Regiegröße in Hollywood werden wollte. Claire Simons ist als Darstellerin dabei, die in vergangenen Tagen ein Auge auf Griff geworfen hatte, dann aber anderweitig verheiratet war, und mittlerweile wieder geschieden ist. Und dann ist da noch der abgestürzte Kumpel Kenny, der hätte als Kameramann endlich die Chance wieder mal an etwas anderes zu denken als an seine Alkohol- und Tablettensucht. Das ist High-Concept. Und das bedeutet, dass diese sympathische Verlierergruppe ihren Weg gehen wird.

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fast verpasst: LURKER

Lurker - © MUBI– Bundesstart 18.12.2025
– Release 22.08.2025 (US)

Jedes Idol und jeder Superstar braucht seine Entourage. Seine Gefolgsleute, seine Ja-Sager, seine Speichellecker. Oliver ist so ein Star, ein angehender Superstar. Er ist Pop-Sänger mit Bedroom Pop-Einschlag. Kenneth Blume hat mit einschlägigen Indie-Musikern einige Songs produziert, die sich Oliver Darsteller Archie Madekwe eindrucksvoll zu eigen macht. Manche Musikfilme scheitern an der Glaubwürdigkeit ihrer dargestellten Musikerin oder Musikers, weil die Songs kein authentisches Hit-Material sind. In Alex Russells Regiedebüt „Lurker“ stimmt die Musik, und es stimmt der angehende Superstar. Somit wird die Story um Matthew schlichtweg auch glaubwürdiger, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Mitglied im inneren Kreis um Oliver zu werden.

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HERZ AUS EIS

Herz aus Eis - (c) GRANDFILMLA TOUR DE GLACE
a.k.a. THE ICE TOWER
– Bundesstart 18.12.2025
– Release 17.09.2025 (FR)

Es ist ein interessanter Ansatz von Regisseurin Lucile Hadzihalilovic, Andersens Kunstmärchen „Die Schneekönigin“ zu interpretieren. Die essenziellen Züge der Geschichte, die Zeichnung der Figuren, schmückende Elemente. Die goldene Kutsche ist durch einen ausladenden Mercedes ersetzt. Hadzihalilovics Film spielt Anfang der 1970er. Die sechzehnjährige Waise Jeanne wohnt bei einer Pflegefamilie in den Südtiroler Alpen. Die Einsamkeit nach dem Tod ihrer Mutter und die Sehnsucht nach wirklicher Geborgenheit treibt sie in die Stadt. Unterschlupf findet sie in einem Gebäude, in dem der Film „Die Schneekönigin“ gedreht wird – mit der berühmten und verführerischen Christina van den Berg. Durch gewisse Umstände wird Jeanne ein Extra im Film. Die schwierige und meist verbitterte Christina findet Gefallen an Jeanne, und es entwickelt sich eine komplexe Beziehung zwischen den beiden unterschiedlichen Menschen.

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SILENT NIGHT, DEADLY NIGHT

Silent Night Deadly Night - © Studio Canal– Release 11.12.2025 (world)

Nur äußerst selten gelingt einem aktuellen Film tatsächlich eine rundherum zufriedenstellende Hommage an die B-Movies der 1980er-Jahre. Mike P. Nelson hat reichlich an Erfahrung im Horrorgenre gesammelt, wobei ihm allerdings mit dem Franchise-Neustart „Wrong Turn“ 2021 kein glückliches Händchen beschienen war. „Silent Night, Deadly Night“ ist nun Remake und Fortsetzung gleichermaßen – wie es jeder für sich auslegen will. Remake und Fortsetzung eines Films, der 1984 ein eigenes Sub-Genre begründete, auch wenn er wegen seiner Prämisse aus den Kinos verbannt wurde, und die Fortsetzungen lediglich im Heimkino bestaunt werden durften. Nicht nur den Moralaposteln ging ein von Mordlust getriebener Weihnachtsmann zu weit. Aber Zeit heilt alle Fleischwunden, und ein schlachtender Santa ist letztendlich zum festen Programm im jährlichen Weihnachtstaumel geworden. Chance für Mike P. Nelson sich bei Genrefreunden zu rehabilitieren.

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OH. WHAT. FUN.

OhWhatFun - © 2025 Amazon MGM Studios– Amazon Primes seit 03.12.2025

In Zeiten des Streamings ist es natürlich leicht geworden sich von einfach gestrickten, nicht sehr anspruchsvollen Weihnachtsfilmen angenehm berieseln zu lassen. Herkömmlich sind jedes Jahr dutzende von Hallmark-Produktionen in denen sich zwei sich verachtende Personen durch den Geist von Weihnacht ineinander verlieben. Wesentlich mehr Dynamik hat da der – stets chaotische ausgelegte – Familienfilm. Wie Jodie Fosters buntes Durcheinander „Familienfest und andere Schwierigkeiten“, oder um zurück zu Weihnachten zukommen, Filme wie „Die Familie Stone“ und „Weihnachten mit den Coopers“. Ensemblefilme, die vom turbulenten Hexenkessel des angehenden Festes zum Fest der Liebe führen. Filme, in denen alle ihre eigenen Familien und sich selbst wiederfinden sollen – und trotzdem Spaß dabei haben. So hat sich das Regisseur Michael Showalter gedacht, als er mit Chandler Baker nach dessen Geschichte das Drehbuch geschrieben hat. Und mit einer charismatischen Urgewalt wie Michelle Pfeiffer an führender Stelle, ist Weihnachten um einen Klassiker reicher.

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